Tagatose – der seltene und gesunde Zucker

Was ist Tagatose?

D-Tagatose ist ein natürlicher Einfachzucker (Monosaccharid), der strukturell Fruktose ähnelt. Es ist einer der ersten Zucker, die Menschen und andere Säugetiere aufnehmen, da Tagatose Teil der Muttermilch ist. Nur eine kleine Menge der verzehrten Tagatose wird vom Dünndarm resorbiert und über die gleichen Stoffwechselwege wie Fruktose verwertet. Der Großteil gelangt in den Dickdarm, wo Tagatose von den Darmbakterien als Nahrungsquelle genutzt und fermentiert wird. Tagatose kommt in kleinen Mengen in Früchten wie Äpfeln, Ananas und Orangen sowie in verarbeiteten Milchprodukten wie Joghurt oder Käse vor. Im Vergleich zum Haushaltszucker bietet Tagatose folgende Vorteile:

  • Niedriger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel: Tagatose verursacht keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und hat einen sehr niedrigen glykämischen Index von 3 %.
  • Zahnschonend: Tagatose wird nicht von kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt und trägt nicht zur Säurebildung im Mund bei.
  • Fördert die Darmflora: Tagatose hat einen präbiotischen Effekt und unterstützt das Wachstum nützlicher Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat bilden.
  • Geeignet für Diabetiker: Tagatose ist eine ideale Zuckeralternative bei Diabetes, da sie den Blutzuckerspiegel nicht spürbar beeinflusst.
  • Gut verträglich bei Lactoseintoleranz und Zöliakie: In herkömmlichen Mengen ist Tagatose gut verträglich und auch bei gängigen Unverträglichkeiten geeignet.
  • Weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker: Tagatose enthält nur 1,5 kcal pro Gramm (USA-Angabe) bzw. 2,8 kcal pro Gramm (EU-Angabe), was auf die geringe Resorptionsrate zurückzuführen ist.
  • Hilft beim Abnehmen: Studien deuten darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von Tagatose beim Abnehmen helfen kann.
  • Angenehme Süße: Tagatose hat eine angenehme natürliche Süße mit einer Süßkraft von 92 % im Vergleich zu Haushaltszucker.
  • Kein unangenehmer Nachgeschmack wie bei Stevia oder diversen Süßstoffen.
  • Lässt sich größtenteils wie Haushaltszucker verwenden und dosieren – ist jedoch nicht zum übermäßigen Erhitzen geeignet.


Diese vielfältigen positiven Effekte machen Tagatose zu einer wertvollen Ergänzung einer gesunden Ernährung, die weit über ihre Funktion als Süßungsmittel hinausgeht.

Warum Zucker so wichtig für unseren Körper ist

Kein Zucker ist per se gut oder schlecht, richtig oder falsch. Zucker ist ein essenzieller Energielieferant für den Körper, insbesondere für das Gehirn, das allein mehr als 20 % der zur Verfügung stehenden Energie benötigt. Dennoch ist nicht jeder Zucker gleich gut als Energiequelle geeignet. Darüber hinaus produziert unser Körper aus Zucker grundlegende Bausteine für die Zellteilung und die Reparatur von Schäden. Sogar unsere RNA besteht zum Teil aus Zucker – genauer gesagt aus dem Fünffach-Zucker Ribose.

Für unsere Vorfahren war Zucker überlebenswichtig. Er war nicht durchgehend verfügbar. Der Körper besitzt Glykogen-Speicher in den Muskeln und in der Leber, um nicht verwendeten Zucker für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben. Unser Gehirn reagiert sehr sensibel auf Zucker. Wenn wir ihn essen, wird das Belohnungszentrum aktiviert, um zu signalisieren, dass wir mehr davon zu uns nehmen sollen. Als Jäger und Sammler war dies durchaus sinnvoll. Wenn die Möglichkeit bestand, an Zucker zu gelangen, beispielsweise in Form von Früchten oder Honig, war dies eine ideale Möglichkeit, die Glykogen-Speicher aufzufüllen. Heute hat sich das Blatt gewendet. Zucker ist im Übermaß vorhanden, doch unser Metabolismus funktioniert immer noch wie vorher. Um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, ist es daher sinnvoll, andere Zucker wie Tagataso zu verwenden, die nicht so schnell vom Körper verwertet werden können, wie Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker.

Gesundheitliche Vorteile von Tagatose

Tagatose wird im Gegensatz zu den industriell verwendeten Zuckerarten nicht von kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt und trägt somit nicht zur Säurebildung im Mund bei. In Studien (⁶,¹²,¹³) wurde bereits bestätigt, dass Tagatose keinen Einfluss auf die Kariesbildung hat. Darüber hinaus gibt es wissenschaftliche Belege (¹,²,⁷,¹⁰) dafür, dass Tagatose einen präbiotischen Effekt hat. Einige Bakterienarten der Darmflora können Tagatose fermentieren und kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat bilden. Diese fördern das Wachstum nützlicher Darmkeime und versorgen die Darmzellen mit Energie, was eine positive Wirkung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben kann (⁸) und somit auch auf die gesamte Gesundheit. Durch die geringe und langsame Resorption gelangt nur wenig Tagatose in den Blutkreislauf, was zu einem sehr niedrigen glykämischen Index von 3 % führt. Im Vergleich dazu hat Traubenzucker einen glykämischen Index von 100 %. Daher verursacht Tagatose keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und keine hohe Insulinfreisetzung.

Tagatose als vielversprechende Option bei Typ-2-Diabetes und Adipositas

Zwei aktuelle Forschungsüberblicke (³,¹⁴) zeigen vielversprechende Ergebnisse zur Verwendung von Tagatose bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes. In den umfassenden Meta-Analysen wird unter anderem bestätigt, dass Tagatose einen niedrigen glykämischen Index und eine starke blutzuckersenkende Wirkung hat. Darüber hinaus könnte Tagatose aufgrund dieser Eigenschaften potenziell bedeutende Vorteile für die Behandlung von Adipositas oder dem metabolischen Syndrom bieten. Die Autoren der Studien kommen zu dem Schluss, dass Tagatose als Süßungsmittel großes Potenzial hat und in den klinischen Studien keine wesentlichen negativen Nebenwirkungen bei einem moderaten Konsum gezeigt wurden. Diese positiven Eigenschaften machen Tagatose zu einer wertvollen Zuckeralternative, insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren müssen, ohne auf die Süße in ihrer Ernährung verzichten zu müssen. Die Anwendung muss jedoch noch in weiteren klinischen Studien bestätigt werden.

In einer weiteren Übersichtarbeit über Tagatose aus dem Jahr 2017 (⁵) hebt die Arbeitsgruppe die präbiotischen Eigenschaften, die minimale Absorption, die geringe Metabolisierungsenergie sowie die einzigartigen klinischen Eigenschaften der Tagatose hervor. „D-Tagatose erlangte internationale Aufmerksamkeit, da sie den Zweck alternativer Süßungsmittel erfüllt, die für die Kontrolle von Diabetes in der Weltbevölkerung dringend benötigt werden“, schreiben die Studienautoren.

Diabetikerinnen und Diabetiker sollten jedoch beachten, dass Tagatose nur geringfügig zur Zuckerversorgung beiträgt. Um Unterzuckerungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Kombination von Tagatose mit Trehalose, Galactose oder Isomaltulose.

Tagatose als gesunder Ersatz für Haushaltszucker

Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie an der Universität Hohenheim hat im Rahmen einer Studie (⁴) versucht, einen gesunden Zuckersirup herzustellen. Das Team macht den steigenden Konsum von energiereichen Lebensmitteln mit hohem Fett- und Zuckergehalt maßgeblich für die zunehmende Anzahl übergewichtiger Menschen verantwortlich. Gleichzeitig seien diese Komponenten jedoch entscheidend für den Geschmack und die Akzeptanz der Nahrungsmittel. Ein innovativer Ansatz zur Lösung dieses Problems sei ein Zuckersirup aus gesünderen Zuckern, der eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker aufweist.

Tagatose spiele hier eine besondere Rolle, da der Zucker eine Reihe von Vorteilen bietet. Laut der Forschungsgruppe hat Tagatose einen niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass es den Blutzuckerspiegel nur minimal beeinflusst und somit auch für Diabetiker geeignet ist. Zudem fördert er eine gesunde Darmflora und hat präbiotische Eigenschaften. Tagatose ist zahnfreundlich und trägt nicht zur Kariesbildung bei. Mit nur 1,5 kcal pro Gramm ist Tagatose zudem kalorienärmer als herkömmlicher Zucker. Diese Eigenschaften machen Tagatose zu einer attraktiven Zuckeralternative in einer Gesellschaft, die sich zunehmend der gesundheitlichen Auswirkungen von Zucker und Fetten bewusst wird.

Wie Tagotose die Darmgesundheit fördert

Tagatose spielt auch eine wichtige Rolle bei der Förderung der Butyratproduktion im Darm. Butyrat ist eine kurzkettige Fettsäure, die durch mikrobielle Fermentation von Ballaststoffen entsteht. Es dient primär als Energiequelle für die Zellen des Dickdarms (Kolonozyten) und unterstützt deren Gesundheit sowie deren Funktion. Diese Fettsäure ist jedoch mehr als nur ein Nährstoff. Sie fungiert auch als zellulärer Mediator durch mehrere Mechanismen, die entscheidend für die Darmgesundheit sind. Es gibt zahlreiche Hinweise in Studien (¹,²,⁷,⁸,¹⁰) darauf, dass Butyrat zur Regulierung der Darmbarriere beiträgt, indem es die Produktion von Proteinen fördert, die die Integrität der Darmwand erhalten. Das kann unter anderem zur Linderung von Darmbeschwerden wie dem Reizdarmsyndrom führen. Durch die Fermentation von Tagatose im Dickdarm wird die Produktion von Butyrat gefördert. Dies geschieht durch die Unterstützung des Wachstums nützlicher Bakterien wie Lactobacillen und anderer Milchsäurebakterien, die Butyrat produzieren. Der regelmäßige Konsum von Tagatose kann somit die Butyratproduktion erhöhen.

Verträglichkeit von Tagatose

In herkömmlichen Mengen (1-2 Teelöffel pro Mahlzeit) ist Tagatose gut verträglich und auch bei Lactoseintoleranz und Zöliakie geeignet. Da Tagatose größtenteils im Dickdarm verwertet wird, sollten Personen mit bestehenden Darmbeschwerden vorsichtig sein. Tagatose wird über passive Diffusion resorbiert und beeinflusst die Fructoseaufnahme nicht. Sie ist daher für die meisten Menschen mit Fructoseunverträglichkeit geeignet. Bei stark ausgeprägter Fructoseunverträglichkeit sollte die Verträglichkeit von Tagatose individuell getestet werden. Wir empfehlen, Tagatose in üblichen Zuckermengen zu genießen (maximal zwei Teelöffel pro Mahlzeit). Größere Mengen können durch bakterielle Fermentation im Dickdarm zu Darmbeschwerden führen. Leichte Blähungen können bei empfindlichen Menschen ab einer Einzeldosis von 20 Gramm auftreten. Aus Erfahrungsberichten geht jedoch hervor, dass sich das Darmmikrobiom anpasst und die Toleranz gegenüber Tagatose mit der Zeit zunimmt.

Kaloriengehalt von Tagatose

Der Kaloriengehalt von Tagatose ist in den USA mit 1,5 kcal pro Gramm angegeben. Der niedrige Kaloriengehalt ist auf die geringe Resorptionsrate zurückzuführen. Tatsächlich werden nur kleine Mengen vom Körper aufgenommen und verwertet. Der Großteil ist „Futter“ für gesundheitsfördernde Darmbakterien. Die EU-Zulassung sieht jedoch vor, dass Tagatose mit 2,8 kcal pro Gramm angegeben werden muss, obwohl der tatsächliche Kaloriengehalt wahrscheinlich deutlich niedriger ist. Dies muss in kommenden Forschungsarbeiten noch abschließend geklärt werden.

Geschmack und Süßkraft

Tagatose hat eine angenehme natürliche Süße mit einer Süßkraft von 92 % im Vergleich zu Haushaltszucker. Daher eignet sich Tagatose hervorragend als Ersatz für herkömmlichen Zucker in Rezepten. Spezielle Backmischungen mit Tagatose können beispielsweise verwendet werden, um wesentlich gesündere Kuchen zu backen, die aber dennoch süß schmecken.

Was sagt die EFSA zu Tagatose?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Wirksamkeit von Tagatose in Form von folgender Aussage (Health-Claim) bestätigt:
„Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von anderen Zuckerarten D-Tagatose enthalten, bewirkt zum einen, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln/Getränken, zum anderen trägt dieser Austausch zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei.“

Einschränkungen bei der Verwendung von Tagatose

Tagatose ist für die meisten Menschen unbedenklich, jedoch sollten Personen mit hereditärer Fructoseintoleranz Tagatose nicht verwenden. Bei diesem seltenen Enzymdefekt ist der Fruchtzuckerstoffwechsel in den Körperzellen blockiert, was zu einer Anreicherung von Zwischenprodukten des Fructoseabbaus führt. Diese Anreicherung kann im Laufe der Zeit zu Organschäden führen. Da Tagatose aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit Fructose über die gleichen Stoffwechselwege abgebaut wird, kann sie bei einer hereditären Fructoseintoleranz nicht verwertet und sollte daher vermieden werden. Dabei muss zwischen der hereditären Fructoseintoleranz und der häufiger vorkommenden intestinalen Fructoseintoleranz unterschieden werden. Letztere äußert sich durch Symptome wie Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfälle nach dem Verzehr von Fruchtzucker und ist weniger schwerwiegend als die hereditäre Form. Zudem sollte Tagatose nicht während der Schwangerschaft oder bei der Stoffwechselkrankheit Galaktosämie konsumiert werden, um mögliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Tagatose in die tägliche Ernährung einbauen

Die einfachste Methode, um die vielen Vorteile der Tagatose nutzbar zu machen, ist, täglich vor oder während den Mahlzeiten ein bis zwei Esslöffel einer Tagatose-Galactose-Mischung in ein Getränk einzurühren und dieses vor oder während der Mahlzeit zu konsumieren. Das entspricht in etwa einer Menge von 20 Gramm am Tag. Solche Zuckermischungen gibt es bereits fertig zu kaufen und sind alternativ auch als Sirup verfügbar. Außerdem werden derzeit verschiedene Produkte wie Schokolade und Cola entwickelt, die die gesunden Zucker bereits enthalten.

Als herkömmlicher Zucker zum Risikofaktor wurde

Heute ist Zucker im Überfluss vorhanden. Der süße Geschmack und der belohnende Effekt des Zuckers führen dazu, dass wir gerne Lebensmittel mit viel Zucker essen, was wiederum dazu führt, dass Lebensmittel-Hersteller viel Zucker in ihre Produkte packen – vor allem Haushaltszucker (Saccharose) und Fruchtzucker (Fruktose). Dieser Kreislauf hat in den letzten Jahrzehnten einen massiven Einfluss auf die die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung ausgeübt. Zahlreiche Studien haben mittlerweile den Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht, Demenz und Herz-Kreislauferkrankungen aufgezeigt. Darüber hinaus hat ein hoher Zuckerkonsum auch Auswirkungen auf die Psyche und kann an der Entstehung von Depressionen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen beteiligt sein. Im Folgenden gehen wir daher auf die drei häufigsten Zuckerarten ein, die industriell verwendet werden.

Haushaltszucker (Saccharose)

Haushaltszucker ist der bekannteste Zucker. Etwa 35 Kilogramm isst jede Person in Deutschland jährlich davon. Er ist in einem Großteil aller Süßigkeiten, Limonaden, Fruchtsäften und Fertiggerichten zu finden. Der hohe Zuckergehalt in Getränken wie Cola (37 Stück Würfelzucker pro Liter) und Fruchtsäften wie Apfelsaft (ca. 40 Stück Würfelzucker pro Liter) ist problematisch. Denn Haushaltszucker fördert Karies und führt zu schnellen Blutzuckerschwankungen, was den Körper belastet und ihn zunehmend resistent gegen Insulin macht. Zudem ist Saccharose hochkalorisch und begünstigt Übergewicht.

Fruchtzucker (Fruktose)

Fruktose hat einen niedrigeren glykämischen Index als Haushaltszucker, was bedeutet, dass der Blutzucker langsamer ansteigt. Allerdings können große Mengen Fruktose die Gesundheit negativ beeinflussen, indem sie den Fettabbau hemmen und die Bildung von Harnsäure fördern. Auch Fruktose kann Karies verursachen.

Traubenzucker (Glukose)

Glukose lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wird oft bei Unterzuckerung eingesetzt. Sie kommt auch in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln und Kartoffeln vor. Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel ist jedoch gesünder, da schnelle Anstiege und Abfälle den Körper belasten.

Fazit: Tagatose bietet gesunde Süße ohne Verzicht

Haushaltszucker, Fruchtzucker und Traubenzucker in hohen Mengen sind problematisch, da sie zu schnellen Blutzuckerspitzen, Gewichtszunahme und Zahnschäden führen können. Diese negativen Auswirkungen sind weit verbreitet und tragen erheblich zur globalen Prävalenz von Übergewicht und damit verbundenen Krankheiten wie Typ-2-Diabetes bei. Der Ersatz von industriellen Zuckern durch gesündere Alternativen bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Tagatose stellt eine vielversprechende Option dar, die nicht nur die gleiche Süße bietet, sondern auch die Zähne schützen, den Blutzuckerspiegel stabil halten, beim Abnehmen helfen und die Darmgesundheit fördern kann. Einen Teil des Haushaltszuckers durch eine Tagatose-Galaktose Zuckermischung zu ersetzen, stellt eine leicht umzusetzende Möglichkeit dar, um von dem süßen Geschmack und den potenziellen Vorteilen der gesunden Zucker profitieren zu können, ohne die gesundheitlichen Nachteile der herkömmlichen Zucker in Kauf nehmen zu müssen.

 

Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von anderen Zuckerarten D-Tagatose enthalten, bewirkt zum einen, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln/Getränken, zum anderen trägt dieser Austausch zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei. 

Die Efsa beschreibt in ihrer Health Claims Verordnung folgende Wirkung beim Verzehr von Lebensmitteln sowie Getränken die keinen Zucker, sondern Zuckeralternativen wie Tagatose anbieten: 

  • EFSA-Gesundheitsaussage zu Tagatose - Blutzuckerspiegel

Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Tagatose enthalten, bewirkt, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln. 

  • EFSA-Gesundheitsaussage zu Tagatose - Zahnfreundlichkeit

Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Tagatose enthalten, trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei. 

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Quellen

¹Hans Bertelsen, Hans Andersen, Michael Tvede. (2001). Fermentation of D-Tagatose by Human Intestinal Bacteria and Dairy Lactic Acid Bacteria. Microbial Ecology in Health and Disease, 13(2), 87–95. https://doi.org/10.1080/08910600119905
²Venema, K., Vermunt, S. H. F., & Brink, E. J. (2005). D-Tagatose increases butyrate production by the colonic microbiota in healthy men and women. Microbial Ecology in Health and Disease, 17(1), 47–57. https://doi.org/10.1080/08910600510035093
³Marion Guerrero-Wyss, Samuel Durán Agüero, Lisse Angarita Dávila, et al.: D-Tagatose Is a Promising Sweetener to Control Glycaemia: A New Functional Food. BioMed Research International (2018). https://doi.org/10.1155/2018/8718053
⁴Lutz-Wahl, S., Pross, E., Hinrichs, J. et al. Multi-Enzymsystem zur Herstellung eines alternativen Zuckersirups. Biospektrum 26, 679–681 (2020). https://link.springer.com/article/10.1007/s12268-020-1467-2
⁵Jayamuthunagai, J., Gautam, P., Srisowmeya, G., & Chakravarthy, M. (2017). Biocatalytic production of D-tagatose: A potential rare sugar with versatile applications. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 57(16), 3430–3437. https://doi.org/10.1080/10408398.2015.1126550
⁶Y. Lu, G. V. Levin: Removal and prevention of dental plaque with d-tagatose. International Journal of Cosmetic Science. 2002. https://doi.org/10.1046/j.1467-2494.2002.00141.x
⁷S.J. Son, J.H. Koh, S. Oh, Y. Kim, et al.: Effect of the Lactobacillus rhamnosus strain GG and tagatose as a synbiotic combination in a dextran sulfate sodium-induced colitis murine model. Journal of Dairy Science (2018). https://doi.org/10.3168/jds.2018-15013
⁸Leonel, Alda J.; Alvarez-Leite, Jacqueline I., et al.: Butyrate - implications for intestinal function. Current Option in Clinical Nutrition Care (2012). https://doi.org/10.1097/mco.0b013e32835665fa
⁹Sohini Roy, Jayaram Chikkerur, Ashis Kumar Samanta, et al.:Tagatose as a Potential Nutraceutical: Production, Properties, Biological Roles, and Applications. Journal of Food Science (2018). https://doi.org/10.1111/1750-3841.14358
¹⁰Lærke Helle N., Jensen Bent B., Højsgaard Søren, et al.: In Vitro Fermentation Pattern of D-Tagatose Is Affected by Adaptation of the Microbiota from the Gastrointestinal Tract of Pigs. The Journal of Nutrition (2000). https://doi.org/10.1093/jn/130.7.1772
¹¹Dominique Turck, Jean-Louis Bresson, Barbara Burlingame, et al.: Scientific Opinion on the energy conversion factor of d-tagatose for labelling purposes. EFSA Journal (2016). https://doi.org/10.2903/j.efsa.2016.4630
¹²Imfeld, T., et al.: Telemetric evaluation of D-tagtose provided by MD Foods Ingredients Amba, Denmark, with regard to the product’s qualification as being safe for teeth (1996). Dental Institute, University of Zurich, Switzerland.
¹³Imfeld, T., et al.: Telemetric evaluation of D-tagtose provided by MD Foods Ingredients Amba, Denmark, with regard to the product’s qualification as being safe for teeth. Study performed after different plaque-adaption periods (1998). Dental Institute, University of Zurich, Switzerland
¹⁴U.S. Food & Drug Administation: Petition for a Qualified Health Claim for D-Tagatose and Reduced Risk of Type 2 Diabetes (Docket No. FDA-2022-Q-0051). https://www.fda.gov/media/176463/download

 

Weitere Studien über Tagatose

• Armstrong, L. M., Luecke, K. J., & Bell, L. N. (2009). Consumer evaluation of bakery product flavour as affected by incorporating the prebiotic tagatose. Int J Food Sci Technol. https://doi.org/10.1111/j.1365-2621.2009.01909.x
• Boesch, C., Ith, M., Jung, B., Bar, A., et al (2001). Effect of Oral D-Tagatose on Liver Volume and Hepatic Glycogen Accumulation in Healthy Male Volunteers. Regul Toxicol Pharmacol. https://doi.org/10.1006/rtph.2001.1470
• Buemann, B., Gesmar, H., Astrup, A., & Quistorff, B. (2000). Effects of oral D-tagatose, a stereoisomer of D-fructose, on liver metabolism in man as examined by 31P-magnetic resonance spectroscopy. Metabolism, https://doi.org/10.1053/meta.2000.9532
• Buemann, B., Toubro, S., & Astrup, A. (1998). D-Tagatose, a stereoisomer of D-fructose, increases hydrogen production in humans without affecting 24-hour energy expenditure or respiratory exchange ratio. J Nutr, https://doi.org/10.1093/jn/128.9.1481
• Donner, T. W., Magder, L. S., & Zarbalian, K. (2010). Dietary supplementation with d-tagatose in subjects with type 2 diabetes leads to weight loss and raises high-density lipoprotein cholesterol. Nutr Res, https://doi.org/10.1016/j.nutres.2010.09.007
• Durante, M., Sgambellone, S., Lucarini, L., Collino, M., et al (2021). D-Tagatose Feeding Reduces the Risk of Sugar-Induced Exacerbation of Myocardial I/R Injury When Compared to Its Isomer Fructose. Front Mol Biosci, https://doi.org/10.3389%2Ffmolb.2021.650962
• Ensor, M., Williams, J., Smith, R., Banfield, A., & Lodder, R. A. (2014). Effects of three lowdoses of D-tagatose on glycemic control over six months in subjects with mild type 2 diabetes mellitus under control with diet and exercise. J Endocrinol Diabetes Obes,

Rechtlicher Hinweis:

Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar.

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