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    <updated>2026-04-16T07:52:14+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Vitamin D-E-K-A Öl, mehr als nur Vitamin D</title>
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                                            DEKA-Öl kombiniert die vier fettlöslichen Vitamine D, E, K und A in einer praktischen Ölform. Damit lässt es sich einfach in den Alltag integrieren und unterstützt viele grundlegende Körperfunktionen gleichzeitig.
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                 DEKA-Öl: Ein Tropfen – vier fettlösliche Vitamine.  Warum die Kombination so spannend ist ... 
 DEKA-Öl klingt im ersten Moment nach einem weiteren Kombiprodukt. In der Praxis steckt dahinter aber ein ziemlich logisches Konzept: Die vier fettlöslichen Vitamine  D, E, K und A  werden gemeinsam mit einem hochwertigem Öl als Trägerbasis kombiniert. Fettlösliche Vitamine werden generell zusammen mit Fett gut aufgenommen. Ein Öl als Träger macht die Anwendung alltagstauglich: ein Tropfen, am besten zu einer Mahlzeit. Diese Einfachheit ist ein Grund, warum DEKA-Öle so beliebt sind. 
  Was DEKA-Öl interessant macht, ist die Kombination aus klassischen Vitaminfunktionen:  
 
 Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und außerdem zur Erhaltung normaler Muskelfunktion. 
 Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei und ebenfalls zu einer normalen Funktion des Immunsystems. 
 Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei. 
 Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. 
 
 &amp;nbsp; 
  Was bei einem DEKA-Öl wichtig ist  
 Nicht jedes DEKA Öl ist automatisch qualitativ gut. Sinnvolle Qualitätsmarker sind: 
 
 Transparente Deklaration pro Tropfen (damit Dosierung nachvollziehbar bleibt) 
 Vitamin K2 als MK-7 (bleibt deutlich länger verfügbar als MK-4) 
 Vitamin-E-Komplex (z. B.&amp;nbsp; wertvolle Tocotrienole) 
 Öl-Träger (Alltagstauglichkeit, fettlöslich) 
 
 &amp;nbsp;Ganzheitlich gedacht: von Abwehr bis Gehirn 
  1. Atemwege: Immunsystem und Schleimhäute  
 Wenn es um die Atemwege und die typischen Beschwerden in der Herbst- und Wintersaison geht, wird Vitamin D besonders häufig erwähnt. Das ist nachvollziehbar, weil Vitamin D einen anerkannten Beitrag zur normalen Immunfunktion leistet. Wenn draußen wochenlang graues Licht dominiert und wir uns mehr in Innenräumen als an der frischen Luft aufhalten, rutscht der Vitamin-D-Status bei vielen Menschen schnell in den Keller. Genau in dieser Zeit hat das Immunsystem aber „Hochsaison“, denn Erkältungs- und Grippeviren zirkulieren besonders stark. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Das ist gerade dann interessant, wenn die Atemwege ohnehin stärker beansprucht sind – sei es durch trockene Heizungsluft, weniger Tageslicht oder die typischen Winterinfekte. 
 Schleimhäute sind eine Art „erste Schutzschicht“ und Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. In der Forschung wird außerdem seit Jahren geprüft, ob und wie Vitamin-D-Supplementierung im Zusammenhang mit akuten Atemwegsinfekten steht. Gerade bei akuten Atemwegsinfekten lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Studienlage: In der vielzitierten Meta-Analyse von Adrian Martineau und KollegInnen wurden Daten aus 25 randomisierten Studien mit insgesamt rund 10.900 Teilnehmenden ausgewertet – dabei zeigte sich insgesamt ein eher moderater Vorteil für regelmäßige Vitamin-D-Gaben (täglich oder wöchentlich). Besonders auffällig war: Menschen mit sehr niedrigen Ausgangswerten hatten in den Auswertungen tendenziell den größten Nutzen, während bei bereits ausreichend versorgten Personen der Effekt kleiner ausfiel. 
  2. Alterungsprozess: Zellschutz und biologische Marker in Studien  
 Ein weiteres Thema, das häufig rund um Vitamin D und Vitamin E auftaucht, ist der Alterungsprozess. Altern ist komplex, zwei Begriffe sind jedoch signifikant: Zellschutz und oxidativer Stress. Hier ist Vitamin E besonders klar einzuordnen, weil es dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zusätzlich gibt es Studien, die untersuchen, ob Vitamin D Marker der biologischen Alterung beeinflussen könnte, etwa im Zusammenhang mit Telomeren. 
 Spannend ist auch der Blick auf das Thema „biologisches Alter“, das aktuell wieder stärker diskutiert wird. In der US-Studie VITAL bekamen Teilnehmende über mehrere Jahre täglich 2.000 I.E. Vitamin D3 oder ein Placebo. Dabei zeigte sich: In der Vitamin-D-Gruppe verkürzten sich die Telomere in den weißen Blutkörperchen langsamer als in der Placebo-Gruppe. Dieser Effekt ordnen die Forschenden rechnerisch als Unterschied in der Größenordnung von knapp drei Jahren biologischer Alterung ein. Das ist kein „Jungbrunnen-Versprechen“, aber ein interessanter Hinweis darauf, dass ein guter Vitamin-D-Status nicht nur im Kontext von Knochen und Immunsystem betrachtet wird, sondern auch bei zellulären Alterungsmarkern wissenschaftlich Aufmerksamkeit bekommt. 
  3. Muskeln: Normalfunktion im Alltag  
 Auch das Thema Muskeln passt sehr gut in die DEKA-Logik, nicht nur für Sportler. Muskeln bedeuten Stabilität, Bewegungssicherheit und Alltag. Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Muskelfunktion bei. Viele Menschen leiden unter nächtlichen Wadenkrämpfen. Diese sind mehr als nur „lästig“. Viele Betroffene haben das Gefühl, dass sie alles schon probiert haben. Umso interessanter ist eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit älteren Erwachsenen, in der Vitamin K2 (MK-7) über acht Wochen getestet wurde. Dabei sank in der K2-Gruppe die Häufigkeit nächtlicher Krämpfe deutlich, während sich in der Placebo-Gruppe vergleichsweise wenig änderte. Auch Intensität und Dauer gingen in der K2-Gruppe stärker zurück (Tan et al., 2024) 1 . 
 Wichtig an dem Ergebnis ist vor allem ein Punkt, der in der Praxis oft unterschätzt wird: Vitamin K2 ist nicht gleich Vitamin K2. Unter dem Begriff sammeln sich verschiedene Menachinone. Besonders bekannt sind MK-4 und MK-7. Der entscheidende Unterschied liegt in der Verweildauer im Körper: MK-7 bleibt deutlich länger verfügbar als MK-4 und wird deshalb in Studien häufig bevorzugt eingesetzt. Genau diese lang wirksame Form wurde auch in der Krampf-Studie verwendet. 
  4. Verdauung: Warum gesunde Schleimhäute so wichtig sind  
 Viele denken bei Verdauung zuerst an Ballaststoffe oder Enzyme, dabei spielt die Schleimhaut im Darm eine zentrale Rolle. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. Das umfasst auch Schleimhäute des Verdauungstraktes. Vitamin D wird ebenfalls in Fachbeiträgen im Zusammenhang mit immunologischen Prozessen im Darm diskutiert. 
 Vitamin D wird oft noch als klassisches Knochenvitamin eingeordnet. Dabei zeigt die Forschung längst ein deutlich breiteres Bild, gerade in Hinblick auf den Magen-Darm-Trakt. Ein Schlüssel dafür ist der Vitamin-D-Rezeptor (VDR): Er kommt nicht nur in Knochenzellen vor, sondern auch im Darmepithel und in vielen Zellen des Immunsystems. Es wird beschrieben, dass Vitamin D/VDR-Signalwege mit der Barrierefunktion der Darmschleimhaut zusammenhängen, also mit den Strukturen, die wie „Dichtungen“ zwischen den Darmzellen wirken. Außerdem wird untersucht, ob ein guter Vitamin-D-Status mit einem stabileren und vielfältigeren Mikrobiom assoziiert ist und inwiefern Supplementierung die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen. 
  5. Demenz: Vitamin D3 und K2 im Fokus neuer Studien  
 Vitamin D und Vitamin K2 werden in unterschiedlichen Kontexten wissenschaftlich untersucht, unter anderem im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen und Vitamin-K-abhängigen Prozessen. Das Thema Demenz lässt sich nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren, umso spannender sind neue Forschungsansätze, die bestimmte Mikronährstoffe stärker in den Blick rücken. Aktuell tauchen dabei vor allem Vitamin D3 und das mögliche Zusammenspiel von Vitamin D3 und Vitamin K2 in der wissenschaftlichen Diskussion auf. 
 Neuere Forschung deutet darauf hin, dass Mikroverkalkungen in kleinen Hirngefäßen eine Rolle dabei spielen können, wie sich kognitive Einschränkungen und Demenz entwickeln. Gleichzeitig rückt Vitamin K2 stärker in den Fokus, weil es Vitamin-K-abhängige Proteine aktiviert, die den Calciumstoffwechsel mitsteuern. In einer aktuellen Obduktionsstudie wurden Mikroverkalkungen in kleinen Hirngefäßen gemessen. Waren sie besonders stark im Hippocampus ausgeprägt, war das Demenzrisiko deutlich erhöht – auch in weiteren bei Alzheimer häufig betroffenen Hirnarealen (Borges et al., 2025) 2 . Diese Forschungsbefunde zeigen vor allem, wie eng Gefäßgesundheit und Gehirnleistung miteinander verknüpft sein können. 
  6. Multiple Sklerose: Studienlage ja – Eigenbehandlung nein  
 Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und Multipler Sklerose wird seit Jahren intensiv untersucht. Epidemiologische Daten zeigen, dass MS in höheren Breitengraden häufiger vorkommt. Niedrige Vitamin-D-Spiegel werden sowohl mit einem höheren Erkrankungsrisiko als auch mit mehr Krankheitsaktivität bei einer bestehender MS in Verbindung gebracht. Lange lieferten Interventionsstudien jedoch uneinheitliche Ergebnisse – hier setzt die D-Lay-MS-Studie (JAMA, 2025) 3  an: In dieser doppelblinden, placebokontrollierten Phase-3-Studie erhielten 303 PatientIinnen nach einem klinisch isolierten Syndrom (CIS) über 24 Monate entweder hochdosiertes Vitamin D3 (100.000 I.E. alle zwei Wochen) oder Placebo. Im Ergebnis war die Krankheitsaktivität (Schub und/oder neue bzw. vergrößerte MRT-Läsionen) in der Vitamin-D-Gruppe geringer. Auch die Zeit bis zum Auftreten von Krankheitsaktivität war länger; besonders deutlich zeigte sich der Effekt bei Teilgruppen mit sehr niedrigem Vitamin-D-Ausgangsstatus. Wichtig für die Einordnung: Solche Dosierungen gehören in ärztliche Begleitung inklusive Laborkontrollen (z. B. Calcium- und Nierenwerte), weil es sich um eine therapeutisch relevante Hochdosis-Strategie handelt. 
 Fazit: Ein unkompliziertes Basisprodukt 
 DEKA-Öl ist vor allem eins: ein unkompliziertes Basisprodukt für Menschen, die die Versorgung mit fettlöslichen Vitaminen praktisch halten möchten. Dabei bündelt DEKA-Öl vier fettlösliche Vitamine, die im Körper an vielen grundlegenden Abläufen beteiligt sind – von der täglichen Abwehrbereitschaft über die Unterstützung von Schleimhäuten bis hin zu Zellschutzprozessen. Ergänzt wird das durch Nährstoffe, die häufig im Zusammenhang mit Muskelfunktion, Knochenstoffwechsel und der körpereigenen Gerinnungsbalance genannt werden. So entsteht eine gute Basis-Kombination, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lässt. 
  Hinweis:  Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Erkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme (insbesondere Blutgerinnungshemmern/Vitamin-K-Antagonisten) oder Unsicherheiten, bitte ärztlich abklären. 
  &amp;nbsp;Quelllen:  
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 &amp;nbsp; 
 Literatur Atemwege: 
 
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 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;Literatur Alterungsprozess: 
 
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 &amp;nbsp; 
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 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2026-02-20T08:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Detox neu gedacht: Wie man den Körper wirklich nachaltig entlastet </title>
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                                            Fühlst du dich oft müde, obwohl du genug geschlafen hast? Ist deine Verdauung unregelmäßig oder hast du das Gefühl, einen „Nebel“ im Kopf zu haben? Oft greifen wir in solchen Momenten nach der erstbesten Lösung: einer radikalen Saftkur oder einer strengen Detox-Woche.
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                 Fühlst du dich oft müde, obwohl du genug geschlafen hast? Ist deine Verdauung unregelmäßig oder hast du das Gefühl, einen „Nebel“ im Kopf zu haben? Oft greifen wir in solchen Momenten nach der erstbesten Lösung: einer radikalen Saftkur oder einer strengen Detox-Woche. 
 Doch so radikal muss es nicht sein:  Dein Körper entgiftet bereits – jede Sekunde, jeden Tag.  Leber, Nieren, Darm und Haut sind Profis darin. 
 Das Problem ist nicht, dass unser Körper entgiften „verlernt“ hat, sondern dass unsere moderne Lebensweise unser System überlastet. Ein nachhaltiges Detox bedeutet also nicht, den Körper zu zwingen, sondern ihn zu entlasten, damit er seine Arbeit wieder effizient erledigen kann. 
 Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt Entzündungen reduzierst, deine Organe stärkst und wieder in deine Kraft kommst. 
 1. Die Strategie der kleinen Schritte: Warum Radikal-Kuren oft scheitern 
 Viele Detox-Kuren scheitern an einem Faktor:  Stress.  
 Wenn du von heute auf morgen deine Kalorienzufuhr drastisch senkst, schüttet dein Körper Cortisol aus. Cortisol ist ein Stresshormon, das paradoxerweise die Leberfunktion hemmen und Fetteinlagerungen begünstigen kann. 
  Der bessere Weg: Integriere Micro-Habits in deinen Alltag: Der Körper liebt Konsistenz mehr als Intensität.  
  • Morgens:  Starte mit einem großen Glas warmem Wasser (evtl. mit Zitrone oder Ingwer). Das spült die Nieren und weckt den Darm sanft, bevor der erste Kaffee kommt. 
  • Abends:  Versuche, 12 Stunden zwischen Abendessen und Frühstück zu lassen. Dieses Mini-Intervallfasten gibt dem Migrierenden Motorischen Komplex (MMK) im Darm Zeit, aufzuräumen. 
 2. Entzündungen verstehen: Der stille Brand im Körper 
 Ein Hauptziel jeder körperlichen Reinigung sollte die Senkung der sogenannten Silent Inflammation (stille Entzündung) sein. Diese mikroskopischen Entzündungen spürst du nicht als Schmerz, aber sie binden massiv Energie und schwächen das Immunsystem. 
  Der Endgegner: Raffinierter Zucker  
 Wir wissen alle, dass zu viel Zucker ungesund ist. Aber warum stört er die Entgiftung? 
  1. Insulin-Spikes:  Hohe Insulinspiegel begünstigen entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine). 
  2. Glykation:  Zucker verklebt Eiweißstrukturen im Körper (sogenannte AGEs). Dies verlangsamt den Stoffwechsel und lässt das Gewebe vorzeitig altern. 
  3. Leberbelastung:  Fruktose (in isolierter Form und Haushaltszucker) muss genau wie Alkohol fast ausschließlich von der Leber verarbeitet werden 
  Die Lösung:  Ersetze Industriezucker nicht durch künstliche&amp;nbsp; Süßstoffe , sondern durch  intelliegente Zucker  oder gewöhne deinen Gaumen langsam um und setze auf Beeren (niedriger glykämischer Index) und komplexe Kohlenhydrate. 
 3. Die Leber: Chemiefabrik und Entgiftungszentrale 
 Die Leber ist das wichtigste Organ für die Transformation von Schadstoffen. Was viele nicht wissen: Die Leberentgiftung verläuft in zwei Phasen. 
  • Phase 1 (Aktivierung):  Schadstoffe werden chemisch reaktiver gemacht, oft sind diese sogar giftiger als zuvor. 
  • Phase 2 (Konjugation):  Diese reaktiven Stoffe werden wasserlöslich gebunden, um ausgeschieden zu werden. 
  Das Problem:  Bei vielen Menschen läuft Phase 1 auf Hochtouren (durch Kaffee, Stress, Umweltgifte), aber Phase 2 hinkt hinterher (Nährstoffmangel). Das führt zu oxidativem Stress. 
  Wie du die Leber wirklich unterstützt:  
  • Bitterstoffe:  Rucola, Chicorée, Artischocken oder Löwenzahn regen den Gallenfluss an. Die Galle ist das Taxi, mit dem die Leber Toxine in den Darm transportiert. 
  • Schwefelhaltige Lebensmittel:  Knoblauch, Zwiebeln, Brokkoli und alle Kohlsorten liefern das Material für Glutathion – das stärkste Antioxidans unseres Körpers.  Essenziell für Phase 2. 
 4. Magen und Darm: Das Fundament der Gesundheit 
 Eine Leber kann noch so gut arbeiten. Wenn der Darm nicht mitspielt, gelangen Toxine wieder zurück in den Blutkreislauf. 
  Magensäure: Freund, nicht Feind  
 Oft wird Sodbrennen mit zu viel Säure verwechselt, dabei haben viele Menschen (stressbedingt oder im Alter) zu wenig Magensäure. Ohne ausreichend Säure können Proteine nicht richtig aufgespalten werden. Die Folge: es kommt zu Fäulnisprozessen im Darm. 
  • Tipp:  Trinke keine großen Mengen zum Essen, um die Magensäure nicht zu verdünnen. Ein kleiner Schluck Wasser mit Apfelessig vor dem Essen kann die Verdauung anregen. 
  Die Darmsanierung (Darmkur)  
 Ein gesunder Darm braucht zwei Dinge: 
  1. Abdichtung (Leaky Gut verhindern):  Die Darmschleimhaut muss intakt sein. Knochenbrühe (Kollagen) oder die Aminosäure L-Glutamin können hier beim Aufbau helfen. 
  2. Mikrobiom-Pflege:  Probiotika (Bakterien) bringen wenig, wenn sie nichts zu essen haben. Du brauchst Präbiotika (Ballaststoffe aus Leinsamen, Flohsamenschalen, kalt gewordenen Kartoffeln oder Reis -&amp;gt; resistente Stärke). Diese füttern die guten Bakterien, die wiederum Entzündungen hemmen. 
 5. Der „Geheimtipp“: Das Lymphsystem aktivieren 
 Während das Blut vom Herzen gepumpt wird, hat unser Lymphsystem (die Müllabfuhr des Gewebes) keine eigene Pumpe. Es ist auf Bewegung angewiesen. Wenn wir den ganzen Tag sitzen, staut sich die Lymphe – wir fühlen uns aufgedunsen. 
  Einfache Integration in den Alltag:  
  • Trockenbürsten:  3 Minuten vor dem Duschen regen den Lymphfluss massiv an. 
  • Wippen &amp;amp; Hüpfen:  Ein Mini -Trampolin oder einfaches Wippen auf den Zehenspitzen aktiviert die Muskelpumpe in den Waden und pumpt die Lymphe nach oben. 
 Fazit: Dein Körper ist ein Wunderwerk 
 Detox ist kein Kampf gegen deinen Körper. Es ist ein Akt der Freundschaft. Der Motor läuft dann ganz von allein wieder rund. 
 Beginne heute mit einer Sache. Vielleicht ist es das warme Wasser am Morgen oder der Verzicht auf den süßen Snack am Nachmittag. Beobachte, wie du dich fühlst – nicht morgen, sondern in zwei Wochen. Dein Körper wird es dir danken. 
 Warum „One Size Fits All“ ab 45/50 nicht mehr funktioniert 
 In jungen Jahren verzeiht der Körper vieles. Doch ab 45 (Frauen) bzw. 50 (Männern) verändert sich die  homöostatische Belastbarkeit . Das bedeutet: Der Körper braucht länger, um auf Stress zu reagieren. Detox muss hier strategisch und sanft erfolgen, um das endokrine System (die Hormone) nicht zu destabilisieren. 
  1. Detox für Frauen (ab 45): Die hormonelle Transformation  
 Für Frauen ab 45 ist Detox eng mit dem Östrogenstoffwechsel verknüpft. In der Perimenopause schwanken die Hormone stark, bevor sie sinken. 
  • Das Estrobolom (Darm-Hormon-Achse):  Ein Teil des Mikrobioms im Darm ist speziell für das Recycling von Östrogen zuständig. Wenn der Darm durch falsche Ernährung belastet ist, wird „altes“ Östrogen nicht ausgeschieden, sondern zurück in den Kreislauf geschleust. Die Folge: Östrogendominanz, die zu Wassereinlagerungen, PMS-ähnlichen Beschwerden und hartnäckigem Bauchfett führt. 
  • Die Nebennieren-Falle:  Da die Eierstöcke die Hormonproduktion drosseln, müssen die Nebennieren einspringen. Wenn wir jetzt eine radikale Saftkur machen, interpretieren die Nebennieren das als Hungersnot. Sie schütten vermehrt Cortisol aus, was den Fettabbau blockiert und Schlafstörungen fördert. 
  • Warum gerade jetzt?  Ein sanfter Detox-Lebensstil hilft, die Leber von der Last des Hormonabbaus zu befreien. Das lindert Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen massiv. 
  2. Detox für Männer (ab 50): Den Stoffwechsel-Motor retten  
 Beim Mann steht ab 50 die  Andropause  und die schleichende  Metabolische Entzündung  im Vordergrund. 
  • Die Aromatase-Gefahr:  Mit sinkendem Testosteron und steigendem Körperfettanteil (besonders viszerales Bauchfett) geschieht etwas Tückisches: Ein Enzym namens Aromatase im Fettgewebe wandelt das wertvolle Testosteron in Östrogen um. Der Mann wird „verweiblicht“ (Muskelabbau, Libidoverlust, Antriebslosigkeit). 
  • Viszeralfett als Entzündungsherd:  Das Fett zwischen den Organen produziert ständig Entzündungsbotenstoffe. Ein Detox für den Mann ab 50 muss darauf abzielen, dieses Entzündungs-Fett zu mobilisieren, ohne dabei die Muskelmasse (den größten Stoffwechsel-Verbrenner) anzugreifen. 
  • Warum gerade jetzt?  Ab 50 steigt das Risiko für Insulinresistenz und Herz-Kreislauf-Themen. Detox ist hier kein Wellness-Event, sondern eine Gefäßreinigung. Es geht darum, die Sensibilität der Zellen für Insulin wieder zu erhöhen und die Leber zu entlasten. 
  Checkliste: Detox für die Frau (45+)  
 •  Bitterstoffe bevorzugen:  Unterstütze die Leber bei der Hormonausscheidung (Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn). 
 •  Phytoöstrogene integrieren:  Leinsamen und fermentiertes Soja (Tofu/Tempeh) helfen, die Rezeptoren sanft zu besetzen. 
 •  Kein radikales Fasten:  Setze auf 14:10 Intervallfasten, um die Nebennieren nicht zu stressen. 
 •  Magnesium-Fokus:  Essenziell für die Entspannung und über 300 Entgiftungsprozesse. 
 •  Kreuzblütler-Power:  Brokkoli und Blumenkohl enthalten Sulforaphan, das den Abbau von „schlechtem“ Östrogen in der Leber fördert. 
  Checkliste: Detox für den Mann (50+)  
 •  Protein-Schutz:  Achte auf hochwertige Proteine (Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch), um die Muskelmasse während der Reinigung zu halten. 
  • Zink &amp;amp; Selen:  Diese Spurenelemente schützen die Prostata und unterstützen die körpereigene Testosteronbildung. 
 •  Krafttraining statt nur Cardio:  Bewegung muss die Muskulatur fordern, um das viszerale Fett zur Verbrennung freizugeben. 
  • Leber-Pause:  Alkoholverzicht ist in diesem Alter der effektivste Hebel, um die Aromatase (Testosteron-Umwandlung) zu stoppen. 
  • Hydrierung der Gefäße:  Viel Wasser und grüner Tee, um die Nieren zu spülen und die Gefäßwände elastisch zu halten.   
  Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Erkältung adé: Manuka-Honig, schwarzer Knoblauch, Cistus, Propolis, Zink und ...</title>
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                                            Die Erkältungssaison ist da und für viele von uns bedeutet das eine höhere Anfälligkeit für lästige Viren und Bakterien. Husten, Schnupfen, Heiserkeit - typischen Symptome, die uns mitunter wochenlang plagen. Höchste Zeit, sich mit wirkungsvollen Substanzen zu beschäftigen, di...
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                 Natürliche Helfer gegen Erkältung 
 Die kalte Jahreszeit ist Hochsaison für Erkältungen. Mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen im Gepäck suchen viele Betroffene nach effektiven und natürlichen Wegen, um diese lästigen Symptome zu bekämpfen und das Immunsystem zu stärken. In diesem Zusammenhang vertrauen immer mehr Menschen auf bewährte natürliche Heilmittel. Von Manuka-Honig über schwarzen Knoblauch bis hin zu Cistus, Propolis, Zink und Vitamin C – die Natur bietet eine Fülle an Möglichkeiten, die Gesundheit zu unterstützen und Erkältungen den Kampf anzusagen. Hier ein Überblick über einige natürliche Helfer gegen grippale Infekte: 
  •    Manuka-Honig:   Bekannt für seine antibakteriellen Eigenschaften. Forschungen legen nahe, dass Manuka-Honig sogar bei arzneimittelresistenten Lungeninfektionen helfen kann.   •  Schwarzer Knoblauch:   Eine fermentierte Variante des herkömmlichen Knoblauchs, reich an Antioxidantien und mit verstärkten gesundheitsfördernden Eigenschaften.   •  Cistus (Zistrosen):   Eine Pflanzengattung, die für ihre antiviralen Eigenschaften bekannt ist und das Immunsystem stärken kann.   •    Propolis:   Ein natürliches Kittharz von Bienen, das antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Wirkungen hat.   •    Zink und Vitamin C:   Beide sind essentiell für die Stärkung des Immunsystems. Zink schützt Zellen vor oxidativem Stress, während Vitamin C das Immunsystem stärkt und die Dauer von Erkältungen verkürzen kann. 
  Die Erkältung: Ein wiederkehrendes Problem 
 Die Erkältung, auch als grippaler Infekt bekannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie wird von Viren verursacht, insbesondere von Rhinoviren oder Respiratorische Synzytial-Viren (RSV). Die leichte Ansteckungsfähigkeit macht die Erkältung zu einem weit verbreiteten Problem. Denn Viren werden über Tröpfcheninfektion übertragen, sodass wir uns leicht bei einer bereits erkrankten Person infizieren können. Die Erkältungsviren überleben auf Oberflächen und in der Luft, was es schwer macht, ihnen aus dem Weg zu gehen. Typische Begleiterscheinungen einer Erkältung sind Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Darüber hinaus wird bei einer Virusinfektion häufig die Schleimhaut der Atemwegsorgane geschädigt. Daraus resultiert eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Bakterien. Nicht selten schließen sich an eine Erkältung daher auch bakterielle Infektionen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Bronchitis oder selten auch eine Lungenentzündung an. 
  Die Kraft von Manuka-Honig gegen Bakterien 
 Manuka-Honig ist eine natürliche Substanz mit beeindruckenden Inhaltsstoffen. Er stammt aus Neuseeland und wird aus dem Nektar der Manuka-Bäume gewonnen. Der entscheidende Faktor, der die antibakterielle Wirksamkeit von Manuka-Honig bestimmt, ist der MGO-Gehalt (Methylglyoxal). Als einfach verständliche Faustregel gilt hier: Je höher der MGO-Gehalt, desto stärker ist die antibakterielle Wirkung. Der MGO-Gehalt im Manuka-Honig macht ihn zu einer natürlichen Waffe gegen Bakterien. In der Naturheilkunde ist er besonders beliebt und wird zur Bekämpfung von Infektionen und zur Beschleunigung des Heilungsprozesses eingesetzt. Dazu kann beispielsweise ein Löffel Manuka-Honig in heißem Wasser oder Tee als bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen und Husten eingenommen werden. Manuka-Honig wird in diesem Zusammenhang auch als Ergänzung zur Ernährung verwendet, um das Immunsystem zu stärken und den Körper widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger zu machen. 
 Eine Arbeitsgruppe der Aston University in Birmingham veröffentlichte im Jahr 2022 in dem Fachjournal „Microbiology“ Forschungsergebnisse, die nahelegen, dass sich Manuka-Honig zur Behandlung arzneimittelresistenter Lungeninfektionen eignet. Durch die Kombination mit Manuka-Honig konnte die Dosierung eines Antibiotikums bei Mukoviszidose-Patienten mit einer potenziell tödlich verlaufenden Lungeninfektion um das Achtfache reduziert werden. 
  Schwarzer Knoblauch: Die geballte Kraft der Antioxidantien 
 Bereits frischer Knoblauch wirkt sowohl antibakteriell als auch antiviral und hat sich als verlässliches Hausmittel bei Erkältungen bewährt. Schwarzer Knoblauch entsteht durch einen langen Fermentations- und Reifungsprozess, bei dem rohe weiße Knoblauchzwiebeln über einen langen Zeitraum bei hoher Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 87 Grad Celsius gelagert werden. Dabei verändern sich Farbe, Konsistenz und Geschmack der gesamten Knolle. Durch den Fermentierungsprozess werden die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Knoblauchs verstärkt und verbessert. Schwarzer Knoblauch enthält zwei bis drei Mal so viele immunstärkende Antioxidantien wie frischer Knoblauch. 
 Die antimikrobiellen Eigenschaften des Knoblauchs wurden bereits im Jahr 1997 von einer Arbeitsgruppe des Weizmann Institut in Israel entschlüsselt. Demnach kann der Hauptwirkstoff Allicin wie eine natürliche Waffe gegen Infektionen wirken, indem er bestimmte Enzymgruppen (Zystein-Proteinase und Alkohol- Dehydrogenase) blockiert. Die Enzyme, die durch Allicin blockiert werden, kommen in vielen unterschiedlichen Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen und Viren vor. Die Studie liefert nach Angaben des Forschungsteams eine „wissenschaftliche Grundlage für die Behauptung, dass Allicin ein antimikrobieller Wirkstoff mit breitem Spektrum ist, der verschiedene Infektionstypen abwehren kann“. Menschen, die Blutverdünner einnehmen, sollten jedoch beachten, dass Knoblauch die blutverdünnende Wirkung verstärken kann. 
  Cistus als natürliche Virenabwehr aus der Natur 
 Cistus, auch als Zistrosen bekannt, ist eine Pflanzengattung, die natürliche Verbindungen produziert, um sich vor Viren zu schützen. Bei diesen Verbindungen, sogenannten Polyphenolen, handelt es sich um wertvolle Antioxidantien. Cistus-Extrakte werden in der Naturheilkunde traditionell für Ihre antiviralen Eigenschaften geschätzt und verwendet, um die Abwehrkräfte des Körpers gegen Viren zu erhöhen. Cistus kann als Nahrungsergänzungsmittel oder Tee eingenommen werden und bietet eine natürliche Möglichkeit, in der Erkältungssaison aktiv zu werden. 
  Propolis, Zink und Vitamin C: Die Immunsystem-Booster 
 Propolis, Zink und Vitamin C sind weitere natürliche Unterstützer, wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken und den Körper gegen Erkältungen zu wappnen. 
 Propolis: Propolis ist ein von Bienen hergestellter Kittharz. Sie nutzen Propolis, um ihre Bienenstöcke zu versiegeln, Risse zu verschließen und den Innenraum vor schädlichen Mikroorganismen wie Bakterien und Viren zu schützen. In der Naturheilkunde kommt Propolis seit Jahrhunderten aufgrund seiner ausgeprägten antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften zur Anwendung und wird als bewährtes Naturheilmittel genutzt. 
 Zink: Zink ist ein essentielles Spurenelement. Neben zahlreichen Schlüsselfunktionen in unserem Organismus bestätigen die Health Claims der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dass Zink zu einer normalen Funktion unseres Immunsystems beiträgt und unsere Zellen vor oxidativem Stress schützt. Ein Zinkmangel kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Die Einnahme von Zink als Nahrungsergänzungsmittel trägt dazu bei, dass Immunsystem zu unterstützen und die Dauer einer Erkältung zu verkürzen. 
 Vitamin C: Auch hier bestätigt die EFSA, dass Vitamin C die Stärkung des Immunsystems fördert. Das wasserlösliche Vitamin besitzt antioxidative Eigenschaften und kann die Produktion von Immunzellen fördern. Untersuchungen zeigen, dass die Einnahme von Vitamin C vor Erkältungen schützen kann oder bei den ersten Anzeichen von Erkältungssymptomen die Schwere und Dauer verringert und die Genesung beschleunigt. 
  Fazit: So kombinieren Sie natürliche Wirkstoffe gezielt gegen Erkältung 
 Die Erkältungssaison kann eine echte Herausforderung werden, da wir ständig einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Glücklicherweise bietet die Natur eine Fülle von natürlichen Unterstützern, die uns helfen können, diese Zeit, ohne allzu viele Erkältungen zu überstehen. 
 Setzen Sie auf alte Naturmedizin mit Manuka-Produkten, Cistus, Propolis und schwarzem Knoblauch. Sie sind natürliche Waffen gegen Bakterien und Viren. 
 Integrieren Sie diese natürlichen Substanzen gezielt in Ihre Ernährung um beispielsweise Ihr Immunsystem mit Immuno-Power mit Vitamin C + E, Zink, Citrusbioflavonoiden, Katzenkralle und Quercetin zu unterstützen. Darüber hinaus empfehlenswert zur Vorbeugung oder bei ersten Erkältungssymptomen ist das Bio Manuka Cistus Rachenspray, Cistus-Extrakt, Manuka-Honig, Propolis, Zink, Vitamin C und Kräuterextrakte. Diese miteinander kombiniert, überzeugen durch eine einfache Anwendung und Linderung der Symptome. 
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  Quellen  • Hemilä, H. &amp;amp; Chalker, E. (2013). Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 1 • Victoria C. Nolan, James Harrison, Jonathan A. G. Cox, et al.: In vitro synergy between manuka honey and amikacin against Mycobacterium abscessus complex shows potential for nebulisation therapy. Microbiology. 2022. https://doi.org/10.1099/mic.0.001237 • Xiaoming Lu, Ningyang Li, Pengli Liu, et al.: Composition analysis and antioxidant properties of black garlic extract. 2017. https://doi.org/10.1016/j.jfda.2016.05.011 • S Ankri, T Miron, D Mirelman, et al.: Allicin from garlic strongly inhibits cysteine proteinases and cytopathic effects of Entamoeba histolytica. Antimicrobial Agents and Chemotherapy. 1997. https://doi.org/10.1128/aac.41.10.2286 
   Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Erholsamer Schlaf: die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden</title>
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                                            Guter Schlaf ist mehr als bloße Ruhepause. Er gibt Körper und Geist die Möglichkeit, sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Er ist die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden.
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                  Erholsamer Schlaf: die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden  
 Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen und das aus gutem Grund. Während wir schlafen, laufen im Körper und im Gehirn essentielle Regenerationsprozesse ab, die für unsere Gesundheit unverzichtbar sind. Wer regelmäßig ausreichend schläft, fühlt sich tagsüber wacher, konzentrierter und emotional ausgeglichener, während Schlafmangel genau das Gegenteil bewirkt: man ist müde, gereizt und weniger leistungsfähig. 
 Schlaf ist lebenswichtig. Anhaltender und extremer Schlafmangel kann sogar tödlich sein. Zum Glück müssen wir uns im Alltag selten mit totalem Schlafentzug befassen. Doch bereits moderater Schlafmangel kann spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit haben. So fühlen wir uns nach einer schlechten Nacht energielos und unkonzentriert. Chronischer Schlafmangel über Wochen und Monate kann ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Warum ist das so? Ein Blick darauf, was im Körper während des Schlafs passiert, liefert Antworten. 
  Was passiert im Körper während des Schlafens?  
 Während wir friedlich schlummern, schalten Körper und Gehirn in eine Art Reparatur- und Speicher-Modus. Hier ein kurzer Blick auf die Prozesse, die während des Schlafens ablaufen: 
 •  Gehirn und Gedächtnis:  In der Nacht werden die Eindrücke des Tages sortiert und abgespeichert. Unser neuronales Netzwerk regeneriert und vernetzt sich neu, damit wir am nächsten Tag wieder aufnahmefähig sind. Träume helfen dabei, wichtige Erinnerungen zu festigen und Unwichtiges auszusortieren. Wie eine im Fachjournal „Sleep“ publizierte Forschungsarbeit ( hier ) zeigt, werden im Schlaf (insbesondere im Traumschlaf) bestimmte synaptische Verbindungen abgeschwächt. Auf diese Weise wird das Gehirn quasi „aufgeräumt“ und Platz für neue Informationen geschaffen. Im Tiefschlaf wiederum führt das Gehirn einen Reinigungsprozess durch, bei dem tagsüber gebildete giftige Stoffwechselprodukte abtransportiert werden. 
 •  Hormonsystem:  In der ersten Nachthälfte schüttet der Körper vermehrt Wachstumshormone aus, die der Regeneration von Muskeln, Knochen und Organen dienen, berichtet die American Academy of Sleep Medicine (AASM) in einem Positionspapier ( hier ). Gegen Morgen steigt dann die Konzentration von Stresshormonen (z.B. Cortisol) an, um den Körper auf das Aufwachen vorzubereiten. Dieser hormonelle Wechsel ist wichtig, um einerseits nachts Reparaturprozesse zu fördern und andererseits morgens energiegeladen zu starten. 
 •  Immunsystem:  Schlaf stärkt die Abwehrkräfte. Während des Schlafs tummeln sich mehr natürliche Killerzellen, Antikörper und andere Immunzellen im Blut. Das Immunsystem nutzt die Schlafphase also, um sich zu regenerieren und auf Infekte besser reagieren zu können. Deshalb fühlen wir uns bei Infektionen oft besonders schläfrig. Der Körper fordert so gewissermaßen mehr Schlaf ein, damit das Immunsystem effektiv arbeiten kann. 
 •  Herz-Kreislauf-System:  Sobald wir einschlafen, sinkt unsere Herzfrequenz und der Blutdruck. Im Tiefschlaf schlägt das Herz besonders langsam und gleichmäßig, was das Herz-Kreislauf-System entlastet. In der REM-Schlafphase (Traumschlaf) kann der Puls zwar wieder etwas ansteigen, aber insgesamt bedeutet eine Nacht ohne ausreichend Schlaf Stress für Herz und Gefäße. Wie eine Langzeitstudie ( hier ) im Fachjournal „Hypertension“ nahelegt, senkt regelmäßiger erholsamer Schlaf langfristig das Risiko für Bluthochdruck und Herzprobleme. 
 •  Stoffwechsel:  Nachts laufen wichtige Stoffwechselvorgänge ab. In der ersten Nachthälfte ist der Stoffwechsel besonders aktiv: Energiereserven (Glykogen) werden in Leber und Muskeln aufgefüllt, und Zellen stellen vermehrt Proteine her, um Schäden zu reparieren. Gleichzeitig werden Abfallprodukte des Zellstoffwechsels abgebaut. Der nächtliche Schlaf hilft auch, das Gleichgewicht des Blutzuckers zu wahren. Zu wenig Schlaf kann laut einer Studie ( hier)  aus dem „Journal of Endocrinology“ die Insulinempfindlichkeit senken, was das Risiko für Diabetes erhöht. 
 •  Temperaturregulation : Unsere Körpertemperatur folgt einem Tagesrhythmus: Abends vor dem Schlafengehen erreichen wir die höchste Temperatur, dann kühlt der Körper im Schlaf um bis zu 1 °C ab. In den frühen Morgenstunden ist die Temperatur am niedrigsten, was mit maximaler Schläfrigkeit einhergeht. Dieses Abkühlen in der Nacht ist förderlich für Tiefschlaf und signalisiert dem Körper, im Ruhemodus zu bleiben. 
  Die unterschiedlichen Schlafphasen  
 All diese Prozesse laufen je nach Schlafphase unterschiedlich ab. Ein normaler Schlafzyklus dauert ca. 90 bis 110 Minuten und besteht aus vier Phasen: Einschlafphase, leichter Schlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf (Traumschlaf). Pro Nacht durchlaufen wir etwa 4 bis 7 solcher Zyklen. Im Tiefschlaf (meist in den ersten Zyklen der Nacht) geschehen vor allem körperliche Erholung und Wachstumshormonausschüttung, im REM-Schlaf (später in der Nacht) werden Träume besonders intensiv und Gedächtnisinhalte verarbeitet. Kurze Aufwachphasen zwischen den Zyklen sind normal und werden meist gar nicht bemerkt. Von einem guten Schlaf profitiert der ganze Körper, von Muskeln bis Gedächtnis. Kein Wunder, dass wir uns nach einer schlaflosen Nacht wie gerädert fühlen: Dem Körper fehlt schlicht die nächtliche „Generalüberholung“. 
  Die innere Uhr (zirkadianer Rhythmus)  
 Ob wir gerade wach oder müde sind, wird im Wesentlichen von zwei Faktoren gesteuert: unserer inneren Uhr und dem Schlafdruck. In unseren Genen ist eine ungefähre 24-Stunden-Uhr programmiert. Diese innere Uhr sitzt im Gehirn (im suprachiasmatischen Nucleus des Hypothalamus) und synchronisiert sich mit äußeren Signalen, hauptsächlich dem Hell-Dunkel-Wechsel des Tages. Morgens, wenn Licht auf die Netzhaut unserer Augen fällt, sendet die innere Uhr Signale, die uns wach halten. Unter anderem geschieht dies, indem die Produktion des Schlafhormons Melatonin gehemmt wird. Abends, wenn es dunkel wird, läuft das umgekehrte Programm: Die Hemmung fällt weg, die Zirbeldrüse schüttet vermehrt Melatonin aus, und wir werden schläfrig. 
 Melatonin wird oft als „Schlafhormon“ bezeichnet, weil es unserem Körper signalisiert, dass Nacht ist. Der Melatoninspiegel steigt etwa 1 bis 2 Stunden vor der üblichen Schlafenszeit deutlich an, macht uns müde und senkt die Körpertemperatur. Das Pensum erreicht sein Maximum mitten in der Nacht (gegen 3 Uhr) und fällt zum Morgen hin wieder ab. Licht, insbesondere blaues Bildschirmlicht, kann die abendliche Melatoninproduktion unterdrücken und so die innere Uhr aus dem Takt bringen. Daher raten Schlafforscher, abends grelles Licht und elektronische Displays zu vermeiden, um der inneren Uhr die natürliche Dunkelheit zu gönnen. 
 Die innere Uhr läuft bei den meisten Menschen etwas länger als 24 Stunden, passt sich aber täglich durch Lichtsignale an. Es gibt individuelle Unterschiede, sogenannte Chronotypen: Lerchen werden früh müde und wachen früh auf, Eulen werden spätabends aktiv und kommen morgens schwer aus dem Bett. Diese Unterschiede sind teilweise genetisch bedingt. Generell gilt aber: Nachts schlafen, tagsüber wach sein entspricht unserem biologischen Grundprogramm. Menschen in Schichtarbeit leiden oft unter Schlafproblemen, weil ihre innere Uhr dauerhaft verschoben ist. 
  Schlafdruck: je länger wach, desto müder  
 Der zweite wichtige Mechanismus ist der homöostatische Schlafdruck. Einfach gesagt: Je länger wir wach sind, desto größer wird unser Bedürfnis zu schlafen. Dahinter steckt ein biochemischer Prozess. Während des Wachseins sammeln sich im Gehirn bestimmte Stoffwechselprodukte an, vor allem Adenosin, ein Molekül, das bei der Energiegewinnung entsteht. Adenosin wirkt wie ein Müdigkeitssignal: Es bindet an Rezeptoren im Gehirn und bremst die Aktivität der Nervenzellen, wir fühlen uns schläfrig. Wenn wir schlafen, wird Adenosin wieder abgebaut. Koffein macht zum Beispiel wach, indem es die Adenosin-Rezeptoren blockiert. 
 Bildlich gesprochen „füllt“ das Wachsein einen Eimer im Gehirn mit Müdigkeitssignalen. Je voller dieser „Eimer“ ist, desto mehr möchten wir schlafen. Irgendwann läuft der Eimer über. Das ist der Punkt, an dem uns vor Müdigkeit die Augen zufallen. Im Schlaf wird der Eimer geleert, sodass wir am nächsten Tag wieder frisch starten können. Dieser Schlafdruck ist nach einer durchwachten Nacht am höchsten. Idealerweise arbeiten innere Uhr und Schlafdruck Hand in Hand: Abends, wenn genug Schlafdruck da ist und die innere Uhr Dunkelheit meldet, schlafen wir ein. Morgens, wenn der Schlafdruck abgebaut ist und das Licht kommt, wachen wir auf. Dieses Zusammenspiel sorgt für einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus. 
  Wie wird Schlaf ausgelöst? Von der Zirbeldrüse bis zu den Mitochondrien  
 Schlaf ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis komplexer Signale im Körper. Drei klassische Faktoren gelten als Haupt-Auslöser für Schlaf: 
  1. Der circadiane Rhythmus und Melatonin:  Wie oben beschrieben, schickt die innere Uhr bei Dunkelheit das Hormon Melatonin ins Rennen. Melatonin macht müde und signalisiert allen Organen „Nachtmodus“. Wenn die Melatonin-Produktion am Abend ansteigt, sinken Herzschlag und Temperatur – optimale Bedingungen zum Einschlafen. Umgekehrt wird bei Licht am Morgen die Melatonin-Ausschüttung gehemmt, wir werden wach. 
  2. Der Schlafdruck (Adenosin):  Je länger wir wach bleiben, desto mehr Adenosin häuft sich im Gehirn an. Dieses Molekül dockt an Rezeptoren an und drosselt die Wachaktivität. Wir werden schläfrig und weniger aufmerksam. Ist genug Adenosin vorhanden (z.B. spät in der Nacht), fällt es immer schwerer, wach zu bleiben. Schlaf löscht dieses Signal, indem das Adenosin abgebaut oder recycelt wird. 
  3. Immunologische Trigger:&amp;nbsp; Warum werden wir bei Krankheit oft so müde? Das liegt an Entzündungsstoffen (Zytokinen) und dem sogenannten Sickness Behavior. Wenn das Immunsystem gegen Viren oder Bakterien kämpft, werden Botenstoffe freigesetzt, die im Gehirn Müdigkeit auslösen. Fieber, Schlappheit und viel Schlaf sind also Teil der natürlichen Krankheitsbewältigung. Der Körper zwingt uns quasi zur Ruhe, damit alle Energie ins Immunsystem fließen kann. 
  Mitochondrien-Alarm: Wenn die Zellkraftwerke Schlaf einleiten  
 Neben diesen bekannten Mechanismen liefert die moderne Schlafforschung immer neue Erkenntnisse. Ganz aktuell rückt ein Organell in den Fokus, das vor einigen Jahren noch nicht mit dem Schlaf verbunden wurde: die Mitochondrien, die oft als „Kraftwerke“ unserer Zellen bezeichnet werden. Ein Forscherteam der Universität Oxford fand im Rahmen einer Studie  (hier ) Hinweise, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn ihren eigenen Energiestoffwechsel als Signal für Schlaf nutzen. Konkret scheinen sie zu registrieren, wann ihre Mitochondrien unter „Stress“ geraten. 
 Die Mitochondrien erzeugen den Großteil unserer zellulären Energie (ATP) durch Verbrennung von Nährstoffen. Dabei fließen Elektronen durch die Atmungskette. Im Wachzustand sind bestimmte Neuronen relativ inaktiv (sie feuern nicht die ganze Zeit), trotzdem produzieren ihre Mitochondrien kontinuierlich NADH (ein Energiesubstrat). Tagsüber entsteht so ein Überschuss an Elektronen, der nicht vollständig zur ATP-Erzeugung verbraucht wird. Die Folge: Es kommt zu Elektronen-Stau in der Atmungskette und „Elektronenlecks“, bei denen freie Elektronen auf Sauerstoff übergehen und reaktive Sauerstoffspezies (ROS) bilden, die allgemein als „freie Radikale“ bekannt sind. Diese Radikale verursachen kleine Schäden, z.B. an den Mitochondrien-Membranen (Lipidperoxidation). 
 Kurz gesagt: Während langer Wachphasen staut sich in bestimmten Nervenzellen metabolischer Stress auf. Die Oxford-Studie zeigte, dass diese spezialisierten Neuronen einen Sensor haben, der genau diesen Stress misst. Sobald ein gewisses Level erreicht ist, reagieren die Zellen: Sie feuern synchron Impulse ab, die das gesamte Gehirn in den Schlafmodus versetzen. Schlaf scheint also zum Teil eingeleitet zu werden, um die „überhitzten“ Mitochondrien in den Zellen zu schützen. Interessanterweise verschwanden die angesammelten Schäden nach einem Erholungsschlaf wieder und die Mitochondrien erholten sich. Schlaf fungiert hier also als stoffwechselbezogene Reparaturmaßnahme. 
 Experimente bestätigten diese Hypothese eindrucksvoll: Wurde in den Nervenzellen von Fruchtfliegen der Elektronenstau künstlich verringert, sank der Schlafdruck deutlich. Wurde hingegen der Energiestoffwechsel manipuliert, sodass trotz voller Batterien ein „leerer“ NADH-Signalweg simuliert wurde, bekamen die Fliegen regelrechte Schlafanfälle. Das legt nahe, dass Zellen nur schlafen, wenn ihre Mitochondrien eine Überlastung melden. Vereinfacht gesagt, stellt das eine Art elektrischen Schalter für den Schlaf dar. 
 Diese Erkenntnis ist noch frisch und hauptsächlich an Insekten erforscht. Sollte sich das Konzept beim Menschen bestätigen, könnte es erklären, warum z.B. Störungen der Mitochondrien zu Schlafproblemen führen. In der Forschung wird spekuliert: Wenn die „Mitochondrien-Alarmanlage“ defekt ist oder Mitochondrien generell schwächeln, bleibt das schlafauslösende Signal womöglich aus. Der Körper „vergisst“ müde zu werden. Umgekehrt könnte alles, was die Mitochondrien gesund hält (etwa ein guter Energiestoffwechsel und wenig oxidativer Stress), zu besserem Schlaf beitragen. Hierzu laufen aber noch Forschungen. 
 Fest steht: Schlaf wird von einer Vielzahl an Faktoren ausgelöst, die hormonelle, chemische und elektrische Aspekte umfassen. Das komplexe Zusammenspiel dieser Signale garantiert normalerweise, dass wir jede Nacht zuverlässig ins Reich der Träume gleiten. 
  Folgen von Schlafmangel: Wenn der Schlaf zu kurz kommt  
 „Schlaf ist die beste Medizin.“ Diese alte Volksweisheit hat einen wahren Kern. Umgekehrt kann chronischer Schlafmangel unsere Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Was passiert, wenn wir dauerhaft zu wenig schlafen? Hier ein kurzer Überblick: 
  • Leistung und Stimmung leiden:  Schon eine oder zwei schlechten Nächte reichen, um deutlich müder, unaufmerksamer und gereizter zu sein. Konzentration, Reaktionsvermögen und Problemlösefähigkeit lassen nach. Man wird emotional instabiler, kleinste Ärgernisse bringen einen schneller auf die Palme, und die Stimmung kann in den Keller rutschen. 
  • Schlafmangel macht krank:  Wer chronisch schlecht oder zu wenig schläft, hat ein höheres Risiko, im Laufe der Zeit körperliche und psychische Erkrankungen zu entwickeln, wie Langzeitdaten ( hier ) aus Großbritannien zeigen. Beispielsweise steigt bei anhaltendem Schlafdefizit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt) und Stoffwechselstörungen (Übergewicht, Diabetes). Kurzschläfer haben häufiger einen erhöhten Blutdruck. In einer Langzeitstudie ( hier ) waren Frauen, die weniger als 6 Stunden schliefen, deutlich öfter von Hypertonie betroffen als Frauen mit 7 bis 8 Stunden Schlaf. Auch das Immunsystem leidet: Menschen mit Schlafmangel sind anfälliger für Infekte. Einige Studien deuten sogar auf ein erhöhtes Krebsrisiko hin, wobei hier mehrere Faktoren als nur der Schlaf im Spiel sind. 
  • Mehrere Krankheiten zugleich (Multimorbidität):  Eine große 25-Jahres-Studie ( hier ) in Großbritannien hat gezeigt, dass Dauerschlafmangel das Risiko für Mehrfacherkrankungen erhöht. Personen, die mit 50 Jahren regelmäßig weniger als 5 Stunden pro Nacht schliefen, hatten ein um etwa 30 % höheres Risiko, innerhalb der nächsten Jahrzehnte an zwei oder mehr chronischen Krankheiten gleichzeitig zu leiden, verglichen mit Gleichaltrigen, die über 7 Stunden schliefen. Mit 60 Jahren stieg das Risiko bei den Kurzschläfern sogar auf +32 %, mit 70 Jahren auf +40 %. Zu den betrachteten Erkrankungen gehörten z.B. Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall, chronische Lungenerkrankungen, aber auch psychische Krankheiten wie Depression und Demenz. 
  • Psychische Gesundheit:  Schlafmangel und seelisches Wohlbefinden hängen eng zusammen. Chronischer Schlafentzug erhöht das Risiko für Depressionen und Angststörungen beträchtlich. Viele Patienten mit Depression berichten von massiven Schlafstörungen. Oft ist nicht klar, was zuerst da war. Sicher ist: Guter Schlaf stabilisiert die Psyche, während schlechter Schlaf psychische Probleme verschlimmern kann (bis hin zu Halluzinationen oder paranoiden Gedanken bei extremem Schlafentzug). 
  • Lebensstil und Ernährung:  Interessanterweise gibt es Wechselwirkungen zwischen Schlaf, Ernährungsgewohnheiten und Gewicht. Übermüdete Menschen neigen dazu, mehr kalorienreiche Snacks und zuckerhaltige Lebensmittel zu konsumieren. Vermutlich ist dies ein Versuch, die Müdigkeit mit schnell verfügbarer Energie zu kompensieren. Zudem gerät bei Schlafentzug das Gleichgewicht der Hunger- und Sättigungshormone Leptin und Ghrelin durcheinander, was zu mehr Appetit führen kann. Eine ungesunde Ernährung kann wiederum den Schlaf negativ beeinflussen. Eine aktuelle französische Studie ( hier ) fand beispielsweise einen Zusammenhang zwischen hohem Konsum ultra-verarbeiteter Lebensmittel und Schlafstörungen: Pro 10 % mehr Industrie-Fertigkost in der täglichen Ernährung stieg die Wahrscheinlichkeit für chronische Schlafstörungen um etwa 6 %. Zwar ist das nur ein statistischer Zusammenhang und beweist keine Kausalität, doch passt es ins Gesamtbild: Wer sich gesund ernährt, schläft tendenziell besser und wer schlecht schläft, greift eher zu Junk Food. Gute Gewohnheiten in Schlaf und Ernährung stützen sich also gegenseitig. 
 Zusammengefasst ist schlechter oder zu knapper Schlaf ein anerkannter Risikofaktor für die Gesundheit. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung warnt, dass Insomnie (chronische Ein- und Durchschlafstörung) unbehandelt zu ernsthaften Folgen führen kann. Dazu zählen Leistungsabfall, chronische Erschöpfung und Unfälle, aber eben auch erhöhte Risiken für Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzleiden, Depression, Diabetes und sogar eine verkürzte Lebenserwartung. Umgekehrt zeigen Untersuchungen, dass guter Schlaf protektiv wirkt: Genügend Schlaf (meist 7 bis 8 Stunden) geht mit geringerer Sterblichkeit und weniger Erkrankungen einher. Deshalb ist es wichtig, Schlafprobleme ernst zu nehmen. Gelegentliche schlechte Nächte sind normal und werden durch darauffolgenden erholsamen Schlaf ausgeglichen. Doch wenn man mindestens drei Mal pro Woche über länger als einen Monat schlecht schläft und tagsüber darunter leidet, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Schlafstörungen sind oft gut behandelbar. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser lassen sich Folgeschäden abwenden. 
  Schlafhygiene: Tipps für einen gesunden Schlafrhythmus  
 Zum Glück kann jeder selbst viel für einen besseren Schlaf tun. Stichwort Schlafhygiene: Damit sind Verhaltensweisen und Gewohnheiten gemeint, die einen erholsamen Schlaf fördern. Hier einige bewährte Tipps: 
  • Feste Schlafenszeiten:  Der Rhythmus spielt eine zentrale Rolle für einen erholsamen Schlaf. Gehe möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehe zur gleichen Zeit auf, am besten auch am Wochenende; zumindest ungefähr. Die Regelmäßigkeit unterstützt die natürliche innere Uhr. 
  • Ruhige Abendroutine:  Fahre abends langsam runter. Vermeide aufregende Aktivitäten direkt vor dem Schlafengehen. Ein entspannendes Ritual kann helfen, z.B. ein warmes Bad, leise Musik, Lesen oder eine Meditation. Entspannungstechniken wie langsames Atmen, progressive Muskelentspannung oder Yoga können zur Vorbereitung auf den Schlaf helfen. 
  • Keine Bildschirme im Schlafzimmer:  Das blauhaltige Licht von Smartphones, Tablets, Fernsehern oder Laptops unterdrückt Melatonin und hält das Gehirn wach. Deshalb mindestens 30 bis 60 Minuten vor dem Zubettgehen Bildschirme ausschalten. Falls das nicht geht, helfen Blaulichtfilter-Brillen oder Nachtmodus-Einstellungen. Am besten ist jedoch Digital Detox vor dem Schlaf. 
  • Schlafumgebung optimieren:  Sorge für ein dunkles, ruhiges, kühles Schlafzimmer. Ideal sind ca. 18 °C Raumtemperatur. Dichte Vorhänge oder Jalousien halten Licht draußen. Ohrstöpsel oder ein weißes Rauschen können störende Geräusche überdecken. Eine bequeme Matratze und passende Kissen (z.B. bei Nackenproblemen) sind ebenfalls wichtig. 
  • Spätes Essen, Alkohol und Koffein meiden:  Schwer verdauliche Mahlzeiten spät am Abend können den Schlaf stören. Iss am besten 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts Großes mehr. Koffein (Kaffee, schwarzer Tee, Energydrinks) belebt zwar morgens, wirkt aber lange nach. Spätestens am Nachmittag sollte man damit aufhören, sonst leidet der Nachtschlaf. Auch Alkohol ist tückisch: Er macht zwar anfangs müde, stört aber die Schlafarchitektur und führt später zu unruhigem Schlaf. Besser maximal ein Glas und nicht direkt vor dem Schlafen. 
  • Bewegung am Tag:  Körperliche Aktivität fördert guten Schlaf. Wer sich tagsüber bewegt (Spaziergang, Sport, sogar Hausarbeit), wird abends eher angenehm müde. Intensive Workouts sollte man aber nicht kurz vor dem Zubettgehen einlegen, da sie zunächst aufputschen. 
  • Stress reduzieren:  Grübeln und Sorgen sind Schlafkiller. Versuche, am Abend den Kopf frei zu bekommen. Manchen hilft es, Gedanken in ein Tagebuch zu schreiben oder eine To-Do-Liste für morgen zu erstellen, um nicht im Bett darüber nachzudenken. Entspannungstechniken können helfen, das Gedankenkarussell zu stoppen. 
  • Nur müde ins Bett:  Quäle dich nicht stundenlang wach im Bett. Wenn du nach 20 bis 30 Minuten nicht eingeschlafen bist, stehe nochmal auf, gehe in einen anderen Raum und tue etwas Entspannendes (im gedämmten Licht), bis du dich wirklich schläfrig fühlst. So lernt dein Gehirn, dass das Bett nur ein Schlafplatz ist. 
  • Tageslicht am Morgen:  Hole dir direkt nach dem Aufstehen Licht. Natürliches Tageslicht am Vormittag stellt die innere Uhr und hebt die Stimmung. Ein kurzer Spaziergang oder zumindest am Fenster etwas Sonne tanken signalisiert dem Körper den Start in den Tag. Das fördert abends die rechtzeitige Melatoninproduktion. 
 Diese Tipps klingen vielleicht simpel, haben aber große Wirkung, wenn man sie konsequent umsetzt. Viele Schlafprobleme lassen sich schon durch einen gesünderen Lebensstil und Schlafhygiene verbessern. Zusätzlich gibt es natürliche Mittel aus der Pflanzenwelt, die beruhigend wirken und beim Einschlafen helfen können. 
  Natürliche Schlafhilfen: Mit sanften Mitteln besser schlafen  
 Die Natur hält eine Reihe von Heilpflanzen und Nährstoffen bereit, die für ihre schlaffördernden oder beruhigenden Eigenschaften bekannt sind. Im Gegensatz zu synthetischen Schlafmitteln (Schlaftabletten) haben diese natürlichen Helfer meist ein sanfteres Wirkprofil und machen in der Regel nicht abhängig. Allerdings wirken sie auch nicht bei jedem gleich und ersetzen keine medizinische Behandlung bei schwerer Insomnie. Doch für milde Schlafprobleme oder zur Unterstützung der Schlafhygiene sind sie einen Versuch wert. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten sanften Schlafhelfer vor. 
  Melatonin: das Schlafhormon als Einschlafhilfe  
 Melatonin ist das körpereigene Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Es wird bei Dunkelheit in der Zirbeldrüse produziert und signalisiert dem Gehirn, dass Nacht ist. In einigen Ländern (z.B. USA) ist Melatonin frei als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich; in Deutschland gelten höher dosierte Präparate als verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Melatonin-Präparate können besonders dann hilfreich sein, wenn der natürliche Rhythmus verschoben ist, etwa bei Jetlag, Schichtarbeit oder bei älteren Menschen, deren Melatoninspiegel oft geringer ist. Bereits kleine Dosen (0,5–1 mg) am späten Abend können die Einschlafzeit verkürzen. Entsprechend darf Melatonin als Nahrungsergänzung in geringer Dosis beworben werden mit dem Hinweis, dass 1 mg vor dem Schlafengehen die Einschlafzeit reduzieren kann. 
 Melatonin wirkt nicht wie ein klassisches Schlafmittel, sondern eher wie ein Zeitgeber. Es macht den Körper schlafbereit, ersetzt aber nicht den Schlafdruck. Deshalb funktioniert es am besten, wenn man zur gewünschten Schlafenszeit auch wirklich zur Ruhe kommt (siehe Abschnitt Schlafhygiene). Bei Einschlafstörungen kann Melatonin sinnvoll sein, wenn diese durch Verschiebungen im Rhythmus bedingt sind (z.B. “Eulen”, die abends nicht müde werden, oder bei Reisen über Zeitzonen). Auch Menschen über 55 mit primärer Insomnie profitieren in manchen Fällen. Hierfür ist in der EU ein retardiertes Melatonin-Arzneimittel zugelassen. Melatonin gilt in niedriger Dosierung als gut verträglich. Nebenwirkungen wie morgendliche Schläfrigkeit, lebhafte Träume oder Kopfschmerzen treten gelegentlich auf. Melatonin sollte immer abends eingenommen werden, ideal ca. 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen, da es sonst den Rhythmus durcheinanderbringen kann. 
 Da Melatonin in Deutschland als Hormon betrachtet wird, sind die freiverkäuflichen Präparate auf meist 0,5 bis 1 mg pro Portion begrenzt. Höhere Dosierungen (2 mg Retard z.B.) bekommt man nur auf Rezept. Es kann dabei helfen, die innere Uhr zu stellen und das Einschlafen zu erleichtern; vor allem bei Jetlag oder milden Schlafphasensyndromen. Wer jedoch an schweren Durchschlafstörungen leidet, sollte eher andere Maßnahmen ergreifen, da Melatonin vor allem den Start des Schlafs begünstigt, aber nicht unbedingt dafür sorgt, die ganze Nacht durchzuschlafen. 
  Griffonia (5-HTP): Serotonin aus der Schwarzbohne  
 Griffonia simplicifolia, auch Afrikanische Schwarzbohne genannt, ist eine Pflanze, deren Samen reich an 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) sind. 5-HTP ist die direkte Vorstufe von Serotonin, auch bekannt als das Glückshormon. Als Nahrungsergänzung wird 5-HTP aus Griffonia-Extrakt gewonnen und in Kapselform angeboten. Dadurch, dass Griffonia den Serotoninspiegel hebt, kann es stimmungsaufhellend und angstlösend wirken. Weniger Angst und Grübelei bedeuten oft besseren Schlaf. Zudem wird Serotonin abends in Melatonin umgewandelt. Griffonia kann also indirekt die körpereigene Melatoninproduktion unterstützen. Bei hohen Dosen berichten einige Nutzende gelegentlich von sehr lebhaften Träumen oder Albträumen. Daher sind moderatere Dosierungen üblicher (z.B. 100 mg abends). 
 Griffonia wird häufig bei Schlafproblemen in Verbindung mit Depressionen eingesetzt, da es Stimmung und Schlaf zugleich positiv beeinflussen kann. 5-HTP sollte nicht zusammen mit Antidepressiva (insbesondere SSRIs oder MAO-Hemmern) eingenommen werden, da ein Serotoninüberschuss droht. Und wie immer gilt: Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin halten, vor allem bei hohen Dosen. Insgesamt ist Griffonia ein vielversprechendes natürliches Mittel zur Schlafunterstützung, das über den Serotoninweg wirkt. Seine Wirksamkeit ist durch einige Studien gestützt, aber es ist kein Wundermittel und die Effekte sind individuell verschieden. Für Menschen mit leichter Insomnie und gleichzeitiger Verstimmung kann es jedoch einen Versuch wert sein. 
  Magnesiumcitrat: Entspannung für Nerven und Muskeln  
 Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an Hunderten von enzymatischen Reaktionen beteiligt ist; auch solche, die Entspannung und Schlaf fördern. Magnesium wirkt als natürlicher Gegenspieler von Kalzium im Nervensystem: Es dämpft die Erregungsleitung und unterstützt die Funktion des Neurotransmitters GABA; der wichtigste beruhigende Botenstoff im Gehirn. Außerdem entspannen sich Muskeln besser, wenn genügend Magnesium vorhanden ist, da Magnesium das dauerhafte Anspannen und Krampfen verhindert. 
 Viele Menschen nehmen nicht ausreichend Magnesium mit der Nahrung auf. Typische Folgen sind muskuläre Verspannungen, Wadenkrämpfe, erhöhte Stressanfälligkeit; alles Dinge, die gutem Schlaf im Wege stehen können. Magnesiumcitrat ist eine organische Magnesiumverbindung, die vom Körper gut aufgenommen wird. Sie wird häufig als Pulver oder Kapsel zur Nahrungsergänzung verkauft. 
 Es gibt Hinweise aus klinischen Studien, dass Magnesiumsupplementierung die Schlafqualität verbessern kann, vor allem bei älteren Menschen oder Personen mit Insomnie. In einer placebokontrollierten Studie ( hier ) mit älteren Insomnie-Patienten führte eine tägliche Gabe von 500 mg Magnesium (8 Wochen lang) zu verlängerten Schlafzeiten, höherer Schlafqualität und kürzerer Einschlafdauer. Die Probandinnen und Probanden fühlten sich morgens ausgeruhter, und es zeigten sogar Veränderungen in Hormonen: Magnesium erhöhte abends den Melatoninspiegel und senkte Cortisol (das Stresshormon). Diese Ergebnisse sind vielversprechend. Auch jüngere Personen mit Schlafproblemen berichten oft, dass Magnesium vor dem Schlafengehen ruhiger macht und das „Gedankenkarussell“ bremst. 
 Magnesiumcitrat bietet sich deshalb als sanfte Einschlafhilfe an, insbesondere wenn man das Gefühl hat, innerlich nicht „runterzukommen“ oder zu Muskelverspannungen neigt (z.B. nächtliches Zähneknirschen, Restless-Legs-Gefühl). Die übliche Dosierung liegt bei ca. 200 bis 400 mg elementarem Magnesium am Abend. Hochdosiert wirkt Magnesium abführend, daher bei empfindlichem Magen lieber auf mehrere kleine Dosen aufteilen oder auf Magnesiumbisglycinat ausweichen, welches oft magenverträglicher ist. Insgesamt ist Magnesium kein klassisches Schlafmittel, aber ein wichtiger Baustein für entspanntes Einschlafen, vor allem wenn eine latente Unterversorgung besteht. 
  Baldrian: die bewährte Beruhigungswurzel  
 Baldrian (Valeriana officinalis) ist vermutlich das bekannteste pflanzliche Beruhigungsmittel. Die getrocknete Baldrianwurzel wird seit Jahrhunderten als Tee oder Tinktur bei Nervosität und Schlafproblemen eingesetzt. Baldrian enthält eine Mischung von Substanzen (darunter Valerensäuren), die im Gehirn dämpfend wirken. Sie verstärken die GABA-Wirkung ähnlich wie pharmazeutische Beruhigungsmittel, aber viel milder. 
 Viele Anwenderinnen und Anwender schwören darauf, auch wenn Studien teils zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Untersuchungen, die im „MSD Manuel“ zusammengefasst und bewertet wurden, zeigen, dass Baldrianpräparate die Schlafqualität verbessern und die Einschlafzeit verkürzen können. Beispielsweise berichteten in einer Studie 63 % älterer Patienten von subjektiv besserem Schlaf nach Baldrian-Einnahme. Eine andere Studie fand, dass Frauen mit Schlafstörungen in den Wechseljahren unter Baldrian schneller einschliefen und ruhiger schliefen. Meta-Analysen attestieren Baldrian eine moderate, aber signifikante Wirksamkeit als Schlafhilfe, ohne die Nebenwirkungen von chemischen Sedativa. Dabei ist zu bedenken, dass der Baldrianeffekt oft nicht sofort nach einmaliger Einnahme eintritt, sondern sich über 1 bis 2 Wochen regelmäßiger Einnahme aufbaut, da sich die Wirkstoffe im Körper anreichern und der Organismus sich darauf einstellt. 
 Baldrian ist als Tee, Tropfen oder Dragees/Kapseln erhältlich. Klassisch nimmt man abends ca. 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen 500 bis 900 mg Baldrian-Trockenextrakt (oder entsprechend 2 bis 3 g getrocknete Wurzel als Tee) ein. Den Geschmack des Tees empfinden viele als gewöhnungsbedürftig, weshalb Baldrian in den meisten Fällen als Tropfen oder in Kapselform eingenommen wird. 
 Nebenwirkungen sind selten und meist mild. Es kann bei einigen Personen zu Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden kommen. Baldrian entfaltet seine beste Wirkung oft in Kombination mit Hopfen. Viele pflanzliche Schlafmittel enthalten daher beide Inhaltstoffe. Insgesamt ist Baldrian eine gute erste Option bei nervös bedingten Einschlafproblemen. Es ist natürlich, sicher und hat sich seit Generationen bewährt. 
  Hopfen: der beruhigende Bestandteil des Bieres  
 Wer kennt das Klischee nicht: Ein Bier am Abend macht müde. Dahinter steckt tatsächlich die Heilpflanze Hopfen (Humulus lupulus), die nicht nur Bier bitter macht, sondern auch beruhigend wirkt. Hopfenzapfen (die getrockneten Blütenstände) werden in der Phytotherapie gegen Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt. Hopfen enthält Bitterstoffe (Humulon, Lupulon) und ätherische Öle, die an mehreren Stellen im Zentralnervensystem ansetzen. Manche Hopfenstoffe docken an Melatonin-Rezeptoren an oder beeinflussen den zirkadianen Rhythmus. Auch eine östrogenähnliche Wirkung mancher Hopfen-Bestandteile wird diskutiert. 
 Hopfen allein ist nicht so intensiv untersucht wie Baldrian, aber Experimente zeigen eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung; zumindest im Tiermodell und Labor. In der Praxis hat sich vor allem die Kombination aus Hopfen und Baldrian bewährt. Studien mit solchen Kombi-Präparaten berichten von verbesserter Schlafqualität und schnellerem Einschlafen im Vergleich zu Placebo. Die beiden Pflanzen scheinen sich gut zu ergänzen: Baldrian verlängert z.B. den Tiefschlaf, Hopfen eher den REM-Schlaf, zusammen decken sie also verschiedene Schlafstadien ab. Wer schlecht einschläft und durchschläft, könnte von dieser Kombination einen Nutzen haben. Die typische Dosis ist abends 0,5 bis 1 g Hopfenzapfen gepaart mit circa 500 mg Baldrian-Extrakt. Auch Hopfen wirkt mild und nicht sofort; man sollte ihn über ein paar Wochen nehmen, um den vollen Effekt zu spüren. 
 Hopfen wird insgesamt gut vertragen. Aufgrund der möglichen östrogenen Effekte sollten Frauen mit östrogenabhängigen Tumoren vorsichtig sein und Rücksprache mit dem Arzt halten. Aber in normaler Dosierung sind solche Effekte beim Menschen bisher kaum relevant. Hopfen eignet sich besonders, wenn Nervosität und leichte Angst den Schlaf rauben, dann am besten als Baldrian-Hopfen-Präparat. 
  Zitronenmelisse: duftende Entspannung aus dem Garten  
 Melisse (Zitronenmelisse, Melissa officinalis) ist eine Kräuterpflanze mit zitronigem Duft, die beruhigende und angstlösende Eigenschaften besitzt. Sie wird traditionell als Tee bei Unruhe, Einschlafproblemen und Magen-Darm-Verkrampfungen genutzt. Die ätherischen Öle und Rosmarinsäure in der Melisse wirken am GABA-Rezeptor und entspannen glatte Muskulatur. 
 Alleinige Melisse wirkt eher sanft, kann aber durchaus bei leichter Nervosität am Abend helfen, den Geist zu beruhigen. Melissentee (2 TL getrocknete Blätter pro Tasse, 10 Minuten ziehen lassen) schmeckt angenehm und ist ein klassisches Hausmittel „für die Nerven“ und zum besseren Einschlafen. 
 Es gibt auch Melisse-Extrakt in Tablettenform oder als Bestandteil von Beruhigungstees und -tropfen. Da Melisse praktisch keine Nebenwirkungen hat, ist sie einen Versuch wert; gerade für Menschen, die abends gedanklich nicht abschalten können. Der Duft der Melisse hat ebenfalls eine beruhigende Komponente: einige Leute legen getrocknete Melissenblätter oder ein mit Melissenöl beträufeltes Tuch neben das Kopfkissen, um den Duft einzuatmen. 
  Passionsblume gegen innere Unruhe  
 Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist eine weitere traditionelle Beruhigungspflanze. Ihre Extrakte werden vor allem gegen Angstzustände, Prüfungsnervosität und Einschlafschwierigkeiten eingesetzt. Passionsblumen-Kraut enthält Flavonoide, die am Benzodiazepin-Rezeptor andocken und wahrscheinlich leicht angstlösend und entspannend wirken. 
 Studien zu Passionsblume zeigen gemischte Resultate, aber einige sprechen dafür: In einer Doppelblind-Studie ( hier ) konnte Passionsblumentee die subjektive Schlafqualität gegenüber Placebo etwas verbessern. Andere Untersuchungen fanden, dass Passionsblumen-Extrakt Stress reduziert und beim Ein- und Durchschlafen hilft. 
 Passionsblume gibt es als Dragees, Tropfen oder Tee. Als Tee wird 2 g getrocknetes Kraut mit heißem Wasser aufgegossen (schmeckt mild, etwas grasig). Häufig wird Passiflora mit anderen beruhigenden Kräutern kombiniert (z.B. mit Baldrian, Melisse oder Johanniskraut) für eine synergistische Wirkung. Die Pflanze gilt als gut verträglich, lediglich sehr hohe Dosen könnten tagsüber Benommenheit verursachen. Für Menschen, die unter nervöser innerer Anspannung leiden und daher schlecht in den Schlaf finden, ist die Passionsblume ein sanftes Mittel, das einen Versuch wert ist. 
  Lavendel: aromatischer Schlummertrunk und Dufttherapie  
 Lavendel (Lavandula angustifolia) ist bekannt für seinen betörenden Duft und seine beruhigenden Eigenschaften. Lavendelöl wirkt nachweislich angstlösend und entspannend, was indirekt den Schlaf fördert. Anders als Baldrian macht Lavendel nicht direkt schläfrig, aber nimmt Nervosität und kann so das Einschlafen erleichtern. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Lavendel für besseren Schlaf zu nutzen: 
  • Lavendel-Aromatherapie:  Einige Tropfen echtes Lavendelöl auf das Kissen, ein Lavendelkissen neben dem Kopfkissen oder ein Diffusor mit Lavendelduft im Schlafzimmer; all das kann dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern. Eine Forschungsarbeit ( hier ) kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Lavendelduft die Schlafqualität signifikant steigern kann. Lavendel sorgt für eine leichte Sedierung ohne Nebenwirkungen. Es sollte jedoch nur echtes Lavendelöl (Lavandula angustifolia) verwendet werden, kein Parfumöl. 
  • Lavendel als Tee:  Lavendelblüten kann man auch trinken. 1 bis 2 TL getrocknete Blüten mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser (ca. 80 °C) übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Schmeckt blumig-aromatisch. Lavendeltee entspannt und kann die Einschlafzeit verkürzen. Oft wird Lavendel in Schlaftees mit Melisse und Baldrian gemischt. 
  • Lavendel als Kapsel:  In den letzten Jahren gibt es zugelassene Arzneimittel mit Lavendelöl in Kapselform, ursprünglich gegen Angststörungen. Diese Präparate haben auch bei Unruhezuständen und damit verbundenen Schlafproblemen gute Ergebnisse gezeigt. Sie wirken angstlösend ähnlich effektiv wie niedrig dosierte Benzodiazepine, jedoch ohne Abhängigkeit. Anwenderinnen und Anwender berichten von besserem Schlaf unter Lavendelöl-Kapseln (80 mg/Tag), weil sich Grübeln und Anspannung lösen. 
 Lavendel hat den Vorteil, dass er nicht müde macht, sondern eher die Schlafbremsen Angst und Stress löst. Nebenwirkungen sind kaum bekannt, allenfalls kann intensiver Lavendelduft bei manchen Kopfschmerzen auslösen. Männer in der Pubertät sollten Lavendelöl nicht exzessiv verwenden, da es in seltenen Fällen hormonähnliche Effekte hatte (sehr seltene Fälle von vorübergehender Brustentwicklung bei Jungs durch massiven Lavendel- und Teebaumölgebrauch; aber das ist die Ausnahme. In normalem Gebrauch ist Lavendel absolut unbedenklich. 
 Alles in allem ist Lavendel ein natürliches Beruhigungsmittel, das durch seinen Duft Körper und Seele entspannt. Tipp: Ein warmes Lavendel-Bad vor dem Schlafengehen (z.B. 5–10 Tropfen Öl im Badewasser) kombiniert Wärmewirkung und Lavendelduft; danach schläft es sich oft wie auf Wolken. 
  Weitere Präparate  
 Neben den hier genannten gibt es noch weitere Pflanzen, die traditionell als schlaffördernd gelten, z.B. Johanniskraut (indirekt, da stimmungsaufhellend), Kamille, Linde, Schafgarbe oder Fenchel. Häufig findet man diese Kräuter in Schlaftees gemischt. Die wissenschaftliche Evidenz ist bei manchen gering, aber viele Anwenderinnen und Anwender schwören darauf. Letztlich zählt, was individuell hilft. Bei den genannten natürlichen Mitteln sind die Risiken überschaubar. Dennoch sollte man auch pflanzliche Schlafhilfen mit Bedacht einsetzen. Treten schwere Schlafprobleme auf, oder helfen auch Naturmittel über Wochen nicht, ist es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. 
  Fazit: Erholsamer Schlaf ist essentiell für Gesundheit und Wohlbefinden  
 Schlaf ist kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit für Körper und Geist. Guter, ausreichender Schlaf hält uns leistungsfähig, stabilisiert die Stimmung und schützt langfristig vor Krankheiten. Wer gut schläft, tut aktiv etwas für seine Gesundheit. Umgekehrt sollten wir andauernden schlechten Schlaf nicht als gegeben hinnehmen. Es lohnt sich, in die eigene Schlafhygiene zu investieren, Stress abzubauen und bei Bedarf auf sanfte Einschlafhilfen zurückzugreifen, bevor man zu harten Schlafmitteln greift. 
 Die Natur bietet uns mit Melatonin, Magnesium und Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume, Lavendel und Melisse eine Palette an sanften Unterstützern, die den Schlaf fördern können. Diese Mittel ersetzen zwar keine Schlafhygiene, aber sie können genau das Quäntchen Entspannung bringen, das zum Einschlafen fehlt. Oft ist es eine Kombination aus besserem Lebensstil und leichter Unterstützung aus der Natur, die den Teufelskreis der Schlaflosigkeit durchbricht. 
 Erholsamer Schlaf fängt schon am Tag mit genug Bewegung, Licht, ausgeglichener Ernährung und dem bewussten Abschalten am Abend an. Trotzdem hat jeder mal eine unruhige Phase mit schlechten Nächten. Bleiben die Probleme trotz sanfter Einschlafhilfen und guter Schlafhygiene bestehen und beeinträchtigen das Leben, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Heutzutage gibt es wirkungsvolle Therapien (z.B. kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie), die vielen Menschen zu besserem Schlaf verhelfen können und das oftmals ganz ohne Medikamente. 
 Schlaf ist die natürliche Quelle von Energie und Langlebigkeit. Sorge aktiv für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Der Körper wird es mit guter Laune und Leistungsfähigkeit danken. 
  Quellen  
 
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 Shahab Haghayegh, Susanne Strohmaier, Eva S. Schernhammer, et al.: Sleeping Difficulties, Sleep Duration, and Risk of Hypertension in Women; in: Hypertension (2023);  https://doi.org/10.1161/HYPERTENSIONAHA.123.21350  
 Behnood Abbasi, Masud Kimiagar, Bahram Rashidkhani, et al.: The effect of magnesium supplementation on primary insomnia in elderly: A double-blind placebo-controlled clinical trial; in: Journal of Research in Medical Sciences (2012);  https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3703169/  
 MSD Manual: Baldrian (Stand: Januar 2023);  https://www.msdmanuals.com/de/profi/spezielle-fachgebiete/nahrungserg%C3%A4nzungsmittel/baldrian  
 Ngan, R. Conduit: A Double-blind, Placebo-controlled Investigation of the Effects of Passiflora incarnata (Passionflower) Herbal Tea on Subjective Sleep Quality; in: Phytotherapy Research (2011);  https://doi.org/10.1002/ptr.3400  
 Angela Smith Lillehei, Linda L Halcón, Reilly Reis, et al.: Effect of Inhaled Lavender and Sleep Hygiene on Self-Reported Sleep Issues: A Randomized Controlled Trial; in: The Journal of Alternative and Complementary Medicine (2015);  https://doi.org/10.1089/acm.2014.0327  
 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2025-08-26T08:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Polyphenole: geballte Pflanzenkraft für Gesundheit &amp; Wohlbefinden</title>
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                                            In diesem Artikel erfährst Du leicht verständlich, was Polyphenole sind, wie sie wirken und welche potentiellen Gesundheitsvorteile sie bieten können; von Herz und Gehirn bis zum Darm und Immunsystem.
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                  Polyphenole: geballte Pflanzenkraft für Gesundheit &amp;amp; Wohlbefinden  
 Beeren, Trauben, grüner Tee, Kräuter, Nüsse und Kakao bestechen nicht nur durch ihren intensiven Geschmack, sondern sind zudem reich an sogenannten Polyphenolen, die biologisch gesehen wahre Multitalente sind. Aber was hat es mit diesen geheimnisvollen Pflanzenstoffen auf sich, von denen man immer wieder als Antioxidantien hört? Und wie tragen sie zu unserem Wohlbefinden bei? In diesem Artikel erfährst Du leicht verständlich, was Polyphenole sind, wie sie wirken und welche potentiellen Gesundheitsvorteile sie bieten können; von Herz und Gehirn bis zum Darm und Immunsystem. 
   Das Wichtigste über Polyphenole auf einen Blick  
 Polyphenole gehören zur großen Familie der sekundären Pflanzenstoffe. Das bedeutet: Sie werden von Pflanzen hergestellt, sind aber nicht direkt am Wachstum oder an der Fortpflanzung beteiligt. Stattdessen dienen sie der Pflanze als natürliche Abwehr, zum Beispiel gegen Fressfeinde, UV-Strahlung oder Krankheiten. Wenn wir polyphenolreiche Lebensmittel essen, kommen wir in den Genuss dieser Pflanzenkraft. Polyphenole wirken im Körper als Antioxidantien und Entzündungshemmer und können so unsere Zellen schützen. Sie beeinflussen sogar unseren Stoffwechsel und das Mikrobiom, also die Gesamtheit der Darmbakterien. Kein Wunder, dass Forschungsteams weltweit die gesundheitlichen Vorteile von Polyphenolen untersuchen. Hier die wichtigsten Fakten auf einen Blick: 
 
  Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe : Sie kommen beispielsweise in Obst, Gemüse, Tee, Kaffee und Kakao vor und dienen der Pflanze als Schutzstoffe. Für uns sind sie wertvolle Antioxidantien und gesundheitsfördernde Bioaktivstoffe. 
  Antioxidativer Zellschutz : Polyphenole fangen freie Radikale ab und schützen so unsere Zellen vor oxidativem Stress. Das kann dem Organismus dabei unterstützen, Alterungsprozesse zu verlangsamen und chronischen Krankheiten vorzubeugen. 
  Flavonoide und nicht  ‑flavonoide Phenole : Polyphenole gliedern sich in zwei große Familien: Flavonoide (z.B. Anthocyane, Catechine, Quercetin) und nicht‑flavonoide Phenole (z.B. Phenolsäuren, Stilbene wie Resveratrol).&amp;nbsp; 
  Entzündungshemmend &amp;amp; immunmodulierend : Viele Polyphenole wirken entzündungshemmend und unterstützen das Immunsystem. 
  Vielfältige Gesundheitsvorteile : Zahlreiche Studien liefern Hinweise auf breite gesundheitliche Vorteile, die das Herz-Kreislauf-System, das Gehirn, das Darmmikrobiom sowie das Immunsystem umfassen. 
  Polyphenolreiche Ernährung  wie die mediterrane Kost wurde in Studien mit einem allgemein geringerem Krankheitsrisiko in Verbindung gebracht 
  Einfache Integration &amp;amp; Ergänzung : Polyphenole können leicht über die Ernährung aufgenommen werden. Beeren, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Tee, Kaffee und  dunkle Schokolade  liefern bereits eine breite Palette. Wer regelmäßig ein größeres Spektrum abdecken möchte, kann einen guten Polyphenol-Mix (breites Spektrum) als Nahrungsergänzung in Erwägung ziehen. 
 
 &amp;nbsp; 
  Was sind Polyphenole und sekundäre Pflanzenstoffe?  
 Polyphenole sind eine Klasse von sekundären Pflanzenstoffen. Dabei handelt es sich um bioaktive Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen. Sie bilden eine riesige Familie von mehr als 8.000 natürlich vorkommenden Verbindungen und zählen nicht zu den klassischen Nährstoffen wie Vitamine oder Mineralstoffe. Der Begriff Polyphenole bezieht sich auf ihre chemische Struktur: es sind Moleküle mit wiederkehrenden Struktureinheiten, die als Phenole bezeichnet werden. Weitaus wichtiger als die Chemie sind jedoch ihre erstaunlichen Wirkungen im Organismus. Für den Menschen fungieren Polyphenole als Nährstoffe, die zwar nicht lebensnotwendig wie Vitamine sind, aber spürbare Vorteile bieten, insbesondere beim Zellschutz. 
 Eine grobe Unterteilung erfolgt in Flavonoide, Phenolsäuren, Stilbene, Lignane und einige weitere Untergruppen. Unter diesen sind die Flavonoide die größte und bekannteste Gruppe, zu der beispielsweise Quercetin (in Äpfeln, Zwiebeln), Catechine (in grünem Tee, Kakao) oder Anthocyane (die violett-roten Farbstoffe in Beeren und Kirschen) gehören. Daneben gibt es Stilbene wie Resveratrol (bekannt aus roten Weintrauben und Rotwein) und Phenolsäuren wie Chlorogensäure (z.B. in Kaffee). Auch in Gewürzen finden sich potente Polyphenole, wie beispielsweise Curcumin in Kurkuma oder Oleuropein in Oliven. Auch wenn Polyphenole keine Vitamine sind, können sie einen bislang unterschätzten Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. So werden ihnen antioxidative, entzündungshemmende, cholesterinsenkende oder immunmodulierende Wirkungen zugeschrieben. 
   Wirkweise: Antioxidativer Schutz, Entzündungsbalance, Stoffwechsel &amp;amp; Mikrobiom  
 Eines der bekanntesten Schlagworte im Zusammenhang mit Polyphenolen ist „Antioxidantien“. Aber was bedeutet das genau? Im Körper entstehen durch Stress, Umweltgifte oder einfach den normalen Stoffwechsel ständig sogenannte freie Radikale. Das sind aggressive Moleküle, die unsere Zellen angreifen können. Zu viele freie Radikale führen zu oxidativem Stress, der Alterungsprozesse beschleunigt und diverse chronische Krankheiten begünstigt. Polyphenole können diese freien Radikale neutralisieren, noch bevor Schaden entsteht. Bildlich gesprochen wirken Polyphenole wie ein Schutzschild für unsere Zellen. Chemisch gesehen spenden sie den Radikalen ein Elektron und machen sie damit unschädlich. Dadurch erleiden die Zellen weniger Schäden und es besteht ein insgesamt geringeres Entzündungsniveau im Körper. 
 Lesetipps in unserem Gesundheits-Blog: 
 
   Warum sind Bio-Lebensmittel doch gesünder?   
   Studienergebnisse: Bio-Tomaten tatsächlich gesünder?   
 
 &amp;nbsp;   Entzündungshemmung und Immunbalance  
 Chronische Entzündungen sind ein Feind unserer Gesundheit: Sie spielen eine Rolle bei vielen Zivilisationskrankheiten, wie z.B. bei Diabetes, Gelenkbeschwerden und Herzkrankheiten, indem sie auf Dauer das Immunsystem schwächen. Polyphenole können dazu beitragen, diese schwelenden Entzündungen in Schach zu halten. Viele Vertreter wirken entzündungshemmend, indem sie bestimmte Signalwege in unserem Körper beeinflussen. Zum Beispiel hemmt Quercetin die Enzyme COX-2 und 5-LOX, die an der Bildung entzündlicher Botenstoffe beteiligt sind. Auch Anthocyane aus Beeren senken die Aktivität des pro-inflammatorischen NF-κB-Signalwegs. Polyphenole tragen dazu bei, die Entzündungsreaktion in Balance zu halten. Eine Überreaktion des Immunsystems wird gedämpft, ohne dass die normale Abwehr geschwächt wird. Einige Polyphenole haben sogar immunmodulierende Eigenschaften, d.h. sie unterstützen eine gesunde Immunreaktion. Quercetin etwa hemmte in Laborstudien (siehe:  https://doi.org/10.3390/ph16071020 ) die Vermehrung verschiedener Viren. Polyphenole gelten somit als natürliche Helfer des Immunsystems, die Entzündungen bremsen und die Abwehr optimieren. 
 &amp;nbsp;  Positive Effekte auf den Stoffwechsel  
 Eine weitere spannende Wirkweise: Polyphenole greifen an verschiedenen Stellen in den Stoffwechsel ein. So fördern sie beispielsweise einen gesunden Glukose- und Fettstoffwechsel. Einige Polyphenole können die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin verbessern und helfen dadurch, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Flavonoide wie Quercetin oder Kaempferol konnten in Experimenten die Aufnahme von Glukose in die Zellen erhöhen sowie den Zuckerabbau in der Leber unterstützen. Gleichzeitig zeigen sie cholesterinsenkende Effekte, indem sie die Oxidation von LDL-Cholesterin verhindern. Oxidiertes LDL gilt wiederum als Risikofaktor für Arterienverkalkung. 
 Für Menschen mit Metabolischem Syndrom oder Diabetes könnten Polyphenole besonders interessant sein. Studien legen nahe, dass ausreichende Mengen an Polyphenolen Entzündungsmarker senken, die Endothelfunktion verbessern und insgesamt die Insulinresistenz verringern. Einfach ausgedrückt: Polyphenole „ölen“ den Stoffwechsel, sodass Prozesse wie Blutzuckerregulation und Fettverbrennung besser ablaufen. Natürlich ersetzen sie keine gesunde Ernährung oder Bewegung, aber sie erklären zum Teil, warum Obst, Gemüse, Tee &amp;amp; Co. so förderlich für unseren Stoffwechsel sind. 
   Einfluss auf das Mikrobiom (Darmflora)  
 Polyphenole dienen nicht nur uns als Nährstoff, sondern auch unseren Darmbakterien. Viele Polyphenole werden im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen und gelangen in den Dickdarm. Dort dienen sie bestimmten nützlichen Darmbakterien als Nahrung, das heißt, sie wirken präbiotisch. Dieser Prozess trägt dazu bei, dass sich die Darmflora in Richtung einer gesünderen Zusammensetzung verschiebt und potenziell schädliche Bakterien zurückgedrängt werden können. So fördert eine polyphenolreiche Kost vermehrt Bifido- und Laktobazillen, die als „gute“ Bakterien gelten, da sie zur Gesundheit des Darms beitragen. 
 Ein gesundes Mikrobiom hat vielfältige positive Effekte auf unsere Gesundheit, darunter bessere Verdauung, ein stärkeres Immunsystem bis hin zur besseren Stimmung. Polyphenole tragen dazu bei, dieses bakterielle Ökosystem in Balance zu halten, wie erst kürzlich eine Untersuchung zeigte (siehe:  https://doi.org/10.3390/ijms26031335 ). Ein Beispiel: Grüntee-Polyphenole können im Darm antientzündlich wirken und wurden erfolgreich bei Darmentzündungen (z.B. Colitis) getestet. Auch Granatapfel-Polyphenole werden im Darm zu aktiven Metaboliten umgewandelt, die die Darmbarriere stärken und vor schädlichen Keimen schützen. Wer also viele pflanzliche Lebensmittel isst, tut nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Milliarden Mitbewohnern im Darm etwas Gutes. 
   Herz-Kreislauf-System stärken  
 Eine Ernährung reich an Polyphenolen kann auch zum Schutz von Herz und Gefäßen beitragen. In großen Bevölkerungsstudien zeigte sich, dass Menschen mit hoher Flavonoid-Zufuhr ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Eine Meta-Analyse von 15 Langzeitstudien (siehe:  https://doi.org/10.1016/j.clnesp.2017.03.004 ) &amp;nbsp;ergab z.B., dass eine hohe Aufnahme von Flavonoiden mit rund 14 % niedrigerer Sterblichkeit durch Herzkrankheiten einherging. Die Forschenden vermuten, dass dieser Effekt auf die vielschichtige Wirkungsweise der Polyphenole zurückzuführen ist. Sie verbessern die Gefäßfunktion, können leicht zur Senkung des Blutdrucks beitragen und helfen, den Cholesterinspiegel im Lot zu halten. Zusätzlich wirkt der antioxidative Effekt: Polyphenole schützen das LDL-Cholesterin vor Oxidation, wodurch sich weniger atherosklerotischer Plaque bildet. Als förderlich für die Herzgesundheit gelten Polyphenole aus Beeren, Kakao, Weintrauben, grünem Tee und Olivenöl. 
   Gehirn &amp;amp; kognitive Funktionen  
 Polyphenole sind gewissermaßen auch Brainfood. Vor allem dunkle Beeren wie Heidelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren stehen im Ruf, gut für das Gehirn zu sein. Sie enthalten reichlich Anthocyane, die die Blut-Hirn-Schranke passieren und einen Neuronen-schützenden Effekt entfalten können. Untersuchungen (siehe:  https://doi.org/10.1002/ana.23594 ) deuten darauf hin, dass Anthocyane die Gedächtnisleistung verbessern. Darüber hinaus wirken Polyphenole im Gehirn entzündungshemmend und könnten so neurodegenerativen Prozessen entgegenwirken. Chronische Entzündungen und oxidativer Stress tragen mit zur Entstehung von Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson bei. Polyphenole wie beispielsweise Resveratrol aus Weintrauben oder Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee werden intensiv daraufhin erforscht, ob sie das Fortschreiten solcher Erkrankungen verlangsamen können. 
   Immunsystem &amp;amp; Abwehrkräfte  
 Das Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Zellen und Signalstoffe. Polyphenole können helfen, dieses Zusammenspiel zu harmonisieren. Denn einerseits schützen sie Immunzellen vor oxidativen Schäden, was besonders wichtig ist, da Immunzellen in Entzündungsherden vielen Radikalen ausgesetzt sind. Andererseits regulieren sie die Aktivität von Immunzellen. So können bestimmte Polyphenole eine übersteigerte Abwehrreaktion dämpfen, was nützlich bei Allergien oder Autoimmunprozessen sein könnte. 
 Ein bekanntes Beispiel hierzu ist Quercetin, ein Flavonoid aus Obst und Gemüse. Es hemmt die Freisetzung von Entzündungsmediatoren wie TNF-α und Interleukinen und stabilisiert die Mastzellen, wodurch weniger Histamin ausgeschüttet wird. Damit kann Quercetin allergische Reaktionen mildern (z.B. bei Heuschnupfen), weswegen es in manchen natürlichen Allergiepräparaten enthalten ist. 
 Einige Polyphenole, beispielsweise die Proanthocyanidine aus Holunderbeeren oder Cranberry, werden traditionell zur Stärkung der Abwehr eingesetzt. Holunderbeeren-Extrakt ist ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen. Cranberry-Polyphenole sind bekannt dafür, Bakterien im Harntrakt an der Anhaftung zu hindern, was bei wiederkehrenden Blasenentzündungen helfen kann. 
  Hinweis : Die genannten gesundheitlichen Wirkungen sind durch Studien indiziert, aber die Forschung läuft noch. Polyphenole sind keine Medikamente. Sie unterstützen die Gesundheit im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung. 
   Lebensmittelquellen für Polyphenole  
 Welche Nahrungsmittel liefern besonders viele Polyphenole? Die Faustregel lautet: Je bunter, desto besser („eat the rainbow“). Polyphenole stecken vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln. Oft sind sie sogar die Farbstoffe oder Aromastoffe darin. Hier eine praktische Übersicht, in welchen Gruppen von Lebensmitteln wichtige Polyphenole enthalten sind: 
 
  Beeren &amp;amp; rote Früchte : Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Holunder, Kirschen, rote Trauben (Aronia, Johannisbeere, Weintrauben)&amp;nbsp; 
  Tee : Grüner Tee (Matcha, Sencha: reich an Catechinen), Weißer Tee, Schwarzer Tee, Oolong&amp;nbsp; 
  Kakao &amp;amp; dunkle Schokolade : Kakaopulver, Bitterschokolade (hoher Kakaoanteil &amp;gt;70 %), ungesüßte Kakao-Nibs 
  Obst &amp;amp; Gemüse : Äpfel (Quercetin v.a. in der Schale), Zwiebeln (besonders rote), Rotkohl, Aubergine (violette Schale), Granatapfel, Zitrusfrüchte (vor allem Schale/weiße Häutchen), dunkle Trauben, Oliven 
  Kräuter &amp;amp; Gewürze : Kurkuma (Curcumin), Zimt (Polyphenole hochkonzentriert), Oregano, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Nelken (sehr hoher Polyphenolgehalt), 
  Weitere polyphenolhaltige Lebensmittel : Kaffee (Chlorogensäuren), Rotwein (Resveratrol) 
 
 &amp;nbsp; 
  Alltagsintegration: Smoothie, Tee &amp;amp; Porridge  
 Theorie ist schön und gut, aber wie bekommst Du nun praktisch mehr Polyphenole auf den Speiseplan? Hier ein paar Anregungen, wie du mit Smoothies, Tee und Porridge täglich von der Pflanzenkraft profitieren kannst. 
   Polyphenol-Smoothie  
 Kaum etwas liefert mehr Polyphenole als ein Smoothie voller Beeren und Gemüse. Ein Beispielrezept: 
 
 Gib eine Tasse gemischte Bio-Beeren in den Mixer (z.B. Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren; frisch oder TK). Diese liefern Anthocyane und Flavonoide. 
 Füge eine Handvoll Bio-Spinat oder anderes grünes Blattgemüse hinzu. Keine Sorge, im Smoothie schmeckt man das kaum, aber es bringt zusätzliche Polyphenole und Nährstoffe. 
 Gieße ca. 200 ml Flüssigkeit dazu. Ideal ist abgekühlter grüner Tee oder Hibiskustee, um noch mehr Antioxidantien reinzubekommen. Alternativ geht auch Wasser oder Hafermilch. Für extra Cremigkeit kannst du 1/2 Banane oder etwas Avocado ergänzen. 
 Jetzt kommt ein Teelöffel Kakaopulver (ungesüßt) für Flavanole hinein. Wer mag, gibt auch eine Prise Zimt oder Kurkuma dazu. Das erhöht den Polyphenolgehalt weiter und gibt einen spannenden Geschmack. Ein kleines Stück Ingwer passt ebenfalls. 
 Alles im Hochleistungsmixer gut durchmixen, bis der Smoothie cremig ist. In ein Glas füllen und am besten gleich frisch genießen, um die Vitamine und Polyphenole optimal aufzunehmen. 
 
   Tee-Zeit: Antioxidantien in der Tasse  
 Eine der einfachsten Gewohnheiten für mehr Polyphenole ist das Trinken von Tee. Sowohl grüner Tee als auch schwarzer Tee sind reich an wertvollen Polyphenolen. Grüntee liefert Catechine (allen voran EGCG), die antioxidativ und stoffwechselanregend wirken. Schwarzer Tee enthält Tannine, die ebenfalls antioxidativ sind und z.B. gut für die Darmgesundheit sein können. 
 Gut zu wissen: Tee lieber zwischen den Mahlzeiten trinken. Grund ist, dass die Polyphenole in Tee (und Kaffee) die Eisenaufnahme aus der Nahrung hemmen können. Wenn du also ein eisenreiches Mittagessen hattest (z.B. Linsen, Fleisch oder grünes Gemüse), warte ein Stündchen, bevor du Tee trinkst. Dann holst du das Beste aus den Nährstoffen und Polyphenolen heraus. Vor allem bei den Tees immer auf gute Bio-Ware achten, Tee ist häufig mit diversen Toxinen belastet. 
   Porridge &amp;amp; Co.: Frühstück mit Pflanzenpower  
 Gerade das Frühstück bietet viele Gelegenheiten, Polyphenole einzubauen. Der Klassiker: Haferflocken-Porridge mit Bio-Beeren. Hafer an sich enthält zwar auch sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Avenanthramide), aber spannender wird es mit Toppings: frische Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren oder eine Beerenmischung aus dem Tiefkühler, zusätzlich ein paar Stücke Dunkelschokolade (70%+) oder einen Löffel Kakaonibs und ein paar gehackte Walnüsse oder Mandeln. So wird aus dem einfachen Haferbrei ein polyphenolreiches Geschmackserlebnis. 
 Auch beliebt: Goldene Milk Overnight Oats. Dabei kombinierst Du Haferflocken mit Kurkuma, Zimt und Ingwer, etwas Pfeffer, Milch oder Hafermilch. Alles über Nacht ziehen lassen. Morgens hast Du einen würzigen und polyphenolreichen Haferbrei. Frische Mango-Stückchen oder Apfelwürfel oben drauf, und Du startest exotisch-gesund in den Tag. 
 Und falls Dir Porridge nicht liegt: Wie wäre es mit einem Joghurt mit Beeren und Zimt? Oder einem Vollkornbrot mit Hibiskus-Aufstrich (einfach Hibiskus-Tee mit Chiasamen aufkochen; ergibt eine streichfeste geléeartige Masse, die voll mit Anthocyanen ist). Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. 
   Polyphenole als Nahrungsergänzung  
 Trotz einer noch so guten Ernährung gibt es Zeiten, in denen man die Aufnahme von Polyphenolen konzentriert erhöhen möchte, sei es aus Bequemlichkeit, zur Unterstützung in stressigen Phasen oder weil man bestimmte Extrakte gezielt einsetzen will. Auch ist das Spektrum der Polyphenole sehr groß und es kann durchaus eine Herausforderung darstellen, die wichtigsten Sorten regelmäßig über die Ernährung abzudecken. Hier kommen Nahrungsergänzungsmittel in Frage, die gezielt auf einen Polyphenol-Mix setzen. Dabei sollte jedoch stets bedacht werden, dass Ergänzungen keinen Ersatz für Obst und Gemüse, bzw. eine gesunde Ernährung darstellen. 
   Grenzen &amp;amp; Sicherheit  
 So gesund Polyphenole auch sind, man sollte einige Hinweise zur Verträglichkeit und Anwendung beachten: 
 
  Keine Wunderheilmittel : Polyphenole können Gesundheitsprozesse positiv beeinflussen, heilen aber keine Krankheiten und ersetzen keine Medikamente: Verlass Dich nicht ausschließlich auf einen hohen Beerenkonsum oder ein Supplement, wenn medizinische Behandlung notwendig ist. Sie sind ein Baustein der Prävention und Unterstützung, können aber keine Arzneimittel oder eine gesunde Lebensweise ersetzen. 
  Verträglichkeit : In Lebensmitteln sind Polyphenole in der Regel sehr gut verträglich. Wer allerdings plötzlich extrem viel rohes Gemüse, Obst oder Gewürze zu sich nimmt, kann anfangs mal mit Verdauungsbeschwerden und Blähungen reagieren. Das liegt meist an den Ballaststoffen und ist in der Regel nur vorübergehend. Bitterstoffe in Polyphenol-reichen Getränken (grüner Tee, schwarzer Tee) können bei empfindlichen Personen leichte Magenreizung verursachen. Hochdosierte Extrakte (z.B. Grüntee-Extrakt in Pillenform) führen in seltenen Fällen zu Übelkeit oder bei unsachgemäßer Dosierung sogar zu Leberschäden. Daher Maß halten und hochwertige Produkte wählen. 
  Wechselwirkungen : Polyphenole können mit Nährstoffen und Medikamenten interagieren. Ein bekanntes Beispiel ist, dass Tee und Kaffee die Eisenaufnahme hemmen. Auch Grapefruit-Polyphenole können bestimmte Medikamente beeinflussen, indem sie deren Abbau in der Leber verlangsamen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt (etwa Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Blutverdünner), sollte die Einnahme hochdosierter Polyphenol-Supplements ärztlich abklären. 
  Qualität der Produkte : Falls du Polyphenol-Präparate nutzen möchtest, achte auf seriöse Hersteller, Reinheit und geprüfte Qualität. Minderqualitative Produkte können mit Pestiziden oder Schwermetallen belastet sein, wenn sie aus unseriösen Quellen stammen. 
  Schwangerschaft &amp;amp; Co. : In sensiblen Lebensphasen wie Schwangerschaft oder Stillzeit gilt: Polyphenolreiche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Tee in Maßen) sind unbedenklich und sogar erwünscht. Bei Nahrungsergänzung mit polyphenolhaltigen Extrakten solltest Du jedoch zurückhaltend sein oder ärztlichen Rat einholen. Die Wirkung einzelner isolierter Polyphenole (z.B. hochdosiertes Resveratrol) während der Schwangerschaft ist noch nicht gut untersucht. 
 
 &amp;nbsp;   Fazit: Polyphenole sind wahre Schätze der Natur  
 Polyphenole sind wahre Schätze aus der Natur. Die Forschung entdeckt immer mehr ihrer faszinierenden Wirkungen, die vom Zellschutz über Entzündungshemmung bis zur Unterstützung wichtiger Organe reichen. Auch wenn derzeit die Wirkung von Polyphenolen auf die menschliche Gesundheit noch eingehender untersucht werden muss, zeigen die bisherigen Ergebnisse bereits, dass wir mit einer polyphenolhaltigen Ernährung auf sanfte Weise viel für unser Wohlbefinden tun können. 
 &amp;nbsp; 
  Quellen  
 
 Haroon Khan, Esra Akkol, Maria Daglia: The Role of Phytonutrients in Metabolic Disorders; 1st Edition (21.06.2022); Academic Press; ISBN: 9780128243565; eBook ISBN: 9780323859790 
 Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.: Sekundäre Pflanzenstoffe: Ein Überblick (Stand: 05.09.2024);  https://fet-ev.eu/sekundaere-pflanzenstoffe/  
 Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.: Flavonoide: Die versteckten Helden in Obst und Gemüse (Stand: 05.09.2024);  https://fet-ev.eu/flavonoide/  
 Fatemeh Aghababaei, Milad Hadidi: Recent Advances in Potential Health Benefits of Quercetin; in: Pharmaceuticals (2023),  https://doi.org/10.3390/ph16071020  
 Boris V. Nemzer, Fadwa Al-Taher, Yakov I. Yashin, et al.: Health-Improving Effects of Polyphenols on the Human Intestinal Microbiota: A Review; in: International Journal of Molecular Sciences (2025);  https://doi.org/10.3390/ijms26031335  
 Youngyo Kim, Youjin Je: Flavonoid intake and mortality from cardiovascular disease and all causes: A meta-analysis of prospective cohort studies; in: Clinical Nutrition ESPEN (2017);  https://doi.org/10.1016/j.clnesp.2017.03.004  
 Elizabeth E. Devore, Jae Hee Kang, Francine Grodstein, et al.: Dietary intakes of berries and flavonoids in relation to cognitive decline; in: Annals of Neurology (2012);  https://doi.org/10.1002/ana.23594  
 
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  Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2025-07-24T08:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Micellen &amp; Mizellen-Technologien in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen </title>
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                                            Wie kann mit Mizellen-Technologie die Bioverfügbarkeit von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen erhöht werden?
                                        ]]>
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                 Was sind Micellen bzw. Mizellen? 
 Mizellen (auch Micellen abgeleitet aus dem Lateinischen „mica“ für kleines Klümpchen) werden auch als sogenannte Assoziationskolloide bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus Molekülkomplexen, die aus amphiphilen (wasser- oder fettliebenden) Molekülen sowie unterschiedlichen Lösungsvermittlern bestehen und relativ klein sind. 
 Wie können wir diesen natürlichen Prozess der Micellen oder Solubilisierung in einer praktischen Mizellentechnologie umsetzen? 
 Bei einer innovativen und nützlichen Mizellentechnologie werden Micellen als eine Art von „Nährstoff-Taxi“ verstanden. Geschützt umschlossen von Mizellen können wertvolle Moleküle wie beispielsweise Curcumin gut „verpackt“ aufgenommen werden und gelangen in unserem Körper unbeschadet bis in den Verdauungstrakt. Dieser Vorgang erfolgt natürlicherweise jeden Tag in unserem Körper. Daher ist diese Art der Erhöhung der Bioverfügbarkeit von schwer resorbierbaren Nährstoffen ein natürlicher Weg. 
  Mizellen-Technologie?  Einfach erklärt, wird an eine fettliebende Phase eine wasserliebende angefügt und wiederrum eine fettliebende … bis eine Kugel entsteht, in deren Inneren ein Hohlraum besteht. In diesem Hohlraum lassen sich wertvolle Stoffe transportieren. Das Mizellen Prinzip wird auch als zweischichtig oder als „Bilayer“ bezeichnet. Dabei bleibt alles was im Innenraum der „Kugel“ liegt geschützt. 
  Übrigens erfolgt dieser natürliche Prozess auch in unserer Verdauung. Nach diesem Vorbild der Natur werden besondere Stoffe in modernen Nahrungsergänzungen oder funktionalen Lebensmitteln in Micellen verpackt.  
 Wie kann dadurch die Bioverfügbarkeit von Stoffen erhöht werden? Und um wie viel? 
 Gut geschützt in den Mizellen werden Stoffe nicht bereits im Mund oder im Magen zerstört, sondern gelangen unbeschadet genau dorthin, wo sie benötigt werden. Dadurch wird die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe um ein Vielfaches erhöht. 
 Inzwischen gibt es unterschiedliche Hersteller mit ganz unterschiedlichen Herstellungsprozessen, Technologien und Patenten. Mit Hilfe der Mizellen-Technologie werden dort z.B. Mizellen um die fettlöslichen Curcumin-Moleküle gelagert und deutlich besser vom Körper aufgenommen. Die wasserlösliche „Verpackung“, nach dem Vorbild aus der Natur, ermöglicht eine rund 185 bis teilweise bis zu 450 fach verbesserte Bioverfügbarkeit im Vergleich zu herkömmlichen Wirkstoffen in nativer Form (reiner Naturversion) und somit eine Resorption der Wirkstoffe bis zu über 90%.¹&amp;nbsp;²&amp;nbsp; ³ &amp;nbsp;Die maximale Bioverfügbarkeit hängt natürlich vom Wirkstoff und der jeweiligen Mizellen-Technologie ab (siehe Studien unten). 
     
 Natives Pulver und native Kurkuma Kapseln ermöglichen nur eine sehr geringe Curcumin Resorption im Körper (oft weit unter 1%). Ein Großteil des so aufgenommenen Curcumins wird ungenutzt wieder ausgeschieden. Spezielles Micellen-Curcuma hingegen ermöglicht eine bis zu über 90-prozentige und somit rund 450-fach effektivere Aufnahme von Curcumin.² 
  Auf einen Blick:  
 
 Curcumin ist eine fettlösliche Substanz. 
 Phospholipide, Liposomen und teilweise Mizellen sind Fettkomponenten, welche mit Curcumin zur Steigerung der Bioverfügbarkeit kombiniert werden. 
 Mizellares Kurkuma ist aktuell die effektivste Möglichkeit bei oraler Einnahme, um die Bioverfügbarkeit zu steigern. 
 Die Kombination von Curcumin und Phospholipiden stellt im Vergleich zu Mizellen eine schwächere Alternative dar. 
 
 Welche Vorteile bieten Micellen?&amp;nbsp; 
 Mizellen als Inhaltsstoffträger bieten eine Reihe von Vorteilen wie: 
 
 die Löslichkeit von Stoffen in mizellebildenden Amphiphilen führt zu einer erhöhten Wasserlöslichkeit (bis zu 100%) und einer deutlich verbesserten Bioverfügbarkeit (bis zu über 90%).²&amp;nbsp; 
 Verringerung der Toxizität und anderer schädlicher Wirkungen 
 verbesserte Durchlässigkeit über die physiologischen Barrieren hinweg 
 Stoffe eingeschlossen in micellarer Form werden gut vor einer möglichen Inaktivierung geschützt und provozieren keine unerwünschten Nebenwirkungen auf Nichtzielorgane und Gewebe&amp;nbsp; ⁴  
 reine und stabile Micellen inklusive Wirkstoff, dadurch Verzicht auf andere bedenkliche Hilfsstoffe möglich 
 
 Welche Trägerstoffe sind für Mizellen geeignet und welche sind fragwürdig? 
 Grenzflächenaktive Substanzen wie Polysorbate darunter Polysorbat 80 und Polysorbat 20, die als Emulgator und Netzmittel beispielsweise in Nahrungsergänzungen dienen, gehören zu den „Problemstoffen“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt aus diesem Grund eine maximale Aufnahme von Polysorbaten von 0 bis 25 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Allerdings sind diese Werte teilweise veraltet und stammen erschreckenderweise aus dem Jahr 1974.&amp;nbsp;  5   
 Auch zusätzliche Konservierungsmittel wie Kaliumsorbat oder Alkohol sind nicht immer unbedenklich. Es gibt aber bereits Mizell-Technologien (Patente), die ohne all diese „Problemstoffe“ auskommen. 
 Warum ohne Polysorbate? 
 Polysorbate, insbesondere Polysorbat 80 kommen häufig als Emulgatoren in der Lebensmittelindustrie vor und werden dazu eingesetzt sogenannte Öl-in-Wasser-Emulsionen herzustellen. Studien legen jedoch nahe, dass es dabei zu Schädigungen der Darmflora und Entzündungen kommen kann. Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigte, dass beispielsweise die Emulgatoren Polysorbat 80 und Carboxymethylcellulose bei Mäusen eine Veränderung des Darmbakterien-Spektrums (intestinales Mikrobiom) auslösten, das Darmentzündungen und Fettleibigkeit begünstigt. 
  Wir raten von Produkten mit z.B. künstlichem Polysorbat 80 (Emulgator) in zu hohen Mengen ab!  
 Ist die Mizellen-Technologie bedenklich? 
 Nein, denn Sie passiert auch so täglich in unserem Körper. Mit der Mizellen-Technologie werden nur Prozesse, die in der Natur vorkommen als Vorbild genommen, um Stoffe deutlich besser für unserem Organismus resorbierbar zu machen. 
 Welchen Unterschied gibt es zu Liposomen? 
 Mizellen haben einige Vorteile gegenüber anderen sehr kleinen Trägern wie Liposomen, da es schwierig und kompliziert ist, Liposomen in sehr kleinen Einheiten und vor allem stabil herzustellen. Des Weiteren gehen die meisten Liposome während des Transports durch den Magen (Magensäure) und danach im Milieu des Darms kaputt. . 
 Da Mizellen einschichtige Strukturen besitzen, bleibt der Kern der Mizellen hydrophob, was die Einschließung schlecht löslicher Stoffe im Kern der Mizellen ermöglicht. Dies verbessert auch die Löslichkeit, die Bioverfügbarkeit sowie die Aufnahmezeit der Stoffe.  6  
 Da Mizellen wesentlich stabiler sind, als beispielsweise Liposome, werden keine Konservierungsmittel zur Stabilisierung benötigt. Da die Mizellen wesentlich stabiler sind als Liposome, sind die Produkte meistens sehr robust und unempfindlich gegen Oxidation. 
 Quellen: 
 [1]&amp;nbsp;Vgl. C. Schiborr et al.,&quot;The oral bioavailability of curcumin from micronized powder and liquid micelles is significantly increased in healthy humans and differs between sexes&quot; Mol. Nutr. Food Res. 2014, 58, 516-527, https://doi.org/10.1002/mnfr.201300724 
 [2] Vgl.&amp;nbsp;Jerry T. Thornthwaite, Hare R. Shah, Spencer R. England, Lee H. Roland, Seth P. Thibado, Thomas K. Ballard3, Brandon S. Goodman, &quot;Anticancer Effects of Curcumin, Artemisinin, Genistein, and Resveratrol and Vitamin C: Free Versus Liposomal Forms, 2017, https://doi.org/10.4236/abc.2017.71002 
 [3]&amp;nbsp;Vgl.&amp;nbsp;Sandra Flory et al., Increasing post-digestive solubility of curcumin is the most successful strategy to improve its oral bioavailability: a randomized cross-over trial in healthy adults and in vitro bioaccessibility experiments, Molecular Nutrition &amp;amp; Food Research, 2021,&amp;nbsp;&amp;nbsp;https://doi.org/10.1002/mnfr.202100613 
 [4]&amp;nbsp;Vgl.&amp;nbsp;Suman Rana, Jatinder V. Yakhmi: &quot;Interfacial engineering of nanoparticles for cancer therapeutics&quot;, in Nanostructures for Cancer Therapy, https://www.sciencedirect.com/book/9780323461443/nanostructures-for-cancer-therapy, 2017 
 [5] Vgl.&amp;nbsp;FAO/WHO Expert Committee on Food Additives: ”Toxicological evaluation of some food additives including anticaking agents, antimicrobials, antioxidants, emulsifiers and thickening agents” In:WHO Food Additives Series No. 5., World Health Organization. 1974. 
 [6]&amp;nbsp;Vgl. Bhavana Joshi, Abhijeet Joshi, in Bioelectronics and Medical Devices: “Ultrasound-based drug delivery systems”, 2019, https://www.sciencedirect.com/book/9780081024201 
  Studien zu&amp;nbsp;Polysorbaten:  
 Benoit Chassaing, Omry Koren, Julia K. Goodrich, Angela C. Poole, Shanthi Srinivasan, Ruth E. Ley &amp;amp; Andrew T. Gewirt: “Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndromez”, https://www.nature.com/articles/nature14232 
 Benoit Chassain, Tom Van de Wiele, Jana De Bodt, Massimo Marzorati, Andrew T Gewirtz: “Dietary emulsifiers directly alter human microbiota composition and gene expression ex vivo potentiating intestinal inflammation”, https://gut.bmj.com/content/66/8/1414.abstract 
 Emilie Viennois, Didier Merlin, Andrew T. Gewirtz and Benoit Chassaing : “Dietary Emulsifier–Induced Low-Grade Inflammation Promotes Colon Carcinogenesis”, https://cancerres.aacrjournals.org/content/77/1/27.short  Benoit Chassaing, Ruth E.Ley, Andrew T.Gewirtz: &quot;Intestinal Epithelial Cell Toll-like Receptor 5 Regulates the Intestinal Microbiota to Prevent Low-Grade Inflammation and Metabolic Syndrome in Mice&quot;, 2014, Pages 1363-1377.e17, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0016508514010725&amp;nbsp; 
 Carol L Roberts, Åsa V Keita, Sylvia H Duncan, Niamh O&#039;Kennedy, Johan D Söderholm, Jonathan M Rhodes, Barry J Campbell: “Translocation of Crohn&#039;s disease Escherichia coli across M-cells: contrasting effects of soluble plant fibres and emulsifiers”, https://gut.bmj.com/content/59/10/1331 
  Weitere Arbeiten zum Thema&amp;nbsp;Micellen bzw. Mizellentechnologien:  
 Aggarwal BB. Curcumin-free tumeric: Identification of novel components of tumeric. Mol Nutr Food Res. 2013; 57:1529-42. 
 Antony, B., Merina, B., Iyer, V. S., Judy, N., Lennertz, K., &amp;amp; Joyal, S. (2008). A Pilot Cross-Over Study to Evaluate Human Oral Bioavailability of BCM-95CG (Biocurcumax), A Novel Bioenhanced Preparation of Curcumin.&amp;nbsp;Indian Journal of Pharmaceutical Sciences,&amp;nbsp;70(4), 445–449.&amp;nbsp;https://doi.org/10.4103/0250-474X.44591 
 Baum L, et al. Curcumin Effects on Blood Lipid Profile in a 6-month Human Study. Pharmacol Res. 2007;56:509-14. 
 Benoit Chassaing, Omry Koren, Julia K. Goodrich, Angela C. Poole, Shanthi Srinivasan, Ruth E. Ley &amp;amp; Andrew T. Gewirt: “Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndromez”, https://www.nature.com/articles/nature14232 
 Benoit Chassaing, Ruth E.Ley, Andrew T.Gewirtz: &quot;Intestinal Epithelial Cell Toll-like Receptor 5 Regulates the Intestinal Microbiota to Prevent Low-Grade Inflammation and Metabolic Syndrome in Mice&quot;, 2014, Pages 1363-1377.e17, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0016508514010725 
 Benoit Chassaing, Tom Van de Wiele, Jana De Bodt, Massimo Marzorati, Andrew T Gewirtz: “Dietary emulsifiers directly alter human microbiota composition and gene expression ex vivo potentiating intestinal inflammation” https://gut.bmj.com/content/66/8/1414.abstract 
 Benzie IFF, Wachtel-Galor S, editors, Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects. 2nd edition, (Boca Raton FL): CRC Press/Taylor &amp;amp; Francis; 2011, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK92752/. 
 Benzie IFF, Wachtel-Galor, Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects. 2nd edition. 
 Bhavana Joshi, Abhijeet Joshi, in Bioelectronics and Medical Devices: “Ultrasound-based drug delivery systems”, 2019, https://www.sciencedirect.com/book/9780081024201 
 Carol L Roberts, Åsa V Keita, Sylvia H Duncan, Niamh O&#039;Kennedy, Johan D Söderholm, Jonathan M Rhodes, Barry J Campbell: “Translocation of Crohn&#039;s disease Escherichia coli across M-cells: contrasting effects of soluble plant fibres and emulsifiers”, https://gut.bmj.com/content/59/10/1331 
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 Emilie Viennois, Didier Merlin, Andrew T. Gewirtz and Benoit Chassaing : “Dietary Emulsifier–Induced Low-Grade Inflammation Promotes Colon Carcinogenesis”, https://cancerres.aacrjournals.org/content/77/1/27.short 
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 Schiborr, C., Kocher, A., Behnam, D., Jandasek, J., Toelstede, S., &amp;amp; Frank, J. (2014). The oral bioavailability of curcumin from micronized powder and liquid micelles is significantly increased in healthy humans and differs between sexes.&amp;nbsp;Molecular Nutrition and Food Research,&amp;nbsp;58(3), 516–527.&amp;nbsp;https://doi.org/10.1002/mnfr.201300724 
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 Shrikant Mishra and Kalpana Palanivelu, The Effect of Turmeric on Alzheimer&#039;s disease: An overview, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2781139/ 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2025-05-05T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Von Leucin bis Tryptophan: Wie Aminosäuren unsere Gesundheit regulieren</title>
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                 Aminosäuren werden zurecht als die Bausteine des Lebens bezeichnet, denn sie spielen eine zentrale Rolle in nahezu jedem Prozess unseres Körpers – sei es beim Aufbau und Erhalt von Muskelgewebe oder die Förderung der gesunden Funktion unseres Nervensystems bis hin zur Produktion lebenswichtiger Enzyme. Aminosäuren sind unerlässlich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Doch was sind Aminosäuren überhaupt? 
 Vereinfacht ausgedrückt sind sie Bausteine, aus denen Proteine aufgebaut sind. Proteine sind wiederum essentiell für die Bildung aller Körperzellen, Körperflüssigkeiten und Enzyme. Aminosäuren sind daher eine grundlegende Ressource für unseren Organismus. Im menschlichen Körper werden 20 verschiedene Aminosäuren verwertet, 9 davon sind lebensnotwendig. 
 Doch wir können nicht alle dieser Bausteine selbst herstellen. Wir müssen diese wichtigen Substanzen über eine ausgewogene Ernährung aufnehmen. Mängel, die häufig mit zunehmendem Alter auftreten sowie erhöhte Bedarfe, wie beispielsweise beim Kraftsport oder Ausdauersport, können gut über Supplementierung aufgefangen werden. 
  Aminosäuren: Die wichtigsten Fakten  
 
 Aminosäuren sind die Grundbausteine, aus denen Proteine aufgebaut sind. 
 20 Aminosäuren spielen für den menschlichen Körper eine wichtige Rolle. 
 9 Aminosäuren sind essentiell – also lebensnotwendig. 
 Der Körper kann nicht alle Aminosäuren selbst produzieren. 
 Die Kombination verschiedener Proteinquellen ist entscheidend, um den Körper mit allen essentiellen Aminosäuren zu versorgen. 
 Menschen ab 65 Jahren profitieren von einer erhöhten Protein-Zufuhr. 
 Bei Sportlerinnen und Sportler liegt ebenfalls ein erhöhter Protein-Bedarf vor. 
 Bei Mangel oder bei erhöhtem Bedarf an Aminosäuren kann eine Supplementierung sinnvoll sein. 
 
 &amp;nbsp; 
  Die essenzielle Rolle von Aminosäuren  
 Aminosäuren sind unverzichtbare Bestandteile der Proteinsynthese. Das ist ein fundamentaler biologischer Prozess, durch den Zellen spezifische Proteine herstellen. Die Proteinsynthese ist entscheidend für das Wachstum, die Reparatur von Geweben und die Umsetzung genetischer Informationen in funktionelle Bestandteile einer Zelle. Als fundamentale Bausteine von Proteinen sind Aminosäuren entscheidend für den Aufbau von Haut, die Synthese von Muskulatur sowie für die Funktionalität des Immunsystems. Darüber hinaus regulieren sie auch den Transport und die Speicherung von Nährstoffen. Ihre Wirkungsweise erstreckt sich auf die Unterstützung von Organfunktionen, die Gesundheit von Arterien, Sehnen und Drüsen sowie auf die Regeneration von Haut und Haaren. Bei Verletzungen oder Schäden an Muskeln, Knochen und anderen Geweben leisten Aminosäuren einen entscheidenden Beitrag zur Heilung. Ein Mangel an Aminosäuren kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben und unter anderem 
 
 das  Immunsystem  beeinträchtigen, 
 die allgemeine  Leistungsfähigkeit  senken, 
  Stimmungsschwankungen  verursachen, 
 Veränderungen im  Fettstoffwechsel  hervorrufen, 
  Blutzuckerschwankungen  begünstigen. 
 
 &amp;nbsp; 
  Grundlagen der Aminosäuren  
 Aminosäuren bestehen aus einem zentralen Kohlenstoffatom, das an eine Aminogruppe (NH2), eine Carboxylgruppe (COOH), ein Wasserstoffatom und eine variable Seitenkette (R) gebunden ist, die die spezifischen Eigenschaften jeder Aminosäure bestimmt. Sie lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen: 
 
  Essentielle Aminosäuren : Diese Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Dazu zählen Leucin, Isoleucin, Valin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Histidin (letzteres wird oft als bedingt essentiell angesehen, insbesondere bei Kindern). 
 
 
  Nicht-essentielle Aminosäuren : Diese Aminosäuren kann der Körper in ausreichenden Mengen selbst synthetisieren. Dazu zählen Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Glutaminsäure und Serin. 
 
 
  Bedingt essentielle Aminosäuren : Unter bestimmten Bedingungen, wie Krankheit oder intensivem Stress, kann der Körper diese Aminosäuren nicht in ausreichender Menge produzieren. Dazu zählen Arginin, Cystein, Glutamin, Tyrosin, Glycin und Prolin.   
 
 Jede der 20 Aminosäuren trägt auf einzigartige Weise zu Struktur und Funktion der Proteine bei. Die Vielfalt und Spezifität dieser Aminosäuren ermöglichen die Bildung einer breiten Palette von Proteinen, die für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und der Funktionen des menschlichen Körpers unerlässlich sind: 
 
  Alanin  ist wichtig für den Energiestoffwechsel. 
  Arginin  unterstützt das Immunsystem und die Hormonfunktion. 
  Asparagin  ist an der Übertragung von Nervensignalen beteiligt. 
  Asparaginsäure  spielt eine Rolle im Zitronensäurezyklus. 
  Cystein  ist wichtig für die Strukturbildung von Proteinen. 
  Glutamin  unterstützt die Immunfunktion und den gastrointestinalen Trakt. 
  Glutaminsäure  ist ein Neurotransmitter, der bei der Gedächtnisbildung hilft. 
  Glycin  ist beteiligt an der Synthese von Kollagen. 
  Histidin  ist essentiell für das Wachstum und die Reparatur von Gewebe. 
  Isoleucin  ist wichtig für die Muskelregeneration. 
  Leucin  fördert die Proteinsynthese und das Muskelwachstum. 
  Lysin  ist unerlässlich für die Immunfunktion und die Produktion von Hormonen. 
  Methionin  ist wichtig für den Stoffwechsel und die Entgiftung. 
  Phenylalanin  ist Vorläufer für die Synthese von Neurotransmittern. 
  Prolin  ist wichtig für die Struktur von Kollagen und Elastin. 
  Serin  ist an der Synthese von Phospholipiden und anderen Aminosäuren beteiligt. 
  Threonin  ist essentiell für die Proteinsynthese und Enzymfunktion. 
  Tryptophan  ist Vorläufer von Serotonin, wichtig für Stimmung und Schlaf. 
  Tyrosin  ist an der Produktion von Dopamin und anderen Hormonen beteiligt. 
  Valin  unterstützt das Muskelwachstum und die Energieproduktion. 
 
 &amp;nbsp; 
  Die Wertigkeit von Aminosäuren  
 Der Körper gelangt hauptsächlich durch die Verdauung von Proteinen an Aminosäuren. Der Prozess beginnt im Magen. Hier werden zunächst lange Proteinketten in kürzere Polypeptide zerlegt. Die Polypeptide gelangen dann in den Dünndarm, wo sie von verschiedenen Enzymen in noch kleinere Ketten und letztendlich in einzelne Aminosäuren zerlegt werden. Die Dünndarmwand enthält spezialisierte Zellen, die Aminosäuren durch aktiven Transport und erleichterte Diffusion aus dem Darminneren ins Blut überführen. Über den Blutkreislauf werden sie zu den verschiedenen Teilen des Körpers transportiert, wo sie für die Proteinsynthese, Energiegewinnung oder andere metabolische Prozesse verwendet werden. 
 In diesem Ablauf ist die biologische Wertigkeit von Proteinen ein wichtiger Maßstab, der angibt, wie effizient der Körper die in der Nahrung enthaltenen Proteine in körpereigene Aminosäuren umwandeln kann. Das Konzept basiert auf dem Gehalt und dem Verhältnis der essentiellen Aminosäuren, die in einem Nahrungsprotein vorhanden sind. Je höher die biologische Wertigkeit eines Proteins, desto ähnlicher ist sein Aminosäureprofil dem des menschlichen Körpers, und umso effizienter kann es für Wachstum, Reparatur und Erhaltung der Körperzellen genutzt werden. Die Kenntnis über die biologische Wertigkeit von Proteinen ist entscheidend für die Planung einer ausgewogenen Ernährung, insbesondere für Menschen mit erhöhtem Proteinbedarf, wie Sportlerinnen und Sportler oder für ältere Menschen sowie für Betroffene mit Mangelerscheinungen. Eine Ernährung, die sich auf Lebensmittel mit hoher biologischer Wertigkeit stützt, gewährleistet, dass der Körper alle essentiellen Aminosäuren erhält, die er benötigt, um alle wichtigen Proteine zu synthetisieren. 
 Eine ausgewogene Zufuhr essentieller Aminosäuren ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Fehlt auch nur eine dieser essentiellen Aminosäuren in der Nahrung, kann dies die Proteinsynthese im Körper beeinträchtigen, da alle essentiellen Aminosäuren gleichzeitig vorhanden sein müssen, um effizient neue Proteine zu bilden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer vielseitigen Ernährung, in der verschiedene Proteinquellen kombiniert werden müssen, um ein vollständiges Aminosäureprofil liefern zu können. 
 Lebensmittel mit hoher biologischer Wertigkeit sind beispielsweise Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier und Milchprodukte, da sie alle essentiellen Aminosäuren in einem für den menschlichen Körper günstigen Verhältnis enthalten. Eier haben dabei mit einer biologischen Wertigkeit von 100 den Referenzwert, an dem andere Proteine gemessen werden. Unter den pflanzlichen Proteinquellen zeichnen sich Quinoa und Soja durch eine hohe biologische Wertigkeit aus, da sie ebenfalls ein vollständiges Aminosäureprofil aufweisen. 
 Viele pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse haben eine eher niedrigere biologische Wertigkeit, da es ihnen an einem oder mehreren essentiellen Aminosäuren mangelt. Jedoch kann die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteine das Aminosäureprofil verbessern und so die biologische Wertigkeit der Mahlzeit erhöhen. Eine kluge Kombination verschiedener Proteinquellen sichert daher ein ausgewogenes Spektrum essentieller Aminosäuren. Diese Strategie ist besonders wichtig für Vegetarier und Veganer, um eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu unterstützen. 
 &amp;nbsp; 
  Stickstoff-Abfall bei der Aminosäuren-Verarbeitung  
 Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist der sogenannte Stickstoff-Abfall. Proteine sind die primären Träger von Stickstoff in der Ernährung, denn sie bestehen aus Aminosäuren, die Stickstoff-Gruppen enthalten. Während der Verarbeitung dieser Aminosäuren im Körper wird der Stickstoff abgespalten und muss entsorgt werden. Eine Ansammlung von Stickstoff-Abfallprodukten kann toxisch auf den Körper wirken. Wenn Proteine zu Energiezwecken oder für andere metabolische Prozesse abgebaut werden, wird dabei die Amino-Gruppe (NH2) entfernt und zu Ammoniak (NH3) umgewandelt. Da Ammoniak in größeren Mengen für den Körper toxisch ist, wird dieser über den Harnstoffzyklus in der Leber zu weniger toxischem Harnstoff umwandelt. Der Harnstoff wird dann von den Nieren gefiltert und über den Urin ausgeschieden. 
 Die Entfernung von Stickstoff-Abfall ist für die Aufrechterhaltung des pH-Gleichgewichts im Körper und für die Verhinderung der Akkumulation toxischer Substanzen essentiell. Eine effiziente Entgiftung und Ausscheidung von Stickstoff-Abfällen sind entscheidend für die Gesundheit der Leber und der Nieren, die eine zentrale Rolle im Metabolismus und in der Ausscheidung dieser Abfallprodukte spielen. Störungen im Umgang mit Stickstoff-Abfall, wie sie bei Lebererkrankungen oder Nierenversagen auftreten können, führen zu einer Ansammlung von Ammoniak und anderen toxischen Metaboliten im Blut (Hyperammonämie). Verschiedene Lebensmittel verursachen einen unterschiedlichen Anteil an Stickstoff-Abfall. Die Net Nitrogen Utilization® (NNU®) ist eine Maßeinheit, die angibt, wie viel Aminosäuren eines Proteins für den Körper verfügbar sind und wie viel Prozent als Stickstoff-Abfall entsorgt werden müssen. Nach Angaben des International Nutrition Research Center in Florida (USA) können selbst bei guten Proteinquellen wie Hühnereiern nur 48 Prozent der enthaltenen Proteine anabol für den Körper verwertet werden. Bei Fisch sind es demnach 28 bis 36 Prozent, bei Soja nur 17 Prozent und bei Milch nur 16 Prozent. Je geringer der Prozentsatz, desto mehr Stickstoff-Abfall entsteht bei der Verwertung. 
 &amp;nbsp;    
  Erhöhter Proteinbedarf im Alter  
 Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt die empfohlene Protein-Zufuhr für Erwachsene ab 19 Jahren bis unter 65 Jahre 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Ab einem Alter von 65 Jahren empfiehlt die DGE, täglich 20 Prozent mehr Proteine zu konsumieren – also 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Arbeitsgruppe des Department of Geriatrics, Neurosciences and Orthopedics in Italien weist im Fachjournal „Nutrients“ darauf hin, dass bei älteren Menschen das Risiko einer unzureichenden Proteinzufuhr besonders hoch ist. Das sei unter anderem eine Folge der „anabolen Resistenz“ – ein Prozess der mit fortschreitendem Alter zunimmt und aufgrund von Entzündungsprozessen und einer verminderten Synthese von Proteinen den Muskelaufbau erschwert. Der Zusammenhang zwischen niedriger Energie- und Proteinzufuhr und verringerter Muskelmasse bei älteren Erwachsenen sei in mehreren Studien nachgewiesenen. „Ältere Menschen müssen daher eine größere Menge an Eiweiß zu sich nehmen, um die Muskelfunktion zu erhalten“, folgert das Forschungsteam. Die Qualität des aufgenommenen Proteins sei dabei ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Die Arbeitsgruppe nimmt angesichts der Rolle von Leucin als Hauptregulator des Muskelproteinumsatzes an, dass „die Aufnahme von Proteinquellen, die mit dieser essenziellen Aminosäure oder ihrem Metaboliten β-Hydroxy-β-Methylbutyrat angereichert sind, den größten Nutzen für den Erhalt der Muskelmasse und -funktion im Alter bietet“. Wenn die Proteinversorgung nicht mehr sicherstellen werden kann, sei eine spezifische Nahrungssupplemente sinnvoll. Im Rahmen einer weiteren Studie, die im Jahr 2011 im „American Journal of Clinical Nutrition“ publiziert wurde, zeigte ein niederländisches Forschungsteam an 75-jährigen Senioren, dass eine standardisierte Gabe von 20 Gramm Protein vor einem kombinierten Ausdauer- und Krafttraining die postprandiale Muskelproteinsynthese verbesserte. Diese Studien sind nur einige gute Beispiele dafür, dass eine gezielte Einnahme von Proteinen oder Aminosäuren sinnvoll sein kann. 
 &amp;nbsp; 
  MAP - Master Amino Pattern ®  
 Wer die Einnahme von Aminosäuren in Erwägung zieht, sollte einen Blick auf „MAP - Master Amino Pattern ®“ werfen. Diese einzigartige Aminosäuren-Supplementierung ist das Ergebnis langjähriger Forschung am International Nutrition Research Center unter der Leitung von Prof. Dr. M. Luca-Moretti. Das Produkt bietet eine optimale Zusammensetzung der 8 essentiellen Aminosäuren. Dabei wird eine Verwertbarkeit von 99 Prozent erzielt. Wie oben bereits erwähnt, ist der Stickstoff-Abfall bei Aminosäuren aus proteinreicher Nahrung wesentlich höher. Gleichzeitig werden bei der Einnahme der Aminosäuren über MAP kaum Kalorien aufgenommen. MAP besteht aus: 
 
 L-Leucin (19,6%), 
 L-Valin (16,6%), 
 L-Isoleucin (14,8%), 
 L-Lysin (14,3%), 
 L-Phenylalanin (12,9%), 
 L-Threonin (11,1%), 
 L-Methionin (7,0%), 
 L-Tryptophan (3,7%). 
 
 &amp;nbsp; 
  Funktionen dieser essentiellen Aminosäuren:&amp;nbsp;  
  • Leucin  
 Leucin ist eine essentielle Aminosäure, die eine Schlüsselrolle im menschlichen Körper spielt, insbesondere im Bereich des Muskelstoffwechsels, der Proteinsynthese und der Energieproduktion. Als eine der drei verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) neben Isoleucin und Valin, hat Leucin einzigartige Funktionen und Vorteile. Leucin aktiviert einen wichtigen Signalweg (mTOR), der für das Zellwachstum und die Proteinsynthese entscheidend ist. Durch diese Aktivierung trägt Leucin zum Muskelaufbau und zur Reparatur von Muskelschäden bei, was besonders nach dem Training wichtig ist. Darüber hinaus kann Leucin auch während des Trainings als Energiequelle dienen, vor allem, wenn bei intensiver körperlicher Betätigung die Glykogenspeicher im Muskel erschöpft sind. 
  • V  alin  
 Valin ist eine der drei verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs), deren Funktionen sich teilweise überlappen. Valin hat jedoch auch einige einzigartige Funktionen. Ähnlich wie Leucin und Isoleucin ist Valin entscheidend für die Regulierung der Proteinsynthese im Muskelgewebe. Es hilft beim Aufbau und bei der Reparatur von Muskeln, was besonders nach dem Training wichtig ist. Darüber hinaus ist Valin an der Produktion von Antikörpern beteiligt und unterstützt so die Immunantwort des Körpers. Valin beeinflusst zudem das zentrale Nervensystem und kann zur Verbesserung der kognitiven Funktion und der Stimmungsregulation beitragen. Es wirkt als Vorläufer für die Synthese von Neurotransmittern, die für die Signalübertragung im Gehirn wichtig sind. 
  •&amp;nbsp;  Isoleucin  
 Isoleucin gehört ebenfalls zu den drei verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs). Wie die anderen BCAAs kann Isoleucin nicht vom Körper synthetisiert werden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Isoleucin ist für verschiedene physiologische Prozesse wichtig, insbesondere im Zusammenhang mit dem Muskelstoffwechsel, der Energieproduktion und der Immunfunktion. Darüber hinaus trägt Isoleucin zur Bildung von Hämoglobin bei, dem Protein in roten Blutkörperchen, das für den Transport von Sauerstoff im Körper zuständig ist. Eine ausreichende Versorgung mit Isoleucin ist somit wichtig für die Sauerstoffversorgung aller Körpergewebe. 
  •&amp;nbsp;  Lysin  
 Lysin ist entscheidend für das Wachstum und die Gewebereparatur. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Kollagen, einem wesentlichen Bestandteil von Bindegewebe, Haut, Knochen, Sehnen und Knorpel. Es trägt zur Aufrechterhaltung der Knochengesundheit bei, indem es die Absorption von Kalzium im Darm fördert und hilft, dieses essentielle Mineral in das Knochengewebe einzubauen. Außerdem unterstützt Lysin das Immunsystem, indem es zur Produktion von Antikörpern, Hormonen und Enzymen beiträgt. Es ist auch an der Bildung von Carnitin beteiligt, das für die Umwandlung von Fettsäuren in Energie benötigt wird, was wiederum die Immunabwehr und die Herzgesundheit unterstützt. Zusätzlich beeinflusst Lysin die Produktion von Serotonin im Gehirn, ein Hormon, das für die Stimmungsregulation verantwortlich ist. 
  •&amp;nbsp;  Phenylalanin  
 Phenylalanin ist die Vorstufe für mehrere wichtige Moleküle, darunter Tyrosin, Dopamin, Norepinephrin (Noradrenalin) und Epinephrin (Adrenalin). Diese Neurotransmitter sind für die Regulierung von Stimmung, Aufmerksamkeit, und dem Belohnungssystem im Gehirn essentiell. Aufgrund seiner Rolle bei der Synthese von Dopamin und anderen Neurotransmittern kann Phenylalanin positiven Einfluss auf die Stimmung und geistige Gesundheit haben. Ein Mangel an Phenylalanin kann möglicherweise Depressionen und anderen Stimmungsstörungen begünstigen. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass Phenylalanin helfen kann, Schmerzen zu lindern, da es an der Bildung von Endorphinen beteiligt ist, den natürlichen Schmerzmitteln des Körpers. Phenylalanin ist darüber hinaus an der Produktion von Melanin beteiligt, dem Pigment, das für die Farbe von Haut, Haaren und Augen verantwortlich ist. 
  •&amp;nbsp;  Threonin  
 Threonin trägt zur Stärkung des Immunsystems bei, indem es bei der Bildung von Antikörpern und anderen Immunproteinen eine Rolle spielt. Es unterstützt somit die Fähigkeit des Körpers, sich gegen Krankheitserreger zu verteidigen. Threonin ist auch wichtig für die Funktionen des Darms, insbesondere für die Bildung von Mucin, einem Glykoprotein, das die Schleimhaut des Darms schützt. Mucin agiert als eine Art Schmiermittel und Schutzbarriere, die hilft, die Integrität der Darmschleimhaut zu bewahren und Verdauungsstörungen vorzubeugen. In der Leber ist Threonin an der Lipidmetabolismus-Regulation beteiligt, was zur Verhinderung von Fettlebererkrankungen beitragen kann. Zudem hilft Threonin bei der Bildung von Kollagen, einem wichtigen Protein für Haut, Knochen, Sehnen und andere Bindegewebe. Es unterstützt somit die Struktur und Elastizität dieser Gewebe. Bezüglich neurologischer Funktionen beeinflusst Threonin die Produktion von Glycin und Serin, zwei Aminosäuren, die als Neurotransmitter im Gehirn fungieren. Dementsprechend ist Threonin potenziell wichtig für die kognitive Funktion und die Signalübertragung im Nervensystem. 
  •&amp;nbsp;  Methionin  
 Methionin hilft bei der Bekämpfung von oxidativem Stress, indem es als Vorstufe für die Synthese von Glutathion dient, einem der stärksten Antioxidantien im Körper. Methionin ist an der Entgiftung der Leber beteiligt, indem es die Ausscheidung von schädlichen Substanzen unterstützt und zur Verhinderung von Leberschäden beiträgt. Methionin stärkt die Funktion des Immunsystems, unter anderem durch die Synthese von Cystein, das für die Produktion von Antikörpern erforderlich ist. Ein Mangel an Methionin kann zu sich durch verschiedene gesundheitliche Probleme äußern, einschließlich Muskelschwäche, Leberschäden und Hautproblemen. 
  •&amp;nbsp;  Tryptophan  
 Tryptophan ist die Vorstufe für Serotonin, einen wichtigen Neurotransmitter, der Stimmung, Schlaf, Appetit und Schmerzempfinden beeinflusst. Eine adäquate Zufuhr von Tryptophan kann daher helfen, das Wohlbefinden zu fördern und die Symptome von Depressionen und Angstzuständen zu lindern. Ebenso ist Tryptophan an der Synthese von Melatonin beteiligt, einem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin und schließlich in Melatonin trägt dazu bei, die Qualität des Schlafs zu verbessern und Schlafstörungen zu bekämpfen. Tryptophan kann die Gesundheit des Verdauungssystems unterstützen, indem es die Ausschüttung von Darmhormonen beeinflusst, die für die Regulation der Verdauung und des Appetits wichtig sind. Außerdem kann Tryptophan im Körper zu Niacin (Vitamin B3) umgewandelt werden, einem wichtigen Vitamin, das zur Energieproduktion, DNA-Reparatur und im Stoffwechsel benötigt wird. 
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  Fazit: Aminosäuren sind unverzichtbar  
 Zusammenfassend sind Aminosäuren eine fundamentale Ressource für unseren Organismus, deren ausreichende und ausgewogene Zufuhr für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens unerlässlich ist. Die vielfältigen Funktionen von Aminosäuren, von der Unterstützung der Muskelregeneration über die Förderung der Immunfunktion bis hin zur Beteiligung an der Neurotransmitter-Synthese, machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer gesunden Ernährung und eines aktiven Lebensstils. Die essentielle Bedeutung von Aminosäuren spiegelt sich in ihrer Notwendigkeit für die Bildung aller Körperzellen, Körperflüssigkeiten und Enzyme wider. Die Aufnahme essentieller Aminosäuren durch die Nahrung ist besonders wichtig, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann. Verschiedene Lebensphasen oder Zustände wie erhöhter Bedarf beim Sport oder im Alter können eine angepasste Zufuhr oder eine Supplementierung erfordern, um Mängel zu vermeiden und die Gesundheit zu fördern. Produkte wie MAP (Master Amino Pattern®) bieten eine optimierte Zufuhr essentieller Aminosäuren und können helfen, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, besonders wenn eine natürliche Aufnahme durch die Ernährung nicht ausreicht oder wenn Kalorien eingespart werden möchten, die durch den Verzehr proteinreicher Nahrung aufgenommen werden. 
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  Quellen  
 
 Francesco Landi, Riccardo Calvani, Emanuele Marzetti, et al.: Protein Intake and Muscle Health in Old Age: From Biological Plausibility to Clinical Evidence. Nutrients. 2016. https://doi.org/10.3390/nu8050295 
 
 
 Pennings Bart, Koopman René, Beelen Milou, et al.: Exercising before protein intake allows for greater use of dietary protein–derived amino acids for de novo muscle protein synthesis in both young and elderly men. The American Journal of Clinical Nutrition. 2011.  https://doi.org/10.3945/ajcn.2010.29649  
 
 
 Lucà-Moretti, M., Grandi, A., Lucà, E. et al. Master Amino acid pattern® as substitute for dietary proteins during a weight-loss diet to achieve the body’s nitrogen balance equilibrium with essentially no calories. Adv Therapy 20, 282–291 (2003). https://doi.org/10.1007/BF02849857 
 
 
 Lucà-Moretti, M., Grandi, A., Lucà, E. et al. Comparative results between two groups of track-and-field athletes with or without the use of Master Amino acid Pattern® as protein substitute. Adv Therapy 20, 195–202 (2003).  https://doi.org/10.1007/BF02850090  
 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Gekeimte Lebensmittel: Mit Keimlingen die Nährstoffaufnahme steigern</title>
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                 Gekeimte Lebensmittel entstehen, wenn Samen, Getreidekörner oder Hülsenfrüchte zu keimen beginnen. Man spricht dabei oft von Keimlingen oder Sprossen, die durch einen einfachen Prozess aus Wärme und Wasser „erwachen“. Im Saatgut steckt enormes Potenzial: Sobald der Keimprozess gestartet wird, schaltet die Natur auf Wachstum und setzt eine Vielzahl an Enzymen und Nährstoffen frei. Dadurch liefern gekeimte Produkte mehr Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien als ihre ungekeimten Pendants. Studien zeigen außerdem, dass sich die Bioverfügbarkeit vieler Inhaltsstoffe verbessert, da antinutritive Substanzen wie Phytinsäure abgebaut werden. 
 Viele Menschen möchten ihre Ernährung bewusster gestalten. Im Zuge dieses Trends rücken gekeimte Lebensmittel verstärkt in den Fokus – insbesondere, weil sie verschiedene Vorteile für die Gesundheit bieten. Sie passen hervorragend in eine basische Ernährung und ergänzen moderne Konzepte wie Basenfasten oder Clean Eating. Gekeimte Getreide- und Samenprodukte sind zudem leichter verdaulich und liefern häufig mehr essenzielle Aminosäuren. Genau das macht sie für alle interessant, die Wert auf einen gesunden Darm und eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen legen. 
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  Kurzer Überblick über die wichtigsten Vorteile  
 Gekeimte Lebensmittel überzeugen durch ihre hohe Nährstoffdichte und ihre Bekömmlichkeit. Hier sind die wichtigsten potentiellen Vorteile gekeimter Lebensmittel gegenüber ungekeimten Produkten auf einen Blick: 
 
  Hohe Nährstoffdichte : Mehr Vitamine (z. B. B-Vitamine, Vitamin C) und ein erhöhter Gehalt an essenziellen Aminosäuren. 
  Verbesserte Mineralstoff-Verfügbarkeit : Gekeimte Lebensmittel liefern Mineralien wie Eisen, Zink und Magnesium in einer Form, die unser Körper leichter aufnehmen kann. 
  Leichtere Bekömmlichkeit : Der Abbau von Hemmstoffen macht Keimlinge gut verdaulich und entlastet den Magen-Darm-Trakt. 
  Positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel : Erste Studien sprechen dafür, dass gekeimte Produkte den Stoffwechsel ankurbeln und zur Regulierung des Blutzuckers beitragen können. 
  Trendfaktor : Natürliche „Powerpakete“ für eine bewusste Ernährung – ideal für alle, die nach gesunden Alternativen und mehr Vitalität suchen. 
 
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  Gekeimte Lebensmittel haben eine lange Tradition  
 Auch wenn derzeit nur wenige Menschen die Vorteile gekeimter Lebensmittel kennen, besitzen Keimsprossen eine lange Geschichte, die mehrere tausend Jahre zurückreicht. In China setzte man bereits in der Antike auf die nährstoffreichen Mungobohnen-Sprossen. Dort galten sie als wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Kost und fanden sowohl in der traditionellen Küche als auch in der Heilkunde Verwendung. 
 Auch im Alten Ägypten spielten gekeimte Hülsenfrüchte eine Rolle. Überlieferungen zufolge erkannten die Menschen schon damals die Vorteile, die frisch gesprossene Körner mit sich bringen: Sie versprachen mehr Lebenskraft, eine gute Bekömmlichkeit und eine Stärkung des gesamten Organismus. 
 Im Ayurveda, dem Jahrtausende alten indischen System der Gesundheitslehre, sind Keimsprossen ebenfalls fest verankert. Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen gehören in gekeimter Form zur täglichen Ernährung. Kernelement ist dabei das „Prana“ (Lebensenergie), welches innerhalb des Samenkorns das Leben weckt. Sprossen und Keimlinge sollen den Körper laut ayurvedischer Philosophie mit frischer Vitalität versorgen, die Verdauung unterstützen und das innere Gleichgewicht fördern. 
  Wie das Keimen nach Europa kam  
 Viele Menschen in Europa kannten lange Zeit vor allem Getreide und Hülsenfrüchte in ungekeimter Form. Erst im Zuge des steigenden Gesundheitsbewusstseins – verbunden mit aktuellen Ernährungstrends – gerieten Keime und Sprossen wieder stärker ins Blickfeld. Microgreens aus dem Supermarkt und Sprossenbars auf Food-Märkten haben den Trend noch weiter befeuert. Heute garnieren gekeimte Produkte nicht nur Salate und Sandwiches, sondern werden zunehmend als eigenständige Superfoods gefeiert. Ihre Verbreitung verdanken sie sowohl der wachsenden Community, die sich für natürliche Vitalstoffe interessiert, als auch dem breiten Informationsangebot, das die potenziellen gesundheitlichen Vorteile in den Vordergrund rückt. 
  Der Keimprozess im Detail  
 Der Keimvorgang startet, sobald Samen, Getreide oder Hülsenfrüchte mit Wasser in Berührung kommen und bei einer bestimmten Temperatur ruhen. Wärme regt das schlafende Saatgut dazu an, Stoffwechselprozesse einzuleiten. Wasser quillt das Korn auf und bricht die äußere Schutzschicht auf. Ohne ausreichende Feuchtigkeit und eine angemessene Temperatur – meist zwischen 20 und 25 Grad Celsius – bleiben Körner inaktiv. Sobald die richtige Umgebung gegeben ist, erwacht der Samen zum Leben und beginnt, Enzyme zu bilden, die den Keimprozess vorantreiben. 
  Was beim Keimen im Samenkorn passiert  
 Während des Keimens laufen im Inneren des Saatkorns zahlreiche biochemische Reaktionen ab. Hemmstoffe wie Phytin (auch Phytinsäure genannt) und Trypsin-Inhibitoren werden Schritt für Schritt abgebaut. Das bringt zwei Vorteile: Zum einen kann der Körper wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Magnesium besser verwerten, zum anderen gelangen Aminosäuren rascher in den Blutkreislauf. Enzyme wandeln zudem langkettige Kohlenhydrate in einfacher zugängliche Zucker um. Dieser Vorgang erleichtert die Verdauung und führt zu einem angenehm milden, teils süßlichen Geschmack der Keimlinge. Gleichzeitig steigen die Werte essenzieller Aminosäuren und ungesättigter Fettsäuren, was die Nährstoffdichte weiter erhöht. 
     
   Die Vorteile gekeimter Lebensmittel im Detail  
 Die Keimung hebt den Nährstoffgehalt von Samen, Getreidekörnern und Hülsenfrüchten auf ein höheres Level. Enzyme brechen größere Moleküle in leichter verwertbare Bausteine auf. Das Ergebnis: Der Körper nimmt Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Magnesium besser auf. Diese gesteigerte Bioverfügbarkeit stellt sicher, dass die wertvollen Inhaltsstoffe tatsächlich dort landen, wo sie gebraucht werden.&amp;nbsp; 
  ↑&amp;nbsp; Mehr Vitamine und Antioxidantien&amp;nbsp;   
 Während des Keimprozesses vervielfältigen sich bestimmte Vitamine. Besonders B-Vitamine und Vitamin C erreichen teils deutlich höhere Konzentrationen als in ungekeimten Varianten. Hinzu kommen zusätzliche Antioxidantien, die freie Radikale abfangen. Das schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen und kann den Alterungsprozess positiv beeinflussen.&amp;nbsp; 
  ↑  &amp;nbsp;&amp;nbsp;  Umbau von Kohlenhydraten und Fetten  
 Keimlinge bringen oft eine milde Süße mit sich. Verantwortlich dafür ist der Umbau von komplexen Kohlenhydraten in kurzkettige Zuckermoleküle. Dieser Prozess macht Sprossen besser verdaulich und schont den Magen-Darm-Trakt. Gleichzeitig optimieren spezielle Enzyme auch die Fette. Sie wandeln diese in wertvolle Fettsäuren um, was dem Körper zugutekommt, wenn es um die Energiebereitstellung und Zellgesundheit geht.&amp;nbsp; 
  ↑&amp;nbsp;&amp;nbsp;  Reduktion von Phytinsäure und Protease-Inhibitoren&amp;nbsp;  
 Hemmmoleküle wie Phytinsäure blockieren normalerweise die Aufnahme von Mineralstoffen. Beim Keimen sinkt ihr Anteil jedoch spürbar. Auch Protease-Inhibitoren, die im ungekeimten Korn das Eiweißmanagement erschweren, nehmen ab. In der Praxis bedeutet das eine rundum verbesserte Proteinverwertung, sodass der Körper Aminosäuren effizienter nutzen kann.&amp;nbsp; 
  ↑&amp;nbsp;&amp;nbsp;  Auswirkung auf den Säure-Basen-Haushalt  
 Viele ungekeimte Getreidearten oder Nüsse werden im Körper eher „sauer“ verstoffwechselt. Erst durch die Keimung entwickeln sie einen basischen Charakter. Diese Eigenschaft trägt zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt bei und kann dadurch helfen, mögliche Übersäuerungstendenzen zu reduzieren. Wer eine basenbetonte Ernährung anstrebt, profitiert von gekeimten Produkten wie beispielsweise  gekeimter Nackthafer ,  gekeimter Buchweizen  oder  gekeimte Belugalinsen  gleich doppelt.&amp;nbsp; 
  ↑&amp;nbsp;&amp;nbsp;  Potenzielle Auswirkungen auf Entzündungsprozesse und Zellschutz&amp;nbsp;  
 Der erhöhte Gehalt an Antioxidantien und essenziellen Nährstoffen unterstützt die körpereigenen Abwehrmechanismen. Einige Studien legen nahe, dass Keimlinge positive Effekte auf Entzündungsprozesse im Körper haben könnten, da sie freie Radikale neutralisieren und Zellen vor oxidativem Stress schützen. Gekeimte Lebensmittel stellen somit eine sinnvolle Ergänzung im Speiseplan dar, wenn du deinem Körper etwas Gutes tun willst – ganz ohne Hokuspokus, sondern auf Basis natürlicher Vorgänge. 
      
  Gekeimtes Getreide (z. B. gekeimter Weizen, Hafer)  
 Gekeimtes Getreide punktet mit spürbar verbesserter Bioverfügbarkeit. Ob Weizen, Hafer oder Dinkel – sobald das Korn keimt, zerfallen komplexe Stärke- und Proteinmoleküle in leichter verwertbare Einheiten. Viele Menschen vertragen gekeimtes Getreide daher deutlich besser als ungekeimte Varianten. Auch der erhöhte Vitamin- und Mineralstoffgehalt spricht für eine Integration in den täglichen Speiseplan.  Gekeimter Hafer  ist zum Beispiel eine beliebte Wahl fürs Basenfasten oder für ein nährstoffreiches Frühstück. Eine gute Option für Menschen, die aufgrund einer Glutenunverträglichkeit eine Alternative zu Getreide suchen, ist zum Beispiel  gekeimte Braune Wildhirse . 
  Gekeimte Hülsenfrüchte (z. B. gekeimte Sojabohnen, Mungobohnen)  
 Gekeimte Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und wertvolle Ballaststoffe. Soja- oder Mungobohnen verwandeln sich durch den Keimprozess in besonders bekömmliche Sprossen, die sowohl roh als auch kurz angebraten hervorragend schmecken. Wenn Du gern asiatisch kochst oder einen knackigen Salat zubereitest, wirst Du die mild-nussige Note von Mungobohnensprossen schätzen. Gekeimte Linsen oder Kichererbsen lassen sich ebenfalls vielseitig einsetzen – etwa in Eintöpfen, Currys oder Bowls. Auch heimische Hülsenfrüchte wie  Belugalinsen  gibt es in gekeimter Variante. 
  Samen und Saaten (z. B. gekeimte Leinsamen, Chiasamen)  
 Bei Samen und Saaten entwickelt das Keimen wahre Nährstoffwunder. Leinsamen sind ein gutes Beispiel: Im ungekeimten Zustand besitzen sie eine Schleimschicht, die nur wenige Nährstoffe freigibt. Durch den Keimvorgang wird diese Schutzschicht abgebaut oder umgewandelt, sodass der Körper die Vitamine, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren wesentlich besser aufnehmen kann. Auch Chiasamen oder Kürbiskerne liefern gekeimt zusätzliche Enzyme und Mineralstoffe, die den Organismus nachhaltig unterstützen. 
  Nüsse und ihre gekeimten Varianten  
 Mandeln, Walnüsse und Haselnüsse lassen sich ebenfalls keimen. Dabei weicht man sie ein, um die Keimung zu starten. Der Geschmack wird dadurch etwas süßer, die Textur leicht weicher und die Verdauung gleichzeitig entlastet. Gekeimte Nüsse enthalten mehr Vitamine und eine erhöhte Menge an wertvollen Fettsäuren – perfekt für selbstgemachte Müslis, Smoothies oder als Snack zwischendurch. 
  Unterschied zwischen gekeimten Körnern und frischem Gemüse  
 Auf den ersten Blick könnten Keimlinge und Gemüse wie Salat oder Spinat ähnlich wirken. Allerdings entsteht frisches Gemüse durch wochen- oder monatelanges Wachstum der gesamten Pflanze, während Keimlinge in wenigen Tagen reif sind. Sie bieten ein sehr konzentriertes Vitalstoffprofil, weil sich im Saatgut alle wichtigen Bausteine für den Start einer neuen Pflanze sammeln. Gekeimte Lebensmittel zählen daher zu den Microgreens und gelten als echte Vitalstoff-Pakete, die den Speiseplan schnell und unkompliziert aufwerten. 
 &amp;nbsp; 
  Qualität und Verarbeitung  
 Hochwertige Keimlinge und Sprossen kommen ohne Hitzeeinwirkung aus, die ihre wertvollen Enzyme oder Vitamine beschädigen könnte. Hersteller, die Rohkost-Standards einhalten, trocknen ihre gekeimten Produkte in der Regel unter 40–42 °C. Dieser Temperaturbereich sorgt dafür, dass empfindliche Nährstoffe erhalten bleiben. Die so gewonnenen Enzyme, Vitamine und Antioxidantien helfen dem Körper dabei, Nährstoffe optimal zu nutzen. 
  Fermentierung als zusätzliche Veredelungsstufe  
 Einige Anbieter gehen einen Schritt weiter und setzen auf Fermentierung, zum Beispiel mithilfe probiotischer Mikroorganismen. Dieses Verfahren baut antinutritive Stoffe weiter ab und macht die gekeimten Lebensmittel noch bekömmlicher. Die gebildeten Milchsäurebakterien unterstützen zudem eine gesunde Darmflora und tragen zum feinen Geschmack bei. Fermentierte Keimlinge bringen damit nicht nur mehr Vielfalt auf den Teller, sondern fördern auch eine bessere Verdauung. 
  Woran man hochwertige gekeimte Produkte erkennt  
 Qualität zeigt sich zunächst an der Zutatenliste: Seriöse Hersteller verwenden ausschließlich Bio-Saatgut, frei von Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln. Marken wie zum Beispiel „ gesundo “, „Dr. Sprout“ oder „Keimkraft“ bieten eine transparente Darstellung ihrer Prozesse und lassen ihre Produkte in regelmäßigen Abständen prüfen. Auf den Verpackungen befinden sich oft Hinweise zu Trocknungstemperaturen (unter 42 °C) sowie Angaben zu den verwendeten Keim- und Fermentationsverfahren. Außerdem sollte auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Beschreibung der Rohkost-Qualität geachtet werden. 
  Lagerung und Haltbarkeit von Keimlingen  
 Die richtige Aufbewahrung entscheidet darüber, wie lange Keimlinge frisch und nährstoffreich bleiben. Viele gekeimte Produkte sind getrocknet erhältlich und lassen sich dunkel, kühl sowie trocken meist mehrere Monate lagern. Wer Keimlinge selbst ansetzt, sollte sie im Kühlschrank aufbewahren und binnen weniger Tage verzehren. Bleiben sie zu lange im Keimglas, können sie gären oder Schimmel ansetzen. Achte deshalb auf klare Angaben des Herstellers oder nutze einfache Hausverstand-Regeln: Riecht oder schmeckt etwas seltsam, ist Vorsicht geboten. 
 Zusammengefasst zeigt sich hochwertige Qualität vor allem in Rohkost-Verarbeitung, Bio-Zertifizierung und einem schonenden Umgang mit den empfindlichen Keimlingen. So entstehen Produkte, die den Körper mit optimal verwertbaren Nährstoffen versorgen und zugleich auf natürliche Weise überzeugen. 
  Mögliche Risiken und Sicherheitshinweise  
 Gekeimte Lebensmittel sind zwar sehr nährstoffreich, doch der feuchte und warme Keimprozess schafft ein Umfeld, in dem unerwünschte Mikroorganismen wie Bakterien (z. B. Salmonellen oder E. coli) wachsen können. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig auf qualitativ hochwertige Produkte zu setzen, bei deren Herstellung Sauberkeit und Sorgfalt wertgeschätzt werden. 
  Wer vorsichtig mit gekeimten Lebensmitteln sein sollte  
 Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere oder ältere Personen sollten Sprossen und Keimlinge nur verzehren, wenn sie diese sicher erhitzen (z. B. in Suppen oder Pfannengerichten). Besonders rohe Keimlinge können potenziell Keime enthalten, die bei sensiblen Personengruppen gesundheitliche Probleme auslösen können. Wer unsicher ist, sollte vor dem Verzehr zur Sicherheit ärztlichen Rat einholen. 
  Insgesamt gilt: Gekeimte Lebensmittel sind eine wunderbare Bereicherung für viele Gerichte und bieten jede Menge Vitalstoffe. Mit der richtigen Hygiene, Produktion und Lagerung lassen sich mögliche Risiken jedoch sehr gut eindämmen.  
  &amp;nbsp;  
  Einblick in die aktuelle Forschung  
 Eine im Fachjournal „Nutrition Bulletin“ (1) veröffentlichte Studie (Couzens et al., 2022) legt nahe, dass das Keimen von Getreidekörnern und Samen die Nährstoffzusammensetzung deutlich verbessern kann. Durch den Abbau antinutritiver Substanzen steigen laut den Autorinnen und Autoren sowohl Bekömmlichkeit als auch Bioverfügbarkeit wichtiger Vitamine und Mineralstoffe. Die Studie weist zudem auf das große Potenzial von gekeimten Lebensmitteln in der Lebensmittelindustrie hin. 
 Eine weitere Arbeit zu gekeimten Mungbohnensprossen, die in der Fachzeitschrift „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ (2) publiziert wurde (Zhang et al., 2013), zeigte, dass sich während des Keimprozesses der Gehalt an Vitamin C, sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien teils vervielfacht. Auf Tag 8 erreichte der Vitamin-C-Wert in den Sprossen das 24-Fache verglichen mit den ungekeimten Samen. Zudem stieg der Anteil an Phenolen und Flavonoiden um ein Mehrfaches, was die antioxidative Gesamtwirkung um das bis zu Sechsfache erhöhte. Damit verdeutlicht die Studie, wie effektiv das Keimen sein kann, um Nährstoffdichte und potenzielle Gesundheitsvorteile in Lebensmitteln zu steigern. 
 Dass verschiedene Vorbehandlungsmethoden wie Einweichen und Keimen die Kochzeit von Hülsenfrüchten verkürzen und den Gehalt an antinutritiven Stoffen senken können, belegt auch eine aktuelle Übersichtsarbeit in dem Fachjournal „Foods“ (3). Auf diese Weise lassen sich nach Angaben der Studie Barrieren wie lange Zubereitungszeiten oder Verdauungsprobleme deutlich reduzieren. Die Arbeitsgruppe empfiehlt neben innovativen Verarbeitungsverfahren auch kulinarische Strategien wie Keimsalate, Suppen oder Hummus, um den Verzehr von nährstoffreichen Hülsenfrüchten zu steigern. Gleichzeitig weist das Team darauf hin, dass bessere Aufklärung über die Gesundheitsvorteile von gekeimten Lebensmitteln vonnöten ist, damit mehr Menschen einen Zugang zu diesen Produkten erhalten. 
 Eine umfassende Übersichtsarbeit im „Journal of Food Composition and Analysis“ (4) verdeutlicht, dass die Keimung von Getreide und Hülsenfrüchten – etwa Reis, Mais, Mungbohnen und Sojabohnen – ein effektives und zugleich ressourcenschonendes Verfahren ist, um Nährstoffgehalt und Bioverfügbarkeit zu steigern. Durch die Aktivierung körpereigener Enzyme wird der Anteil an Vitaminen, Proteinen und sekundären Pflanzenstoffen erhöht, während antinutritive Faktoren wie Phytinsäure oder Trypsin-Inhibitoren deutlich sinken. Darüber hinaus belegt das Forschungsteam, dass die optimale Dauer und Bedingung des Keimprozesses für die maximale Verbesserung der Ernährungs- und Funktionsqualität entscheidend ist. So können gekeimte Lebensmittel ihre positiven Eigenschaften wie antidiabetische, antihypertensive und sogar potenziell krebshemmende Effekte wirkungsvoll entfalten. 
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  Fazit: Gekeimte Lebensmittel bieten viel ungenutztes Potential   
 Gekeimte Lebensmittel bieten eine beeindruckende Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen, die der Körper durch den Abbau von Hemmstoffen deutlich besser aufnehmen kann. Ihre lange Tradition in verschiedenen Kulturen sowie aktuelle Studien belegen die gesteigerte Nährstoffdichte und mögliche Vorteile für Verdauung, Säure-Basen-Haushalt und Zellschutz. Wer diese „Powerpakete“ regelmäßig in den Speiseplan integriert, unterstützt eine bewusste Ernährung auf natürliche Weise. 
  Probiere es selbst aus:  Integriere gekeimte Getreide, Hülsenfrüchte oder Samen in deine Gerichte und erlebe den Unterschied. Lass Dich von unserer  Auswahl an gekeimten Lebensmitteln  inspirieren und entdecke hochwertige gekeimte Produkte für deinen gesunden und leckeren Ernährungsplan. 
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  Quellen  
 
 Hannah Elliott, Patrick Woods, Anne P. Nugent, et al.: Can sprouting reduce phytate and improve the nutritional composition and nutrient bioaccessibility in cereals and legumes?; in: Nutrition Bulletin (2022);  https://doi.org/10.1111/nbu.12549  
 Xinbo Guo, Tong Li, Rui Hai Liu, et al.: Effect of Germination on Phytochemical Profiles and Antioxidant Activity of Mung Bean Sprouts (Vigna radiata); in: Journal of Agricultural and Food Chemistry (2012);  https://doi.org/10.1021/jf304443u  
 Isaac Amoah, Angela Ascione, Mauro Lombardo, et al.: Sustainable Strategies for Increasing Legume Consumption: Culinary and Educational Approaches; in: Foods (2023);  https://doi.org/10.3390/foods12112265  
 Chamodi Gunathunga, Suraji Senanayake, Jayani Chandrapala, et al.: Germination effects on nutritional quality: A comprehensive review of selected cereals and pulses changes; in: Journal of Food Composition and Analysis (2024);  https://doi.org/10.1016/j.jfca.2024.106024  
 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Keto Diät: Abnehmen durch ketogene Ernährung</title>
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                 Abnehmen mithilfe einer ketogenen Ernährung ist längst kein kurzlebiger Trend mehr. Immer mehr Menschen interessieren sich für eine Ernährungsweise, die nicht nur beim Gewichtsverlust helfen, sondern auch den Stoffwechsel grundlegend umstellen kann. Dabei stellt sich schnell die Frage: Was genau hat es mit der Keto-Diät auf sich, und welche Vorteile oder Risiken bringt sie mit? Wer sich einmal näher damit beschäftigt, stößt zudem auf Begriffe wie „Ketose“, „intelligente Zucker“ oder „Keto-Fasten“. 
 In diesem Beitrag erläutern wir, warum sich die  ketogene Ernährung  besonders gut zum Abnehmen eignet und stellen gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Informationen bereit. Erfahre, welche Mechanismen hinter dem Prinzip der Ketose stecken, wie genau eine Keto-Diät aufgebaut ist und warum sie zu einer schnellen, teils aber auch nachhaltigen Gewichtsabnahme führen kann. Natürlich darf dabei auch ein kritischer Blick nicht fehlen, denn jede Ernährungsumstellung bringt auch potenzielle Risiken mit sich, die wir auf Basis aktueller Forschung beleuchten werden. 
  Abnehmen mit Keto: Das Wichtigste auf einen Blick  
 Bei der ketogenen Ernährung werden sehr wenige Kohlenhydrate (unter 50 g pro Tag) aufgenommen und stattdessen viele (möglichst gesunde) Fette. So stellt der Körper auf Fettverbrennung und Ketonkörper als Energiequelle um. 
 
  Vorteile beim Abnehmen : Schneller Gewichtsverlust, vor allem durch die Umstellung auf Fettstoffwechsel, nachhaltige Erfolge möglich, wenn ausreichend Protein und Nährstoffe zugeführt werden, stärkeres Sättigungsgefühl und reduzierte Heißhungerattacken. 
  Wichtige Lebensmittel : Kohlenhydratarmes Gemüse (z. B. Brokkoli, Blumenkohl), Fleisch, Fisch, Nüsse, Samen und gesunde Öle (MCT-Öl, Olivenöl etc.). Süße nur durch Süßungsmittel wie Erythrit, Stevia oder „intelligente Zucker“ (Galaktose, Tagatose), da sie insulinunabhängig verstoffwechselt werden. 
  Zu vermeiden : Zuckerreiche Produkte (Softdrinks, Süßigkeiten) und stärkehaltige Lebensmittel (Reis, Nudeln, Brot), Fertigprodukte oder versteckte Kohlenhydrate (z. B. in Fruchtsäften oder Soßen). 
  Varianten : Keto-Fasten (längere Fastenperioden mit anschließender Keto-Phase), Intervallfasten (16:8) als alltagstaugliche Methode, Fasten mit Keto zu kombinieren, KetoPlus-Konzept nach Dr. Coy mit „intelligenten Zuckern“ und MCT-Fetten, um Nährstoffmängeln vorzubeugen. 
  Wissenschaftlicher Hintergrund : Studien zeigen oft bessere Resultate beim Abnehmen mit Keto im Vergleich zu klassischen Low-Fat-Diäten. 
  Potenzielle gesundheitliche Vorteile : verbesserte Insulinsensitivität, günstige Veränderungen der Blutwerte, möglicherweise weniger Entzündungsmarker.&amp;nbsp; 
  Risiken : bei zu einseitiger Ernährung (Ballaststoffmangel, Verlust der Vielfalt in der Darmflora). Daher besonders auf ausgewogene Lebensmittelauswahl achten. 
  Fazit : Keto-Diät kann effektiv beim Abnehmen helfen, erfordert aber eine bewusste und ausgewogene Planung. Bei langfristiger Anwendung können ärztliche Kontrolle und individuelle Anpassungen sinnvoll sein, um Mangelerscheinungen und gesundheitliche Risiken zu vermeiden. 
 
   Was ist eine ketogene Ernährung?  
 Bei der ketogenen Ernährung – kurz auch Keto-Diät genannt – handelt es sich um eine Ernährungsform mit einem sehr hohen Fettanteil und gleichzeitig stark reduzierten Kohlenhydraten. Typischerweise beschränkt sich der tägliche Konsum von Kohlenhydraten auf weniger als 50 Gramm. Dieser strikte Verzicht auf den sonst üblichen Hauptenergielieferanten Glukose führt dazu, dass der Körper seinen Stoffwechsel umstellt und vermehrt Fette als Energieträger nutzt.&amp;nbsp; 
 Schon in den 1920er-Jahren wurde die ketogene Diät als therapeutischer Ansatz in der Epilepsiebehandlung eingesetzt. Heute probieren viele Menschen sie vor allem aus, um abzunehmen oder gesundheitliche Vorteile wie eine ausgeglichenere Insulinreaktion zu erreichen. Da die Fettzufuhr generell hoch ist, kann man die Ernährung relativ abwechslungsreich gestalten, beispielsweise durch Fisch, Fleisch, Nüsse und hochwertige Öle. Zugleich fallen viele herkömmliche Kohlenhydratquellen – etwa Getreideprodukte und zuckerhaltige Speisen – weg. 
  Ziel: Ketose  
 Der Fachbegriff „Ketose“ beschreibt den Stoffwechselzustand, in dem der Körper Ketonkörper produziert und verstärkt zur Energieversorgung heranzieht. Normalerweise bezieht der Organismus seine Energie vorrangig aus Glukose, die vor allem über Kohlenhydrate in der Nahrung bereitgestellt wird. Fehlen diese, nutzt die Leber gespeicherte Fette und wandelt sie in Ketonkörper um, die dann beispielsweise Gehirn und Muskeln als Energielieferant dienen.&amp;nbsp; 
 Dieser Zustand ähnelt dem Fasten: Wenn der Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum niedrig bleibt, ist der Körper gezwungen, eigene Reserven anzugreifen. Deshalb empfinden viele Menschen in der Ketose ein ausgeprägtes Sättigungsgefühl, was beim Abnehmen helfen kann. Gleichzeitig müssen aber alle anderen Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe) ausreichend gedeckt werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. 
  Abgrenzung zu anderen Low-Carb-Diäten  
 Low-Carb ist ein Überbegriff für Ernährungsformen, bei denen die Kohlenhydrate allgemein reduziert werden. Darunter fallen beispielsweise Paleo oder die Atkins-Diät. Eine ketogene Ernährung geht jedoch noch einen Schritt weiter und drosselt die Kohlenhydratzufuhr auf ein Minimum, sodass sich der Körper in eine konstante Ketose versetzen kann.&amp;nbsp; 
 Im Vergleich zu moderateren Low-Carb-Ansätzen fordert Keto also einen sehr bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Auf Speisekarten sieht man oft Gerichte, die zwar „Low-Carb“ klingen, jedoch in der Summe immer noch zu viele Kohlenhydrate enthalten können, um die Ketose aufrechtzuerhalten. Wer eine ketogene Diät ernsthaft verfolgt, kontrolliert seinen Kohlenhydratanteil äußerst streng und achtet daher meist intensiv darauf, dass Fette – idealerweise aus hochwertigen Quellen – den Großteil des Speiseplans ausmachen. 
  Wie funktioniert die Ketose?  
 Damit der Körper in die Ketose gelangt, müssen die Kohlenhydratspeicher zunächst weitgehend geleert werden. Normalerweise wird Glukose beispielsweise aus Brot, Nudeln oder Zucker als Hauptbrennstoff genutzt. Doch sobald die Zufuhr an Kohlenhydraten massiv reduziert wird, stehen nur noch geringe Mengen an Glukose für die Energiegewinnung bereit. Der Insulinspiegel sinkt, und das Hormon Glukagon übernimmt vermehrt die Kontrolle. Dieses Signal veranlasst die Leber, Fettsäuren aus den Fettdepots freizusetzen und in Ketonkörper umzuwandeln. 
 Zu Beginn der Umstellung treten oft leichte Unannehmlichkeiten wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten auf, da der Organismus Zeit benötigt, sich an die neue Stoffwechsellage zu gewöhnen. Manche sprechen dabei von der „Keto-Grippe“. Mit der richtigen Elektrolytzufuhr und ausreichender Flüssigkeitsmenge lassen sich diese Beschwerden aber häufig schnell reduzieren. 
 Sobald der Körper lernt, Fette effizient als Energielieferanten zu nutzen, kann sich ein stabiles Sättigungsgefühl einstellen. Das fördert langfristig das Abnehmen, weil ständige Heißhungerattacken seltener auftreten. Gleichzeitig reguliert sich bei vielen Menschen die Insulinausschüttung, was wiederum den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen kann. 
  Ketonkörper als alternative Energiequelle  
 Die in der Leber entstehenden Ketonkörper übernehmen im Zustand der Ketose die Rolle, die sonst Glukose innehat. Man unterscheidet dabei hauptsächlich zwischen Beta-Hydroxybutyrat (BHB), Acetessigsäure (AcAc) und Aceton. Während Aceton teilweise über die Atemluft ausgeschieden wird (ein Grund für den typischen „Keto-Atem“), können BHB und AcAc sowohl vom Gehirn als auch von den Muskeln verwertet werden. 
 Diese Umstellung ähnelt einem verlängerten Fastenzustand. Der Organismus spart vorhandene Glukosespeicher so gut wie möglich und wandelt Fettreserven zu Ketonen um. Genau das macht die ketogene Ernährung für viele Abnehmwillige so interessant: Der Körper verbrennt im Optimalfall vermehrt Fett, ohne dass dabei unbedingt ein Hungergefühl aufkommt. Allerdings ist es aus gesundheitlicher Sicht dabei von zentraler Bedeutung, dem Körper gleichzeitig genügend Vitamine, Mineralstoffe und ausreichend Protein zuzuführen, um einen Mangel zu vermeiden. 
  Voraussetzungen für die Ketose  
 Damit die Ketose zuverlässig in Gang kommt, gilt es, die Kohlenhydratmenge stark zu reduzieren. Meist liegt die Obergrenze bei etwa 20 bis 50 Gramm Netto-Kohlenhydraten pro Tag. Daneben spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle, etwa beim Intervallfasten (16:8) oder längeren Fastenperioden. Je weniger Glukose im Blutkreislauf vorhanden ist, desto stärker wird die Fettverbrennung angekurbelt. 
 Die genaue Zusammensetzung der Makronährstoffe (Fett, Protein, Kohlenhydrate) variiert je nach Zielsetzung, Aktivitätslevel und individueller Stoffwechsellage. Während einige Menschen sich strikt ketogen ernähren, setzen andere auf flexible Ansätze, die zeitweise mehr Kohlenhydrate erlauben. Für alle Varianten gilt: Wer Ketose erreichen will, sollte neben hochwertigen Fetten (z. B. aus Avocados, Nüssen und MCT-Ölen) auch an  Ballaststoffe  denken und generell nährstoffreiche, frische Lebensmittel bevorzugen. So kann man einer einseitigen Ernährung vorbeugen und den Körper optimal unterstützen. Bei spezifischen Vorerkrankungen oder Unsicherheiten ist es jedoch immer sinnvoll, einen ärztlichen Rat hinzuzuziehen, bevor eine grundlegende Ernährungsumstellung erfolgt. 
  Bevorzugte Lebensmittel bei einer ketogenen Ernährung  
 Im Zentrum der ketogenen Ernährung stehen kohlenhydratarme und gleichzeitig nährstoffreiche Lebensmittel. Eine breite Auswahl an geeigneten Lebensmitteln bietet kohlenhydratarmes Gemüse wie zum Beispiele Blattsalat, Brokkoli, Blumenkohl, Gurken, Zucchini und Spargel. Diese Sorten versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Ballaststoffen, ohne den Kohlenhydratrahmen zu sprengen. Auch Fleisch und Fisch passen hervorragend auf den Keto-Speiseplan. Helle Fleisch-Sorten wie Pute oder Huhn sind liefern viel Eiweiß und wenig ungesunde Fette, während Fisch und Meeresfrüchte durch ihre hochwertigen Proteine und Omega-3-Fettsäuren punkten. 
 Milchprodukte wie Käse, Quark und Skyr liefern zusätzliches Eiweiß und wertvolle Nährstoffe. Abgerundet wird das Ernährungsprofil durch Nüsse wie Mandeln oder Pekannüssen, mit denen gesunde Fette und wichtige Mineralstoffe aufgenommen werden. Saaten wie  Chia  oder Hanf ergänzen das Ernährungskonzept und tragen durch ihren hohen Ballaststoffanteil zu einem langanhaltenden Sättigungsgefühl bei.&amp;nbsp; 
  Fette und Süßungsmittel&amp;nbsp;   
 Gesunde  Fette und Öle  bilden ein weiteres Herzstück einer Keto-Diät. Hochwertiges Olivenöl, Leinöl, Kokosöl oder  MCT-Öl  steigern die Energiezufuhr und stützen den Stoffwechsel in der Ketose. Besonders MCT-Öl (bestehend aus mittelkettigen Fettsäuren) fördert die Bildung von Ketonkörpern und kurbelt so die Fettverbrennung an.&amp;nbsp; 
 Als Süßungsmittel eignen sich Erythrit und Stevia. Sie beeinflussen den Blutzuckerspiegel kaum. Darüber hinaus kommen sogenannte „intelligente“ Zucker wie  Galaktose  und  Tagatose  infrage. Im Gegensatz zu klassischem Haushaltszucker werden sie insulinunabhängig verstoffwechselt und können das Gehirn mit Energie versorgen, ohne die Ketose zu unterbrechen. 
  Diese Lebensmittel bei Keto-Diät nur in Maßen&amp;nbsp;   
 Einige Produkte enthalten zwar wenig Kohlenhydrate, sollten aber dennoch bewusst dosiert werden. Dazu gehören beispielsweise Avocados (trotz ihres guten Fettprofils), Beerenobst und Zartbitterschokolade. Sie liefern zwar gesunde Nährstoffe, können aber bei übermäßigem Konsum den Kohlenhydratrahmen schnell sprengen. Um in der Ketose zu bleiben, sollte genau auf die Tagesbilanz an Kohlenhydraten geachtet werden. 
  Verbotene bzw. stark einzuschränkende Lebensmittel  
 Damit die Ketose dauerhaft aufrechterhalten werden kann, sollten folgende Lebensmittel rigoros vermieden oder zumindest extrem begrenzen werden: 
 
  Zuckerreiche Produkte : Softdrinks, Süßigkeiten oder Konfitüren enthalten enorme Mengen an Zucker. Sie katapultieren deinen Blutzuckerspiegel in die Höhe und verhindern eine stabile Ketose.&amp;nbsp; 
  Stärkehaltige Lebensmittel : Reis, Nudeln, Brot und Kartoffeln sind klassische Kohlenhydratbomben. Sie liefern Stärke und führen zu einem hohen Glukoseaufkommen im Körper. Selbst kleine Portionen können die Ketose unterbrechen.&amp;nbsp; 
  Versteckte Kohlenhydrate : Fertiggerichte, Fruchtsäfte oder Instant-Soßen wirken auf den ersten Blick oft harmlos, enthalten aber häufig viel Zucker und Stärke. Ein genauer Blick auf die Zutatenliste ist deshalb unverzichtbar, um ungewollte Kohlenhydratmengen zu vermeiden.   
 
 Wer konsequent auf diese Lebensmittel verzichtet, erhöht die Chance, dauerhaft in der Ketose zu bleiben und den Stoffwechsel effektiv auf Fettverbrennung umzustellen. Achte jedoch stets darauf, dass du ausreichende Mengen an Mikronährstoffen, Ballaststoffen und Protein erhältst, um deinen Körper umfassend zu versorgen. Wer während der Keto-Diät nicht auf Süße verzichten möchte, sollte stattdessen zu gesundem  Zucker und Zuckeralternativen  greifen, die den Blutzuckerspiegel und die Insulinausschüttung kaum beeinflussen. 
   Varianten der ketogenen Ernährung  
 Abnehmen mithilfe einer ketogenen Ernährung ist auf vielen unterschiedlichen Wegen möglich. Erfolgsversprechende Konzepte sind zum Beispiel das Keto-Fasten, das Intervallfasten (intermittierendes Fasten) oder das KetoPlus-Konzept nach Dr. Coy. Im Folgenden stellen wir die verschiedenen Arten kurz vor. 
  Keto-Fasten  
 Beim Keto-Fasten handelt es sich um eine Kombination aus Fastenperioden, die länger als 24 Stunden dauern können, und einer anschließenden Phase, in der man sich ketogen ernährt. Manche Menschen praktizieren es zudem in festgelegten Zyklen über mindestens 14 Tage hinweg, indem sie ihre Kohlenhydrate täglich reduzieren und vorrangig Fette und Eiweißzufuhr beibehalten. 
 
  Vorteile : Das Fasten kann die Umstellung in die Ketose beschleunigen, weil der Körper rasch auf Fettdepots zugreift. Viele empfinden ein gesteigertes Energielevel, sobald sie sich an die neue Stoffwechselsituation gewöhnt haben. 
  Herausforderungen : Längere Fastenperioden erfordern Disziplin und sind nicht für alle Personen geeignet (beispielsweise bei Vorerkrankungen). Mangelerscheinungen können auftreten, wenn nicht auf eine ausreichende Nährstoffversorgung geachtet wird. 
  Blogartikel: &amp;nbsp; Alles Wissenswerte rund um die Keto-Diät  
 
  Intervallfasten 16:8  
 Das Intervallfasten 16:8 ist eine gängigere Form zeitweiligen Fastens. Hier teilt sich der Tag in 16 Stunden Fasten und ein 8-stündiges Essensfenster auf. Innerhalb dieser 8 Stunden wird der komplette Kalorien- und Nährstoffbedarf abgedeckt. 
 
  Praktische Umsetzung : Für Einsteiger bietet sich ein spätes Frühstück (z. B. um 11 Uhr) und ein früheres Abendessen (vor 19 Uhr) an. Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee sind in der Fastenphase erlaubt. 
  Synergie-Effekt mit ketogener Ernährung : Durch die Kombination aus Intervallfasten und Keto-Diät wird die Insulinausschüttung weiter reduziert, was den Eintritt in die Ketose begünstigen kann. Viele fühlen sich länger satt, weil die Ketose Heißhungerattacken mindern kann. 
  Blogartikel:   Intermittierendes Fasten – Metabolische Stellschraube durch Verzicht  
 
  KetoPlus-Konzept nach Dr. Coy  
 Das KetoPlus-Konzept von Dr. Coy basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und integriert mehrere Elemente, um eine gesunde Ketose zu fördern, ohne komplett auf Zucker zu verzichten. Hier die wichtigsten Säulen des Konzepts: 
 
  Intelligenter Zucker : Galaktose und Tagatose spielen eine wichtige Rolle bei KetoPlus. Sie werden insulinunabhängig verstoffwechselt und können das Gehirn trotz Kohlenhydratarmut gut versorgen. Das beugt einer möglichen Unterversorgung vor, die durch langfristiges Weglassen von Zucker entstehen kann. 
  Einsatz von MCT-Fetten : Mittelkettige Fettsäuren (MCT) wie C8 unterstützen die Ketonkörperbildung. Sie gelten als leicht verdaulich, liefern rasch Energie und fördern gleichzeitig die Fettverbrennung. 
  Funktionale Ballaststoffe :  Ballaststoffe  tragen maßgeblich zu einer gesunden Darmflora bei und sorgen für anhaltende Sättigung. Mithilfe von Ballaststoffen lässt sich auch der hohe Fleischkonsum in klassischen Keto-Diäten reduzieren. 
  NuPrevento Keto-Drink : Als praktisches Anwendungsbeispiel kommt der NuPrevento  Keto-Drink  zum Einsatz, der Galaktose, Tagatose, MCT-Fette und weitere Nährstoffe wie Vitamin E (Tocotrienol/Tocopherol-Komplex) enthält. Der Drink soll als ketogener Mahlzeitenersatz den Energiestoffwechsel fördern, indem er den Insulinspiegel niedrig hält und dennoch ausreichend Brennstoff für Gehirn und Muskeln liefert.   
 
 Wer sich länger ketogen ernähren möchte oder Schwierigkeiten mit komplettem Fasten hat, findet im KetoPlus-Konzept eine Alternative, die ketogene Phasen, intelligente Zucker und ausreichend Mikronährstoffe kombiniert. So lassen sich die Vorteile der Keto-Diät nutzen, ohne mit den Nachteilen einer extrem einseitigen Ernährung konfrontiert zu sein. 
   Wissenschaftlicher Hintergrund: Ist Abnehmen mit Keto gesund?  
 Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit der Frage, ob man tatsächlich besser abnehmen kann, wenn man sich ketogen ernährt. Einige dieser Untersuchungen vergleichen die Keto-Diät mit einer Low-Fat-Diät und zeigen, dass Probandinnen und Probanden unter ketogener Ernährung teils schneller und effektiver Körperfett verlieren. Auf zwei dieser Studien gehen wir beispielhaft etwas genauer ein: 
 Im Rahmen einer Forschungsarbeit, die im Fachjournal „JCEM“ (1) publiziert wurde, verglich eine Arbeitsgruppe über einen Zeitraum von zwölf Monaten, wie sich eine Low-Carb- gegenüber einer Low-Fat-Diät auf Gewicht und Körperzusammensetzung auswirkte. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Teilnehmenden unter der Low-Carb-Ernährung nicht nur mehr Körpergewicht, sondern auch mehr Körperfett reduzierten. Insbesondere Personen mit starkem Übergewicht profitierten, da sie zum Teil eine deutlich verbesserte Insulinsensitivität und damit einhergehend stabilere Blutzuckerwerte verzeichneten. Allerdings empfehlen die Autorinnen und Auroren, langfristige Auswirkungen weiterhin im Auge zu behalten, da einseitige Nahrungsmittelauswahl Mängel an Vitaminen oder Ballaststoffen begünstigen kann. 
 Ähnliche Ergebnisse zeigten sich in einer weiteren Arbeit, erschienen im Fachjournal „Nutrition &amp;amp; Metabolism“ (2). Die Arbeitsgruppe verglich bei stark übergewichtigen Teilnehmenden eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsweise mit einer klassischen kalorien- und fettreduzierten Diät. Die Low-Carb-Gruppe zeigte auch hier eine signifikant größere Gewichtsabnahme als die Vergleichsgruppe. Darüber hinaus registrierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler günstigere Veränderungen in diversen Stoffwechselparametern wie Triglyceriden und HDL-Cholesterin. Gleichzeitig betonen sie jedoch, dass insbesondere Personen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor einer längerfristigen Low-Carb-Diät eine ärztliche Rücksprache halten sollten. 
 Allerdings existiert noch kein abschließender wissenschaftlicher Konsens für die langfristige Anwendung. Während Kurzzeit-Studien oftmals überzeugende Erfolge beim Abnehmen mit Keto dokumentieren, fehlen umfangreiche Langzeitdaten, um mögliche Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Gesundheit oder Stoffwechselprozesse abschließend zu bewerten. Daher gilt: Wer eine ketogene Ernährung zum Abnehmen längerfristig einplant, sollte seinen Gesundheitszustand regelmäßig prüfen lassen. 
   Biochemische Auswirkungen&amp;nbsp;   
 Die ketogene Ernährung verändert die gesamte Stoffwechselsituation. Durch die Reduktion von Kohlenhydraten bleibt der Insulinspiegel moderat, was dem Körper signalisiert, vermehrt Fettdepots als Energiequelle anzuzapfen. Eine hohe Eiweißaufnahme stützt dabei die Muskelmasse und steigert den Thermogenese-Effekt (Energieumsatz nach dem Essen).&amp;nbsp; 
 Außerdem wirken Ketonkörper wie Beta-Hydroxybutyrat bei vielen Personen stabilisierend auf das Energielevel und können sogar die mentale Klarheit fördern. Wissenschaftliche Hinweise sprechen zudem für eine entzündungshemmende Wirkung bei manchen Menschen, doch hier sind weitere Forschungsarbeiten nötig. 
 Eine kürzlich veröffentlichte Forschungsarbeit im Fachjournal „iScience“ (3) liefert neue Erkenntnisse zur Wirkung kohlenhydratarmer Ernährungsweisen. Die Forschenden untersuchten die metabolischen Veränderungen, die bei einer drastischen Reduktion der Kohlenhydrate eintreten können, und zeigten dabei auf, wie sich bestimmte molekulare Prozesse im Körper anpassen, wenn Glukose nur noch in geringem Umfang zur Verfügung steht. 
  Die Ergebnisse zeigen besonders eindrucksvoll,  dass eine Keto-Diät den Körperfettanteil senken kann, ohne gleichzeitig Muskel- oder Knochenmasse zu reduzieren. Die Forschenden beobachteten, dass sich die Gewichtsabnahme vorrangig auf überschüssiges Körperfett beschränkt und damit das Risiko eines unerwünschten Muskelverlusts verringert. Darüber hinaus stellten sie während der ketogenen Interventionsphase keine schädlichen Veränderungen in zentralen Stoffwechselparametern fest. Vielmehr berichten die Teilnehmenden von einer verbesserten Lebensqualität, was auf einen positiven Effekt der Keto-Diät in Bezug auf allgemeines Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit schließen lässt. 
 „Wir zeigen hier, dass die eucalorische ketogene Diät ein praktikables und wirksames Mittel zur Gewichtsabnahme durch Verringerung der Fettmasse ist, ohne dass es zu einer Verringerung der Muskel- oder Knochenmasse kommt und ohne schädliche Stoffwechselveränderungen, während sich die Lebensqualität während des Zeitraums der diätetischen Intervention tatsächlich verbessert“, resümiert die Arbeitsgruppe.   
   
  (Quelle: Hirschberger, et al.: The impact of a ketogenic diet on weight loss, metabolism,   body composition and quality of life; iScience (2024); https://doi.org/10.1016/j.isci.2024.111291)  
  Die Autorinnen und Autoren beschreiben, dass bei stark eingeschränkter Kohlenhydratzufuhr der Glukose-Stoffwechsel tiefgreifend moduliert wird. Dies deckt sich mit der allgemeinen Keto-Theorie, nach der der Körper verstärkt Fettsäuren und Ketonkörper als Energiequelle nutzt. Die Ergebnisse weisen darüber hinaus darauf hin, dass sich bestimmte Entzündungsmarker im Blut bei anhaltend niedriger Kohlenhydratzufuhr verringern können. Zudem stellte das Team starke Auswirkungen auf die Darmflora fest, was die Wichtigkeit einer hohen Ballaststoffzufuhr und einer ausgewogenen Auswahl an Lebensmitteln – trotz Kohlenhydratrestriktion – untermauert, um die Vielfalt des Mikrobioms zu erhalten. 
 Eine weitere aktuelle Studie, die in dem renommierten Fachmagazin „Nature Medicine“ (4) vorgestellt wurde, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Das Forschungsteam beleuchtet die Auswirkungen einer streng kohlenhydratreduzierten Ernährung auf verschiedene Gesundheitsmarker. Dabei untersuchten sie anhand mehrerer Datensätze, wie sich eine langfristige Reduktion von Kohlenhydraten insbesondere auf Stoffwechselparameter, Entzündungsprozesse und die Funktion bestimmter Organsysteme auswirken kann. Die zentralen Beobachtungen der Studie sind: 
 
  Veränderte Stoffwechsellage : Die Forschenden bestätigten, dass die Umstellung auf eine ketogene oder sehr kohlenhydratarme Ernährung in kurzer Zeit zu signifikanten metabolischen Veränderungen führt, etwa einer deutlichen Erhöhung der Ketonkörper im Blut. ( Blogartikel :&amp;nbsp; Ketonkörper im Stoffwechsel – Wandel in der medizinischen Betrachtung ) 
  Einfluss auf Entzündungsprozesse : Hinweise deuten darauf hin, dass bestimmte Entzündungsmarker nach Beginn der Ernährungsumstellung abnehmen könnten. Die Studienautoren betonen jedoch, dass hierzu weitere Untersuchungen nötig sind, um sichere Langzeitaussagen zu treffen. 
  Darmgesundheit im Fokus : Ein Abschnitt der Studie widmet sich dem Darmmikrobiom. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich der Verzicht auf kohlenhydratreiche Lebensmittel sowohl positiv als auch negativ auf bestimmte Bakteriengruppen auswirken kann. Eine ausgewogene Zufuhr von Ballaststoffen und Mikronährstoffen können einer möglichen Dysbalance entgegenwirken.    
 
 Im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten prospektiven, offenen Studie, publiziert im Fachjournal „NMCD“ (5), verglich eine Forschungsgruppe die Effekte einer sehr kalorienarmen ketogenen Diät mit Intervallfasten und einer „normaler Ernährung“ bei postmenopausalen Frauen mit Bluthochdruck und Adipositas. Nach sechs Monaten verzeichnete nur die Keto-Gruppe signifikante und nachhaltige Verbesserungen wichtiger Gesundheitsparameter: 
 
 Blutdruck: Deutliche Senkungen sowohl des brachialen als auch des zentralen systolischen/diastolischen Blutdrucks. 
 Blutfettwerte: Verminderte LDL-Cholesterin- und Gesamtcholesterinwerte sowie gesunkene Triglyceridspiegel. 
 Körperzusammensetzung: Gewichtsverlust, Verringerung von Taille-, Hüftumfang, Taille-Hüft-Verhältnis und Körperfettanteil. 
 
 &amp;nbsp; 
   
  (Quelle: Giuliano Tocci, et al.: Very low-calorie ketogenic diet reduces central blood pressure  and&amp;nbsp;cardiometabolic risk in post-menopausal women with essential hypertension and obesity:   a single-center, prospective, open-label, clinical study; in: NMCD (2024); https://doi.org/10.1016/j.numecd.2024.103838)  
 &amp;nbsp; 
 Im Gegensatz dazu waren in den anderen Gruppen keine statistisch relevanten Veränderungen zu beobachten. Damit stellt die kalorienarme ketogene Diät in dieser Untersuchung die effektivste diätetische Intervention für kardiovaskuläre und metabolische Vorteile bei postmenopausalen Frauen mit Bluthochdruck und Adipositas dar. Dies untermauert das Potenzial einer ketogenen Ernährungsweise für nachhaltige Verbesserungen von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselparametern. 
  Wie wirkt ketogene Ernährung auf die Körperzusammensetzung  
  Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien, publiziert im Fachjournal „Clinical Nutrition“ (6) liefert zusätzliche wissenschaftliche Evidenz für die positiven Effekte einer ketogenen bzw. Low-Carb-Diät auf die Körperzusammensetzung bei übergewichtigen und adipösen Erwachsenen. In der Studie von Leung et al. wurden 33 Studien mit insgesamt 2821 Teilnehmenden analysiert. Dabei lag der Fokus auf den Parametern Körpergewicht (BW), Body-Mass-Index (BMI), Fettmasse (FM) und Körperfettanteil (BFP) – zentrale Größen, die auch im Kontext der ketogenen Ernährung häufig zur Bewertung des Therapieerfolgs herangezogen werden.  
 Die detaillierte Analyse zeigte, dass bereits nach einer Behandlungsdauer von mindestens einem Monat signifikante Verbesserungen in BW und BMI erzielt werden konnten. Längerfristige Interventionen, beispielsweise über 4 bis 6 Monate, führten zu noch robusteren Resultaten, wenngleich die statistische Heterogenität aufgrund unterschiedlicher Studiendesigns und Teilnehmercharakteristika relativ hoch war. Auch bei übergewichtigen und adipösen Patientinnrn mit zusätzlichen Komorbiditäten wie Typ-2-Diabetes mellitus konnten die ketogene Ernährung signifikante Verbesserungen bewirken – hier wurden besonders bei sehr restriktiven Kohlenhydratmengen (≤20 g/d) deutliche Gewichtsreduktionen beobachtet. 
 Die Studie unterstreicht somit, dass neben der Umstellung des Stoffwechsels durch Ketose auch die genaue Dosierung der Kohlenhydrate und die Dauer der Diät entscheidende Faktoren für den Erfolg der Ernährungsumstellung sind. Gleichzeitig weisen die Autorinnen und Autoren auf die Notwendigkeit einer engen medizinischen Begleitung und individueller Ernährungsberatung hin, um mögliche adverse Effekte – beispielsweise gastrointestinaler oder kardiovaskulärer Natur – zu minimieren. Insgesamt ergänzen die Ergebnisse dieser Metaanalyse die bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur ketogenen Ernährung und betonen, dass ein strukturierter, auf die individuellen Bedürfnisse angepasster Ansatz essenziell ist, um nachhaltige Erfolge in der Gewichtsreduktion und Verbesserung der Körperzusammensetzung zu erzielen. 
 &amp;nbsp; 
 Positive Effekte der ketogenen Ernährung auf Adipositas und Stoffwechselgesundheit 
 Eine kürzlich im renommierten Fachjournal „Nutrition Reviews“ (7) publizierte Studie liefert weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung der ketogenen Ernährung auf Adipositas und damit verbundene Stoffwechselerkrankungen. Die Forschenden analysierten umfassend die biochemischen und metabolischen Mechanismen, die hinter dem Zustand der Ketose stehen, sowie klinische Implikationen der langfristigen Anwendung dieser Ernährungsform. 
 Die Studie verdeutlicht, dass durch die drastische Reduktion der Kohlenhydrataufnahme (&amp;lt;50 g pro Tag) und eine entsprechend hohe Zufuhr gesunder Fette der Körper gezielt in einen Zustand versetzt wird, in dem Fettsäuren und daraus gebildete Ketonkörper die primäre Energiequelle darstellen. Hervorgehoben wird insbesondere die Rolle von Beta-Hydroxybutyrat (BHB), einem der wichtigsten Ketonkörper, der neben seiner Funktion als alternativer Brennstoff auch signifikante entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. So konnten die Forschenden nachweisen, dass eine ketogene Ernährung nicht nur zu einer effektiven und nachhaltigen Reduktion des Körperfetts beiträgt, sondern gleichzeitig entzündliche Prozesse im Körper günstig beeinflusst. 
 Ein zentrales Ergebnis der Studie betrifft die Auswirkungen auf das endokrine System: Durch den anhaltend niedrigen Insulinspiegel während der ketogenen Ernährung verbessert sich die Insulinsensitivität, wodurch das Risiko für metabolische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert werden kann. Zudem stellte das Forschungsteam fest, dass eine ketogene Ernährung bei sorgfältiger Umsetzung keine nachteiligen Auswirkungen auf die Muskel- oder Knochenmasse hat, sondern vorrangig überschüssiges Körperfett reduziert wird. 
 Gleichzeitig betont die Studie jedoch auch, dass langfristige ketogene Ernährung eine sorgfältige Planung und ärztliche Begleitung erfordert. Insbesondere könnten durch die drastische Reduktion von Kohlenhydraten mögliche Risiken wie eine Dysbalance der Darmflora entstehen, wenn nicht gezielt auf die Zufuhr von ausreichend Ballaststoffen und Mikronährstoffen geachtet wird. 
 Insgesamt liefern diese Studien zusätzliche Evidenz dafür, dass ein niedriger Kohlenhydratkonsum den Organismus in einen Zustand verstärkter Fettverbrennung versetzen kann. Diese Resultate decken sich mit bisherigen Erkenntnissen zu Low-Carb- bzw. Keto-Diäten. Gleichzeitig zeigen die Daten, wie wichtig eine sorgfältige Lebensmittelauswahl ist, um Fehlversorgungen und negative Effekte auf das Darmmikrobiom zu vermeiden. Wer eine ketogene Ernährung in Erwägung zieht, sollte deshalb die individuelle Situation (z. B. Vorerkrankungen, Lebensstil) berücksichtigen und auf einen abwechslungsreichen Ernährungsplan mit hochwertigen Produkten setzen. 
   Fazit: Bei Keto-Diät auf Ausgewogenheit und Qualität achten  
 So wirkungsvoll die Keto-Diät für eine rasche Gewichtsreduktion erscheinen mag, gibt es auch Stimmen, die vor einer sehr einseitigen Ernährungsweise warnen. Vor allem bei strenger Keto-Nahrung mit hohem Fleischkonsum fehlen oft ausreichend Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die wichtig für eine gesunde Darmflora sind. Studien weisen darauf hin, dass ein Mangel an bestimmten Kohlenhydratquellen langfristig auch eine Unterversorgung des Gehirns oder des Herzmuskels begünstigen könnte – vor allem, wenn man pauschal jeglichen Zucker verbannt.&amp;nbsp; 
 Deshalb empfehlen viele Expertinnen und Experten, die ketogene Ernährung nicht als Dauerlösung zu betrachten. Das KetoPlus-Konzept nach Dr. Coy in Kombination mit dem  Keto-Drink  als nährstoffreichen Mahlzeitenersatz versucht genau diese Lücke zu schließen, indem es intelligente Zucker wie Galaktose oder Tagatose einbindet und für eine umfangreiche Nährstoffzufuhr sorgt. So entstehen Potenziale, den Kohlenhydratverzicht auszugleichen und gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, ohne dass man die Vorteile der Ketose verliert. 
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  Quellen  
 
  Bonnie J. Brehm, Randy J. Seeley, David A. D’Alessio, et al.: A Randomized Trial Comparing a Very Low Carbohydrate Diet and a Calorie-Restricted Low Fat Diet on Body Weight and Cardiovascular Risk Factors in Healthy Women; in: The Journal of Clinical Endocrinology &amp;amp; Metabolism (2003);  https://doi.org/10.1210/jc.2002-021480   
  Westman, E.C., Yancy, W.S., Mavropoulos, J.C. et al. The effect of a low-carbohydrate, ketogenic diet versus a low-glycemic index diet on glycemic control in type 2 diabetes mellitus. Nutr Metab (Lond) 5, 36 (2008).  https://doi.org/10.1186/1743-7075-5-36   
  Simon Hirschberger, David Effinger, Simone Kreth, et al.: The impact of a ketogenic diet on weight loss, metabolism, body composition and quality of life; in: iScience (2024);  https://www.cell.com/iscience/fulltext/S2589-0042(24)02516-1   
  Link, V.M., Subramanian, P., Cheung, F. et al. Differential peripheral immune signatures elicited by vegan versus ketogenic diets in humans. Nat Med 30, 560–572 (2024).  https://doi.org/10.1038/s41591-023-02761-2   
   Barbara Palaa, Laura Pennazzib, Giuliano Tocci, et al.: Very low-calorie ketogenic diet reduces central blood pressure and cardiometabolic risk in post-menopausal women with essential hypertension and obesity: a single-center, prospective, open-label, clinical study; in: Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases (2024);&amp;nbsp; https://doi.org/10.1016/j.numecd.2024.103838    
   Leona Yuen-Ling Leung, Hon-Lon Tam, Jonathan Ka-Ming Hoa, et al.: Effects of ketogenic and low-carbohydrate diets on the body composition of adults with overweight or obesity: A systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials; in: Clinical Nutrition (2025);&amp;nbsp; https://doi.org/10.1016/j.clnu.2025.01.017 &amp;nbsp;   
    Marta Biesiekierska, Maura Strigini, Aneta Balcerczyk, et al.: The Impact of Ketogenic Nutrition on Obesity and Metabolic Health: Mechanisms and Clinical Implications; in: Nutrition Reviews (2025); https://doi.org/10.1093/nutrit/nuaf010    
 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2025-01-13T07:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Schwarzer Knoblauch: Nicht nur in der Küche ein Geheimtipp</title>
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                                            Schwarzer Knoblauch bringt einen vollkommen anderen Geschmack in unsere Küchen, ist reich an Antioxidantien und erzeugt keine Magenreizung und keinen Mundgeruch. Wirklich gute Gründe, um die gesunde Knolle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
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                 Schwarzer Knoblauch: Nicht nur in der Küche ein Geheimtipp 
  Der durch Fermentation aus weißem Knoblauch gewonnene schwarze Knoblauch ist oft noch recht unbekannt. Dabei ist diese Variante ganz besonders reich an Antioxidantien und erzeugt, durch den reduzierten Gehalt an Allicin, keine Magenreizung und keinen Mundgeruch. Zudem bringt sie&amp;nbsp; einen vollkommen anderen Geschmack in unsere Küchen: weniger scharf, leicht süßlich und mild.&amp;nbsp;   Alles gute Gründe, um die gesunde dunkle Knolle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen ... &amp;nbsp; 
 Was ist Schwarzer Knoblauch? 
 Den klassischen weißen Knoblauch kennen wir alle. „Allium sativum“ stammt ursprünglich aus dem zentralen Asien und ist über Jahrtausende beliebtes Nahrungs- sowie natürliches Hausmittel.&amp;nbsp;Die schwarze Variante wird durch Fermentierung aus weißem Knoblauch gewonnen. Dabei wird der herkömmliche Knoblauch über Wochen hinweg in einem Spezialraum mit einer Feuchtigkeit von 80 – 90 Prozent sowie Temperaturen zwischen 70-90 Grad gelagert. 
 &amp;nbsp; 
  Gesundheitlicher Mehrwert:  
 
 
 wesentlich höherer Antioxidantien-Gehalt durch Fermentation&amp;nbsp; 
 
 
 erhöhte Bioaktivität durch Veränderungen der physikochemischen Eigenschaften 
 
 
 echtes Superfood bzw. funktionelles Lebensmittel und dazu noch lecker ;) 
 
 
 frei von Gluten, Lactose, Zuckerzusatz, Konservierungsmitteln 
 
 
 keine Schärfe mehr und geringerer Mundgeruch 
 
 
 enthält wertvolle Mineralien&amp;nbsp;&amp;amp; Vitamine 
 
 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
     
  (Quelle: Sciencedirect - Journal of Food and Drug Analysis: &quot;Black garlic: A critical review of its production, bioactivity, and application&quot;,   Shunsuke Kimura,Yen-ChenTung, Min-Hsiung Pan, Nan-WeiSuc, Ying-JangLai, Kuan-Chen-Cheng, https://doi.org/10.1016/j.jfda.2016.11.003, 2017)  
 Schwarzer Knoblauch reizt, aufgrund des reduzierten Allicingehalts, mit seinen Inhaltsstoffen unsere Schleimhaut im Magen nicht mehr. So eignet er sich ideal auch für den Verzehr bei einem empfindlichen Magen. Anders als man vielleicht erwarten würde, ist der Geschmack, den beispielsweise die Japaner liebevoll als „Umami“ bezeichnen, was für köstlichen Geschmack steht, nicht zu vergleichen mit dem des weißem Knoblauchs. Dabei entfaltet schwarzer Knoblauch Noten von Balsamicoessig, Vanille und Pflaume. In Japan ist er aber nicht nur für sein Gaumenerlebnis bekannt, sondern wird traditionell auch wegen seiner Antioxidantien als natürliches „Alterungsschutzmittel“ geschätzt. 
  PDF zum Downloaden:&amp;nbsp; &quot;Schwarzer Knoblauch (Allium sativum)&quot; von Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann (Bereich Phytotherapie der Universität Freiburg im Breisgau)&amp;nbsp;   
 Wie kann Schwarzer Knoblauch verwendet werden? 
 Schwarzer Knoblauch ist mit seinem &quot;Umami&quot; Geschmack ein gesunder und besonders vielseitiger Snack in unserer Küche. Er verfeinert mit seiner einzigartigen Note Pasta, Reisgerichte, Pesto, Salate oder Getränke. Er verleiht aber auch Kuchen, Aufstrichen, Marmeladen oder einem Schokoladenfondue eine besondere Note. Kaum verwunderlich, dass er damit nicht nur in Gourmetküchen, sondern immer häufiger auch in unseren heimischen Küchen zum Einsatz kommt. 
 Welche Vorteile bietet Schwarzer Knoblauch? 
 Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann (Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und spezieller Schmerztherapie, Bereich Phytotherapie) vom Institut für Rechtsmedizin der Universität in Freiburg im Breisgau hat sich eingehend mit den Vorteilen von schwarzem Knoblauch beschäftigt und passend dazu ihre eindrucksvollen Studienergebnisse veröffentlicht.¹&amp;nbsp; 
 Natürliche Substanzen, die im Knoblauch enthalten sind, werden durch Fermentation deutlich erhöht, beispielsweise der Anteil an Polyphenolen, Flavonoiden, Leucinen und Phenylalaninen.²&amp;nbsp;Über den Reifeprozess entstehen wasserlösliche Schwefelverbindungen, insbesondere S-Allylcystein, S-Methylcystein, S-Ethylcystein, S-1-Proponylcystein, S-Allylmercaptocystein, β-Chlorogenin und Derivate von Aminosäuren. Sehr interessant ist auch das Fructosylarginin, das Vitamin C in seinen antioxidativen Eigenschaften nicht nachsteht, sowie Derivate von Cystein, Methionin, L-Phenylalanin und L-Tryptophan.³&amp;nbsp; Die folgende Übersicht verdeutlicht die Steigerung:   
      (Quelle: Sciencedirect - Journal of Food and Drug Analysis:  &quot;Black garlic: A critical review of its production, bioactivity, and application&quot;,  Shunsuke Kimura,Yen-ChenTung, Min-Hsiung Pan, Nan-WeiSuc, Ying-JangLai, Kuan-Chen-Cheng, https://doi.org/10.1016/j.jfda.2016.11.003, 2017)  
    Mineralien und Vitamine  spielen in unserem Organismus eine tragende Rolle und wirken als  Antioxidantien  oxidativem Stress entgegen. Sie sind als Co-Faktoren von Enzymen an zahlreichen Prozessen in unserem Stoffwechsel beteiligt.&amp;nbsp; 
 Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann beschreibt in ihrer Arbeit die vielseitigen Effekte von schwarzem Knoblauch.* Unter anderem verfügt er über antioxidative, zellschützende Eigenschaften für Leber, Niere, Darm, Herz, Gehirn sowie Nervensystem sowie blutdruck-, blutzuckersenkende, gerinnungshemmende, cholesterinsenkende, antikanzerogene und immunstimulierende Effekte.&amp;nbsp;Ein Superfood, das sich sehen und schmecken lassen kann!&amp;nbsp; 
     
  Klinische Studien weisen darauf hin, dass Knoblauch natürliche blutdruck- und cholesterinsenkende Effekte besitzt. Dabei bleibt weiter ungeklärt, warum manche Probanden mit hohen Blutfettwerten nicht auf Knoblauch reagieren. Verschiedene Studien deuten außerdem auf eine Senkung der kardiovaskulären Risikofaktoren, auf eine Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Komplikationen (Schlaganfall, Herzinfarkt) und auf die Reduktion arteriosklerotischer Gefäßveränderungen hin.&amp;nbsp;Knoblauch scheint mit entzündungshemmenden und immunstimulierenden Eigenschaften ebenso eine Wirksamkeit bei Erkältungskrankheiten zu entfalten.⁵ 
   
 &amp;nbsp; 
 Unser Fazit: Gesunde Substanzen aus der schwarzen Knolle 
 Entdecken Sie  Schwarzen Knoblauch &amp;nbsp;und probieren Sie ihn für eine Vielzahl von Gerichten aus. Ganz nebenbei profitieren Sie nicht nur von seinem Geschmack, sondern auch von zahlreichen natürlichen Inhaltsstoffen, wie wertvollen Antioxidantien – ganz ohne Magenbeschwerden oder Mundgeruch.&amp;nbsp;Bon appétit! 
 &amp;nbsp; 
 Literatur: 
 *Artikel als PDF:&amp;nbsp; &quot;Schwarzer Knoblauch (Allium sativum)&quot; von Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann (Bereich Phytotherapie der Universität Freiburg im Breisgau)&amp;nbsp;  
 ¹Vgl. Sciencedirect - Journal of Food and Drug Analysis: &quot;Black garlic: A critical review of its production, bioactivity, and application&quot;, Shunsuke Kimura,Yen-ChenTung, Min-Hsiung Pan, Nan-WeiSuc, Ying-JangLai, Kuan-Chen-Cheng, https://doi.org/10.1016/j.jfda.2016.11.003, 2017 ²Vgl. Institut für Rechtsmedizin: Knoblauch zur Gesundhaltung, Teil 1: Zubereitungen aus Knoblauch und ihre Inhaltstoffe, J. Vlachojannis, S. Chrubasik-Hausmann ³Vgl. Georg Thieme Verlag KG: Knoblauch zur Gesunderhaltung - Teil 3: Evidenz der Wirksamkeit, https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0659-7629, 2018 ⁴Vgl. Uniklinik Freiburg: &quot;Schwarzer Knoblauch (Allium sativum)&quot;, Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und spezieller SchmerztherapieFreiburg im Breisgauhttps://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/2016/SchwarzerKnoblauch.pdf, 2020 ⁵Vgl. Georg Thieme Verlag KG: Knoblauch zur Gesunderhaltung - Teil 3: Evidenz der Wirksamkeit, https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0659-7629, 2018 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2024-07-20T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Warum werden wir immer dicker? Unterschätze Faktoren bei Übergewicht</title>
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                                            In den letzten Jahrzehnten hat die Anzahl übergewichtiger und adipöser Menschen besorgniserregende Ausmaße angenommen. Laut Umfragen des Robert Koch-Instituts aus den Jahren 2019 und 2020 sind in Deutschland 46,6 Prozent aller Frauen und 60,5 Prozent aller Männer von Übergewic...
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                 Fachleute sprechen von einer regelrechten Adipositas-Epidemie. Insbesondere in westlichen Industrieländern ist die Zunahme von Fettleibigkeit besonders alarmierend. Die steigende Prävalenz von Übergewicht und Fettleibigkeit war Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten mit dem Ziel, die Ursachen für die ständige Zunahme aufzuklären und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Dabei stellte sich heraus, dass gängige Erklärungen, wie kalorienreiche Ernährung und Bewegungsmangel, nicht ausreichen, um die globale Zunahme von Fettleibigkeit vollständig zu erklären. Vor allem Umweltfaktoren scheinen laut neusten Studien eine größere Rolle bei der Entstehung von Übergewicht zu spielen, als bislang angenommen. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Faktoren: 
  • Menschen werden seit circa den 1960er Jahren immer dicker.   • Heute ist die Bevölkerung in den westlichen Ländern im Durschnitt so übergewichtig wie noch nie.   • Im Vergleich zum Jahr 1975 sind heute dreimal so viele Menschen von Adipositas betroffen.   • Adipositas ist ein Hauptrisikofaktor für zahlreiche weit verbreitete Volkskrankheiten, wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und bestimmte Krebsarten.   • Kalorienreiche Ernährung und Bewegungsmangel sind zwar an der Entstehung maßgeblich beteiligt, reichen aber nicht aus, um den drastischen Anstieg zu erklären.   • Umweltfaktoren und genetische Faktoren haben laut neusten Studien in diesem Zusammenhang eine bislang unterschätzte Bedeutung.   • Bezüglich der Umweltfaktoren scheinen sogenannte Obesogene eine zentrale Rolle zu spielen. Dabei handelt es sich um Chemikalien, die die Funktion des Körpers beeinflussen können, indem sie die Fettansammlung fördern und den Stoffwechsel verändern.   • Die Einflüsse bei der Entstehung von Adipositas sind komplexer als bislang gedacht und erfordern neue Modelle, die als Grundlage für verbesserte Präventions- und Behandlungsmethoden dienen.  
 Adipositas als komplexes Syndrom verstehen 
 Fettleibigkeit, medizinisch als Adipositas bezeichnet, ist ein Zustand, der durch eine übermäßige Fettansammlung im Körper gekennzeichnet ist, welche die Gesundheit beeinträchtigen kann. Nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt eine Person als adipös, wenn sie einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder höher hat. Der BMI ist ein einfaches Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße und dient als ein allgemeiner Indikator zur gesundheitsbezogenen Beurteilung des Körpergewichts. Die offensichtlichsten Ursachen für die Entstehung von Übergewicht lassen sich größtenteils auf zwei Hauptfaktoren zurückführen: Kalorienüberschuss und Bewegungsmangel. Ein Kalorienüberschuss entsteht, wenn mehr Energie über die Nahrung aufgenommen wird, als der Körper benötigt, beziehungsweise verbraucht. Die überschüssige Energie wird im Körper in Form von Fett gespeichert. Während die Menschheit vor der Industrialisierung keinen permanenten Zugang zu hochkalorischen Lebensmitteln hatte, stehen diese heute in unerschöpflichem Umfang zur Verfügung. Gleichzeitig führt der technologische Fortschritt zu einem zunehmend sitzenden Lebensstil, was mit einem geringeren täglichen Energieverbrauch einhergeht. Neben diesen umwelt- und verhaltensbedingten Faktoren spielt die individuelle Physiologie eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Fettleibigkeit. Der Metabolismus, also die Art und Weise, wie der Körper Energie aus der Nahrung umwandelt und verbraucht, variiert von Person zu Person. Ein langsamer Stoffwechsel mit einer geringeren Energieverbrennung kann das Risiko für Adipositas erhöhen. Darüber hinaus sind auch genetische Faktoren an dem Risiko für Fettleibigkeit beteiligt. Genetische Variationen können beeinflussen, wie der Körper Nahrung speichert und Energie verbraucht, sowie das Hunger- und Sättigungsgefühl reguliert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fettleibigkeit das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von verhaltensbedingten, umweltbedingten, metabolischen und genetischen Faktoren ist. Ein umfassendes Verständnis dieser Faktoren ist daher entscheidend, um effektive Strategien zur Bekämpfung der Adipositas-Epidemie zu entwickeln und umzusetzen. 
 Seit den 1960er Jahren steigt das durchschnittliche Körpergewicht 
 Im Rahmen einer umfangreichen Langzeitstudie, die in dem renommierten „British Medical Journal“ vorgestellt wurde, untersuchte eine Arbeitsgruppe die Gewichtsentwicklung der norwegischen Bevölkerung im Laufe von 50 Jahren. Dabei wurde auch der Einfluss der Umwelt auf den BMI in Abhängigkeit von der genetischen Veranlagung bewertet. Daten von 118.959 Personen im Alter von 13 bis 80 Jahren wurden bei der Auswertung berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass der BMI seit den 1960er Jahren sowohl bei genetisch vorbelasteten als auch bei nicht vorbelasteten Menschen im Durchschnitt stetig angestiegen ist. Dabei wurde in jedem Jahrzehnt der Anstieg im Vergleich zur vorherigen Dekade deutlicher. Den größten BMI-Unterschied dokumentierte das Team in den 2000er Jahren. Da auch immer mehr Menschen betroffen waren, deren Genetik nicht zum Adipositas-Risiko beiträgt, kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Umweltfaktoren den größten Anteil zu der Adipositas-Epidemie beitragen. 
 Die vier Adipositas-Modelle 
 Wie oben bereits erwähnt ist die drastische Gewichtszunahme der Bevölkerung nicht allein durch Kalorienüberschuss und Bewegungsmangel zu erklären. Um die komplexen Ursachen von Fettleibigkeit besser zu verstehen, haben Fachleute verschiedene Modelle entwickelt, die erklären, wie Veränderungen im Körpergewicht entstehen und warum einige Menschen eher zu Übergewicht neigen als andere. Die vier bedeutendsten Modelle sind das Energiebilanzmodell (EBM), das Kohlenhydrat-Insulin-Modell (CIM), das Reduktions-Oxidations-Modell (REDOX) und das Obesogen-Modell (OBS). Jedes dieser Modelle bietet einen einzigartigen Blickwinkel auf die Mechanismen hinter Adipositas. 
 Energiebilanzmodell (EBM)&amp;nbsp; 
 Das Energiebilanzmodell ist das traditionellste und bekannteste Modell zur Erklärung von Adipositas. Es basiert auf der Annahme, dass Gewichtszunahme hauptsächlich durch ein Ungleichgewicht zwischen der Energieaufnahme und dem Energieverbrauch entsteht. Wer regelmäßig mehr Kalorien durch Nahrung und Getränke aufnimmt, als der Körper durch tägliche Aktivitäten und Stoffwechselprozesse verbrennt, nimmt laut dem Modell zu. Das EBM betont die Wichtigkeit der Kalorienkontrolle durch Ernährung und körperliche Bewegung als Hauptstrategie zur Gewichtsregulierung. Hinweis: Aus unserer Sicht erklärt dieses Modell aber nicht ausreichend genug die zugrunde liegende Bio-Chemie! So gibt es Lebensmittel, wie z.B. Galactose Zucker oder MCT C8 Fettsäuren, welche zwar hohe Kalorien aufweisen, aber dennoch beim Abnehmen helfen, weil sie zum Beispiel die Mitochondrienleistung erhöhen und somit Fett im eigentlichen Sinne abbauen. 
 Kohlenhydrat-Insulin-Modell (CIM) 
 Das Kohlenhydrat-Insulin-Modell konzentriert sich auf die qualitativen Aspekte der Ernährung und ihre Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Dieses Modell postuliert, dass der Konsum von leicht verdaulichen Kohlenhydraten, wie raffiniertem Zucker und Weißmehl, zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer erhöhten Insulinausschüttung führt. Insulin fördert die Fettanlagerung und hemmt den Fettabbau, was Gewichtszunahmen begünstigt. Das CIM legt nahe, dass nicht allein die Kalorienmenge, sondern vor allem die Art der konsumierten Lebensmittel und deren Einfluss auf Hormone wie Insulin für Adipositas mitverantwortlich sind. 
 Reduktions-Oxidations-Modell (REDOX) 
 Das Reduktions-Oxidations-Modell, oder kurz REDOX-Modell, beleuchtet die Rolle von Stoffwechselprozessen auf zellulärer Ebene, insbesondere die Balance zwischen reduzierenden (Energie liefernden) und oxidierenden (Energie verbrauchenden) Reaktionen. Das Modell beleuchtet, wie eine Störung dieser Balance zu einer ineffizienten Energieverwendung und somit zu einer verstärkten Fettansammlung führen kann. Eine Störung der Balance zwischen reduzierenden und oxidierenden Reaktionen wird oft durch eine Ernährung hervorgerufen, die reich an verarbeiteten Lebensmitteln und arm an Nährstoffen ist. Das REDOX-Modell unterstreicht die Bedeutung einer nährstoffreichen Ernährung, bei der hochverarbeitete Lebensmittel gemieden werden. 
 Obesogen-Modell (OBS) Untergruppe von Umweltchemikalien (endokrine Disruptoren)&amp;nbsp; 
 Das Obesogen-Modell konzentriert sich auf die Rolle von Umweltchemikalien, die als Obesogene bezeichnet werden, und deren Einfluss auf die Gewichtszunahme. Obesogene können den Hormonhaushalt des Körpers stören, den Stoffwechsel verlangsamen und die Fähigkeit des Körpers verändern, Fett zu speichern und zu verbrauchen. Dieses Modell erweitert das Verständnis von Adipositas über Ernährung und Bewegung hinaus und berücksichtigt, wie die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien in unserer Umwelt die Adipositas-Epidemie vorantreiben kann. Es hebt die Notwendigkeit hervor, sowohl individuelle Verhaltensweisen als auch Umweltfaktoren zu adressieren, um die Fettleibigkeit wirksam zu bekämpfen. 
 Jedes dieser Modelle liefert einen wichtigen Blickwinken auf die Entstehung von Adipositas und trägt zum Verständnis der Erkrankung bei. Zudem liefern die Modelle unterschiedliche Ansätze für die Prävention und Behandlung. Eine umfassende Strategie zur Bekämpfung der Fettleibigkeit erfordert die Integration von Erkenntnissen aus allen vier Modellen, um individuell angepasste und gesellschaftsweite Lösungen zu entwickeln. 
 Was sind Obesogene? 
 Obesogene sind ein relativ neues Forschungsfeld in Bezug auf die Entstehung von Adipositas. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Umweltchemikalien, die laut aktuellen Studien einen signifikanten Einfluss auf die Körpergewichtszunahme und die Entwicklung von Fettleibigkeit haben. Denn Obesogene interagieren mit dem endokrinen System des Körpers, wodurch sie die Körpergewichtsregulierung und die Fettansammlung beeinflussen. Diese Art von Chemikalien befinden sich in einer Vielzahl von Produkten, wie beispielsweise in Lebensmittelverpackungen und Kosmetika. Zudem sind sie Teil von Chemikalien, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Durch die Störung der hormonellen und metabolischen Prozesse können Obesogene Hunger und Sättigung beeinflussen sowie die Fettverteilung und -speicherung im Körper verändern. Hier einige Beispiele für weit verbreitete Obesogene: 
  • Phthalate:  Diese Weichmacher werden in vielen Kunststoffprodukten, Bodenbelägen, Spielzeugen und sogar in einigen Lebensmittelverpackungen verwendet. Sie können den Stoffwechsel stören und zur Gewichtszunahme beitragen.  • Bisphenol A (BPA):  BPA wird in der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen verwendet und ist in Wasserflaschen, Trinkwasserleitungen, Konservendosen und verschiedenen Lebensmittelbehältnissen zu finden. Es kann hormonelle Funktionen beeinflussen und fördert die Fettanlagerung. In der EU wurde der Grenzwert 2023 endlich massiv gesenkt, um den Faktor 20.000! Die letzten Jahrzehnte waren also eher belastend.  • per- und polyfluorierte Chemikalien oder Ewigkeitschemikalien:  PFAS diese Stoffgruppe umfasst nach aktuellen Schätzungen mehr als 13.000 verschiedene Stoffe. PFAS kommen nicht natürlich vor und können bereits in geringsten Mengen durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit massiv schädigen. In den USA wurden die Grenzwerte für das Leitungswasser 2023 um den Faktor 125.000 gesenkt. Dieser Umstand spricht für sich!  • Mikro- und Nanoplastik:  mittlerweile überall vorkommend. Besonders hohe Exposition durch: Lebensmittelverpackungen, Plastikflaschen, Luft usw.   • Pestizide:  Einige Pestizide können als endokrine Disruptoren wirken, die die normale Hormonfunktion stören und zur Gewichtszunahme beitragen.  • Nicht-ionische Tenside:  Verwendet in Reinigungsprodukten und Kosmetika, können diese Chemikalien ebenfalls hormonelle Störungen verursachen. 
 Wie beeinflussen Obesogene die Gewichtszunahme? 
 Die Mechanismen, durch die Obesogene die Gewichtszunahme beeinflussen, sind komplex und vielfältig. Ein Teil wird beispielsweise über hormonelle Störungen vermittelt. Denn die Substanzen können teilweise die Aktivität von Hormonen imitieren oder blockieren. Das kann direkte Auswirkungen auf den Appetit, den Stoffwechsel und die Regulierung der Fettverteilung haben und unter anderem zu einem erhöhten Hungergefühl führen. Darüber hinaus ist die Veränderung der Fettzellen durch die Einwirkung von Obesogenen ein Schlüsselmechanismus, durch den diese Chemikalien zur Gewichtszunahme und Entwicklung von Fettleibigkeit beitragen können. Obesogene können diesen Prozess auf zwei Arten beeinflussen. Zum einen können sie auf die Differenzierung von Fettzellen einwirken. Dabei werden Vorläuferzellen, die sogenannten Präadipozyten, in reife Adipozyten umwandelt. Während dieses Vorgangs erwerben die Zellen die Fähigkeit, Lipide zu speichern und Hormone zu produzieren, die an der Regulation von Appetit, Insulinsensitivität und anderen metabolischen Prozessen beteiligt sind. Obesogene können diesen Differenzierungsprozess beeinflussen, indem sie die Expression von Genen stimulieren, die für die Entwicklung von Fettzellen notwendig sind. Dies führt dazu, dass mehr Präadipozyten zu reifen Fettzellen werden, was die Kapazität des Körpers zur Fettlagerung erhöht. Zum anderen wirken Obesogene auf die Proliferation von Fettzellen ein. Die Proliferation bezeichnet die Zunahme der Fettzellen-Anzahl durch Zellteilung. Normalerweise ist die Anzahl der Fettzellen im Körper eines Erwachsenen relativ konstant, aber unter bestimmten Bedingungen, wie bei der Exposition gegenüber Obesogenen, kann die Rate der Zellteilung erhöht sein. Dies führt zu einer vermehrten Anzahl von Fettzellen im Körper. Die erhöhte Anzahl von Fettzellen verstärkt die Fähigkeit des Körpers, Fett zu speichern, und kann langfristig zu Übergewicht und Fettleibigkeit beitragen. Darüber hinaus können einige Obesogene metabolische Störungen begünstigen, indem sie Stoffwechselwegen beeinflussen. Dadurch kann sich verändern, wie der Körper Kalorien verbrennt und speichert. Das kann wiederum zu einer ineffizienten Energieverwendung und folglich zu einer Gewichtszunahme beitragen. 
 Einfluss der Obesogene und des REDOX-Modells bislang unterschätzt 
 Besonders die Einflüsse der Obesogene und des REDOX-Modells sind in derzeitigen Präventions- und Behandlungsstrategien nicht ausreichend berücksichtigt. Das verdeutlicht eine bahnbrechende Studie, die kürzlich im renommierten Fachjournal „Nature“ vorgestellt wurde. Die Arbeitsgruppe stellt unter anderem eine direkte Verbindung zwischen der Exposition gegenüber Obesogenen und der globalen Zunahme von Fettleibigkeit her. Zu den Autoren der Studie zählen führende Wissenschaftler der Biochemie und Neuroendokrinologie, wie beispielsweise Professor Dr. Robert H. Lustig, der durch seine Forschungen zum Zusammenhang von Übergewicht und Zucker bekannt wurde. Die Studienautoren schlagen erstmals ein kombiniertes Modell vor, in dem alle vier allgemeinen Modelle zur Entstehung von Übergewicht miteinander verbunden werden. Die Hauptfaktoren für Adipositas sind demnach:   1.  das Verhältnis zwischen der Kalorienaufnahme und dem Kalorienverbrauch – abgebildet durch das Energiebilanzmodell (EBM).  2.  der Anteil von leicht verdaulichen Kohlenhydraten in der Ernährung, die zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer erhöhten Insulinausschüttung führen und dadurch die Fettanlagerung fördern und den Fettabbau hemmen – abgebildet durch das Kohlenhydrat-Insulin-Modell (CIM).  3.  eine Störung der Balance zwischen reduzierenden und oxidierenden Reaktionen, hervorgerufen durch eine Ernährung, die reich an verarbeiteten Lebensmitteln und arm an Nährstoffen ist – abgebildet durch das Oxidations-Reduktions-Modell (REDOX)  4.  die Exposition gegenüber Umweltchemikalien, die die hormonelle Signalübertragung stören und so Adipositas begünstigen – abgebildet durch das Obesogen-Modell (OBS). 
 Die Arbeitsgruppe weist darauf hin, dass vor allem das OBS und REDOX-Modell in bisherigen Präventions- und Behandlungsmethoden vernachlässigt werden. Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Umweltchemikalien in der Luft, in Lebensmitteln, auf Lebensmittelverpackungen und in Haushaltsprodukten falsche Stoffwechselsignale und reaktive Sauerstoffspezies erzeugen, die die standardmäßigen Energieregulierungsmechanismen untergraben, die Insulinsekretion erhöhen, die Energieeffizienz stören und den Appetit sowie den Energieverbrauch beeinflussen. Alle diese Faktoren können zu einer Gewichtszunahme beitragen. Das kombinierte Modell liefert sowohl einen tieferen Einblick in die Entstehung von Adipositas als auch eine umfangreiche Erklärung für den weltweiten Anstieg der Prävalenz. 
 &amp;nbsp; 
 Quellen • Heindel, J.J., Lustig, R.H., Howard, S. et al. Obesogens: a unifying theory for the global rise in obesity. Int J Obes (2024). https://doi.org/10.1038/s41366-024-01460-3 • Maria Brandkvist, Johan Håkon Bjørngaard, Gunnhild Åberge Vie, et al.: Quantifying the impact of genes on body mass index during the obesity epidemic: longitudinal findings from the HUNT Study. BMJ. 2019. https://doi.org/10.1136/bmj.l4067 • RKI: Übergewicht und Adipositas (Stand: 16.02.2024). https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html 
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 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Tagatose – der seltene und gesunde Zucker</title>
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                                            Zucker ist den meisten von uns als gesundheitsschädlicher Dickmacher bekannt. Doch Zucker ist nur ein Überbegriff für viele unterschiedliche Zuckerarten. Einige werden ganz anders verstoffwechselt, als wir es vom Haushaltszucker kennen. Tagatose ist ein seltener und sehr beson...
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                 Was ist Tagatose? 
 D-Tagatose ist ein natürlicher Einfachzucker (Monosaccharid), der strukturell Fruktose ähnelt. Es ist einer der ersten Zucker, die Menschen und andere Säugetiere aufnehmen, da Tagatose Teil der Muttermilch ist. Nur eine kleine Menge der verzehrten Tagatose wird vom Dünndarm resorbiert und über die gleichen Stoffwechselwege wie Fruktose verwertet. Der Großteil gelangt in den Dickdarm, wo Tagatose von den Darmbakterien als Nahrungsquelle genutzt und fermentiert wird. Tagatose kommt in kleinen Mengen in Früchten wie Äpfeln, Ananas und Orangen sowie in verarbeiteten Milchprodukten wie Joghurt oder Käse vor. Im Vergleich zum Haushaltszucker bietet Tagatose folgende Vorteile: 
 
  Niedriger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel:  Tagatose verursacht keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und hat einen sehr niedrigen glykämischen Index von 3 %. 
  Zahnschonend:  Tagatose wird nicht von kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt und trägt nicht zur Säurebildung im Mund bei. 
  Fördert die Darmflora:  Tagatose hat einen präbiotischen Effekt und unterstützt das Wachstum nützlicher Darmbakterien, die kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat bilden. 
  Geeignet für Diabetiker:  Tagatose ist eine ideale Zuckeralternative bei Diabetes, da sie den Blutzuckerspiegel nicht spürbar beeinflusst. 
  Gut verträglich bei Lactoseintoleranz und Zöliakie:  In herkömmlichen Mengen ist Tagatose gut verträglich und auch bei gängigen Unverträglichkeiten geeignet. 
  Weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker:  Tagatose enthält nur 1,5 kcal pro Gramm (USA-Angabe) bzw. 2,8 kcal pro Gramm (EU-Angabe), was auf die geringe Resorptionsrate zurückzuführen ist. 
  Hilft beim Abnehmen:  Studien deuten darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von Tagatose beim Abnehmen helfen kann. 
  Angenehme Süße:  Tagatose hat eine angenehme natürliche Süße mit einer Süßkraft von 92 % im Vergleich zu Haushaltszucker. 
  Kein unangenehmer Nachgeschmack  wie bei Stevia oder diversen Süßstoffen. 
  Lässt sich größtenteils wie Haushaltszucker verwenden und dosieren &amp;nbsp;– ist jedoch nicht zum übermäßigen Erhitzen geeignet. 
 
  Diese vielfältigen positiven Effekte machen Tagatose zu einer wertvollen Ergänzung einer gesunden Ernährung, die weit über ihre Funktion als Süßungsmittel hinausgeht. 
 Warum Zucker so wichtig für unseren Körper ist 
 Kein Zucker ist per se gut oder schlecht, richtig oder falsch. Zucker ist ein essenzieller Energielieferant für den Körper, insbesondere für das Gehirn, das allein mehr als 20 % der zur Verfügung stehenden Energie benötigt. Dennoch ist nicht jeder Zucker gleich gut als Energiequelle geeignet. Darüber hinaus produziert unser Körper aus Zucker grundlegende Bausteine für die Zellteilung und die Reparatur von Schäden. Sogar unsere RNA besteht zum Teil aus Zucker – genauer gesagt aus dem Fünffach-Zucker Ribose. 
 Für unsere Vorfahren war Zucker überlebenswichtig. Er war nicht durchgehend verfügbar. Der Körper besitzt Glykogen-Speicher in den Muskeln und in der Leber, um nicht verwendeten Zucker für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben. Unser Gehirn reagiert sehr sensibel auf Zucker. Wenn wir ihn essen, wird das Belohnungszentrum aktiviert, um zu signalisieren, dass wir mehr davon zu uns nehmen sollen. Als Jäger und Sammler war dies durchaus sinnvoll. Wenn die Möglichkeit bestand, an Zucker zu gelangen, beispielsweise in Form von Früchten oder Honig, war dies eine ideale Möglichkeit, die Glykogen-Speicher aufzufüllen. Heute hat sich das Blatt gewendet. Zucker ist im Übermaß vorhanden, doch unser Metabolismus funktioniert immer noch wie vorher. Um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, ist es daher sinnvoll, andere Zucker wie Tagataso zu verwenden, die nicht so schnell vom Körper verwertet werden können, wie Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker. 
 Gesundheitliche Vorteile von Tagatose 
 Tagatose wird im Gegensatz zu den industriell verwendeten Zuckerarten nicht von kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt und trägt somit nicht zur Säurebildung im Mund bei. In Studien (⁶,¹²,¹³) wurde bereits bestätigt, dass Tagatose keinen Einfluss auf die Kariesbildung hat. Darüber hinaus gibt es wissenschaftliche Belege (¹,²,⁷,¹⁰) dafür, dass Tagatose einen präbiotischen Effekt hat. Einige Bakterienarten der Darmflora können Tagatose fermentieren und kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat bilden. Diese fördern das Wachstum nützlicher Darmkeime und versorgen die Darmzellen mit Energie, was eine positive Wirkung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben kann (⁸) und somit auch auf die gesamte Gesundheit.&amp;nbsp;Durch die geringe und langsame Resorption gelangt nur wenig Tagatose in den Blutkreislauf, was zu einem sehr niedrigen glykämischen Index von 3 % führt. Im Vergleich dazu hat Traubenzucker einen glykämischen Index von 100 %. Daher verursacht Tagatose keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckerspiegels und keine hohe Insulinfreisetzung. 
 Tagatose als vielversprechende Option bei Typ-2-Diabetes und Adipositas 
 Zwei aktuelle Forschungsüberblicke (³,¹⁴) zeigen vielversprechende Ergebnisse zur Verwendung von Tagatose bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes. In den umfassenden Meta-Analysen wird unter anderem bestätigt, dass Tagatose einen niedrigen glykämischen Index und eine starke blutzuckersenkende Wirkung hat. Darüber hinaus könnte Tagatose aufgrund dieser Eigenschaften potenziell bedeutende Vorteile für die Behandlung von Adipositas oder dem metabolischen Syndrom bieten. Die Autoren der Studien kommen zu dem Schluss, dass Tagatose als Süßungsmittel großes Potenzial hat und in den klinischen Studien keine wesentlichen negativen Nebenwirkungen bei einem moderaten Konsum gezeigt wurden. Diese positiven Eigenschaften machen Tagatose zu einer wertvollen Zuckeralternative, insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren müssen, ohne auf die Süße in ihrer Ernährung verzichten zu müssen. Die Anwendung muss jedoch noch in weiteren klinischen Studien bestätigt werden. 
 In einer weiteren Übersichtarbeit über Tagatose aus dem Jahr 2017 (⁵) hebt die Arbeitsgruppe die präbiotischen Eigenschaften, die minimale Absorption, die geringe Metabolisierungsenergie sowie die einzigartigen klinischen Eigenschaften der Tagatose hervor. „D-Tagatose erlangte internationale Aufmerksamkeit, da sie den Zweck alternativer Süßungsmittel erfüllt, die für die Kontrolle von Diabetes in der Weltbevölkerung dringend benötigt werden“, schreiben die Studienautoren. 
 Diabetikerinnen und Diabetiker sollten jedoch beachten, dass Tagatose nur geringfügig zur Zuckerversorgung beiträgt. Um Unterzuckerungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Kombination von Tagatose mit Trehalose, Galactose oder Isomaltulose. 
 Tagatose als gesunder Ersatz für Haushaltszucker 
 Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie an der Universität Hohenheim hat im Rahmen einer Studie (⁴) versucht, einen gesunden Zuckersirup herzustellen. Das Team macht den steigenden Konsum von energiereichen Lebensmitteln mit hohem Fett- und Zuckergehalt maßgeblich für die zunehmende Anzahl übergewichtiger Menschen verantwortlich. Gleichzeitig seien diese Komponenten jedoch entscheidend für den Geschmack und die Akzeptanz der Nahrungsmittel. Ein innovativer Ansatz zur Lösung dieses Problems sei ein Zuckersirup aus gesünderen Zuckern, der eine ähnliche Süßkraft wie Haushaltszucker aufweist. 
 Tagatose spiele hier eine besondere Rolle, da der Zucker eine Reihe von Vorteilen bietet. Laut der Forschungsgruppe hat Tagatose einen niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass es den Blutzuckerspiegel nur minimal beeinflusst und somit auch für Diabetiker geeignet ist. Zudem fördert er eine gesunde Darmflora und hat präbiotische Eigenschaften. Tagatose ist zahnfreundlich und trägt nicht zur Kariesbildung bei. Mit nur 1,5 kcal pro Gramm ist Tagatose zudem kalorienärmer als herkömmlicher Zucker. Diese Eigenschaften machen Tagatose zu einer attraktiven Zuckeralternative in einer Gesellschaft, die sich zunehmend der gesundheitlichen Auswirkungen von Zucker und Fetten bewusst wird. 
 Wie Tagotose die Darmgesundheit fördert 
 Tagatose spielt auch eine wichtige Rolle bei der Förderung der Butyratproduktion im Darm. Butyrat ist eine kurzkettige Fettsäure, die durch mikrobielle Fermentation von Ballaststoffen entsteht. Es dient primär als Energiequelle für die Zellen des Dickdarms (Kolonozyten) und unterstützt deren Gesundheit sowie deren Funktion. Diese Fettsäure ist jedoch mehr als nur ein Nährstoff. Sie fungiert auch als zellulärer Mediator durch mehrere Mechanismen, die entscheidend für die Darmgesundheit sind. Es gibt zahlreiche Hinweise in Studien (¹,²,⁷,⁸,¹⁰) darauf, dass Butyrat zur Regulierung der Darmbarriere beiträgt, indem es die Produktion von Proteinen fördert, die die Integrität der Darmwand erhalten. Das kann unter anderem zur Linderung von Darmbeschwerden wie dem Reizdarmsyndrom führen.&amp;nbsp;Durch die Fermentation von Tagatose im Dickdarm wird die Produktion von Butyrat gefördert. Dies geschieht durch die Unterstützung des Wachstums nützlicher Bakterien wie Lactobacillen und anderer Milchsäurebakterien, die Butyrat produzieren. Der regelmäßige Konsum von Tagatose kann somit die Butyratproduktion erhöhen. 
 Verträglichkeit von Tagatose 
 In herkömmlichen Mengen (1-2 Teelöffel pro Mahlzeit) ist Tagatose gut verträglich und auch bei Lactoseintoleranz und Zöliakie geeignet. Da Tagatose größtenteils im Dickdarm verwertet wird, sollten Personen mit bestehenden Darmbeschwerden vorsichtig sein. Tagatose wird über passive Diffusion resorbiert und beeinflusst die Fructoseaufnahme nicht. Sie ist daher für die meisten Menschen mit Fructoseunverträglichkeit geeignet. Bei stark ausgeprägter Fructoseunverträglichkeit sollte die Verträglichkeit von Tagatose individuell getestet werden. Wir empfehlen, Tagatose in üblichen Zuckermengen zu genießen (maximal zwei Teelöffel pro Mahlzeit). Größere Mengen können durch bakterielle Fermentation im Dickdarm zu Darmbeschwerden führen. Leichte Blähungen können bei empfindlichen Menschen ab einer Einzeldosis von 20 Gramm auftreten. Aus Erfahrungsberichten geht jedoch hervor, dass sich das Darmmikrobiom anpasst und die Toleranz gegenüber Tagatose mit der Zeit zunimmt. 
 Kaloriengehalt von Tagatose 
 Der Kaloriengehalt von Tagatose ist in den USA mit 1,5 kcal pro Gramm angegeben. Der niedrige Kaloriengehalt ist auf die geringe Resorptionsrate zurückzuführen. Tatsächlich werden nur kleine Mengen vom Körper aufgenommen und verwertet. Der Großteil ist „Futter“ für gesundheitsfördernde Darmbakterien. Die EU-Zulassung sieht jedoch vor, dass Tagatose mit 2,8 kcal pro Gramm angegeben werden muss, obwohl der tatsächliche Kaloriengehalt wahrscheinlich deutlich niedriger ist. Dies muss in kommenden Forschungsarbeiten noch abschließend geklärt werden. 
 Geschmack und Süßkraft 
 Tagatose hat eine angenehme natürliche Süße mit einer Süßkraft von 92 % im Vergleich zu Haushaltszucker. Daher eignet sich Tagatose hervorragend als Ersatz für herkömmlichen Zucker in Rezepten. Spezielle Backmischungen mit Tagatose können beispielsweise verwendet werden, um wesentlich gesündere Kuchen zu backen, die aber dennoch süß schmecken. 
 Was sagt die EFSA zu Tagatose? 
 Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Wirksamkeit von Tagatose in Form von folgender Aussage (Health-Claim) bestätigt:  „Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von anderen Zuckerarten D-Tagatose enthalten, bewirkt zum einen, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln/Getränken, zum anderen trägt dieser Austausch zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei.“ 
 Was sagen aktuelle Studie zu Tagatose? 
 Eine große prospektive Beobachtungsstudie aus Brasilien (Teil der Brazilian Longitudinal Study of Adult Health) hat den Zusammenhang zwischen dem Konsum von low- and no-calorie sweeteners (LNCS) und dem kognitiven Verfall über etwa 8 Jahre untersucht. 15  
 Insgesamt wurden 12.772 Erwachsene (Durchschnittsalter ~51,9 Jahre) einbezogen; die Datenerhebung erfolgte in drei Wellen zwischen 2008–2019. Die Forscher berechneten den individuellen Konsum von sieben einzelnen Süßstoffen (Aspartam, Saccharin, Acesulfam-K, Erythrit, Xylit, Sorbit und Tagatose) anhand eines Food-Frequency-Questionnaires und verglichen Gruppierungen (Tertile) hinsichtlich Veränderungen in standardisierten Kognitionstests über die Zeit. 
  Wichtiges Ergebnis aus der Studie:  
 Bei mehreren der untersuchten Süßstoffe (z. B. Aspartam, Saccharin, Acesulfam-K, Erythrit, Xylit, Sorbitol) war ein höherer Konsum mit einem schnelleren kognitiven Abbau (insbesondere in Gedächtnis- und verbaler Flussigkeit/„verbal fluency“) assoziiert. Dieser Effekt war in Subgruppen — z. B. bei Menschen unter 60 Jahren und bei Personen mit Diabetes — oft stärker ausgeprägt. 
 Tagatose war in der Auswertung die einzige der sieben untersuchten Substanzen, für die kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit kognitivem Verfall gefunden wurde. Das heißt: im Kontrast zu den anderen Substanzen zeigte Tagatose in dieser Studie keine Rate für einen kognitiven Abbau. 
 Einschränkungen bei der Verwendung von Tagatose 
 Tagatose ist für die meisten Menschen unbedenklich, jedoch sollten Personen mit hereditärer Fructoseintoleranz Tagatose nicht verwenden. Bei diesem seltenen Enzymdefekt ist der Fruchtzuckerstoffwechsel in den Körperzellen blockiert, was zu einer Anreicherung von Zwischenprodukten des Fructoseabbaus führt. Diese Anreicherung kann im Laufe der Zeit zu Organschäden führen. Da Tagatose aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit Fructose über die gleichen Stoffwechselwege abgebaut wird, kann sie bei einer hereditären Fructoseintoleranz nicht verwertet und sollte daher vermieden werden.&amp;nbsp;Dabei muss zwischen der hereditären Fructoseintoleranz und der häufiger vorkommenden intestinalen Fructoseintoleranz unterschieden werden. Letztere äußert sich durch Symptome wie Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfälle nach dem Verzehr von Fruchtzucker und ist weniger schwerwiegend als die hereditäre Form. Zudem sollte Tagatose nicht während der Schwangerschaft oder bei der Stoffwechselkrankheit Galaktosämie konsumiert werden, um mögliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden. 
 Tagatose in die tägliche Ernährung einbauen 
 Die einfachste Methode, um die vielen Vorteile der Tagatose nutzbar zu machen, ist, täglich vor oder während den Mahlzeiten ein bis zwei Esslöffel einer Tagatose-Galactose-Mischung in ein Getränk einzurühren und dieses vor oder während der Mahlzeit zu konsumieren. Das entspricht in etwa einer Menge von 20 Gramm am Tag. Solche Zuckermischungen gibt es bereits fertig zu kaufen und sind alternativ auch als Sirup verfügbar. Außerdem werden derzeit verschiedene Produkte wie Schokolade und Cola entwickelt, die die gesunden Zucker bereits enthalten. 
 Als herkömmlicher Zucker zum Risikofaktor wurde 
 Heute ist Zucker im Überfluss vorhanden. Der süße Geschmack und der belohnende Effekt des Zuckers führen dazu, dass wir gerne Lebensmittel mit viel Zucker essen, was wiederum dazu führt, dass Lebensmittel-Hersteller viel Zucker in ihre Produkte packen – vor allem Haushaltszucker (Saccharose) und Fruchtzucker (Fruktose). Dieser Kreislauf hat in den letzten Jahrzehnten einen massiven Einfluss auf die die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung ausgeübt. Zahlreiche Studien haben mittlerweile den Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht, Demenz und Herz-Kreislauferkrankungen aufgezeigt. Darüber hinaus hat ein hoher Zuckerkonsum auch Auswirkungen auf die Psyche und kann an der Entstehung von Depressionen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen beteiligt sein. Im Folgenden gehen wir daher auf die drei häufigsten Zuckerarten ein, die industriell verwendet werden. 
 Haushaltszucker (Saccharose) 
 Haushaltszucker ist der bekannteste Zucker. Etwa 35 Kilogramm isst jede Person in Deutschland jährlich davon. Er ist in einem Großteil aller Süßigkeiten, Limonaden, Fruchtsäften und Fertiggerichten zu finden. Der hohe Zuckergehalt in Getränken wie Cola (37 Stück Würfelzucker pro Liter) und Fruchtsäften wie Apfelsaft (ca. 40 Stück Würfelzucker pro Liter) ist problematisch. Denn Haushaltszucker fördert Karies und führt zu schnellen Blutzuckerschwankungen, was den Körper belastet und ihn zunehmend resistent gegen Insulin macht. Zudem ist Saccharose hochkalorisch und begünstigt Übergewicht. 
 Fruchtzucker (Fruktose) 
 Fruktose hat einen niedrigeren glykämischen Index als Haushaltszucker, was bedeutet, dass der Blutzucker langsamer ansteigt. Allerdings können große Mengen Fruktose die Gesundheit negativ beeinflussen, indem sie den Fettabbau hemmen und die Bildung von Harnsäure fördern. Auch Fruktose kann Karies verursachen. 
 Traubenzucker (Glukose) 
 Glukose lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wird oft bei Unterzuckerung eingesetzt. Sie kommt auch in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln und Kartoffeln vor. Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel ist jedoch gesünder, da schnelle Anstiege und Abfälle den Körper belasten. 
 Fazit: Tagatose bietet gesunde Süße ohne Verzicht 
 Haushaltszucker, Fruchtzucker und Traubenzucker in hohen Mengen sind problematisch, da sie zu schnellen Blutzuckerspitzen, Gewichtszunahme und Zahnschäden führen können. Diese negativen Auswirkungen sind weit verbreitet und tragen erheblich zur globalen Prävalenz von Übergewicht und damit verbundenen Krankheiten wie Typ-2-Diabetes bei. Der Ersatz von industriellen Zuckern durch gesündere Alternativen bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Tagatose stellt eine vielversprechende Option dar, die nicht nur die gleiche Süße bietet, sondern auch die Zähne schützen, den Blutzuckerspiegel stabil halten, beim Abnehmen helfen und die Darmgesundheit fördern kann. Einen Teil des Haushaltszuckers durch eine Tagatose-Galaktose Zuckermischung zu ersetzen, stellt eine leicht umzusetzende Möglichkeit dar, um von dem süßen Geschmack und den potenziellen Vorteilen der gesunden Zucker profitieren zu können, ohne die gesundheitlichen Nachteile der herkömmlichen Zucker in Kauf nehmen zu müssen. 
     
 &amp;nbsp; 
  Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von anderen Zuckerarten D-Tagatose enthalten, bewirkt zum einen, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln/Getränken, zum anderen trägt dieser Austausch zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei.&amp;nbsp;  
 Die Efsa beschreibt in ihrer Health Claims Verordnung folgende Wirkung beim Verzehr von Lebensmitteln sowie Getränken die keinen Zucker, sondern Zuckeralternativen wie Tagatose anbieten:&amp;nbsp; 
 
 EFSA-Gesundheitsaussage zu Tagatose -&amp;nbsp; Blutzuckerspiegel  
 
 Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Tagatose enthalten, bewirkt, dass der Blutzuckerspiegel nach ihrem Verzehr weniger stark ansteigt als beim Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln.&amp;nbsp; 
 
 EFSA-Gesundheitsaussage zu Tagatose -&amp;nbsp; Zahnfreundlichkeit  
 
 Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Tagatose enthalten, trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei.&amp;nbsp;   
 Die FDA (Food and Drug Administration) hat im April 2026 beschlossen, dass Tagatose auf Lebensmitteletiketten nicht mehr als Zucker deklariert werden muss. Damit wird offiziell anerkannt, dass der seltene und funktionale Zucker Tagatose nicht die negativen Effekte von normalem Zucker aufweist. Dies bestätigt auch die Aussagen in dem neuen Buch &quot; Die Zucker Revolution &quot; von Dr. Johannes F. Coy.&amp;nbsp; 
     
 Die Entscheidung der FDA beeinträchtigt das Potenzial und das Interesse an Tagatose in einer Reihe von Lebensmittel- und Getränkekategorien. Die wichtigsten Vorteile, die das Interesse wecken, seien der niedrige glykämische Index von Tagatose, die Farbbildung (es unterliegt der Mailliard-Reaktion), die einfache Handhabung (Tagatose ist aufgrund ihrer geringen Hygroskopizität rieselfähig) und die präbiotische Wirkung (es erhöht die Produktion kurzkettiger Fettsäuren im Darm ). 
 Studien deuten an Menschen und Tiermodellen darauf hin, dass Tagatose im Dickdarm fermentiert wird, wo sie die Anzahl nützlicher Bakterien erhöht und die Produktion von nützlichen kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat anregt.&amp;nbsp;  16   
 &amp;nbsp; 
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  Quellen  
 ¹Hans Bertelsen, Hans Andersen, Michael Tvede. (2001). Fermentation of D-Tagatose by Human Intestinal Bacteria and Dairy Lactic Acid Bacteria. Microbial Ecology in Health and Disease, 13(2), 87–95. https://doi.org/10.1080/08910600119905 ²Venema, K., Vermunt, S. H. F., &amp;amp; Brink, E. J. (2005). D-Tagatose increases butyrate production by the colonic microbiota in healthy men and women. Microbial Ecology in Health and Disease, 17(1), 47–57. https://doi.org/10.1080/08910600510035093 ³Marion Guerrero-Wyss, Samuel Durán Agüero, Lisse Angarita Dávila, et al.: D-Tagatose Is a Promising Sweetener to Control Glycaemia: A New Functional Food. BioMed Research International (2018). https://doi.org/10.1155/2018/8718053 ⁴Lutz-Wahl, S., Pross, E., Hinrichs, J. et al. Multi-Enzymsystem zur Herstellung eines alternativen Zuckersirups. Biospektrum 26, 679–681 (2020).&amp;nbsp;https://link.springer.com/article/10.1007/s12268-020-1467-2 ⁵Jayamuthunagai, J., Gautam, P., Srisowmeya, G., &amp;amp; Chakravarthy, M. (2017). Biocatalytic production of D-tagatose: A potential rare sugar with versatile applications. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 57(16), 3430–3437. https://doi.org/10.1080/10408398.2015.1126550 ⁶Y. Lu, G. V. Levin: Removal and prevention of dental plaque with d-tagatose. International Journal of Cosmetic Science. 2002. https://doi.org/10.1046/j.1467-2494.2002.00141.x ⁷S.J. Son, J.H. Koh, S. Oh, Y. Kim, et al.: Effect of the Lactobacillus rhamnosus strain GG and tagatose as a synbiotic combination in a dextran sulfate sodium-induced colitis murine model. Journal of Dairy Science (2018). https://doi.org/10.3168/jds.2018-15013 ⁸Leonel, Alda J.; Alvarez-Leite, Jacqueline I., et al.: Butyrate - implications for intestinal function. Current Option in Clinical Nutrition Care (2012). https://doi.org/10.1097/mco.0b013e32835665fa ⁹Sohini Roy, Jayaram Chikkerur, Ashis Kumar Samanta, et al.:Tagatose as a Potential Nutraceutical: Production, Properties, Biological Roles, and Applications. Journal of Food Science (2018). https://doi.org/10.1111/1750-3841.14358 ¹⁰Lærke Helle N., Jensen Bent B., Højsgaard Søren, et al.: In Vitro Fermentation Pattern of D-Tagatose Is Affected by Adaptation of the Microbiota from the Gastrointestinal Tract of Pigs. The Journal of Nutrition (2000). https://doi.org/10.1093/jn/130.7.1772 ¹¹Dominique Turck, Jean-Louis Bresson, Barbara Burlingame, et al.: Scientific Opinion on the energy conversion factor of d-tagatose for labelling purposes. EFSA Journal (2016). https://doi.org/10.2903/j.efsa.2016.4630 ¹²Imfeld, T., et al.: Telemetric evaluation of D-tagtose provided by MD Foods Ingredients Amba, Denmark, with regard to the product’s qualification as being safe for teeth (1996). Dental Institute, University of Zurich, Switzerland. ¹³Imfeld, T., et al.: Telemetric evaluation of D-tagtose provided by MD Foods Ingredients Amba, Denmark, with regard to the product’s qualification as being safe for teeth. Study performed after different plaque-adaption periods (1998). Dental Institute, University of Zurich, Switzerland ¹⁴U.S. Food &amp;amp; Drug Administation: Petition for a Qualified Health Claim for D-Tagatose and Reduced Risk of Type 2 Diabetes (Docket No. FDA-2022-Q-0051). https://www.fda.gov/media/176463/download  15 Neurology: &quot;Association Between Consumption of Low- and No-Calorie Artificial Sweeteners and Cognitive Decline An 8-Year Prospective Study&quot;, https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214023, 2025   16 &amp;nbsp;FDA exempts tagatose from added sugar labeling, https://agfundernews.com/fda-exempts-tagatose-from-added-sugar-labeling  
 &amp;nbsp; 
  Weitere Studien über Tagatose   • Armstrong, L. M., Luecke, K. J., &amp;amp; Bell, L. N. (2009). Consumer evaluation of bakery product flavour as affected by incorporating the prebiotic tagatose. Int J Food Sci Technol. https://doi.org/10.1111/j.1365-2621.2009.01909.x • Boesch, C., Ith, M., Jung, B., Bar, A., et al (2001). Effect of Oral D-Tagatose on Liver Volume and Hepatic Glycogen Accumulation in Healthy Male Volunteers. Regul Toxicol Pharmacol. https://doi.org/10.1006/rtph.2001.1470 • Buemann, B., Gesmar, H., Astrup, A., &amp;amp; Quistorff, B. (2000). Effects of oral D-tagatose, a stereoisomer of D-fructose, on liver metabolism in man as examined by 31P-magnetic resonance spectroscopy. Metabolism, https://doi.org/10.1053/meta.2000.9532 • Buemann, B., Toubro, S., &amp;amp; Astrup, A. (1998). D-Tagatose, a stereoisomer of D-fructose, increases hydrogen production in humans without affecting 24-hour energy expenditure or respiratory exchange ratio. J Nutr, https://doi.org/10.1093/jn/128.9.1481 • Donner, T. W., Magder, L. S., &amp;amp; Zarbalian, K. (2010). Dietary supplementation with d-tagatose in subjects with type 2 diabetes leads to weight loss and raises high-density lipoprotein cholesterol. Nutr Res, https://doi.org/10.1016/j.nutres.2010.09.007 • Durante, M., Sgambellone, S., Lucarini, L., Collino, M., et al (2021). D-Tagatose Feeding Reduces the Risk of Sugar-Induced Exacerbation of Myocardial I/R Injury When Compared to Its Isomer Fructose. Front Mol Biosci, https://doi.org/10.3389%2Ffmolb.2021.650962 • Ensor, M., Williams, J., Smith, R., Banfield, A., &amp;amp; Lodder, R. A. (2014). Effects of three lowdoses of D-tagatose on glycemic control over six months in subjects with mild type 2 diabetes mellitus under control with diet and exercise. J Endocrinol Diabetes Obes, 
  &amp;nbsp;  
 Rechtlicher Hinweis: 
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Aromaöle: Nächtliche Düfte können das Gedächtnis verbessern</title>
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                 Können Aromaöle zum Erhalt der kognitiven Fähigkeiten beitragen? 
 In den letzten Jahren hat das Interesse an alternativen und komplementären Gesundheitsstrategien zur Reduzierung von kognitivem Verlust im Alter stetig zugenommen. Die Verwendung von Aromaölen haben in diesem Zuge aufgrund ihrer einfachen Anwendung sowie ihrer potenziellen Wirksamkeit Aufmerksamkeit erregt. Traditionell haben sich Duftöle bereits in der Aromatherapie bewährt und werden dort für ihre entspannenden Eigenschaften geschätzt. Mithilfe der Aromaöle wird probiert, die körperliche und psychische Gesundheit der Anwenderinnen und Anwender durch natürliche Düfte zu fördern. Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Öle nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Verbesserung kognitiver Funktionen spielen könnten.&amp;nbsp;Eine Arbeitsgruppe der University of California, Irvine, veröffentliche im Jahr 2023 eine bemerkenswerte Studie in dem renommierten Fachjournal „Frontiers in Neuroscience“ zu diesem Thema. Im Rahmen der Forschungsarbeit untersuchte das Team, wie sich die regelmäßige Verwendung von Aromaölen auf die kognitiven Fähigkeiten von älteren Erwachsenen auswirken kann. Die Studienergebnisse sind besonders relevant, da sie neue Perspektiven in der Prävention und möglicherweise sogar in der Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen bieten. Vor dem Hintergrund der ständigen Zunahme von kognitiven Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz sind diese Erkenntnisse von hoher Bedeutung.&amp;nbsp;In diesem Artikel werden wir die Ergebnisse dieser Studie detailliert betrachten und auch weitere Forschungsergebnisse zu dem Thema vorstellen. Zudem schauen wir uns die zugrundeliegenden Mechanismen an, durch die Aromaöle die kognitiven Fähigkeiten beeinflussen können. 
 Duftöle verbesserten kognitive und neuronale Funktionen 
 Im Rahmen der Studie erhielten ältere Erwachsene im Alter von 60 bis 85 Jahren über sechs Monate eine nächtliche Aromatherapie, bei der über einen Geruchsstoffdiffusor jede Nacht über zwei Stunden hinweg die Luft mit Aromaölen angereichert wurde. Dabei wurden sieben verschiedene Geruchsstoffe angewendet – an jedem Tag in der Woche ein anderes Öl. Als Kontrollgruppe diente eine gleichaltrige Gruppe, die keine nächtliche Aromatherapie erhielt. Die angewendeten Aromaöle waren: 
 •  Rose  •  Orange  •  Eukalyptus  •  Zitrone  •  Pfefferminz  •  Rosmarin  •  Lavendel  
 Zu Beginn der Studie sowie nach sechs Monaten führte das Forschungsteam an allen Probandinnen und Probanden neuropsychologische Untersuchungen und Gehirnscans (fMRI) durch. Das verbale Gedächtnis der Teilnehmenden wurde mithilfe des Rey Auditory Verbal Learning Test ermittelt, mit dem die Art und der Schweregrad von Gedächtnisstörungen beurteilt werden kann.&amp;nbsp;Die Gruppe, die die nächtliche Aromatherapie erhielt, konnte im Vergleich zur Kontrollgruppe ihr Ergebnis in dem Test nach sechs Monaten um 226 Prozent verbessern. Außerdem dokumentierte das Team eine verbesserte Funktion des linken Faszikulus uncinatus – einer Hirnregion, die besonders aktiv bei der auditiven Sprachverarbeitung ist. Die Arbeitsgruppe kommt daher zu der folgenden Schlussfolgerung: 
 „Eine minimale Geruchsanreicherung in der Nacht führt zu Verbesserungen sowohl der kognitiven als auch der neuronalen Funktionen. Somit kann die olfaktorische Anreicherung einen wirksamen und wenig anstrengenden Weg zur Verbesserung der Gehirngesundheit darstellen.“ 
 Was sind Aromaöle? 
 Aromaöle, auch ätherische Öle genannt, sind hochkonzentrierte, flüchtige Pflanzenextrakte, die durch Destillation, Kaltpressung oder andere Extraktionsmethoden aus verschiedenen Teilen von Pflanzen wie Blüten, Blättern, Stämmen, Wurzeln oder Früchten gewonnen werden. Jedes Öl besitzt ein einzigartiges Aroma und eine chemische Zusammensetzung, die dem Öl spezifische therapeutische Eigenschaften verleiht. Diese Öle sind die Grundlage der Aromatherapie, einer alten Heilkunst, die auf der Verwendung von Pflanzenextrakten zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit basiert. Die in der Studie angewendeten Aromaöle werden seit Jahrhunderten angewendet. Den Duftölen werden folgende Wirkungen zugesprochen: 
 •   Lavendelöl :  Bekannt für seine beruhigende Wirkung – wird zur Linderung von Stress, Angstzuständen und Schlafstörungen verwendet. •   Pfefferminzöl:   Beliebt für seine kühlenden und belebenden Eigenschaften – wird zur Förderung der Konzentration und zur Linderung von Kopfschmerzen eingesetzt. •   Eukalyptusöl:   Wird wegen seiner potenziellen reinigenden und klärenden Eigenschaften oft zur Unterstützung der Atemwege verwendet. •   Rosenöl:   Bekannt für seine beruhigenden Eigenschaften – wird oft eingesetzt, um emotionale Ausgeglichenheit zu fördern und Stress abzubauen. •   Orangenöl :  Beliebt für die potenziell erhebende und belebende Wirkung – wird oft zur Stimmungsaufhellung und zur Reduzierung von Angstzuständen verwendet. •   Zitronenöl:   Hat sich zur Förderung der Konzentration sowie zur Erfrischung der Luft bewährt. •&amp;nbsp;  Rosmarinöl:   Wird für seine stimulierenden Eigenschaften geschätzt – wird unter anderem zur Förderung der Gedächtnisleistung und zur Steigerung der geistigen Wachsamkeit angewendet. 
 Düfte sind im Gehirn mit Erinnerungen verknüpft 
 Einer der führenden Riechforscher in Deutschland ist Professor Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum. Wie der Experte in einem Podcast berichtet, besitzt unsere Nase rund 20 Millionen Riechzellen, mit denen wir Düfte wahrnehmen. Jede Riechzelle hat einen dünnen Nervenfortsatz, der direkt mit dem Erinnerungs- und Emotionszentrum des Gehirns (Hippocampus) verbunden ist. Düfte sind daher direkt mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Gerüche, die mit besonders starken Emotionen verknüpft sind, können wir über Jahrzehnte hinweg abrufen. So können bei älteren Menschen beispielsweise wieder Kindheitserinnerungen wachgerufen werden, wenn sie einen bestimmten Duft wahrnehmen.&amp;nbsp;Im Umkehrschluss steht der Verlust des Geruchssinns sogar mit einem erhöhten Risiko für Demenz in Verbindung. Ein Forschungsteam von der University of Chicago zeigte im Jahr 2022 in dem Demzenz-Fachjournal „Alzheimer’s &amp;amp; Dementia“, dass der Geruchssinn mit den kognitiven Funktionen korreliert. Personen, die im Alter schlecht riechen können und bei olfaktorischen Tests schlechter abschnitten, hatten der Studie zur Folge ein erhöhtes Risiko eine Demenz zu entwickeln.&amp;nbsp;Eine Arbeitsgruppe der Michigan State University kommt sogar im Rahmen einer Studie, die in dem renommierten Fachjournal „Annals of Internal Medicine“ im Jahr 2019 publiziert wurde, zu dem Schluss, dass ältere Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Geruchssinn ein rund 50 Prozent erhöhtes Risiko haben, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu sterben, verglichen mit Seniorinnen und Senioren, die einen guten Geruchssinn haben. Diese Forschungsarbeiten machen deutlich, dass der Geruchssinn weitaus größere Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, als bislang angenommen. 
 Wie wirken Aromaöle auf das Gehirn? 
 Die Wirkung von Aromaölen auf das Gehirn und damit auf unsere kognitiven Funktionen ist ein faszinierendes Zusammenspiel zwischen der Chemie der Öle und den komplexen Mechanismen unseres Nervensystems. Um zu verstehen, wie diese natürlichen Substanzen unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen können, ist es wichtig, sowohl die biologischen Prozesse als auch die Forschungsergebnisse in diesem Bereich zu betrachten.&amp;nbsp;Der Hauptweg, durch den Aromaöle das Gehirn beeinflussen, ist die olfaktorische Wahrnehmung – das Einatmen der Düfte. Wenn wir Gerüche einatmen, binden die Duftmoleküle an Rezeptoren in der Nase, die Signale direkt an das limbische System des Gehirns senden. Dieses System ist verantwortlich für Emotionen, Erinnerungen und bestimmte automatisierte körperliche Reaktionen.&amp;nbsp;Das limbische System, insbesondere die Amygdala und der Hippocampus, spielt eine zentrale Rolle in der Verarbeitung von Emotionen und Erinnerungen. Aromaöle können diese Bereiche direkt beeinflussen, was ihre Fähigkeit erklärt, Stimmungen zu verbessern, Stress abzubauen und die Gedächtnisleistung zu steigern.&amp;nbsp;Verschiedene Aromaöle können die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin beeinflussen. Diese Neurotransmitter sind für Gefühle des Wohlbefindens und der Freude wichtig. Zum Beispiel kann Lavendelöl helfen, das Stresshormon Cortisol zu reduzieren, was zu einer Entspannung führt. Das bestätigte auch ein italienisches Forschungsteam im Jahr 2019 im Rahmen einer Übersichtarbeit, die in dem Fachjournal „Phytomedicine“ publiziert wurde.&amp;nbsp;Einige Aromaöle besitzen darüber hinaus starke antioxidative Eigenschaften, die gegen Stressfaktoren im Gehirn wirken können. Oxidativer Stress steht wiederum mit der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen in Verbindung. Die antioxidativen Eigenschaften von Aromaölen wie Rosmarin könnten daher zur Prävention solcher Erkrankungen beitragen. So zeigte beispielsweise Rosmarinsäure im Rahmen einer Studie, die im Jahr 2023 in dem Fachjournal „Phytotherapy Research“ veröffentlicht wurde, eine äußerst positive Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Die Forschenden betonen das Potenzial von Rosmarin, neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson entgegenzuwirken. 
 Fazit: Aromaöle sind hervorragend als komplementäre Behandlung für den Hausgebrauch 
 Aromaöle sollten laut Expertinnen und Experten auf dem Gebiet nicht als Allheilmittel betrachtet werden. Sie sind jedoch hervorragend als komplementäre Behandlung für den Hausgebrauch geeignet und sollten nicht als Ersatz für etablierte medizinische Therapien verwendet werden. Insgesamt ist die Wirkung von Aromaölen auf das Gehirn ein Gebiet, das zunehmend an Bedeutung gewinnt und derzeit intensiv erforscht wird. Die bisherigen Erkenntnisse sind vielversprechend und deuten darauf hin, dass Aromaöle als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Verbesserung der kognitiven Funktionen und des emotionalen Wohlbefindens nützlich sein können. 
 &amp;nbsp; 
  Quellen  • Cynthia C. Woo, Blake Miranda, Michael Leon, et al.: Overnight olfactory enrichment using an odorant diffuser improves memory and modifies the uncinate fasciculus in older adults. Frontiers in Neuroscience 2023. https://doi.org/10.3389/fnins.2023.1200448 • Rachel R. Pacyna, S. Duke Han, Jayant M. Pinto, et al.: Rapid olfactory decline during aging predicts dementia and GMV loss in AD brain regions. Alzheimer&#039;s &amp;amp; Dementia 2022. https://doi.org/10.1002/alz.12717 • Bojing Liu, Zhehui Luo, Honglei Chen, et al.: Relationship Between Poor Olfaction and Mortality Among Community-Dwelling Older Adults. Annals of Internal Medicine 2019. https://doi.org/10.7326/M18-0775 • Davide Donelli, Michele Antonelli, Fabio Firenzuoli, et al.: Effects of lavender on anxiety: A systematic review and meta-analysis. Phytomedicine 2019. https://doi.org/10.1016/j.phymed.2019.153099 • Pooja Ravaria, Priyanka Saxena, Sandeep Singh Rana, et al.: Molecular mechanisms of neuroprotective offerings by rosmarinic acid against neurodegenerative and other CNS pathologies. Phytotherapy Research 2023. https://doi.org/10.1002/ptr.7825 
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            <title type="text">Ernährungsstudie: Abnehmen mit speziellem Brot?</title>
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                                            Eine aktuelle Studie des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ) in Düsseldorf ¹, durchgeführt von Dr. rer. nat. Kerstin Kempf und ihrem Team, untersuchte die Auswirkungen des Austauschs herkömmlichen Brots durch eine Sorte mit niedrigerem Kohlenhydratgehalt auf...
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                 Welche Bedeutung hat Brot in unserer Ernährung? 
 Brot ist ein grundlegendes Nahrungsmittel in vielen Kulturen und gilt als Quelle für Kohlenhydrate. In Europa macht Brot etwa 30% der täglichen Kohlenhydrataufnahme bei Frauen und bis zu 37% bei Männern aus.&amp;nbsp;Allein in Deutschland konsumiert jeder im Durchschnitt etwa 58 kg Brot pro Jahr. Im Gegensatz dazu ist der Brotkonsum in Ländern mit einer Ernährungsweise, die der Mittelmeerdiät ähnelt, deutlich geringer. 
 Was ist die Düsseldorfer Brotstudie? 
 Die &quot;Düsseldorfer Brotstudie&quot; untersuchte, wie verschiedene Brotsorten die Insulinreaktion des Körpers beeinflussen und ob der Konsum von Brot, das die Insulinsekretion weniger anregt, das Körpergewicht positiv beeinflussen kann.&amp;nbsp;Dabei handelt es sich um eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie, die die Auswirkungen von zwei verschiedenen Brotsorten auf das Körpergewicht von übergewichtigen Probanden untersuchte.&amp;nbsp;Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ersetzte ihr herkömmliches Brot durch Roggenvollkornbrot, um eine Kontrollgruppe zu bilden. Die andere Gruppe erhielt ein Brot mit reduziertem Kohlenhydratgehalt.&amp;nbsp;Vor Beginn der Studie wurde festgestellt, dass die beiden Brotsorten signifikante Unterschiede in Bezug auf die Glukose- und Insulinreaktion im Blut aufwiesen. Trotzdem waren sie in Textur und Geschmack vergleichbar und hatten einen ähnlichen Energiegehalt. Der primäre Endpunkt der Studie war die Differenz im Körpergewicht nach 3 Monaten Behandlung. 
 Welche Ergebnisse lieferte die Studie? 
 Die Ergebnisse der &quot;Düsseldorfer Brotstudie&quot; sind sehr aufschlussreich. In der Kontrollgruppe, die ihr herkömmliches Brot beibehielt, veränderte sich das Körpergewicht praktisch nicht (−0,1 kg ± 2,0 kg). Im Gegensatz dazu verlor die Interventionsgruppe signifikant an Gewicht (−1,8 kg ± 2,9 kg). Die geschätzte Behandlungsdifferenz (ETD) betrug beeindruckende -1,7 kg ± 0,2 kg (p = 0,007). Besonders interessant ist, dass bei den älteren Probanden (≥ 55 Jahre) die Gewichtsabnahme noch ausgeprägter war (−2,6 kg ± 3,3 kg). Darüber hinaus war der Anteil der Probanden, die in der Interventionsgruppe mehr als 1 kg abnahmen, doppelt so hoch im Vergleich zur Kontrollgruppe (p &amp;lt; 0,001).²   
   
  Austausch der Brotsorte hat erheblichen Einfluss auf die Gewichtsreduktion 
 Die Ergebnisse zeigen, dass allein der Austausch einer Brotsorte in der Ernährung das Potenzial hat, bei übergewichtigen Menschen eine signifikante Gewichtsreduktion herbeizuführen. Dies ist besonders für ältere Menschen von Bedeutung, da diese Gruppe von der im Alltag kleinen Maßnahme besonders profitieren kann.&amp;nbsp;Denn erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Studienteilnehmer keine signifikanten Änderungen in ihrem Lebensstil vorgenommen haben. Diese einfache Änderung in der Ernährung kann somit eine effektive und leicht umsetzbare Strategie zur Gewichtsreduktion sein.&amp;nbsp;Die Ergebnisse dieser Studie tragen dazu bei, die Diskussion über die Bedeutung von Kohlenhydraten in der Ernährung zu beleben. Zu untermauern gilt es, dass nicht alle Kohlenhydrate gleich sind und einige eine stärkere Insulinreaktion hervorrufen als andere. Menschen mit Gewichtsproblemen können hier eine gezieltere Auswahl an Kohlenhydraten nutzen. 
 Fazit: Kleine Veränderung bei der Auswahl von Brot – große Auswirkungen 
 Die &quot;Düsseldorfer Brotstudie&quot; zeigt, dass der Austausch herkömmlichen Brots durch eine Sorte mit niedrigerem Kohlenhydratgehalt wie beispielsweise Paleo-Brot signifikant zur Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Menschen beitragen kann.&amp;nbsp;Dieses einfache Ernährungs-Upgrade ist für alle gesundheitsbewussten Menschen besonders wertvoll, da es keine drastischen Veränderungen im Lebensstil erfordert.&amp;nbsp;Die Ergebnisse dieser Studie rücken spannende Fragen zur Rolle von Kohlenhydraten in der Ernährung in den Fokus und könnten in Zukunft die Entwicklung gezielterer Ernährungsstrategien weiter unterstützen. 
 Quellen: ¹Vgl. Kempf K, et al.: Impact of a Low-Insulin-Stimulating Bread on Weight Development – A Real Life Randomised Controlled Trial. Nutrients 6. März 2023 ; 15 (5): 1301, https://www.mdpi.com/2072-6643/15/5/1301#, 2023 ²Vgl. Ärzteblatt: Ernährung und Körpergewicht: „Wie man den Insulinpeak mit speziellem Brot vermeiden und abnehmen kann“, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Ern%E4hrung?s=&amp;amp;p=1&amp;amp;n=1&amp;amp;aid=234167 
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                            <updated>2023-12-21T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Schadstoffe in Kosmetika</title>
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                                            Kosmetische Produkte sind in unserem täglichen Leben kaum noch wegzudenken. Von Duschgel über Zahnpasta bis hin zu Make-up verwenden wir eine Vielzahl von Artikeln, um uns frisch und gepflegt zu fühlen. Doch was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist: In zahlreichen dieser Prod...
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                 Versteckte Gefahren in unseren Pflegeprodukten? 
 Tausende unterschiedliche Substanzen werden als Inhaltsstoffe in Kosmetika verwendet. In einer wegweisenden Studie hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Inhaltsstoffe von über 60.000 Kosmetikprodukten auf dem deutschsprachigen Markt auf hormonell wirksame Chemikalien hin untersucht.  Das erschreckende Ergebnis: Fast ein Drittel der analysierten Körperpflegeprodukte enthielt bedenkliche Stoffe!¹    Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie in folgender Übersicht zusammengefasst: 
 &amp;nbsp;  
 Bildquelle: bund.net: Der Kosmetik-Check, Seite 3https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 
 Welche Schadstoffgruppen werden bewertet? 
 Der BUND hat im Rahmen seiner Untersuchung bestimmte Schadstoffgruppen ins Visier genommen, die als besonders kritisch angesehen werden. Hierzu gehören: 
  Hormonelle Schadstoffe:  Dazu zählen Substanzen, die auf Endocrine-Disruptor-Listen nationaler Umweltbehörden stehen, sowie Parabene und hormonelle Schadstoffe der SIN-Liste der Organisation ChemSec. Parabene wie Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben gelten als die schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetika.²   Nanopartikel:  Die Europäische Kommission hat einen Katalog der Nanomaterialien in kosmetischen Mitteln herausgegeben, die die Grundlage für den ToxFox bilden.   PFAS (Fluorcarbone):  Diese als &quot;Ewigkeits-Chemikalien&quot; bekannten Substanzen wurden aus einer Studie der schwedischen Chemikalienagentur übernommen.&amp;nbsp;Leider sind  Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) auch bereits im Wasser angekommen .   Mikroplastik und andere Kunststoffe:  Diese Materialien, die in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten verwendet werden, stehen im Verdacht, die Gesundheit und Umwelt zu schädigen.³ 
 Welche Risiken bergen hormonell wirksame Chemikalien? 
 Hormonell wirksame Stoffe finden sich vor allem als Konservierungsmittel und UV-Filter in Kosmetika. Sie können über die Haut in unseren Körper gelangen und sind besonders für Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende gefährlich.&amp;nbsp;Diese Substanzen stören sensible Entwicklungsphasen und stehen unter Verdacht, einen Rückgang der Spermienqualität und -anzahl, hormonbedingte Krebserkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern zu begünstigen.⁴&amp;nbsp;Obwohl die Konzentrationen dieser Stoffe in einzelnen Produkten oft niedrig sind, können sie sich im Körper akkumulieren und so zu einem gefährlichen Hormoncocktail führen. 
 &amp;nbsp;  
 Bildquelle: bund.net: Der Kosmetik-Check, Seite 8 https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 
 Hormonelle Schadstoffe werden unter anderem mit Unfruchtbarkeit oder reduzierter Fruchtbarkeit, Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten, Fettleibigkeit, Altersdiabetes, Herzkreislauferkrankungen, verfrühter Pubertät und verschiedenen&amp;nbsp;hormonbedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht.⁵ 
   
 Bildquelle: bund.net: Der Kosmetik-Check, Seite 7 https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 
 &amp;nbsp;  
 Bildquelle: bund.net: Der Kosmetik-Check, Seite 6 https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 
 Welche Rolle spielen Mikroplastik und andere Kunststoffe in Kosmetik? 
 Kunststoffe finden in einer breiten Palette von Kosmetikprodukten Anwendung, sei es als Schleifmittel, Bindemittel, Füllstoffe oder Filmbildner. Sie können in Form von Mikroplastikpartikeln oder sogar in flüssiger Form vorkommen.&amp;nbsp;Unlösliche, in Wasser quellbare und teilweise lösliche synthetische Polymere in Kosmetika gelangen über das Abwasser in die örtlichen Kläranlagen, die in der Regel nicht in der Lage sind, sie ausreichend aus dem Abwasser zu entfernen.&amp;nbsp;Dadurch gelangen Mikroplastik und andere Kunststoffe aus den Abwässern in die Umwelt und letztendlich in unsere  Gewässer und in unseren Trinkwasserkreislauf .&amp;nbsp;Für Verbraucher gestaltet sich die Identifizierung der Form und Größe des in einem Produkt enthaltenen Kunststoffs oft als äußerst schwierig, da es leider keine transparenten Kennzeichnungen gibt.⁶ 
 Beeinflussen Weichmacher und Hilfsstoffe die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft? 
 Umwelt- und Reproduktionsepidemiologen der University of Massachusetts Amherst bestätigen in einer aktuellen Studie⁷, dass der Umgang mit Phthalaten, einer Gruppe von weichmachenden und lösungsmittelhaltigen Chemikalien, die in zahlreichen Haushaltsprodukten aber auch in Kosmetika enthalten sein können, mit einer reduzierten Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft in Verbindung steht.&amp;nbsp;Die in der Zeitschrift &quot;Environmental Health Perspectives&quot; veröffentlichte Studie ergab auch, dass eine vorherige Exposition gegenüber Phthalaten mit Veränderungen der Fortpflanzungshormone bei Frauen sowie erhöhter Entzündung und oxidativem Stress verbunden ist.&amp;nbsp;Carrie Nobles, die Hauptautorin der Studie und Assistenzprofessorin für Umweltgesundheitswissenschaften an der School of Public Health and Health Sciences der UMass Amherst, betont: „Phthalate sind allgegenwärtige endokrine Disruptoren, und wir sind ihnen täglich ausgesetzt.“ Diese Chemikalien sind in alltäglichen Produkten wie Shampoo und Make-up enthalten. 
 Die Macht der Verbraucher 
 Zunächst liegt es in der Verantwortung der Hersteller, zu gewährleisten, dass ihre Produkte frei von hormonell wirksamen Stoffen sind. Einige Unternehmen haben bereits bewiesen, dass dies möglich ist. Naturkosmetikfirmen und selbst einige konventionelle Anbieter bieten Produkte ohne diese bedenklichen Chemikalien an.&amp;nbsp;Darüber hinaus sollten Verbraucher durch bewusste Kaufentscheidungen Druck auf die Hersteller ausüben, mit denen sie dazu beitragen, dass Kosmetika sicher und frei von gefährlichen Schadstoffen sind. 
 Welche Tipps gibt es für Verbraucher in der Praxis? 
 Beim Einkauf von Kosmetika können Verbraucher auf der Verpackung bislang nur schwer erkennen, ob Mikroplastik enthalten ist. Deshalb hat der BUND seine erfolgreiche Tox-Fox-App zum Aufspüren gesundheits- und umweltschädlicher Chemikalien nun erweitert.⁸ Ab sofort prüft der Produkt-Check Kosmetika nicht nur auf hormonelle Schadstoffe und Nanopartikel, sondern auch auf Mikroplastik. Darüber hinaus gibt der Einkaufsratgeber Auskunft zu Schadstoffen in fast allen Alltagsprodukten. 
 Probieren Sie es selbst aus:  Tox-Fox-App &amp;nbsp; 
 Fazit: Kosmetika sorgfältig auswählen 
 Achten Sie auf die sorgfältige Auswahl von Kosmetika, da viele Produkte Chemikalien enthalten können, die unsere Gesundheit und die Umwelt gefährden.&amp;nbsp;Hormonell wirksame Substanzen und Mikroplastik können ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen.&amp;nbsp;Die Tox-Fox-App hilft Verbrauchern dabei, schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika zu identifizieren. Die App bewertet hormonell wirksame Stoffe, Nanopartikel und Mikroplastik in Produkten, liefert Transparenz und ermöglicht es Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen. 
  Weiterführende Informationen zum Thema:     
    
 &amp;nbsp; 
    
    
 Quellen ¹Vgl. bund.net: Der Kosmetik-Check, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 ²Vgl. Utopia: Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetik, https://utopia.de/ratgeber/die-schlimmsten-inhaltsstoffe-in-kosmetik/ ³Vgl. bund.net: Schadstoffe, https://www.bund.net/chemie/toxfox/schadstoffe/ ⁴Vgl. bund.net: Der Kosmetik-Check, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 und Kortenkamp 2012; WHO/UNEP 2013; Diamanti-Kandarakis et. al 2009) ⁵Vgl. bund.net: Der Kosmetik-Check, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/kosmetik-check_studie.pdf, 2023 und Kortenkamp 2012; WHO/UNEP 2013; Diamanti-Kandarakis et. al 2009) ⁶Vgl. bund.net: BUND-Einkaufsratgeber: Mikroplastik in Kosmetik, https://www.bund-hessen.de/publikationen-detail/publication/bund-einkaufsratgeber-mikroplastik-in-kosmetik/, 2020 ⁷EHP PUBLISHING: &quot;Preconception Phthalate Exposure and Women’s Reproductive Health: Pregnancy, Pregnancy Loss, and Underlying Mechanisms&quot;, https://ehp.niehs.nih.gov/doi/10.1289/EHP12287, Dez 2023 ⁸Vgl. bund-niedersachsen.de; Wie Sie Kosmetik ohne Mikroplastik finden, https://www.bund-niedersachsen.de/service/tipps/detail/tip/wie-sie-kosmetik-ohne-mikroplastik-finden/. 
   Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2023-09-22T14:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Tocotrienole – natürliches Vitamin E mit besonderen Fähigkeiten</title>
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                                            Tocotrienole (auch TCT oder T3) gelten als Vitamin-E-Formen mit 4 mehrfach ungesättigten Tocopherolen (alpha, beta, gamma, delta), die aufgrund ihrer speziellen Struktur eine starke antioxidative Wirkung entfalten können. Diese ist beispielsweise bei Alpha-Tocotrienol um 40-60...
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                 Tocotrienole kommen unter anderem in Palmöl, Reiskeimöl, Gerstenöl oder Weizenkeimöl sowie Schwarzkümmelöl, Nelkenöl und Traubenkernöl vor.² Natürliches Tocotrienol und Tocopherol aus pflanzlichen Quellen bieten aber auch spezielle  Flüssig-Extrakte . Lesen Sie mehr dazu in unserem Blogartikel:   Hochwertige Nahrungsergänzungen könnten sinnvoll sein!   Studie: Gedächtnisleistung durch Multivitamin-Nahrungsergänzung um Jahre verbesserbar     
  Was ist das Besondere an Tocotrienolen? 
 Bei Tocotrienolen handelt es sich um natürliche Vitamin-E-Varianten, die über eine 3-fach ungesättigte Seitenkette verfügen. Dadurch werden sie wendiger, flexibler und ermöglichen signifikant höhere antioxidative Effekte (im Vergleich zu Tocopherol) im lipophilen Bereich an den Zellmembranen. Studien zeigen, dass durch diese hohe antioxidative Wirkung Entzündungsparameter positiv beeinflusst, oxidativer Zellstress vermindert und verbesserte Blutwerte erzielt werden können.³    Studien Tocotrienole bei Krebsarten:  Es existieren darüber hinaus Studien, die belegen können, dass „Tocotrienole Krebszellen der unterschiedlichsten Krebsarten (z.B. Prostata, Darm, Brust, Haut, Pankreas, Blut) zum Absterben bringen können, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Darüber hinaus erzeugen Tocotrienole eine höhere Sensibilität von Tumorzellen auf Chemotherapeutika. Für einer Reihe von Substanzen wurde nachgewiesen, dass durch T3 die Effektivität als Chemotherapeutikum gesteigert wird.&quot;⁴ Eine weitere Studie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Tocotrienolen bei der Therapie von Eierstockkrebs. In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen zeigen eine antineoplastische Aktivität (gegen bösartige Tumoren) von Delta-Tocotrienol. Dabei kam Bevacizumab und Tocotrienol im Rahmen einer Chemotherapie zum Einsatz. Die Rate der Krankheitsstabilisierung bei 23 teilnehmenden Patientinnen betrug 70 Prozent mit sehr geringer Toxizität.⁵ Details zur Studie: „23 Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs erhielten alle drei Wochen 10 mg/kg Bevacizumab (Avastin®) und dreimal täglich 300 mg Tocotrienole aus Annatto (Deltagold® mit ca. 90% delta-Tocotrienol und 10% gamma-Tocotrienol). Im Vergleich mit anderen Studien derselben Gruppe mit dem Chemotherapeutikum alleine verdoppelte sich annähernd die Überlebensrate ohne Krankheitsfortschritt (PFS) sowie die allgemeine Überlebensrate (OS).“⁶ 
   
  Abb. 1: Pharmacological Research: Thomsen, Andersen, Steffensen: &quot;Delta tocotrienol in recurrent ovarian cancer. A phase II trial&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1043661818319844?via%3Dihub, 2019    Tocotrienole und Atherosklerose (Arteriosklerose) , dabei handelt es sich um die Einlagerung von Cholesterin, Fetten und Calcium in die Arterien.&amp;nbsp;Chronische Entzündungsprozesse begünstigen die Atherosklerose. Tocotrienole hemmen gemäß einer Studie iNOS und COX-2 sowie NF-kB und können somit einen entzündungsreduzierenden Einfluss nehmen.⁷&amp;nbsp;In diesem Zusammenhang gibt es Studien, in denen Tocotrienole eine gerinnungshemmende und cholesterinsenkende Wirkung zeigten.⁸&amp;nbsp;Ziel der Gerinnungshemmung ist auch die Vermeidung von Infarkten und die Verhinderung von Schlaganfällen. Dabei spielt die in einer Studie zu Tocotrienolen nachgewiesene Neuroprotektion eine interessante Rolle. Die Supplementierung mit Tocotrienolen reduzierte dabei das Volumen der, durch einen ischemischen Schlag verursachten, Folgeschädigungen auf weniger als 20 %. Die so mögliche Gerinnungshemmung durch T3 kann protektiv oder reduzierend bei einem ischämischen Schlaganfall genutzt werden.⁹ 
  Studie Tocotrionole Cholesterin und Diabetes:  In einer weiteren Studie wurden die therapeutischen Auswirkungen von Tocotrienolen auf Serum- und Lipoproteinspiegel bei Typ-2-Diabetikern untersucht. Die meisten lipidsenkenden Mittel in der Behandlung von Cholesterin- und/oder Triglyceridspiegel bei Typ-2-Diabetiker haben eine Vielzahl von Nebenwirkungen. Im Gegensatz dazu verfügen natürliche Tocotrienole über starke antioxidative Aktivität sowie effektive lipidsenkende Eigenschaften ohne derartige Nebenwirkungen.¹⁰  Folgende Abbildung aus der Studie verdeutlicht die Reduktion des Entzündungsprostaglandins E2 bereits ab 2,5 uMol gamma-Tocotrienol (gT3). Der Einsatz von alpha-Tocopherol (aT0) zeigte im Rahmen dieser Studie jedoch keine Wirkung.¹¹ 
   
  Abb. 2: Tocotrienol-rich fraction of palm oil exhibits anti-inflammatory property by suppressing the expression of inflammatory mediators in human monocytic cells. Mol Nutr Food Res. 2008 Aug;52(8):921-9. doi: 10.1002/mnfr.200700418  
  Wo liegt der Unterschied zu den Tocopherolen? 
 Vitamin-E-Formen werden in Tocopherole, Tocotrienole sowie Tocomonoenole untergliedert. Gemäß Gutachten (Health Claims) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann Vitamin E einen wissenschaftlich belegten Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten und den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress ermöglichen.  Aus dem Blickwinkel der Chemie betrachtet, unterscheiden sich Tocotrienole lediglich durch ihre dreifach ungesättigte Seitenkette von den vollständig gesättigten Tocopherolen. Die ungesättigten Verbindungen von Tocotrienolen machen eine stärke Aktivität des Vitamins möglich.¹²  Tocotrienole besitzen jedoch weitere Fähigkeiten, die Tocopherole nicht bieten können. Dazu gehört eine schnellere Reaktivierung aus Chromanoxyl-Radikalen, eine gleichmäßigere Verteilung in den Membranen sowie eine intensivere Einbindung in die Membranlipide.¹³ 
  Wo und wie wirken die Tocotrienole? 
 Tocotrienole können Studien zufolge Entzündungen reduzieren, vergreisende Zellen reaktivieren sowie Telomere verlängern. Darüber hinaus scheinen sie die Fähigkeit einer Signalwirkung zu besitzen, beispielsweise bei oxidativen Stress (durch Ozon, Rauch, Entzündungen, Sport und einige Umweltgifte oder einfach eine schlechte Versorgung mit Vitaminen), bei Antigenen (aus Nahrung, Umwelt oder Infektionen), bestimmten Infektionen (HPV, Helicobacter pylori) sowie UV-Strahlung (Sonne) oder radioaktiver Strahlung.¹⁴  Schon gewusst: Oral eingenommen werden Tocotrienole nur etwa 30 Prozent so gut wie Tocopherol von unserem Organismus resorbiert. Darüber hinaus werden sie schneller wieder ausgeschieden. Tocotrienole können aber wesentlich besser als Tocopherole durch die Haut aufgenommen werden.¹⁵ 
 Mehr Hintergrundwissen in unserem Beitrag:  Spotlight on: Therapie von Krebserkrankungen   Wären viele Krebserkrankungen vermeidbar?  
  Quellen: ¹Vgl. Fachinformation für Arzt,HP und Apotheker, &quot;TOCOTRIENOLE für Herz und Kreislauf&quot;, 2019 ²Vgl. tocotrienol.de, Natürliche Quellen von Tocotrienolen, https://tocotrienol.de/?seite=05-Natur-Quellen, 2019 ³Vgl. Fachinformation für Arzt,HP und Apotheker, &quot;TOCOTRIENOLE für Herz und Kreislauf&quot;, 2019 ⁴Tocotrienol.de, TOCOTRIENOLE und Krebs - Fachinformation 2019 Studienzusammenfassung aus: Novel tocotrienol-entrapping vesicles can eradicate solid tumors after intravenous administration. J Control Release. 2011 Aug 25;154(1):20-6. doi: 10.1016/j.jconrel.2011.04.015. PMID: 21539872&amp;nbsp;Effectiveness of tocotrienol-rich fraction combined with tamoxifen in the management of women with early breast cancer: a pilot clinical trial. Breast Cancer Res. 2010;12(5):R81. PMID: 20929592&amp;nbsp;Gamma-tocotrienol as an effective agent in targeting prostate cancer stem cell-like population Int J Cancer. 2011 May 1;128(9):2182-91. doi: 10.1002/ijc.25546. PMID: 206175164) Tocotrienol as a potential anticancer agent. (freier Volltext bei carcin.oxfordjournals.org) Carcinogenesis. 2012 Feb;33(2):233-9. doi: 10.1093/carcin/bgr261. PMID: 22095072 ⁵Vgl. Pharmacological Research: Thomsen, Andersen, Steffensen: &quot;Delta tocotrienol in recurrent ovarian cancer. A phase II trial&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1043661818319844?via%3Dihub, 2019&amp;nbsp; ⁶Tocotrienol.de, TOCOTRIENOLE und Krebs - Fachinformation 2019 ⁷Vgl. [PMID: 18481320] Tocotrienol-rich fraction of palm oil exhibits anti-inflammatory property by suppressing the expression of inflammatory mediators in human monocytic cells. Mol Nutr Food Res. 2008 Aug;52(8):921-9. doi: 10.1002/mnfr.200700418. ⁸Vgl. [DOI: 10.1016/S0021-9150(01)00619-0 Atherosklerosis 2001 Dose-dependent suppression of serum cholesterol by tocotrienol-rich fraction (TRF 25 ) of rice bran in hypercholesterolemic humans https://www.atherosclerosis-journal.com/article/S0021-9150(01)00619-0/pdf ⁹Vgl. [PMID 21673716] J Cereb Blood Flow Metab. 2011 Nov;31(11):2218-30. Tocotrienol vitamin E protects against preclinical canine ischemic stroke by inducing arteriogenesis.  ¹  ⁰ )  [PMID: 16159610] The therapeutic impacts of tocotrienols in type 2 diabetic patients with hyperlipidemia. Atherosclerosis. 2005 Oct;182(2):367-74. Epub 2005 Apr 20. ¹¹Vgl. [PMID: 18481320] Tocotrienol-rich fraction of palm oil exhibits anti-inflammatory property by suppressing the expression of inflammatory mediators in human monocytic cells. Mol Nutr Food Res. 2008 Aug;52(8):921-9. doi: 10.1002/mnfr.200700418. ¹²Vgl. Serbinova, Kagan, Han, Packer: Free radical recycling and intramembrane mobility in the antioxidant properties of alpha-tocopherol and alpha-tocotrienol. In: Free Radic Biol Med. Band 10, Nr. 5, 1991  ¹ ³Vgl. Serbinova, Kagan, Han, Packer: Free radical recycling and intramembrane mobility in the antioxidant properties of alpha-tocopherol and alpha-tocotrienol. In: Free Radic Biol Med. Band 10, Nr. 5, 1991 ¹⁴Vgl. X. H. Li, D. Fu, N. H. Latif, C. P. Mullaney, P. H. Ney, S. R. Mog, M. H. Whitnall, V. Srinivasan, M. Xiao: Delta-tocotrienol protects mouse and human hematopoietic progenitors from gamma-irradiation through extracellular signal-regulated kinase/mammalian target of rapamycin signaling. In: Hematologica. 95(12), Dec 2010, S. 1996–1200. PMID 20823133., Y. Yamada, M. Obayashi, T. Ishikawa, Y. Kiso, Y. Ono, K. Yamashita: Dietary tocotrienol reduces UVB-induced skin damage and sesamin enhances tocotrienol effects in hairless mice. In: J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo). 54(2), Apr 2008, S. 117–123., tocotrienol.de: Tocotrienol-Wirkung, https://tocotrienol.de/?seite=02-Tocotrienol-Wirkung, 2019 ¹⁵Vgl. L. Packer, S. U. Weber, G. Rimbach: Molecular aspects of alpha-tocotrienol antioxidant action and cell signalling. In: J. Nutr. Band 131, Nr. 2, Februar 2001 
   Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Mikrowelle: Freisetzung von Mikroplastik und Nanoplastik durch Erwärmung von ...</title>
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                 Studie zu Mikroplastik und Nanoplastik aus Kunststoffbehältern in Nahrungsmitteln durch Mirkowellenerwärmung 
 Die Forscher konzentrierten sich auf Plastikbehälter und wiederverwendbare Beutel, die oft für die Aufbewahrung von Lebensmitteln, insbesondere von Babynahrung, in der Mikrowelle verwendet werden. Sie füllten diese Behälter mit entionisiertem Wasser oder einer 3%igen Essigsäurelösung, die saure Lebensmittel simuliert, und erhitzten sie dann in einer handelsüblichen Mikrowelle.&amp;nbsp;Die Ergebnisse waren erschreckend: Einige dieser Plastikbehälter setzten mehr als 2 Milliarden Nanoplastik und 4 Millionen Mikroplastikpartikel pro Quadratzentimeter im Behälter frei.   
   
 Quelle: Vgl.: &quot;Assessing the Release of Microplastics and Nanoplastics from Plastic Containers and Reusable Food Pouches: Implications for Human Health&quot; https://pubs.acs.org/doi/epdf/10.1021/acs.est.3c01942, 2023 
 Auswirkungen auf die Gesundheit 
 Die Studie fand auch heraus, dass diese freigesetzten Mikro- und Nanoplastikpartikel erhebliche Auswirkungen auf menschliche Zellen haben. In Experimenten mit embryonalen Nierenzellen stellten die Forscher fest, dass bis zu 75% der kultivierten Zellen innerhalb von zwei Tagen nach dem Kontakt mit den Partikeln abgestorben waren.   „Es ist wirklich wichtig zu wissen, wie viel Mikro- und Nanoplastik wir aufnehmen“, sagte Kazi Albab Hussain, der Hauptautor der Studie und Doktorand im Bau- und Umweltingenieurwesen an der University of Nebraska-Lincoln. „Wenn wir bestimmte Lebensmittel essen, sind wir im Allgemeinen informiert oder haben eine Vorstellung über deren Kaloriengehalt, Zuckergehalt und andere Nährstoffe. Ich halte es für ebenso wichtig, dass wir uns der Menge an Plastikpartikeln bewusst sind, die in unseren Lebensmitteln enthalten sind. So wie wir die Auswirkungen von Kalorien und Nährstoffen auf unsere Gesundheit verstehen, ist es entscheidend, das Ausmaß der Aufnahme von Plastikpartikeln zu kennen, um den möglichen Schaden zu verstehen, den sie verursachen können. Viele Studien, darunter auch unsere, zeigen, dass die Toxizität von Mikro- und Nanoplastik stark mit der Höhe der Exposition zusammenhängt.“ 
 Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt seit 2022, die Exposition gegenüber solchen Partikeln zu begrenzen.³ In Bezug auf Lebensmittel und Getränke fasst der Artikel zusammen, in welchen Konsumgütern Mikroplastik nachgewiesen wurde, darunter Fisch, Meeresfrüchte, Salz, Zucker, Honig und Milch. Er gibt auch die Anzahl und Eigenschaften der in den untersuchten Studien nachgewiesenen Partikel an.&amp;nbsp;Die Ergebnisse der University of Nebraska-Lincoln Studie unterstreichen die Dringlichkeit von geeigneten Maßnahmen. 
 &amp;nbsp; 
 Vorsicht vor neuen Kunststoffverpackungen 
 Obwohl Verbraucher vermehrt die Reduzierung von Einwegplastik fördern, stellen einige Hersteller neue Kunststoffverpackungen her, um traditionelle Papierverpackungen zu ersetzen, wie z. B. Teebeutel aus Kunststoff.&amp;nbsp;Ziel der sogenannten „Teebeutelstudie“ war es, festzustellen, ob Kunststoffteebeutel während eines typischen Aufgussvorgangs Mikroplastik und/oder Nanoplastik freisetzen. Dabei zeigten sie, dass ein einziger Kunststoffteebeutel bei Brühtemperatur (95 °C) etwa 11,6 Milliarden Mikroplastik und 3,1 Milliarden Nanoplastik in eine einzige Tasse des Getränks freisetzt!&amp;nbsp;Die Zusammensetzung der freigesetzten Partikel wurde mit Hilfe der Fourier-Transformations-Infrarotspektroskopie (FTIR) und der Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS) mit den ursprünglichen Teebeuteln (Nylon und Polyethylenterephthalat) abgeglichen.&amp;nbsp;Die aus der Teebeutel-Verpackung freigesetzten Nylon- und Polyethylenterephthalat-Partikel waren um mehrere Größenordnungen höher als die zuvor in anderen Lebensmitteln festgestellten Kunststoffbelastungen. Eine erste Bewertung der akuten Toxizität für Wirbellose zeigt, dass allein die Exposition gegenüber den aus den Teebeuteln freigesetzten Partikeln dosisabhängige Auswirkungen auf das Verhalten und die Entwicklung hat.   
   
 Quelle: “Plastic Teabags Release Billions of Microparticles and Nanoparticles into Tea”, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.9b02540, 2023 
  Fazit: Wege zur Sicherheit 
 Die Studie aus Nebraska verdeutlicht die potenzielle Gefahr, die von Mikro- und Nanoplastik in unseren Lebensmitteln ausgeht, insbesondere wenn diese in Plastikbehältern in der Mikrowelle erhitzt werden.&amp;nbsp;Wir müssen das Ausmaß der Plastikaufnahme in unserer Ernährung verstehen und Maßnahmen ergreifen, um die Freisetzung von Mikro- und Nanoplastik aus Plastikbehältern zu minimieren.&amp;nbsp;Hinterfragen Sie kritisch Ihre Gewohnheiten beim Erwärmen von Speisen. Müssen diese in der Mikrowelle erhitzt werden? Wenn keine andere Option besteht, setzen Sie auf Glasbehälter, anstelle von Plastik.&amp;nbsp;Darüber hinaus helfen Ihnen viele kleine Entscheidungen wie die Verwendung von losem Tee oder der Verzicht auf Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind dabei, die Aufnahme von winzigen Plastikpartikeln zu reduzieren. 
 &amp;nbsp; 
 Quellen: ¹Vgl.:&quot;Assessing the Release of Microplastics and Nanoplastics from Plastic Containers and Reusable Food Pouches: Implications for Human Health&quot;, https://pubs.acs.org/doi/epdf/10.1021/acs.est.3c01942, Juni 2023 ²Vg.:&quot;Plastic Teabags Release Billions of Microparticles and Nanoparticles into Tea&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.9b02540, 2019 ³Vgl.:&quot;WHO report on potential human health implications of microplastics&quot;, https://www.foodpackagingforum.org/news/who-report-on-potential-human-health-implications-of-microplastics, 2022 
 &amp;nbsp; 
  Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Studie: Gedächtnisleistung durch Multivitamin-Nahrungsergänzung um Jahre verb...</title>
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                 Welche Ergebnisse erzielte die Einnahme von Multivitamin-Präparaten in Rahmen einer Studie auf die Gedächtnisleistung? 
 Prof. Walter C. Willett, ein international renommierter Experte für Ernährungsmedizin von der Harvard Medical School, betont, dass eine tägliche Einnahme von Multivitaminen für die meisten Erwachsenen innerhalb der empfohlenen Dosierungen von Vorteil sein kann. Diese Aussage wird durch die jüngsten Ergebnisse einer Studie von Yeung und seinem Team (2023) im American Journal of Clinical Nutrition untermauert. Die Forschung fokussierte sich auf die Frage, inwiefern die regelmäßige Einnahme eines Multivitamin-Präparats die Gedächtnisleistung älterer Menschen verbessern kann. Mehr als 3500 Teilnehmer im Alter von über 60 Jahren wurden für die Studie rekrutiert. Zufällig wurden sie entweder einer Gruppe zugeteilt, die täglich ein Multivitamin-Präparat erhielt, oder einer Placebo-Gruppe. Über einen Zeitraum von 3 Jahren wurden die Teilnehmer regelmäßig neuropsychologischen Tests unterzogen. Die Ergebnisse sprechen für sich: Diejenigen, die das Multivitamin-Präparat einnahmen, wiesen nach einem Jahr sowie über den gesamten Studienzeitraum von 3 Jahren hinweg eine signifikant verbesserte Gedächtnisleistung auf, gemessen am ModRey-Sofort-Erinnerungstest. Besonders bemerkenswert ist die Erkenntnis, die sich aus einer Querschnittsanalyse ableitet. Die Einnahme der Multivitamine stand in Zusammenhang mit einer Verzögerung der altersbedingten Veränderungen im Gedächtnis, was zu einer eindrucksvollen Steigerung der Gedächtnisleistung um etwa 3,1 Jahre führte. 
  Sind Multivitamin-Nahrungsergänzungsmittel eine Möglichkeit, um den Verlust der Gedächtnisleistung zu verlangsamen? 
 &quot;Die meisten älteren Menschen sorgen sich um die natürlichen Veränderungen des Gedächtnisses, die mit dem Alter einhergehen&quot;, betont Studienautor Yeung von der Columbia University in New York. &quot;Unsere Studie legt nahe, dass die regelmäßige Einnahme von Multivitaminen eine unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit für ältere Erwachsene sein könnte, den Verlust der Gedächtnisleistung zu verlangsamen.&quot; Ein interessanter Aspekt ist, dass die Zusammensetzung des verwendeten Multivitamin-Präparats nicht optimal war. Wesentliche Mineralstoffe wie Magnesium, das für Nerven und Psyche von großer Bedeutung ist, sowie Kalium, das Herz-Kreislauf- und Zellgesundheit fördert, waren nur in minimalen Mengen enthalten. Erstaunlicherweise enthielt das Präparat keinerlei Omega-3-Fettsäuren, die für die Gesundheit des Gehirns als essenziell gelten.   
 Unwissenschaftlicher Spiegel Artikel „Der Pillen-Schwindel“ 
 Die Diskussion um Nahrungsergänzungsmittel und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit erfordert eine kritische Auseinandersetzung. Dies gilt auch im Kontext des Spiegel-Beitrags &quot;Der Pillen-Schwindel&quot;², der im Juni 2023 veröffentlicht wurde. Im Artikel wird behauptet, dass Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich Multivitaminen, nur selten einen wirklichen Nutzen für die Gesundheit bieten und oft als irreführend betrachtet werden können. Diese Position steht jedoch im klaren Widerspruch zu zahlreichen wissenschaftlichen Studien, einschließlich der von Yeung und seinem Team. Der NEM e.V. (Nahrungsergänzungsmittel e.V.) hat auf den besagten Spiegel-Beitrag reagiert und eine detaillierte Stellungnahme³ veröffentlicht. In dieser wird&amp;nbsp;betont, dass der Artikel nicht mit dem aktuellen Stand der Forschung übereinstimmt und den Sicherheits- und Wirksamkeitsbewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit widerspricht. „Leider mussten wir feststellen, dass dieser Beitrag unserer Ansicht nach die Sach- und Rechtslage völlig falsch wiedergibt. So wird fehlerhaft der Eindruck erweckt, dass es für Nahrungsergänzungsmittel einen rechtsfreien Raum gebe, in dem die Hersteller und Vertreiber Produkte vertreiben dürften, ohne rechtliche Vorgaben.&amp;nbsp; Zunächst einmal ist festzustellen, dass wir uns grundsätzlich darüber einig sind, dass bei einer ausgewogenen abwechslungsreichen Ernährung für gesunde Verbraucher in der Regel eine ausreichende Nährstoffversorgung sichergestellt ist. Allerdings entspricht dies schlicht nicht der tatsächlichen Realität. Die Mehrzahl der Verbraucher ernährt sich leider nicht ausgewogen, abwechslungsreich und gesund. Deren Nahrungsaufnahme ist vielmehr durch hektisches Kantinenessen, Fast Food und unregelmäßige, ungesunde Mahlzeiten geprägt. Das Idealbild des Verbrauchers, der 3–5-mal am Tag Obst und Gemüse zu sich nimmt und keine schädlichen Lebensmittel verzehrt, ist eine schlichte Utopie. 
 …Verbraucher, die sich in besonderen physiologischen Bedingungen befinden und einen erhöhten Bedarf an Vitaminen/ Mineralstoffen aufweisen können zudem trotz normaler Ernährung einen zusätzlichen Bedarf an konzentrierten Vitaminen haben. Erst recht gilt dies für die Verbraucher, die sich nicht ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Basierend auf den wissenschaftlichen Bewertungen der EFSA hat der europäische Gesetzgeber mit der VO 432/2012/EG eine Vielzahl von wissenschaftlich nachgewiesenen Gesundheitswirkungen von Vitaminen und Mineralstoffen bestätigt und ausdrücklich erlaubt. Daraus lässt sich entnehmen, dass nahezu alle Vitamine und Mineralstoffe nach der ausführlichen Überprüfung der zuständigen Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit einen nachgewiesenen Gesundheitsnutzen haben.“   
 Fazit: So setzen Sie Nahrungsergänzung gezielt ein 
 Gerade in Zeiten, in denen eine ausgewogene Ernährung nicht immer gewährleistet ist oder mit zunehmenden Alter, können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Option sein, um die Nährstoffversorgung zu optimieren. Aktuelle Studien verdeutlichen, dass sorgfältig ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich Multivitamin-Präparaten, eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Gedächtnisleistung zu verbessern und Gesundheit und Wohlbefinden insgesamt zu stärken. Eine gute Orientierungshilfe über die Wirkung von Vitaminen und Mineralien bieten die Health Claims der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).  Hier finden Sie eine praktische  Übersicht mit allen gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel und Nahrungsergänzungen , die laut EFSA einen wissenschaftlich belegten Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten. 
 Quellen: ¹Vgl. ScienceDirect: &quot;Multivitamin Supplementation Improves Memory in Older Adults: A Randomized Clinical Trial&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916523489046?dgcid=author&amp;amp;utm_campaign=newsletter-djw-juli-II-2023&amp;amp;utm_content=Multivitamin-Pr%C3%A4parat+verbessert+Ged%C3%A4chtnisleistung+um+mehr+als+3+Jahre+-+Spiegel-Beitrag+%E2%80%9EDer+Pillen-Schwindel%22+unwissenschaftlich&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_source=ActiveCampaign, 2023 ²Vgl. Spiegel: &quot;Der Pillen-Schwindel&quot;, https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2023-23.html, Juni 2023 ³Vgl. NEM e.V.: Stellungnahme Spiegel Nr. 23 vom 03.06.2023 Beitrag „Der Pillen-Schwindel“, https://nem-ev.de/wp-content/uploads/2023/06/Stellungnahme-zum-Beitrag-der-Pillen-Schwindel_Spiegel_-03.06.2023.pdf?utm_source=ActiveCampaign&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_content=Multivitamin-Pr%C3%A4parat+verbessert+Ged%C3%A4chtnisleistung+um+mehr+als+3+Jahre+-+Spiegel-Beitrag+%E2%80%9EDer+Pillen-Schwindel%22+unwissenschaftlich&amp;amp;utm_campaign=newsletter-djw-juli-II-2023, Juni 2023 
   Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Neue Studie: Führt zu hoher Fructose-Konsum auch zu Demenz?</title>
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                                            Alzheimer zählt zu den häufigsten Formen von Demenz und betrifft mehr als 1,8 Millionen Menschen allein in Deutschland. Bislang ist die Erkrankung unheilbar und es wird intensiv an Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten geforscht. Eine aktuelle Studie der University of Colorado...
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                  Was ist Fructose?  
 Fruktose, ein natürlicher Einfachzucker, kommt in Obst, Süßigkeiten und einigen Gemüsesorten vor und ist auch ein Hauptbestandteil von Haushaltszucker. In den letzten Jahren ist der Verbrauch von Fruchtzucker als Süßungsmittel gestiegen, was zu Bedenken hinsichtlich seiner potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit führt. Insbesondere bei hohem Verzehr kann Fructose zu einer erhöhten Fetteinlagerung im Bauchbereich, einer Verschlimmerung der Insulinresistenz, einer Fettleber Entwicklung und einer Erhöhung des Gichtrisikos führen. Doch es gibt noch weitreichendere Folgen eines hohen Fructose Konsums.   
  Resultiert die Alzheimer-Krankheit aus einer Fehlanpassung in der Evolution?  
 Die Forscher der Studie erklären, dass unsere Vorfahren gegen Hungersnot kämpfen mussten, was eine Überlebensreaktion im Gehirn aktiviert hat. Für eine erfolgreiche Nahrungssuche wurden bestimmte Gehirnareale blockiert, die als &quot;Störfaktoren&quot; galten, einschließlich Erinnerungen und ein Fokus auf Zeit. Die Gehirnareale für Konzentration, schnelle Entscheidungsfindung und Risikobereitschaft blieben hingegen unberührt. Der Überlebensschalter wurde &quot;angeschaltet&quot; und verharrt bis heute in dieser Position, so die Forscher.&amp;nbsp; 
   Falsche Ernährung führt zu ständiger Fruktose-Überproduktion  
  Fructose verändert laut einer Studie der University of California etwa 900 Gene im Gehirn und verursacht Schäden, die wiederum verschiedene Krankheiten auslösen, darunter Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Parkinson, Depressionen und ADHS. Das heutige Überangebot an fetthaltiger, zuckerhaltiger und salziger Nahrung sorgt für eine ständige Fruktose-Überproduktion, was zu Entzündungen und schließlich zu Alzheimer führen kann. Die Studie bezieht sich dabei auf mehrere Tier- und Menschenstudien, die die Auswirkungen von Fruktose auf das Gehirn untersuchen. Eine davon verdeutlicht, dass Tiere, denen Fruktose verabreicht wurde, Gedächtnislücken und Entzündungen der Neuronen aufwiesen sowie die Fähigkeit verloren, sich in einem Labyrinth zurechtzufinden. Eine weitere Studie ergab, dass Laborratten, die längerfristig Fruktose erhielten, Alzheimer-typische Proteine (Beta-Amyloid- und Tau-Proteine) im Gehirn bildeten. „Auch in den Gehirnen von Menschen mit Alzheimer findet man hohe Fruktosekonzentrationen“, so Studienleiter Dr. Richard Johnson. „Angesichts der Tatsache, dass die Fruktosehypothese einen vollständigen Weg vom Beginn bis zum Endstadium der Alzheimer-Krankheit aufzeigen kann, besteht ein dringender Bedarf an weiteren Untersuchungen zur Rolle von Fruktose und Ernährung bei dieser Erkrankung“ führt Johnson weiter aus.&amp;nbsp; 
   Fructose und Fettleber  
  Bereits frühere Untersuchungen zeigten, dass beispielsweise der regelmäßige Konsum von Limonade dazu führen kann, dass Fette in den Leberzellen gespeichert werden und die Leber weniger empfindlich auf Insulin reagiert. Der Verzehr von zucker- und fruktosehaltigen Snacks und Getränken verschlechtert darüber hinaus bestehende Erkrankungen wie Insulinresistenz, metabolisches Syndrom und Fettleber. Die Brisanz einer Fettleber erklärt Dr. Nicolai Worm anhand einer SHIP-Studie aus der Region Vorpommern im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, bei der 42 % Teilnehmer im Alter von 42 - 62 Jahren bereits an einer nicht-alkoholischen Fettleber leiden. Insgesamt gehen Schätzungen davon aus, dass circa 35 - 40 % der Erwachsenen in Deutschland von einer Fettlebererkrankung betroffen sind . 
 Im folgenden Video beschreibt Dr. Worm, wie unsere Essgewohnheiten unter anderem mit Erkrankungen wie Fettleber einhergehen.   
    
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   Fructose und Krebs  
  Neben den bereits erwähnten Erkrankungen spielt der Kohlenhydratstoffwechsel auch bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle. Wissenschaftler vermuten schon länger, dass Zucker das Wachstum von Krebszellen begünstigt, dabei stand bislang insbesondere Glucose im Fokus. Neuere Studien aus den USA verdeutlichen jedoch, dass auch Fructose Krebszellen stimuliert. Durch die Aktivierung eines bestimmten Stoffwechselwegs begünstigt Fructose die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs. 
   Fazit: Verwenden Sie bewusst Alternativen zu Zucker  
  Der intensive Konsum von Fructose kann krank machen und unter anderem Alzheimer auslösen. Halten Sie sich in diesem Zusammenhang nicht nur vor Augen, dass die Empfehlungen für die tägliche Fruktose Aufnahme bereits im Zuckerkonsum enthalten sind und 100 kcal (Frauen) bzw. 150 kcal (Männer) nicht überschreiten sollten. Setzen Sie stattdessen auf intelligente Zuckeralternativen, zu denen unter anderem  Galactose ,  Tagatose  oder  Erythrit  gehören. Zuckerersatzstoffe sind nicht nur einfach anzuwenden und zu dosieren, sondern enthalten auch weniger oder keine Kalorien. Sie verleihen Speisen und Getränken eine süße Note, ohne dabei den Blutzuckerspiegel stark ansteigen zu lassen. Darüber hinaus sind sie zahnfreundlich, d.h. sie tragen nicht zur Entstehung von Karies bei. 
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  Weiterführende Informationen finden Sie in folgenden Blogbeiträgen:    Gesund leben mit Zucker? Galactose - der smarte Zucker im Check   Studienlage Zucker: So schadet falscher Zucker unserer Gesundheit!   Top 9 Zuckeralternativen: Für ein gesundes Leben mit Süße. Unsere Favoriten auf einen Blick!    
  Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2023-08-16T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Aktuelle Studienlage zu künstlichen Süßstoffen: Risiken und Auswirkungen</title>
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                                            Ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung gelten als essenzielle Faktoren für unser Wohlbefinden. Um den täglichen Kaloriengehalt zu reduzieren, greifen viele Menschen auf künstliche Süßstoffe als Alternative zu Zucker zurück. Doch was sagt die aktuelle Studienlag...
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                 Immer mehr Lebensmittel setzen auf künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Sucralose und Acesulfam-K als kalorienarme Zuckeralternativen. Doch aktuelle Studien stellen ihre Sicherheit in Frage: Ein höherer Konsum dieser Süßstoffe könnte mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden sein, insbesondere für Brustkrebs, Leberkarzinomen und adipositasbedingte Krebserkrankungen. Zudem zeigen aktuelle Untersuchungen auf, dass Sucralose und ihre Abbauprodukte genotoxisch wirken und unser Erbgut schädigen können. Zusätzlich scheint auch unsere Darmgesundheit unter dem Einfluss künstlicher Süßstoffe zu leiden. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass sie das Darmmikrobiom negativ beeinflussen und die Glukosetoleranz beeinträchtigen können. Dies könnte langfristig das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und andere metabolische Störungen erhöhen. Des Weiteren konnte in einer aktuellen Studie in Nature gezeigt werden, dass Konsum von Sucralose das Hungergefühl stark beeinträchtigen kann. Angesichts dieser besorgniserregenden Erkenntnisse fragen sich viele: Sollten wir künstliche Süßstoffe meiden und auf natürliche Alternativen setzen? In diesem Artikel beleuchten wir die aktuellen Forschungsergebnisse im Detail und zeigen auf, welche Auswirkungen künstliche Süßstoffe auf unsere Gesundheit haben können. 
 Steigt mit dem Genuss von künstlichen Süßstoffen das Krebsrisiko? 
 Künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Sucralose und Acesulfam gehören zu den häufig verwendeten Inhaltsstoffen in zahlreichen Lebensmitteln und gelten als kalorienarme Alternativen zu Zucker. Ziel einer Studie basierend auf Daten aus der NutriNet-Santé Studie mit über 100.000 Erwachsenen aus einer französischen Kohorte, die über einen Zeitraum von durchschnittlich 7,8 Jahren beobachtet wurden, war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum von künstlichen Süßstoffen (insbesondere Aspartam, Acesulfam-K und Sucralose) und dem Krebsrisiko zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass ein höherer Konsum von künstlichen Süßstoffen mit einem insgesamt erhöhten Krebsrisiko verbunden war, insbesondere für Brustkrebs und Adipositas-bedingte Krebserkrankungen.¹ 
 Besitzt Sucralose womöglich eine DNA-Gentoxizität? 
 Eine aktuelle Studie hatte zum Ziel, die toxikologischen und pharmakokinetischen Eigenschaften von Sucralose-6-acetat, einem strukturellen Abbaustoff des künstlichen Süßstoffs Sucralose, zu untersuchen. Amerikanische Forscher haben dabei festgestellt, dass Sucralose oder eines seiner Abbauprodukte unser Erbgut schädigen kann. Insbesondere das Sucralose-6-Acetat stand im Fokus der Untersuchung, da es entsteht, wenn Sucralose im Körper metabolisiert wird.²&amp;nbsp;Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der Fachzeitschrift &quot;The Journal of Toxicology and Environmental Health&quot; veröffentlicht und befassten sich mit den Auswirkungen von Sucralose auf die DNA. Die Resultate legen nahe, dass Sucralose DNA-Schäden verursacht und genotoxisch wirkt und werfen damit ernste Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Sucralose auf.³ 
 Susan Schiffman, PhD, Studienautorin und außerordentliche Professorin in der Abteilung für biomedizinische Technik an der NC State University und der UNC in Chapel Hill, erklärt, dass ihre Forschungen bestätigen, dass Sucralose-6-acetat genotoxisch ist, d. h. die DNA schädigen kann.⁴ In der Praxis konnten Spuren dieser Verbindung in handelsüblicher Sucralose gefunden werden, bevor sie verzehrt und verstoffwechselt wird.&amp;nbsp;Die Auswirkungen dieser Erkenntnis sind erheblich. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat für alle genotoxischen Stoffe eine maximale tägliche Aufnahme von 0,15 Mikrogramm pro Person festgelegt. Dr. Schiffman merkt an, dass eine einzige Tagesportion eines mit Sucralose gesüßten Getränks diesen Grenzwert überschreiten könnte, wobei das zusätzliche Sucralose-6-Acetat, das beim Verzehr von Sucralose entsteht, noch nicht einmal berücksichtigt ist.&amp;nbsp;Menschliche Blutzellen, die Sucralose-6-Acetat ausgesetzt waren, wiesen Anzeichen von DNA-Schäden auf, was den genotoxischen Charakter der Verbindung bestätigt. 
 Wie beeinflusst künstliche Sucralose unser Hungergefühl? 
 Eine im Nature Magazin veröffentlichte Studie untersuchte, wie sich der kalorienfreie Süßstoff Sucralose im Vergleich zu Zucker (Saccharose) oder Wasser auf das Gehirn und das Hungerempfinden auswirkt. 5  Frühere Annahmen besagten, dass Süßstoffe zwar keine Kalorien liefern, aber dennoch Geschmackssignale auslösen, die das Gehirn beeinflussen. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass Sucralose Prozesse im Gehirn aktiviert, die Appetit und Motivation steigern – trotz fehlender Kalorienzufuhr. 
 75 junge Erwachsene mit unterschiedlichem Körpergewicht nahmen an der randomisierten Crossover-Studie teil. Jeder trank jeweils ein sucralosegesüßtes Getränk, ein zuckergesüßtes Getränk und Wasser. Anschließend wurde per MRT die Gehirnaktivität erfasst. Zusätzlich wurden Hungerempfinden, Blutzucker und Insulin gemessen. 
   Abbildung 1: www.linkedin.com/in/baubakshamim 
 Die Ergebnisse zeigen: Sucralose führte zu einer deutlich erhöhten Durchblutung im Hypothalamus – dem zentralen Steuerzentrum für Hunger – im Vergleich zu Zucker und Wasser. Gleichzeitig stieg das subjektive Hungergefühl signifikant an, obwohl Sucralose keine Kalorien enthält. Zucker hingegen dämpfte den Hunger kurzfristig durch den Anstieg des Blutzuckers. 
 Auffällig war auch, dass Sucralose verstärkte Verbindungen zwischen dem Hypothalamus und Belohnungszentren im Gehirn (z. B. Nucleus accumbens) auslöste – ein Hinweis auf erhöhte Essmotivation. Interessanterweise blieb der Blutzuckerspiegel nach Sucralose stabil, was eine Entkopplung zwischen Süßgeschmack und Energiezufuhr signalisiert. Diese Diskrepanz scheint das Gehirn zu reizen und eine stärkere Hungerantwort auszulösen. 
 Besonders ausgeprägt waren die Effekte bei übergewichtigen oder adipösen Teilnehmern. Ihre neuronale Reaktion war intensiver, was auf eine größere Anfälligkeit für Störungen im Hunger-Sättigungs-System hinweist. 
 Die Studie legt nahe, dass kalorienfreie Süßstoffe wie Sucralose nicht automatisch beim Abnehmen helfen. Stattdessen könnten sie über das Belohnungssystem unbewusst zu mehr Appetit und erhöhter Nahrungsaufnahme führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt bereits davor, künstliche Süßstoffe zur Gewichtsreduktion einzusetzen. Diese Untersuchung liefert nun neurologische Belege für diese Empfehlung. 
 Trotz fehlender Kalorien aktiviert Sucralose Hirnregionen, die Hunger und Motivation verstärken – besonders bei übergewichtigen Menschen. Der vermeintliche Vorteil kalorienfreier Süße könnte sich somit als Nachteil für die Gewichtskontrolle erweisen. 
 Wie beeinflussen künstliche Süßstoffe unsere Darmgesundheit? 
 Es existieren auch Studien, die sich mit dem Einfluss von künstlichen Süßstoffen auf die Darmgesundheit beschäftigen. In einem Beitrag auf unserer Webseite, haben wir bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Aspartam und Sucralose negative Auswirkungen auf das Darmmikrobiom haben können, die mit Veränderungen im Darmmikrobiom einhergehen und zu langfristigen gesundheitlichen Folgen führen können. Der Konsum von chemischen Süßungsmitteln, die in vielen Softgetränken enthalten sind, schädigt das Darmmikrobiom. Eine Studie an der Anglia Ruskin Universität in Cambridge hat gezeigt, dass Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose gesunde Darmbakterien krank machen können und in die Darmwand eindringen. Bestimmte pathogene Bakterien, die durch Süßstoffe unterstützt werden, können die Darmwand überwinden und sich in anderen Organen ansammeln, was im Ernstfall zu Infektionen und möglicherweise Organversagen führen kann. Bereits der Konsum von zwei Dosen Süßstoff-Limonade täglich erhöht das Risiko einer Schädigung der Darmflora. Mehr dazu unter:  &quot;Gefahr durch Süßstoff: Angriff auf unser Darm-Mikrobiom.&quot;  
 Schiffman, die gemeinsam mit ihrem Team die Studie &quot;Toxicological and pharmacokinetic properties of sucralose-6-acetate and its parent sucralose&quot; veröffentlichte, betont dass Sucralose und ihr Metabolit einen &quot;undichten Darm&quot; hervorrufen können, einen Zustand, der es potenziell schädlichen Substanzen ermöglicht, in den Blutkreislauf zu&amp;nbsp;gelangen. Darüber hinaus veränderte sich die Genaktivität in Darmzellen als Reaktion auf Sucralose-6-Acetat, wobei eine Zunahme der Genaktivität mit oxidativem Stress, Entzündungen und Karzinogenität in Verbindung gebracht wurde.&amp;nbsp;Da sich die Beweise gegen Sucralose und ihre Metaboliten häufen, schlägt Schiffman vor, die Sicherheitsvorschriften für Sucralose neu zu bewerten. Sie rät den Menschen, sucralosehaltige Produkte zu meiden und betont, wie wichtig es ist, darauf zu achten, was man konsumiert. 
 So verändern Aspartam, Saccharin und Sucralose die Darmmikrobiom und Glukosetoleranz 
 Eine aktuelle Studie einer israelischen Arbeitsgruppe hat weitere Erkenntnisse darüber geliefert, wie künstliche Süßstoffe das Darmmikrobiom und die Glukosetoleranz beeinflussen können. 6  Ziel der Untersuchung war es, die Effekte von Süßstoffen wie Saccharin, Sucralose, Aspartam und Stevia auf die Darmflora und die Fähigkeit des Körpers, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, zu erforschen. An der Studie nahmen 120 gesunde Erwachsene teil, die zuvor keine künstlichen Süßstoffe konsumiert hatten. Die Teilnehmenden wurden in sechs Gruppen&amp;nbsp;aufgeteilt: 
 
 Vier Gruppen erhielten jeweils einen Süßstoff: Saccharin, Sucralose, Aspartam oder Stevia. 
 Eine Vergleichsgruppe erhielt Glukose. 
 Eine Kontrollgruppe erhielt keine Zusatzstoffe. 
 
  Über einen Zeitraum von vier Wochen konsumierten die Probandinnen und Probanden dreimal täglich eine abgemessene Menge des jeweiligen Süßstoffs. Während und nach der Testphase wurden Blut- und Stuhlproben entnommen, um Veränderungen im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom zu analysieren. Zudem führten die Teilnehmenden alle zwei bis vier Tage einen Glukosetoleranztest durch, bei dem sie 50 Gramm Glukose auf nüchternen Magen einnahmen, um die Blutzuckerreaktion zu messen. 
 Ergebnisse der Studie 
 Die Ergebnisse zeigen, dass bereits der Konsum von Mengen unterhalb der empfohlenen täglichen Höchstgrenzen zu signifikanten Veränderungen im Darmmikrobiom führte. In allen vier Süßstoffgruppen wurden Veränderungen festgestellt, am deutlichsten jedoch bei Saccharin und Sucralose. Diese beiden Süßstoffe interagieren besonders intensiv mit der Darmflora, da Saccharin nur langsam vom Darm ins Blut gelangt und Sucralose nahezu unverändert ausgeschieden wird. Teilnehmende, die Saccharin oder Sucralose konsumierten, wiesen im Glukosetoleranztest erhöhte Blutzuckerwerte auf. Dies deutet auf eine verschlechterte Glukosetoleranz hin, also eine reduzierte Fähigkeit des Körpers, den Blutzuckerspiegel effektiv zu regulieren. Eine gestörte Glukosetoleranz gilt als Risikofaktor für Übergewicht und Typ-2-Diabetes. 
 Kausalität zwischen Mikrobiom und Blutzuckerregulation 
 Um den Zusammenhang zwischen den Veränderungen im Darmmikrobiom und der beeinträchtigten Blutzuckerregulation zu bestätigen, transplantierten die Forschenden das Darmmikrobiom der Teilnehmenden auf keimfreie Mäuse. Diese Mäuse, die zuvor keine eigene Darmflora besaßen, zeigten nach der Transplantation und dem Konsum einer Zuckerlösung ähnliche Blutzuckerreaktionen wie die menschlichen Spender – obwohl die Mäuse nie zuvor diese Süßstoffe konsumiert hatten, sondern nur das durch Süßstoffe veränderte Darmmikrobiom besaßen. Dieser Befund legt nahe, dass die induzierten Veränderungen im Mikrobiom direkt zur Beeinträchtigung der Glukosetoleranz beitragen. 
 Weitere Hinweise auf negative Effekte von Süßstoffen 
 Unterstützt werden diese Ergebnisse durch eine In-vitro-Studie aus dem Jahr 2021, die zeigte, dass künstliche Süßstoffe wie Saccharin, Sucralose und Aspartam Darmbakterien negativ beeinflussen können. 7  Die Bakterien Escherichia coli und Enterococcus faecalis veränderten nach der Exposition gegenüber diesen Süßstoffen ihre Eigenschaften und waren in der Lage, die Darmwand zu durchdringen. Sobald solche Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, können sie sich in Organen wie der Leber und der Milz ansiedeln und schwere Infektionen verursachen. Bereits geringe Mengen der Süßstoffe reichten aus, um diese Effekte zu beobachten. Die Studie deutet darauf hin, dass der regelmäßige Konsum künstlicher Süßstoffe das Risiko für Infektionen erhöhen kann, indem er die Zusammensetzung und Funktion der Darmflora verändert. Insgesamt legen die aktuellen Forschungsergebnisse nahe, dass künstliche Süßstoffe keine so gesunde Alternative sind, wie oftmals angenommen. Ihre Fähigkeit, das Darmmikrobiom zu verändern und die Glukosetoleranz zu beeinträchtigen, könnte langfristig zu metabolischen Störungen wie Übergewicht und Diabetes beitragen. Obwohl weitere Untersuchungen notwendig sind, um definitive Empfehlungen auszusprechen, deuten diese Studien darauf hin, dass der Verzicht auf künstliche Süßstoffe und eine generelle Reduzierung des Süßstoffkonsums sinnvoll sein könnten. 
 Neotam: Ein künstlicher Süßstoff der neuen Generation gefährdet die Darmgesundheit 
 Eine jüngste Studie aus dem Jahr 2024 von Forschenden der Anglia Ruskin University in Cambridge hat den künstlichen Süßstoff Neotam unter die Lupe genommen und besorgniserregende Auswirkungen auf die Darmgesundheit festgestellt. 8  Neotam ist ein Süßstoff der neuen Generation, der noch süßer als Aspartam ist und gleichzeitig kalorienfrei bleibt. Doch die aktuellen Erkenntnisse werfen Fragen hinsichtlich seiner Sicherheit auf. 
 Die Arbeitsgruppe nutzte ein In-vitro-Modell des Darmepithels (Caco-2-Zellen) sowie die Darmbakterien Escherichia coli und Enterococcus faecalis, um die Effekte von Neotam auf die Darmgesundheit zu untersuchen. Ziel war es, herauszufinden, ob Neotam die Pathogenität dieser Bakterien erhöht und die Integrität der Darmbarriere beeinträchtigt. Die Ergebnisse zeigten, dass Neotam bereits in geringen Konzentrationen negative Auswirkungen auf das Darmepithel und die Darmflora hat: 
 
  Schädigung des Darmepithels:  Neotam führte zum Absterben von Epithelzellen, was die Schutzfunktion der Darmwand schwächt. 
  Erhöhte Pathogenität von Darmbakterien:  E. coli und E. faecalis zeigten nach Exposition gegenüber Neotam eine erhöhte Fähigkeit, Biofilme zu bilden. Diese Biofilme ermöglichen es den Bakterien, besser an das Darmepithel zu haften und es zu durchdringen. 
  Durchdringen der Darmbarriere:  Die erhöhte Adhäsion und Invasion der Bakterien in die Epithelzellen kann dazu führen, dass diese in den Blutkreislauf gelangen. Dies erhöht das Risiko für systemische Infektionen wie Sepsis. 
 
  Die Beeinträchtigung der Darmbarriere und die Förderung pathogener Bakterien können laut der Studie zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen. Die Schwächung der Darmwand kann Entzündungen fördern und Symptome des Reizdarmsyndroms verschlimmern. Eine gestörte Darmflora kann zur Entwicklung von Stoffwechselerkrankungen wie Insulinresistenz beitragen. Darüber hinaus könnte das Eindringen von Bakterien in den Blutkreislauf schwere Infektionen wie Septikämie verursachen. Dr. Havovi Chichger, die leitende Autorin der Studie, betont, dass auch neuere künstliche Süßstoffe wie Neotam hinsichtlich ihrer Sicherheit kritisch zu bewerten seien. 
 Gibt es einen Zusammenhang mit Diabetes und Insulinresistenz? 
 Ein Medizinreport, veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt, setzt sich mit künstlichen Süßstoffen und einer Insulinreststenz auseinander. Dr. Kristina Rother, eine Expertin für Süßstoffe, betont, dass das Thema der metabolischen Sicherheit einen hohen Diskussionsbedarf hat. Es gibt Hinweise darauf, dass Süßstoffe Insulinresistenz begünstigen, was durch verschiedene Studien an übergewichtigen und normalgewichtigen Probanden gezeigt wurde. Möglicherweise liegt die Ursache für diese Effekte im Mikrobiom, da bestimmte Süßstoffe die Zusammensetzung der Darmflora verändern können. Tierstudien zeigen, dass Süßstoffe mit einem weniger vielfältigen Mikrobiom in Verbindung stehen. Dabei scheinen die Süßstoffe die Inkretinsekretion (Freisetzung bestimmter Hormone im Verdauungstrakt, die für eine erhöhte Ausschüttung von Insulin verantwortlich sind) zu begünstigen und den Stoffwechsel und das Essverhalten negativ zu beeinflussen. Epidemiologische Studien zeigen eine Assoziation zwischen dem Konsum von süßstoffhaltigen Getränken und Übergewicht sowie Diabetes. 9  
  Studienupdate: Diabetes-Risiko durch künstliche Süßstoffe  
 Aktuelle Forschungsergebnisse aus der NutriNet-Santé-Studie&amp;nbsp;in Frankreich werfen ein kritisches Licht auf den Konsum künstlicher Süßstoffe und dessen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes. Die Studie, die über 105.000 Teilnehmer einschloss und eine mediane Nachbeobachtungszeit von 9,1 Jahren umfasst, offenbarte, dass ein höherer Konsum von künstlichen Süßstoffen, insbesondere Aspartam, Acesulfam-K und Sucralose, mit einem signifikant erhöhten Diabetesrisiko verbunden ist [Deb 2023]. Diese Ergebnisse stützen die wachsende Evidenz, dass künstliche Süßstoffe möglicherweise nicht die risikofreie Alternative zu Zucker darstellen, als die sie oft beworben werden.¹ 
 Die Studie verweist auf mehrere Mechanismen, die das erhöhte Diabetesrisiko erklären könnten: 
 
  Beeinträchtigung des Glukosestoffwechsels:  Künstliche Süßstoffe könnten die Sensitivität der Betazellen der Bauchspeicheldrüse und die Insulinsekretion beeinträchtigen. Dies könnte zu einer gestörten Glukoseregulation führen. 
  Adipogenese und Lipolyse:  Künstliche Süßstoffe könnten an der Zunahme der Fettbildung (Adipogenese) und einer verringerten Fettspaltung (Lipolyse) beteiligt sein. Diese Veränderungen können zu einer ungünstigen Körperzusammensetzung und Insulinresistenz führen. 
  Prooxidative Umgebung:  Es wird vermutet, dass Süßstoffe eine prooxidative Umgebung fördern können, die oxidative Stressreaktionen im Körper verstärkt. Solche Reaktionen können zelluläre Schäden verursachen, die zur Beeinträchtigung der normalen Stoffwechselfunktionen beitragen. 
  Beeinflussung des Darmmikrobioms:  Künstliche Süßstoffe können das Gleichgewicht und die Funktion des Darmmikrobioms negativ beeinflussen. Eine Veränderung des Darmmikrobioms kann zu einer Beeinträchtigung des Glukosestoffwechsels führen. 
  Stammzelldifferenzierung im Fettgewebe:  Künstliche Süßstoffe könnten auch die Differenzierung von Stammzellen im Fettgewebe beeinflussen, was zu einer ungünstigen Fettverteilung und möglicherweise zu Stoffwechselstörungen führt. 
 
  Diese Mechanismen verdeutlichen die Komplexität der Auswirkungen künstlicher Süßstoffe auf den menschlichen Körper und unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Forschung, um diese Zusammenhänge vollständig zu verstehen und entsprechende Ernährungsempfehlungen anzupassen.Die Praxisrelevanz dieser Erkenntnisse liegt indes auf der Hand: Die weitverbreitete Verwendung von künstlichen Süßstoffen in tausenden von Lebensmitteln und Getränken, die täglich von Millionen konsumiert werden, könnte langfristig gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. 
 Ein Diät-Limonade pro Tag erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes um 38 % 
 Eine im Fachjournal Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases veröffentlichte Langzeitstudie aus Australien stellt die bisherige Annahme erneut infrage, dass künstlich gesüßte Getränke eine gesündere Alternative zu zuckerhaltigen Limonaden darstellen. Die Forscher der Monash University geleitete Untersuchung analysierten über einen Zeitraum von durchschnittlich 13,9 Jahren die Trinkgewohnheiten und Gesundheitsdaten von 36.608 Erwachsenen. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen (SSBs) und künstlich gesüßten Getränken (ASBs) und dem Risiko für Typ-2-Diabetes zu untersuchen.10 Die Ergebnisse: Der tägliche Konsum nur eines Getränks mit künstlichem Süßstoff erhöhte das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 38 % im Vergleich zu Personen, die keine derartigen Getränke konsumierten. Überraschenderweise lag das Risiko bei einem vergleichbaren Konsum zuckerhaltiger Getränke lediglich bei 23 %. Damit weisen künstlich gesüßte Getränke in dieser Kohorte ein signifikant höheres Diabetesrisiko auf als herkömmliche zuckerhaltige Limonaden. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht abschließend geklärt, jedoch vermuten die Forschenden, dass künstliche Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose möglicherweise die Glukoseverwertung, die Insulinempfindlichkeit oder die Zusammensetzung des Darmmikrobioms negativ beeinflussen könnten – mit weitreichenden, diabetogenen Effekten. 
 Warum rät die WHO von Süßstoffen zur Gewichtskontrolle ab? 
 Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt in einer neuen WHO-Richtlinie 11 , zuckerfreie Süßstoffe nicht als Mittel zur Gewichtskontrolle einzusetzen. Laut der Richtlinie haben Süßstoffe nicht den gewünschten Effekt auf die Gewichtsabnahme und können sogar das Risiko für nichtübertragbare Krankheiten erhöhen. Dabei stützen sich die Aussagen unter anderem auf eine Studie, die untersuchte, ob künstliche Süßstoffe einen Einfluss auf die Gewichtsabnahme haben. Eine Meta-Analyse, veröffentlicht im British Medical Journal, kam zu dem Schluss, dass der Konsum von künstlichen Süßstoffen im Vergleich zu Zucker keinen signifikanten Vorteil bei der Gewichtsreduktion bietet. 12 &amp;nbsp;Eine andere Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Obesity Reviews, ergab, dass der Verzehr von künstlichen Süßstoffen mit einem erhöhten Risiko für Gewichtszunahme, Adipositas und metabolische Störungen in Verbindung steht. 13  
 WHO stuft Aspartam als „möglicherweise krebserregend“ ein 
 Im Juni 2023 hat eine Arbeitsgruppe von 25 Wissenschaftlern aus 12 Ländern bei der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Neubewertung des künstlichen Süßstoffs Aspartam vorgenommen. 14 &amp;nbsp;Dabei wurde Aspartam in die Kategorie &quot;möglicherweise krebserregend für den Menschen&quot; (Gruppe 2B) eingestuft. Diese Klassifizierung basiert auf &quot;begrenzten&quot; Hinweisen auf Krebs beim Menschen, insbesondere hinsichtlich eines möglichen Zusammenhangs mit Leberzellkarzinomen. Auch die Evidenz aus Tierversuchen wurde als &quot;begrenzt&quot; eingestuft, ebenso wie die mechanistischen Daten. 
 Gleichzeitig mit der IARC-Bewertung führte der Gemeinsame FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) eine Risikobewertung von Aspartam durch.² Trotz der neuen Einstufung bestätigte JECFA die derzeitige akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI) von bis zu 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Um diese Menge ins Verhältnis zu setzen: Ein Liter Cola light enthält bereits rund 130 Milligramm Aspartam. 15 &amp;nbsp;Die jüngsten Bewertungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Konsum von künstlichen Süßstoffen kritisch zu hinterfragen. Obwohl Aspartam bezüglich des Krebsrisikos weiterhin innerhalb der festgelegten Grenzen als sicher gilt, könnten Verbraucher erwägen, ihren Konsum zu reduzieren und auf natürliche Süßungsmittel umzusteigen. Dies gilt insbesondere für Personen, die regelmäßig große Mengen aspartamhaltiger Produkte konsumieren. 
 Verschlimmert Aspartam womöglich Arterienverkalkung (Atherosklerose) durch insulinausgelöste Entzündung? 
 Künstliche Süßstoffe wie Aspartam (APM) stehen inzwischen auch im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern. Die aktuelle Studie „Sweetener aspartame aggravates atherosclerosis“ beleuchtet den molekularen Mechanismus, mit dem Aspartam die Entstehung von Atherosklerose verstärkt. 16 &amp;nbsp;Mäuse und non-human Primaten, die mit einer 0,15 %igen APM-Lösung gefüttert wurden, zeigten deutlich erhöhte Blutinsulinspiegel. 
   
 Abbildung 2: ScienceDirect: &quot; Sweetener aspartame aggravates atherosclerosis through insulin-triggered inflammation &quot; 
 Aspartam aktiviert über den Vagusnerv die Bauchspeicheldrüse, sodass deutlich mehr Insulin ins Blut gelangt. Das überschüssige Insulin bringt die Innenwand der Arterien dazu, einen Botenstoff namens CX3CL1 zu produzieren. Dieser lockt Abwehrzellen (Makrophagen) an. 
 Makrophagen bohren sich in die Gefäßwand, entzünden sie und schaffen mehr feste Ablagerungen. Die Arterie verengt sich – das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Bereits nach vier Wochen zeigten die Aspartam gefütterte Mäuse größere und zahlreichere atherosklerotische Läsionen. Fettdepots (Oil Red O) sowie immunhistologische Entzündungszellen häuften sich. Aspartam veränderte dabei weder Körpergewicht noch Fettmasse, Blutlipide oder Energieumsatz. Die Plaque-Exazerbation beruht also nicht auf metabolischer Dysregulation, sondern allein auf dem insulin CX3CL1 Signal. 
 Künstliche Süßstoffe hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack für die Umwelt 
 Künstliche Süßstoffe, die häufig in Softdrinks, verarbeiteten Lebensmitteln und zuckerfreien Produkten Verwendung finden, tauchen zunehmend weit entfernt von unseren Supermarktregalen auf – in unseren Flüssen, Wasserwegen und natürlichen Ökosystemen. 
 Die systematische Übersichtsarbeit von Li et al. (2025) zeigt, dass die künstlichen Süßstoffe Sucralose, Acesulfam, Saccharin und Cyclamat in beachtlichen Konzentrationen in Klärwerken weltweit auftreten.  17  
 Über einen Untersuchungszeitraum von mehreren Jahren wurde hierzu beispielsweise für Sucralose in Nordamerika ein jährlicher Konzentrationsanstieg von 5,6–5,7 µg/L·a im Zulauf und 4,7–5,5 µg/L·a im Ablauf dokumentiert. 
 Die Fähigkeit der Kläranlagen, diese Verbindungen abzubauen, variiert deutlich. Saccharin und Cyclamat werden mit über 90 % Effizienz entfernt, gefolgt von Acesulfam mit 25–70 % Entfernung, während Sucralose nahezu vollständig persistent bleibt. 
   
 Abbildung 3: Artificial sweeteners in wastewater treatment plants: A systematic review of global occurrence, distribution, removal, and degradation pathways”,  https://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S0304389425015602-ga1_lrg.jpg  
 Somit sind die Zuckerersatzstoffe nicht nur wegen ihrer bereits beschriebenen, möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit umstritten, sondern stellen auch ein Toxizitätsrisiko für Wassertiere dar. Bei Zebrafischen verursacht Sucralose Geburtsfehler, und hohe Saccharin-Konzentrationen wirken neurotoxisch. 
 Fazit: Gänzlich auf Süßmittel verzichten? 
 Aktuelle Studien legen nahe, dass der hohe Konsum von künstlichen Süßstoffen, wie Aspartam und Acesulfam, mit einem erhöhten Krebsrisiko, insbesondere für Brustkrebs, in Verbindung steht. Zudem zeigen Untersuchungen, dass Sucralose DNA-Schäden verursacht und genotoxisch wirkt. Auch die Darmgesundheit kann unter dem Konsum von künstlichen Süßstoffen leiden. Studien haben gezeigt, dass Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose negative Auswirkungen auf das Darmmikrobiom haben und das Hungergefühl manipulieren können, die langfristigen Folgen für die Gesundheit haben. Angesichts dieser Erkenntnisse raten wir, auf künstliche Süßmittel zu verzichten! 
 Viele wertvolle Informationen dazu finden Sie hier:  Top 9 Zuckeralternativen: Für ein gesundes Leben mit Süße. Unsere Favoriten auf einen Blick!  
 Disclaimer: 
 Die in diesem Blog dargestellten Inhalte basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Studien und wurden sorgfältig recherchiert. Dennoch dienen sie ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische, ernährungswissenschaftliche oder therapeutische Beratung. Auch wenn wir uns auf neueste Erkenntnisse aus Fachliteratur und Studien beziehen, können sich wissenschaftliche Positionen im Zuge neuer Forschungsergebnisse ändern. 
  1 Vgl. PLOS Medicine. &quot;Sugar-sweetened beverages, artificially sweetened beverages, and cancer risk: Long-term observational studies.&quot; Verfügbar  hier   2 Vgl. „Toxicological and pharmacokinetic properties of sucralose-6-acetate and its parent sucralose: in vitro screening assays“  (Journal of Toxicology and Environmental Health, Mai 2023)  3 „Toxicological and pharmacokinetic properties of sucralose-6-acetate and its parent sucralose: in vitro screening assays“ (Journal of Toxicology and Environmental Health, Mai 2023)  4 Vgl. Toxicological and pharmacokinetic properties of sucralose-6-acetate and its parent sucralose: in vitro screening assays, Toxicol Environ Health B Crit Rev. 2023 May 29;1-35,  hier   5  Vgl. Nature: Nature Metabolism: &quot;Non-caloric sweetener effects on brain appetite regulation in individuals across varying body weights&quot;,  hier   6 Suez, J., Cohen, Y., Valdes-Mas, R., et al. (2022). Personalized microbiome-driven effects of non-nutritive sweeteners on human glucose tolerance. Cell, 185(18), 3307–3328.e19.  Hier   7 Ruiz-Ojeda, F. J., Plaza-Díaz, J., Sáez-Lara, M. J., &amp;amp; Gil, A. (2021). Effects of Sweeteners on the Gut Microbiota: A Review of Experimental Studies and Clinical Trials. International Journal of Molecular Sciences, 22(10), 5228.  Hier   8 Chichger, H., Badr, S., &amp;amp; Adya, R. (2024). Effects of neotame on Caco-2 cell viability and E. coli and E. faecalis pathogenicity in an in vitro gut model.  Frontiers in Nutrition, 10, 1366409.  Hier   9 Vgl. Deutsches Ärzteblatt. &quot;Zuckerersatz und Insulinresistenz: Süßstoffe als Stoffwechselrisiko.&quot;  Hier   10  Vgl. Science Direct “The association of sweetened beverage intake with risk of type 2 diabetes in an Australian population: A longitudinal study“  Hier   11 Vgl. WHO: &quot;Use of non-sugar sweeteners: WHO guideline&quot;,  hier   12 Vgl. British Medical Journal. &quot;Non-nutritive sweeteners and health outcomes: systematic review and meta-analyses of randomised and non-randomised controlled trials and observational studies.&quot;  Hier   13 Vgl. Obesity Reviews. &quot;Consumption of low-calorie sweeteners and risk of overweight and obesity: a meta-analysis of prospective cohort studies.&quot;  Hier   14 Riboli, E., Beland, F. A., Lachenmeier, D. W., et al. (2023). Carcinogenicity of aspartame, methyleugenol, and isoeugenol. The Lancet Oncology, 24(8).  Hier   15 WHO. (2023). Aspartame hazard and risk assessment results released.  Hier   16 Vgl. ScienceDirect: &quot;Sweetener aspartame aggravates atherosclerosis through insulin-triggered inflammation&quot;&amp;nbsp; Hier   17  Vgl. “Artificial sweeteners in wastewater treatment plants: A systematic review of global occurrence, distribution, removal, and degradation pathways”  Hier  
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                            <updated>2023-07-06T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Allulose – Der Zuckerersatz der Zukunft – Vorteile, Studien und Anwendungen</title>
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                                            In diesem Beitrag erläutern wir die Vorteile von Allulose im Detail, stellen die Auswirkungen auf den Stoffwechsel vor und geben praktische Tipps zur Verwendung in der Küche. Entdecken Sie, warum Allulose mehr kann, als nur eine kalorienarme Süße zu bieten.
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                 Zucker ist allgegenwärtig in unserer Ernährung, versteckt in zahlreichen Lebensmitteln wie Fertiggerichten, Getränken und Snacks. Trotz seines verlockenden Geschmacks wird Zucker oft als &quot;süßes Gift&quot; bezeichnet, da er mit Gesundheitsproblemen wie Diabetes, Fettleibigkeit und kardiovaskulären Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Viele Menschen suchen daher nach gesünderen Alternativen zum herkömmlichen Haushaltszucker, um ihre Ernährung zu verbessern und gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Eine vielversprechende Alternative ist Allulose. 
 Auch bekannt als D-Psicose, bietet Allulose im Vergleich zu herkömmlichen Zuckern eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen und kann in der Ernährung als kalorienarmer Zuckerersatz dienen. Mit einer Süßkraft von 60-70% im Vergleich zu Haushaltszucker und einem Brennwert von nur etwa 0,2 kcal pro Gramm, ist Allulose besonders interessant für gesundheitsbewusste Menschen. Darüber hinaus ist der besondere Zucker auch bei Diabetes oder Übergewicht eine vielversprechende Option. 
  Was ist Allulose ? 
 Allulose ist ein sogenannter seltener Zucker. Er zählt zu den Monosachariden, also zu den Einfachzuckern, und ist somit eng mit der Fruktose oder der Glukose verwandt, wirkt aber aufgrund seiner besonderen Struktur anders verstoffwechselt. Allulose kommt in der Natur nur in sehr geringen Mengen vor, zum Beispiel in einigen Früchten wie Jackfruit, Feigen und Rosinen. Aufgrund der besonderen Eigenschaften und geringen Kalorien ist Allulose eine vielversprechende Zuckeralternative. Hier ein kurzer Überblick über die potenziellen Vorteile der Allulose gegenüber dem Haushaltszucker: 
  • Kalorienarm:  Enthält nur etwa 0,2-0,4 kcal pro Gramm, im Vergleich zu 4 kcal pro Gramm bei herkömmlichem Zucker.   • Süßkraft : Hat etwa 60-70% der Süßkraft von Haushaltszucker.   • Glykämischer Index:  Sehr niedriger glykämischer Index (GI = 1), beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum. Vergleich: Glucose hat einen GI von 100.   • Insulinspiegel:  Keine signifikanten Auswirkungen auf die Insulinausschüttung, vorteilhaft für Menschen mit Diabetes, aber auch alle anderen.   • Zahnfreundlich:  Fördert keine Kariesbildung, da Allulose von Karies-bildenden Bakterien nicht verstoffwechselt wird.   • Geschmack und Textur:  Ähnlich wie Zucker, ohne unangenehme Nachgeschmäcke, geeignet zum Backen und Kochen.   • Vielfältige Anwendungen:  Kann in Getränken, Backwaren, Desserts und vielem mehr verwendet werden.   • Potenzielle Gesundheitsvorteile:  In Studien gibt es Hinweise darauf, dass Allulose die Fettoxidation erhöhen, die Ausdauerfähigkeit verbessern und den Blutzucker sowie Insulinspiegel nach Mahlzeiten senken kann. 
   Einen guten Überblick über die Wirkweise von Allulose liefert Julia Tulipan, Biologin und Master of Science in klinischer Ernährungsmedizin, in dem folgenden Video:  
    
   Chemische Struktur und Unterschiede zu anderen Zuckern 
 Biochemisch gesehen handelt es sich bei Allulose um einen Epimer der Fruktose. Das bedeutet, dass die chemische Struktur fast identisch ist, jedoch eine minimale Abweichung in der Anordnung der Atome besteht. Diese kleine strukturelle Differenz führt zu erheblichen Unterschieden in der Art und Weise, wie der Körper Allulose verstoffwechselt. Während Fruktose und Glukose schnell in Energie umgewandelt werden und den Blutzuckerspiegel beeinflussen, hat Allulose kaum Auswirkungen auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. 
  Herstellungsprozess 
 Um Allulose in größeren Mengen nutzbar zu machen, wird sie mittels eines schonenden Herstellungsprozesses aus Zuckerrüben, Mais oder anderen pflanzlichen Quellen gewonnen. Dabei wird Allulose von anderen Zuckern getrennt und in ihrer reinen Form isoliert. Dieser Prozess stellt sicher, dass die Zuckeralternative in verschiedenen Lebensmitteln verwendet werden kann, ohne die unerwünschten Eigenschaften von Haushaltszucker oder anderen Zuckeralternativen mitzubringen. Allulose kann dann als Pulver oder in flüssiger Form beim Kochen, Backen und Süßen wie herkömmlicher Zucker eingesetzt werden. 
  Vorteile von Allulose im Vergleich zu Haushaltszucker 
 Allulose bietet eine Vielzahl von Vorteilen im Vergleich zu herkömmlichem Haushaltszucker, insbesondere für diejenigen, die eine gesündere Ernährung anstreben oder bestimmte gesundheitliche Bedingungen berücksichtigen müssen. Ein wesentlicher Vorteil von Allulose ist ihr niedriger Kaloriengehalt. Während Haushaltszucker etwa 4 kcal pro Gramm liefert, enthält Allulose nur etwa 0,2-0,4 kcal pro Gramm. Das bedeutet, dass Allulose weniger als ein Zehntel der Kalorien von herkömmlichem Zucker hat. Diese Eigenschaft macht Allulose besonders attraktiv für Menschen, die abnehmen oder ihr Gewicht halten möchten, ohne auf süße Lebensmittel verzichten zu müssen.  Die gute Verträglichkeit ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Allulose wird im Körper nicht wie herkömmliche Zuckerarten verstoffwechselt und verursacht daher weniger Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Durchfall, die bei anderen Zuckerersatzstoffen häufig auftreten können. Darüber hinaus ist Allulose auch gut verträglich für Menschen mit verschiedenen Intoleranzen. Da sie keinen Fruchtzucker oder Laktose enthält und glutenfrei ist, bietet sie eine attraktive Alternative für Menschen mit Fructoseintoleranz, Laktoseintoleranz oder Zöliakie. Ein weiterer, aber nicht minder wichtiger Vorteil von Allulose ist ihre Zahnfreundlichkeit. Im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker wird Allulose von den Bakterien im Mund nicht verstoffwechselt, was bedeutet, dass sie keine Säuren produziert, die zu Karies führen können. 
 Ein weiterer bedeutender Vorteil von Allulose liegt in ihren minimalen Auswirkungen auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. Allulose hat einen extrem niedrigen glykämischen Index von etwa 1, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Im Gegensatz dazu hat Haushaltszucker einen hohen glykämischen Index, der zu schnellen Blutzuckerspitzen führen kann. Eine aktuelle Studie (¹) zeigte, dass die Einnahme von Allulose in Kombination mit Saccharose die postprandiale Glukose- und Insulinreaktion senkt, was die antidiabetischen Eigenschaften von Allulose unterstreicht (siehe Abbildung). 
 &amp;nbsp;  
 ( Bildquelle: Fei Au-Yeung, Thomas M.S. Wolever, et al.: Comparison of postprandial glycemic and insulinemic response of allulose when consumed alone or when added to sucrose: A randomized controlled trial; in: Journal of Functional Foods (2023); https://doi.org/10.1016/j.jff.2023.105569)  
  Allulose in der Küche&amp;nbsp; 
 Ein weiterer Vorteil von Allulose ist ihr Geschmack und ihre Verarbeitungseigenschaften. Allulose hat einen Geschmack und eine Textur, die dem von Haushaltszucker sehr ähnlich sind, ohne unangenehme Beigeschmäcke, die bei einigen anderen Zuckerersatzstoffen vorkommen. Sie lässt sich vielseitig in der Küche verwenden, ähnlich wie Haushaltszucker. Allulose eignet sich hervorragend zum Backen, da sie gut karamellisiert und den Geschmack sowie die Textur von Backwaren nicht verändert. Sie kann in Getränken, Desserts und anderen süßen Speisen verwendet werden, ohne den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.&amp;nbsp; 
  Aktuelle Forschungsergebnisse zu Allulose 
 Die antidiabetischen und antifettleibigen Eigenschaften von Allulose waren Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. In der bereits oben erwähnten Studie von Au-Yeung et al. (¹) verglich die Arbeitsgruppe die postprandiale glykämische und insulinämische Reaktion von Allulose mit der von Haushaltszucker. Die Ergebnisse zeigten, dass Allulose den Blutzucker- und Insulinspiegel signifikant senkt, wenn sie allein oder zusammen mit Saccharose konsumiert wird. Diese Ergebnisse unterstreichen die potenziellen antidiabetischen Vorteile von Allulose und ihre Eignung als Zuckerersatz für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz. Praktisch bedeutet dies, dass Allulose das Potenzial hat, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und dadurch langfristig das Risiko von Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit zu verringern. 
  Fettoxidation und Energiestoffwechsel 
 Allulose beeinflusst auch den Energiestoffwechsel positiv. Eine japanische Studie von Kimura et al. (⁶) zeigte, dass Allulose die postprandiale Fettoxidation erhöht. In dieser Forschungsarbeit stellte die Arbeitsgruppe fest, dass Teilnehmende, die Allulose konsumierten, eine signifikant höhere Fettoxidationsrate aufwiesen als diejenigen, die einen anderen Zuckerersatzstoff oder keine Zuckerersatzstoffe konsumierten. Dies legt nahe, dass Allulose helfen kann, den Fettstoffwechsel zu fördern und somit das Gewichtsmanagement und die allgemeine Stoffwechselgesundheit zu unterstützen. Die Erhöhung der Fettoxidation trägt dazu bei, Körperfett zu reduzieren und ein gesundes Körpergewicht aufrechtzuerhalten. 
  Einfluss auf Sättigungshormone 
 Eine weitere interessante Eigenschaft von Allulose ist ihr Einfluss auf Sättigungshormone. Eine europäische Arbeitsgruppe untersuchte im Rahmen einer randomisierten, kontrollierten Studie (⁷) die Wirkung von Allulose und Erythrit auf die Freisetzung von Sättigungshormonen wie CCK, GLP-1 und PYY. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl Allulose als auch Erythrit die Freisetzung dieser Hormone signifikant erhöhen, was zu einem verstärkten Sättigungsgefühl und einer reduzierten Nahrungsaufnahme führen kann. Im Vergleich zu anderen Süßstoffen bietet Allulose daher den zusätzlichen Vorteil, das Hungergefühl zu mindern und das Sättigungsgefühl zu fördern, was bei der Gewichtskontrolle hilfreich sein kann.&amp;nbsp; 
  Ist Allulose die natürliche Version der „Abnehm-Spritze“? 
 Die Wirkung von Allulose erinnert laut der Studie an die Wirkungsweise von GLP-1-Rezeptor-Agonisten, welche in der Behandlung von Typ-2-Diabetes und Übergewicht eingesetzt werden. Diese Wirkstoffe, bekannt durch Medikamente wie Ozempic und Wegovy (Semaglutid), sind derzeit sehr populär und werden häufig verschrieben. GLP-1-Rezeptor-Agonisten binden im Darm an den GLP-1-Rezeptor und entfalten eine blutzuckersenkende Wirkung. Zusätzlich senden sie Sättigungssignale an das Gehirn. 
 In einem gesunden Organismus wird dieser Prozess durch das Hormon Inkretin GLP-1 aktiviert, das im Dünndarm gebildet wird. Bei Menschen mit Diabetes oder Übergewicht scheint die Inkretinsekretion jedoch gestört zu sein. Medikamente wie Ozempic und Wegovy ahmen die Wirkung von Inkretin nach und bieten ähnliche Effekte. Obwohl diese Medikamente wirksam sind, haben sie auch Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu Medikamenten, die die Wirkung von Inkretin nachahmen, scheint Allulose die körpereigene Produktion von Inkretin auf natürliche Weise zu aktivieren. Das bedeutet, dass Allulose nicht nur die Symptome behandelt, sondern den Körper dazu anregt, selbst mehr Inkretin zu produzieren. 
  Wirkung von D-Allulose auf Insulinresistenz und Fettstoffwechsel 
 Im Rahmen einer Tiermodell-Studie (¹¹) zeigte eine japanische Arbeitsgruppe, dass D-Allulose eine durch fettreiche Ernährung induzierte Insulinresistenz bei Ratten reduzierte. Die Forschungsgruppe führt den Effekt unter anderem darauf zurück, dass die Tiere durch die Gabe von Allulose weniger Entzündungsmarker produzierten und sich die Insulinsignalübertragung erhöhte. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von D-Allulose als wirksames Mittel zur Verbesserung der Insulinsensitivität und zur Förderung einer gesunden Stoffwechselfunktion. 
  Verbesserung der Ausdauerfähigkeit 
 Die Wirkung von Allulose auf die körperliche Leistungsfähigkeit wurde ebenfalls untersucht. Eine Studie von Li et al. (⁸) zeigte, dass die Einnahme von Allulose die Ausdauerfähigkeit verbessert und die Ermüdung reduziert. Die Forscher fanden im Tiermodell heraus, dass Allulose die Insulinsensitivität ähnlich wie körperliches Training verbessert und somit eine potenzielle Option zur Unterstützung von körperlicher Aktivität darstellt. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Allulose nicht nur eine gesunde Zuckeralternative ist, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit und die Erholung nach dem Training fördern kann. 
  Potenzielle Risikosenkung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
 Schließlich wurde in mehreren Studien auch die Vorteile von Allulose für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen untersucht. Eine systematische Überprüfung von Ahmed et al. (⁹) analysierte die Wirkung seltener Zucker, einschließlich Allulose, auf die Gesundheit von Menschen mit kardiometabolischem Risiko. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Allulose eine gute Alternative zu herkömmlichem Zucker darstellt und insbesondere für Menschen mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Vorteil sein kann. Die Studienergebnisse zeigten, dass Allulose helfen kann, den Blutzuckerspiegel und das Körpergewicht zu kontrollieren, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. 
  Allulose zählt zu den vielversprechendsten Süßungsmitteln 
 In einer chinesischen Übersichtsarbeit (²) beleuchtet eine Arbeitsgruppe die jüngsten Fortschritte in Bezug auf die physiologischen Funktionen und die Biosynthese von D-Allulose. Darüber hinaus werden Perspektiven für die zukünftige Produktion von D-Allulose aufgezeigt, um die Anwendungsmöglichkeiten zu erweitern. Wie das Team resümiert gehört Allulose „zu den vielversprechendsten Süßungsmitteln für eine künftige Verwendung, da sie einen niedrigen Kaloriengehalt, einen Saccharose-ähnlichen Geschmack und einzigartige Funktionen aufweist.“&amp;nbsp;„D-Allulose hat viele physiologische Wirkungen, z. B. gegen Fettleibigkeit, Hyperglykämie, Diabetes, Entzündungen, Antioxidantien und neuroprotektive Wirkungen. Daher hat D-Allulose einen wichtigen Anwendungswert in der Lebensmittel-, Pharma- und Gesundheitsindustrie“, schreiben die Studienautoren. 
  Metabolische und endokrine Effekte einer 12-wöchigen allulosereichen Diät 
 Eine jüngste Studie (¹²) von Prof. Dr. Benjamin T. Bikman und Kollegen (2024) untersuchte die metabolischen und endokrinen Effekte einer allulosereichen Diät über einen Zeitraum von 12 Wochen. Diese Untersuchung war besonders relevant angesichts der globalen Zunahme von Typ-2-Diabetes (T2D) und Adipositas, die innovative diätetische Interventionen erfordert. Die Arbeitsgruppe verfolgte das Ziel, die Auswirkungen von Allulose in einem Rattenmodell mit diätetisch induzierter Adipositas und T2D zu analysieren. 
 Die Hypothese der Studie war, dass eine Supplementierung mit Allulose über 12 Wochen zu einer Verbesserung des Körpergewichts, der Insulinsensitivität und der glykämischen Kontrolle führen würde. Das Experiment umfasste mehrere Gruppen von Ratten, die entweder eine fett- und zuckerreiche Diät erhielten oder eine ähnliche Diät, die mit Allulose ergänzt wurde. 
 Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Allulose die negativen Auswirkungen einer fett- und zuckerreichen Diät milderte. Im Einzelnen konnte die Allulose-Gruppe eine geringere Gewichtszunahme und eine verbesserte Insulinresistenz aufweisen. Ein bemerkenswerter Befund war, dass die Ratten in der Allulose-Gruppe eine geringere Nahrungsaufnahme zeigten und höhere Konzentrationen des Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1) aufwiesen, was die Glukoseregulation und die Appetitkontrolle verbesserte. 
 Zusätzlich verhinderte Allulose die Akkumulation von Triglyceriden in der Leber und förderte die mitochondriale Entkopplung im Fettgewebe. Diese Effekte tragen zu einer verbesserten metabolischen Gesundheit bei und unterstreichen das Potenzial von Allulose als effektives diätetisches Mittel zur Behandlung von Adipositas und T2D. 
 Insgesamt deuten die Studienergebnisse darauf hin, dass eine Supplementierung mit Allulose positive Effekte auf verschiedene Marker der metabolischen Gesundheit hat. Dies macht Allulose zu einem vielversprechenden Bestandteil der Ernährung zur Bewältigung von Adipositas und T2D. Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um die langfristigen Vorteile und die Mechanismen von Allulose in der Prävention und Behandlung von Stoffwechselkrankheiten zu untersuchen. Diese Studie unterstützt das Potenzial von Allulose als sichere und effektive Intervention zur Verbesserung der metabolischen Gesundheit im Kontext übermäßiger Nahrungsaufnahme.   
  Kernaussagen der neuen Studie 2024 von Professor Dr. Benjamin T. Bikman:  (¹²) 
  - Erhöhte GLP-1-Spiegel  - Bessere Glukoseregulierung   - Geringere Gewichtszunahme     - Verbesserte Insulinempfindlichkeit    - Geringerer Nahrungsmittelkonsum     
  &amp;nbsp; „Die Ergebnisse legen nahe, dass Allulose ein sehr vielversprechender seltener Zucker und Zuckerersatz ist.“   Professor Dr. Benjamin T. Bikman, Leiter des Bikman Lab am College of Life Sciences   
    
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
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 Wie verträglich ist Allulose? 
 Im Rahmen einer weiteren aktuellen Studie (¹⁰) wurde die Verträglichkeit von Allulose getestet. Die Teilnehmenden erhöhten dabei die eingenommene Einzeldosis um jeweils 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bis zu einer Menge von 0,4 g/kg konnte das Team keine relevanten Nebenwirkungen feststellen. Ab einer Dosis von 0,5 g/kg traten gelegentlich Durchfallsymptome auf. Basierend auf diesen Ergebnissen empfiehlt das Team eine maximale Einzeldosis von 0,4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und eine maximale tägliche Gesamtaufnahme von 0.9 g/kg. Für eine Person, die 60 Kilogramm wiegt, würde dies bedeuten, dass der Allulose-Konsum pro Einzeldosis nicht mehr als 24 Gramm und der tägliche Konsum unter 54 Gramm betragen sollte. Laut WHO-Empfehlungen sollte der Konsum von herkömmlichem Zucker ebenfalls auf maximal 50 Gramm pro Tag begrenzt werden. 
  Fazit: Allulose hat großes Potenzial für die zukünftige Ernährung 
 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Allulose nicht nur eine kalorienarme Zuckeralternative ist, sondern auch potenzielle gesundheitliche Vorteile bietet, die durch aktuelle wissenschaftliche Studien unterstützt werden. Von der Verbesserung der Blutzucker- und Insulinregulation über die Förderung der Fettoxidation und Sättigung bis hin zur Unterstützung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Herzgesundheit. Darüber hinaus ist sie kalorienarm, gut verträglich, hat einen angenehmen Geschmack und ist zahnschonend. Allulose ist daher eine hervorragende Wahl für alle, die ihre Ernährung gesünder gestalten möchten, ohne auf die süßen Freuden des Lebens verzichten zu müssen. 
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  Studien über Allulose:  
 ¹Fei Au-Yeung, Thomas M.S. Wolever, et al.: Comparison of postprandial glycemic and insulinemic response of allulose when consumed alone or when added to sucrose: A randomized controlled trial; in: Journal of Functional Foods (2023); https://doi.org/10.1016/j.jff.2023.105569  ²Chen Z, Gao XD, Li Z.: Recent Advances Regarding the Physiological Functions and Biosynthesis of D-Allulose“; in: Frontiers in Microbiology (2022). https://doi.org/10.3389/fmicb.2022.881037  ³Vgl. Jiang S, Xiao W, Zhu X, Liu J., et al.: Review on D-Allulose: In vivo Metabolism, Catalytic Mechanism, Engineering Strain Construction, Bio-Production Technology“; in: Frontiers in Bioengineering and Biotechnology (2020). https://doi.org/10.3389/fbioe.2020.00026  ⁴Hiromichi Itoh, Tomoko Sato, Ken Izumori: Preparation of d-psicose from d-fructose by immobilized d-tagatose 3-epimerase; in: Journal of Fermentation and Bioengineering (1995). https://doi.org/10.1016/0922-338X(95)98186-O  ⁵Au-Yeung, F.; Jenkins, AL; Wolever, T., et al.: Comparison of postprandial glycemic and insulinemic response of allulose when consumed alone or when added to sucrose: A randomized controlled trial; in: Journal of Functional Foods (2022). https://doi.org/10.1016/j.jff.2023.105569  ⁶Tomonori Kimura, Akane Kanasaki, Noriko Hayashi, et al: d-Allulose enhances postprandial fat oxidation in healthy humans; in: Nurtition (2017). https://doi.org/10.1016/j.nut.2017.06.007  ⁷Fabienne Teysseire, Valentine Bordier, Anne Christin Meyer-Gerspach, et al.: The Role of D-allulose and Erythritol on the Activity of the Gut Sweet Taste Receptor and Gastrointestinal Satiation Hormone Release in Humans: A Randomized, Controlled Trial; in: The Journal of Nutrition (2022). https://doi.org/10.1093/jn/nxac026  ⁸Vgl. Bingyang Li, Yang Gou, Teruhiko Koike, et al.: d-Allulose Improves Endurance and Recovery from Exhaustion in Male C57BL/6J Mice; in: nutrients (2022). https://doi.org/10.3390/nu14030404  ⁹Amna Ahmed, Tauseef A Khan, John L Sievenpiper, et al.: Rare sugars and their health effects in humans: a systematic review and narrative synthesis of the evidence from human trials; in: Nutrition Reviews (2022). https://doi.org/10.1093/nutrit/nuab012  ¹⁰Youngji Han, Bo Ra Choi, Myung-Sook Choi, et al.: Gastrointestinal Tolerance of D-Allulose in Healthy and Young Adults. A Non-Randomized Controlled Trial, DOI: 10.3390/nu10122010, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30572580/, 2019  ¹¹Tomonori Kimura, Akane Kanasaki, Kazuhiro Okuma, et al.: d-Allulose enhances postprandial fat oxidation in healthy humans; in: Nutrition (2017). https://doi.org/10.1016/j.nut.2017.06.007  ¹²Kevin B. Cayabyab, Marley J. Shin, Benjamin T. Bikman, et al.: The Metabolic and Endocrine Effects of a 12-Week Allulose-Rich Diet. Nutrients (2024). https://doi.org/10.3390/nu16121821 
    
  Rechtlicher Hinweis:  
 Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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            <title type="text">Longevity - Langlebigkeitsforschung für Gesundheit bis ins hohe Alter</title>
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                                            Wie hoch ist unsere Lebenserwartung und wie lässt sich ein langes Leben erreichen? Diesen zentralen Fragen widmet sich die Langlebigkeitsforschung. 
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                  Wie hoch ist unsere Lebenserwartung und wie lässt sich ein langes Leben erreichen? Diesen zentralen Fragen widmet sich die Langlebigkeitsforschung. Die Wissenschaft rund um die Lebenserwartung zielt darauf ab, das Altern zu verlangsamen und das Leben im Alter lebenswerter zu machen. Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass wir eine beispiellos hohe Lebenserwartung erreichen können, wenn wir uns frühzeitig mit unserem biologischen Alter sowie persönlichen epigenetischen Krankheitsrisiken auseinandersetzen und daraus Handlungen für unsere Gesundheit ableiten. Möglich wird dies durch moderne Diagnoseverfahren, für die bereits die Entnahme einiger Blutstropfen zu Hause ausreicht.&amp;nbsp;  
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  Was bedeutet Longevity / Langlebigkeit?   
 Longevity oder deutsch Langlebigkeit ist die Länge der Lebensspanne, unabhängig vom biologischen Alterungsprozess. Die Möglichkeit, Altern und Langlebigkeit getrennt zu definieren, ist erst in den letzten Jahren entstanden und ist längst kein Privileg mehr von besonders reichen oder einflussreichen Menschen. Die Langlebigkeitsforschung umfasst zahlreiche Faktoren und fokussiert sich auf die individuelle Epigenetik, dem Zusammenspiel zwischen Umwelteinflüssen, Lebensstil und Genetik. 
 Das folgende Video gibt interessante Einblicke in das Thema 
    
   Was ist das biologische Alter?  
 Anders als das chronologische Lebensalter, das wir jährlich mit unserem Geburtstag feiern, gibt unser biologisches Alter Aufschluss über unseren Lebensstil. So kommt es vor, dass Menschen, die um die 40 Jahre alt zu sein scheinen, bereits in ihren Sechzigern sind, aber auch umgekehrt noch sehr junge Menschen deutlich älter wirken, als sie tatsächlich sind.&amp;nbsp;Verantwortlich dafür ist das biologische Alter, das eng an den Zustand unserer Zellen gebunden ist und einen Maßstab bildet, wie Jung oder Alt unser Körper tatsächlich ist.&amp;nbsp;Ein niedriges biologisches Alter verbindet die Langlebigkeitsforschung mit Vitalität, einem aktiven Stoffwechsel und einem gut funktionierenden Immunsystem.&amp;nbsp;Ein steigendes biologisches Alter hingegen führt zu einem Absterben der Zellen und sichtbaren Merkmalen wie erschlaffender Haut und Falten. Doch das biologische Alter ist nicht unumkehrbar und wir sind heute nicht nur in der Lage, dieses präzise zu ermitteln, sondern auch direkten Einfluss darauf zu nehmen. 
   Die Rolle der Epigenetik  
 Über die Epigenetik werden alle biologischen, sozialen und umweltbedingten Einflüsse betrachtet, die sich als Erfahrungen in den Zellen ablesen lassen. Spezielle Testverfahren ermöglichen die Ermittlung des biologischen Alters anhand von chemischen Molekülen auf der DNA, die auch als epigenetischer Code bezeichnet werden. Dieser bietet neben der DNA einen weiteren Informationsträger, der sich auf den DNA Strängen befindet (Epi). Darüber wird im Organismus geregelt, wie die vorhandene DNA zum Einsatz kommt. Die Epigenetik vereint die DNA mit allen ihren Lebenserfahrungen. Während die DNA nahezu unverändert bleibt, verändern sich die epigenetischen Informationen und spiegeln anhand Ihres Lebensstils, Ihr biologisches Alter wider. 
   Sie sind Herr über Ihre Epigenetik?  
 Mit Ihrem Lebensstil programmieren Sie Ihre eigene Epigenetik. So speichert diese unter anderem Ihre Rauchgewohnheiten, Übergewicht, hohen Alkoholkonsum und viele weitere Faktoren im epigenetischen Code. Dieser hat zur Aufgabe, die sogenannte Genexpression auszusteuern und die DANN auf die Umwelt angepasst zu nutzen. 
   Rauchen und der epigenetische Code  
 Forscher befragten im Rahmen einer Studie 4.900 Personen zu ihren Rauchgewohnheiten und erhoben dazu die Methylgruppen an Genen, die für die Funktion der Lunge zuständig sind.¹ Allein anhand der Methylierungsmuster waren die Wissenschaftler anschließend in der Lage, Raucher von Nichtrauchern zu unterscheiden und Kettenraucher von Gelegenheitsrauchern. Methylierungen sorgen für eine Veränderung, wie Zellen Gene nutzen, die für die Lungenfunktion zuständig sind. Sie verstärken die Nutzung oder initiieren eine Abschaltung. Über diesen Mechanismus hat das Rauchen wahrscheinlich auch einen Einfluss auf die Sterblichkeit.&amp;nbsp;Die gute Nachricht der Studie: Frühere Raucher besitzen ein Muster wie Nichtraucher, d. h. die epigenetische Änderung ließ sich über den rauchfreien Lebensstil zurückdrehen und das biologische Alter verjüngen. 
   Warum das eigene biologische Alter ermitteln?  
 Die Vorteile der Ermittlung des eigenen biologischen Alters verdeutlicht eine Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA erschienen ist.² Anhand eines epigenetischen Testverfahrens wurde durch Wissenschaftler das epigenetische Alter von 1813 Probanden mithilfe von Blutproben ermittelt, deren Entnahme bereits vor 20 Jahren erfolgte.&amp;nbsp;Über moderne Verfahren wurde es möglich, das biologische Alter der Körper zu jenem Zeitpunkt zu messen und dieses mit dem aktuellen biologischen Alter zu vergleichen. Die Auswertungen zeigten, dass ein höheres biologisches Alter vor 20 Jahren mit einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit verbunden war. Ein höheres biologisches Alter von bis zu 8 Jahren war mit einer bis zu 32%igen reduzierten Wahrscheinlichkeit verknüpft, gesund das chronologische Alter von 90 Jahren zu erreichen. Im Gegensatz dazu war ein niedriges biologisches Alter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der körperlichen und kognitiven Gesundheit mit 90 Jahren verbunden. 
   Biologisches Alter und Gesundheitszustand über Tests zu Hause ermitteln?  
 Profitieren Sie von den wissenschaftlichen Möglichkeiten, einen Biomarker zu prüfen, der das tatsächliche biologische Alter sichtbar macht. Dazu benötigen Sie heute keine aufwändigen Termine oder Wege, sondern haben die Option einen Test zu Ihrem biologischen Alter, wie beispielsweise den  neotes   bioage Longevity  bequem zu Hause durchzuführen.&amp;nbsp;Alles, was es dafür braucht, sind ein kleiner Pieks und ein paar Tropfen Ihres Blutes. Anschließend erhalten Sie eine umfassende Laborauswertung basierend auf neuesten Wissensstand der Langlebigkeitsforschung inklusive Dateninterpretation und Empfehlungen, individuelles Ernährungs- und Fitnessprofi, Risiken für chronische altersbedingte Erkrankungen sowie ein Online-Report oder ein persönliches Arztgespräch. 
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  Fazit: So verlangsamen Sie das Altern am nachhaltigsten  
 Lassen Sie Ihr biologisches Alter überprüfen und ermitteln Sie den Unterschied zum chronologischen Alter. Auf Grundlage der dadurch gelieferten Daten können Sie Ihren individuellen Lebensstil ausrichten. Passend dazu verdeutlicht der Professor für Gerontologie, Valter Longo, in einer von ihm geführten Studie eine der wirksamsten Anti-Aging-Strategien. Anhand jahrzehntelanger Untersuchungen zum Altern von Würmern, Fliegen, Primaten und Menschen entwarf er eine Longevity Diet, die nachweislich den Alterungsprozess verzögert und Krankheiten vorbeugt. Bei der Diät handelt sich eine Form von Pseudofasten, der Fasting Mimicking Diet, die nachgewiesen die Stammzellenregeneration fördert, eine erhöhte Zellreinigung gewährleistet und niedrige Spiegel von Insulin und IGF-1 ermöglicht.³&amp;nbsp;Die pflanzlichen Vollwertprodukte, aus denen ein dazu passender kalorienreduzierter Ernährungsplan besteht, sind kohlenhydrat- und proteinarm und reich an gesunden Fetten. Der erste Tag liefert knapp 1.100 Kalorien und 750 Kalorien für die restlichen Tage. 
  &amp;nbsp; Quellen:   ¹ Vgl. PubMed: &quot;Epigenetic signatures of starting and stopping smoking&quot;, 2018,https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30389506   ² Vgl. JAMA: &quot;Analysis of Epigenetic Age Acceleration and Healthy Longevity&quot;, 2022, https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2794706   ³ Vgl. PubMed: &quot;Calorie restriction is the most reasonable anti-ageing intervention: a meta-analysis of survival curvess&quot;, 2018, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29636552/  
   Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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                            <updated>2023-05-11T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Gesundheitsbewusst Schokolade naschen – geht das?</title>
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                                            Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten der Welt. Verschiedene Studien zeigen, dass bestimmte Sorten reich an hochwertigen Kakaoflavanolen sind, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile mitbringen. Darüber hinaus kombinieren neue Produkte auf dem Markt das schokoladige...
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                  Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten der Welt. Verschiedene Studien zeigen, dass bestimmte Sorten reich an hochwertigen Kakaoflavanolen sind, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile mitbringen. Darüber hinaus kombinieren neue Produkte auf dem Markt das schokoladige Geschmackserlebnis mit intelligenten Zuckern, darunter Tagatose und Galactose, funktionellen Ballaststoffen, Tocotrienolen und weiteren interessanten Zutaten. Aber was ist genau dran am Genuss ohne Reue?    
 Was sind Flavonoide in Kakao und Schokolade? 
 Die sekundären Pflanzenstoffe, auch Flavonoide genannt, sind in unterschiedlichen Mengen auch in Schokolade enthalten. Sie sind in der Pflanzenwelt weit verbreitet und zeichnen sich durch ihre hohe Strukturvielfalt aus. 1 &amp;nbsp;   Flavanole, eine Untergruppe der Flavonoide, kommen in vielen verschiedenen Früchten wie Weintrauben, Äpfeln und Aprikosen sowie in Tee und  Schokolade  vor. Schätzungen zufolge nehmen wir durchschnittlich etwa 18-50 mg Flavanole pro Tag zu uns. Aber welche Rolle spielen sie in Schokolade? 
  Ist Schokolade gleich Schokolade? 
 Wenn Sie Schokolade mögen, wird es Sie sicher freuen zu lesen, dass Schokolade auch gesund sein kann. Aber: Nicht alle Schokoladen sind gleich. Entscheidend dabei ist zunächst der Gehalt an Flavanolen, einer Gruppe von Antioxidantien 2 , die mit einer Reihe von gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein können, die je nach Verarbeitungsprozess stark variieren.  Schokolade aus leicht fermentierten Kakaobohnen wurde in Untersuchungen als die beste Quelle von Flavanolen identifiziert, gefolgt von Kakaomasse aus stark fermentierten Bohnen, dunkler Schokolade und schließlich Milchschokolade mit den geringsten Werten 3 .&amp;nbsp; Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil und &quot;schlechten&quot; Zuckern enthält bis zu 200 mg / 100 g Epicatechin, eine wertvolle Art von Flavanolen.  Die Bioverfügbarkeit von Flavanolen, d. h. die Menge der aufgenommenen Substanzen, die dem Körper tatsächlich zur Verfügung stehen, kann auch durch die Zubereitungsart und den gleichzeitigen Konsum von hemmenden Lebensmittelbestandteilen wie beispielsweise Milch beeinflusst werden. 4    Obwohl Schokolade eine potenzielle Quelle von Flavanolen darstellt, greifen die meisten Verbraucher aus geschmacklichen Gründen auf Schokolade mit geringerem Kakaoanteil und höherem Zucker- und Fettgehalt zurück. Diese Schokoladen enthalten weniger Flavanole und sind für eine gesundheitsbewusste Ernährung eher ungeeignet. Um von den Vorteilen der Flavonoide zu profitieren, empfiehlt es sich, dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil zu wählen und in Maßen zu genießen.   
 Welche gesundheitlichen Effekte besitzen Pflanzenstoffe und Kakaoflavanole? 
 Verschiedene Forschungen haben gezeigt, dass Flavanole eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System 5  des menschlichen Körpers besitzen und kardiovaskulären Erkrankungen entgegenwirken 6 . Jüngste Studien verstärken diese Erkenntnisse sogar noch und zeigen auch weitere gesundheitliche Effekte, die wir Ihnen in einem Überblick zusammengefasst haben.  Flavanole erhöhen die Freisetzung von Stickstoffmonoxid in den Gewebezellen unserer Blutgefäße. Dies hat zur Folge, dass die Blutgefäße erweitert werden und somit ein besserer Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen stattfindet. Das macht nicht nur die Blutgefäße elastischer, sondern senkt auch den Blutdruck 7 .   Eine aktuelle Langzeitstudie mit Kakaoflavanolen in Kapselform belegt, dass die Rate kardiovaskulärer Todesfälle in der Gruppe, die den Wirkstoff erhielt, um 27 % reduziert war. Zudem konnte das Risiko für kardiovaskuläre Vorfälle, wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle, um 10 % gesenkt werden 8 .   Darüber hinaus wirken Flavanole entzündungshemmend, indem sie die Bildung von Botenstoffen reduzieren, die Entzündungen in den Blutgefäßen auslösen oder aufrechterhalten. Gleichzeitig aktivieren sie Gene für Botenstoffe, die wiederum antioxidative Enzymsysteme stimulieren und somit eine verbesserte Entgiftung von Fremdstoffen ermöglichen 9 .   Flavanole tragen dazu bei, den Cholesterin- und Triglyceridstoffwechsel stabil zu halten, wodurch der Entwicklung von Atherosklerose (Erkrankung aufgrund von Ablagerungen in Arterien) entgegengewirkt wird 10 .   Organische Verbindungen wie Xanthin kommen in koffeinhaltigen Produkten wie Kaffee und Tee sowie in Schokolade vor. Forscher verdeutlichen, dass Xanthin eine Rolle bei der Entwicklung von bestimmten Zellen im Darm spielt, die die Bekämpfung von Infektionen unterstützen. Durch die Untersuchung der Rolle von Xanthin bei der Entwicklung dieser Zellen erhoffen die Forscher sich ein besseres Verständnis für die Gesundheit des Darms zu bekommen und neue Wege zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu finden 11 . &amp;nbsp;  Darüber hinaus deuten die Ergebnisse einer großen prospektiven Kohortenstudie darauf hin, dass der Schokoladenkonsum im Allgemeinen mit einem geringfügig niedrigeren Sterblichkeitsrisiko bei Frauen im Alter zwischen 50-79 verbunden war, insbesondere bei einem moderaten Schokoladenkonsum von rund 3 Portionen in der Woche 12 .    
 Welche Rolle spielen intelligente Zucker in Schokolade? 
  D-Tagatose  und  D-Galactose  sind zwei Zuckervarianten mit niedrigem glykämischen Index, die den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass Tagatose im Vergleich zu anderen zuckerhaltigen Lebensmitteln einen geringeren Blutzuckeranstieg verursacht und auch eine positive Wirkung auf die Zahnmineralisierung hat. Interessant dabei ist, dass unser Darm Tagatose nur langsam verarbeitet. Passend dazu ist Galactose eine gute Ergänzung als Energielieferant. Die Kombination beider Zuckervarianten ermöglicht eine intelligente Energiezufuhr, die die Leistungsfähigkeit von Gehirn, Nerven und Muskulatur unterstützt.    
 Welche Vorteile bieten funktionelle Ballaststoffe, Tocotrienole und weitere Zutaten in Schokolade?&amp;nbsp; 
 Spezielle Ballaststoffe, z.B.  Nutriose aus resistentem Mais-Dextrin , die als funktionelle Ballaststoffe bezeichnet werden, können eine natürliche Verdauung fördern und ein langanhaltendes Sättigungsgefühl unterstützen. Zusätzlich dienen sie unseren Darmbakterien als Nahrung.  Das Vitamin E besteht aus verschiedenen Tocopherolen und  Tocotrienolen  wie alpha-, beta-, gamma- und delta-Tocotrienolen, die pflanzlichen Ursprungs sind.  Diese Mischung deckt das gesamte Vitamin-E-Spektrum ab und schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress, unterstützt die Funktion unserer Mitochondrien und reduziert Entzündungen.    
 Fazit: Schokoladengenuss mit Gesundheits-Plus 
 Schokolade kann heute mehr, als nur geschmacklich überzeugen. Produkte wie  TaGa Schokoriegel - Minze  oder  TaGa Schokoriegel - Kokosnuss &amp;nbsp;bieten ein großartiges Genusserlebnis und enthalten einen hohen Anteil an Edelkakao Flavonoiden. Darüber hinaus überzeugen Sie mit der Funktionalität aus Tagatose-Galaktose, resistentem Dextrin als Ballaststoffen, Tocotrienolen und weiteren interessanten Inhaltsstoffen in den Rezepturen, die eine Reihe an gesundheitlichen Vorteilen bieten. Demnach können Genießer u. a. von der kardioprotektiven Wirkung der Flavanole profitieren 13 . 
   
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  Quellen:  [1]&amp;nbsp;Vgl. Jacobasch, G. et al. (2013) Flavonoide – ein Geschenk der Pflanzen. Bremen, UNI-MED Verlag AG. [2]&amp;nbsp;Vgl. nature: &quot;Plasma antioxidants from chocolate&quot;,&amp;nbsp; https://www.nature.com/articles/4241013a , 2003 [3]&amp;nbsp;Vgl. Meike Murawski (Autor:in), 2010, Bioverfügbarkeit von Flavan-3-olen aus Kakao und Schokolade, München, GRIN Verlag [4]&amp;nbsp;Vgl. Bild der Wissenschaft: &quot;Milch blockiert Aufnahme gesundheitsfördernder Antioxidantien aus Schokolade&quot;,&amp;nbsp; https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/milch-blockiert-aufnahme-gesundheitsfoerdernder-antioxidantien-aus-schokolade/ , 2002 [5]Vgl.&amp;nbsp;Erdman, J. W. et al.&amp;nbsp;(2008). Effects of cocoa flavanols on risk factors for cardiovascular disease.&amp;nbsp;Asia Pacific journal of clinical nutrition, 17 Suppl 1, 284–287. [6]Vgl.&amp;nbsp;Natalie Kirch, Sabine Ellinger (2014) Kakaoflavanole und kardioprotektive Wirkungen - Welche Flavanole können einen Beitrag zur Gefäßgesundheit leisten? Ernaehrungs Umschau international, 9/2014: M482-489. [7]Vgl.&amp;nbsp;Erdman, J. W. et al. (2008). Effects of cocoa flavanols on risk factors for cardiovascular disease. Asia Pacific journal of clinical nutrition, 17 Suppl 1, 284–287. [8]&amp;nbsp;Vgl.&amp;nbsp;Sesso, H. D. et al. (2022). Effect of cocoa flavanol supplementation for prevention of cardiovascular disease events: The COSMOS randomized clinical trial. The American journal of clinical nutrition, nqac055. Advance online publication. [9]&amp;nbsp;Vgl.&amp;nbsp;Martin, M. Á., &amp;amp; Ramos, S. (2021). Impact of cocoa flavanols on human health. Food and chemical toxicology : an international journal published for the British Industrial Biological Research Association, 151, 112121.&amp;nbsp; doi.org/10.1016/j.fct.2021.112121  [10]&amp;nbsp;Vgl.&amp;nbsp;Association between chocolate consumption and risk of coronary artery disease: a systematic review and meta-analysis&amp;nbsp; https://academic.oup.com/eurjpc/article/28/12/e33/6396400  [11]&amp;nbsp;Neurosciencenews: &quot;Molecular Component of Caffeine May Play a Role in Gut Health&quot;,&amp;nbsp; https://neurosciencenews.com/caffeine-gut-health-22792/ , 2023 [12]&amp;nbsp;Vgl. Chocolate Consumption in Relation to All-Cause and Cause-Specific Mortality in Women: The Women’s Health InitiativeScienceDirect: &quot;Chocolate Consumption in Relation to All-Cause and Cause-Specific Mortality in Women: The Women’s Health Initiative&quot;,&amp;nbsp; https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2212267222012564 , 2022 [13]Vgl.&amp;nbsp;Sesso, H. D. et al. (2022). Effect of cocoa flavanol supplementation for prevention of cardiovascular disease events: The COSMOS randomized clinical trial. The American journal of clinical nutrition, nqac055. Advance online publication.&amp;nbsp; 
  Eine ausführliche Liste mit weiterführenden Studien zum Thema finden Sie hier:  Taub PR, et al. Clin Transl Sci. 2012;5(1):43-47. doi:10.1111/j.1752-8062.2011.00357.x Hüttemann M, et al. Clin Sci. 2013;124(11):663-674. doi:10.1042/CS20120469Taub PR, et al. Lebensmittelfunktion 2016;7(9):3686-3693. doi:10.1039/c6fo00611f Ramirez-Sanchez I, et al. Int. J. Cardiol. 2013;168(4):3982-3990. doi:10.1016/j.ijcard.2013.06.089 Ramirez-Sanchez I, et al. FEBS J. 2014;281(24):5567-5580. doi:10.1111/febs.13098 Gutiérrez-Salmeán G, et al. Eur J Pharmacol. 2014;728:24-30. doi:10.1016/j.ejphar.2014.01.053 Yoneda M, et al. J Nutr Biochem. 2017;39:110-116. doi:10.1016/j.jnutbio.2016.10.002 Nogueira L, et al. J Physiol. 2011;589(Teil 18):4615-4631. doi:10.1113/jphysiol.2011.209924 Lee I, et al. Vorderseite Pharmacol. 2015;6:43. doi:10.3389/fphar.2015.00043 Moreno-Ulloa A, et al. Bioorg Med. Chem. Lett. 2013;23(15):4441-4446. doi:10.1016/j.bmcl.2013.05.079 Watanabe N, et al. 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Arch Biochem Biophys. 2012;527(2):105-112. doi:10.1016/j.abb.2012.05.015 Martin F-PJ, et al. J Proteome Res. 2009;8(12):5568-5579. doi:10.1021/pr900607v Martorell P, et al. J Agric FoodChem. 2011;59(5):2077-2085. doi:10.1021/jf104217g Duarte DA, et al. J Nutr Biochem. 2015;26(1):64-74. doi:10.1016/j.jnutbio.2014.09.003 
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  Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar.   
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            <title type="text">Galactose - der smarte Zucker im Check</title>
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                 Der Einfachzucker Galactose ist eng mit Glucose verwandt.¹&amp;nbsp;Ein kleiner Unterschied sorgt aber dafür, dass Galactose nicht nur vielseitig in Küche und Alltag verwendbar ist, sondern auch Energie liefert ohne den Blutzuckerspiegel zu beeinflussen und weitere interessante Vorteile mitbringt: 
  • Karies protektiv   • in hohen Mengen gut verträglich   • bei Fruktose- und Laktoseintoleranz verwendbar   • erhöhte endogene Fettmobilisierung und Fettverbrennung  • insulinunabhängiger Energielieferant für Diabetiker geeignet      •&amp;nbsp; fördert als Energiequelle für das Gehirn Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung    • hitzestabil und texturverbessernd in Kuchen, Torten und Gebäck, Suppen, Saucen und Dressings    • gut löslich zur Zubereitung von Smoothies, Fruchtsäften und Sportgetränken    • haltbarkeitsverlängernd in Marmeladen und Konfitüren  
  Gibt es gesunde Zucker?  
 Es existieren eine Reihe von intelligenten Zuckern und Zuckeralternativen, die sich, wie beispielsweise Galactose, ideal in die tägliche Ernährung integrieren lassen und diverse Vorteile mit sich bringen. Einen passenden Überblick bietet das Video mit Dr. Johannes F. Coy, dem renommierten Experten für Biochemie, Stoffwechsel und Ernährung u. a. bei der Therapie von Krebs. 
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  Was ist Galactose beziehungsweise D-Galactose?  
 Galactose ist ein einfaches Zuckermolekül, das in der Natur häufig in Verbindung mit anderen Zuckern wie Glucose vorkommt. Es ist ein Teil von Lactose, dem Hauptzucker im Milchzucker  ² , und wird auch in kleinen Mengen in bestimmten Früchten und Gemüsesorten gefunden.&amp;nbsp;Der Geschmack von Galactose ist vergleichbar mit Traubenzucker, jedoch ist die Süßkraft mit 45-60 % gegenüber herkömmlichem Zucker niedriger.&amp;nbsp;Freie Galactose ist in der Natur eher selten anzutreffen, aber in sauer fermentierten Milchprodukten wie Joghurt und Kefir bereits durch den Fermentationsvorgang freigesetzt.&amp;nbsp;Näher betrachtet kann Galactose in 2 verschiedenen Arten, als D- und L-Galactose vorkommen. Bei D-Galactose handelt es sich um die auch in der Natur vorkommende Form.&amp;nbsp;Galactose ist eine komplexe Verbindung, die aus sechs Kohlenstoffatomen besteht und an denen Atomgruppen links und rechts angebunden sind. Die D-Galactose, die in Naturprodukten zu finden ist, unterscheidet sich lediglich von der künstlichen L-Galactose dadurch, dass die Atomgruppen an den mittigen vier Kohlenstoffatomen in einer spiegelverkehrten Anordnung vorkommen. 
  Wie wird Galactose in unserem Körper aufgenommen?  
 Wenn D-Galactose in ausreichender Konzentration im Blut vorliegt, kommt es über den Transporter (GLUT-3-Transporter) in die Körperzellen und wird vor Ort in Glucose beziehungsweise Energie umgewandelt. Aus diesem Prozess ergeben sich eine Reihe von Vorteilen, die Galactose als Energiequelle bietet. 
  Welche Vorteile bietet Galactose als Energiequelle?  
 Galactose stellt eine natürliche Energiequelle mit einem niedrien glykämischen Index (GI=20) bereit, die unserem Gehirn dabei Unterstützung bieten kann, die Konzentration und Gedächtnisleistung zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt D-Galactose auch die Bildung von Aminosäuren und den Abtransport giftiger Ammoniumionen.³&amp;nbsp;Außerdem spielt Galactose auch eine wichtige Rolle in Glycoproteinen und Glycolipiden, die den Informationsaustausch benachbarter Zellen ermöglichen und bedeutend für Wachstum und die Funktion von Nervenzellen sind. 
  Wie beeinflusst Galactose den Stoffwechsel  
 Zuckeralternativen wie Galactose können dazu genutzt werden, den Stoffwechsel positiv zu beeinflussen. Möglich wird dies durch die Ausschüttung von ATP.⁴ ATP steht für Adenosintriphosphat, bei dem es sich um ein Molekül handelt, das in Zellen als eine Art universelle Energiequelle dient. Vereinfacht gesagt, ist ATP der Kraftstoff, den Zellen verwenden, um alle ihre Funktionen auszuführen.&amp;nbsp;Wenn Muskelzellen normalerweise mit Glukose versorgt werden, benötigen sie eine bestimmte Menge an Sauerstoff, um Energie zu produzieren. Wenn jedoch anstelle von Glukose Galactose verwendet wird, erhöht sich der Sauerstoffverbrauch um 30%. 
  Kann Galactose bei Diabetes genutzt werden?  
 Galactose bietet eine Zuckeralternative, die gerade für Diabetiker eine Option eröffnet. Die Verwendung von Galactose in der Diabetes-Therapie hat sich bereits über einen langen Zeitraum hinweg bewährt. Schon in den 1930er Jahren konnten Diabetespatienten von Ärzten erfolgreich mit dem Zuckerersatz Galactose behandelt werden.⁵ &amp;nbsp; Die Problematik bei Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) besteht in der Insulinresistenz der Körperzellen. Im Normalfall arbeitet Insulin wie ein Schlüssel, der es ermöglicht Glucose in den Muskel- und Fettzellen aufzuschließen.&amp;nbsp;Reagieren die Körperzellen jedoch nicht mehr ausreichend auf das Insulinsignal, bleibt Glucose im Blut zurück und sorgt für eine dauerhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels.&amp;nbsp;Galactose bietet den Vorteil, dass es insulinunabhängig in die Zellen gelangt und so der Blutzuckerspiegel weitgehend ausgeglichen bleibt. So werden die Körperzellen weiterhin mit Energie versorgt, und Galactose kommt ohne die weitere Freisetzung von zusätzlichem Insulinhormon aus, was auch zu einer Schonung der Bauchspeicheldrüse beiträgt. 
  Unterstützt Galactose die Fettverbrennung und Fettmobilisierung?  
 Galactose enthält wie viele Zucker 4 Kilokalorien pro Gramm, kann aber mit einem wertvollen Bonus aufwarten. Galactose beeinflusst den Anstieg des Blutzuckerspiegels gering und benötigt keine Insulinverwertung, so wird beim Konsum von Galaktose kaum Insulin freigesetzt. Dieser Umstand ermöglicht es, dass der Effekt der Fettspeicherung kaum auftritt.  Eine Studie belegt hingegen im Zusammenhang mit dem Verzehr von Galaktose eine höhere endogene Fettmobilisierung und Oxidation während der Aufnahme von Mahlzeiten.⁶   Dabei konnten Frauen mit Übergewicht, die jeden Tag ein Galactose-haltiges Getränk konsumierten, eine höhere Fettmobilisierung und Fettverbrennung verzeichnen als Frauen, die ein Glucose-haltiges Getränk zu sich nahmen. 
 Unterstützt Galactose ein gesundes Altern? 
 Unter Wissenschaftlern ist seit Langem bekannt, dass eine Kalorienrestriktion – die absichtliche Aufnahme weit weniger Kalorien als normal, ohne Unterernährung – die spätere Gesundheit fördert und eventuell die Lebensspanne verlängert. Allerdings zeigen Studien an Mäusen nun, dass die positive Wirkung der Kalorieneinschränkung nur anhält, wenn sie ein Leben lang aufrechterhalten wird. Die gesundheitlichen Vorteile verschwinden, sobald wieder zur normalen Ernährung zurückgekehrt wird.&amp;nbsp;Forscher am Babraham Institute haben auf Grundlage von Studien&amp;nbsp;⁷ an Hefen eine alternative Verbindung zwischen Ernährung und Alterung vorgeschlagen. In ihren veröffentlichten Experimenten zeigte das Team unter der Leitung von Dr. Jon Houseley, dass eine Umstellung der Ernährung ohne restriktive Einschränkungen das gesunde Altern fördern kann. 
 Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass schlechte Gesundheit im Alter nicht zwangsläufig mit dem Alterungsprozess einhergeht. Anstatt Hefe wie gewöhnlich mit einer zuckerreichen Ernährung zu kultivieren, ersetzten die Forscher die Nahrung durch Galaktose. Dabei stellten sie fest, dass viele molekulare Veränderungen, die normalerweise mit dem Altern einhergehen, vermieden werden konnten. Die auf Galaktose basierenden Zellen blieben selbst im hohen Alter so vital wie junge Zellen, obwohl ihre Lebensdauer nicht verlängert wurde. Dies verdeutlicht, dass die Zeit der Krankheit gegen Ende des Lebens erheblich verkürzt wurde.&amp;nbsp;Dr. Houseley erklärte: „Entscheidend ist, dass die Ernährungsumstellung nur funktioniert, wenn die Zellen jung sind, und tatsächlich macht die Ernährung bei alter Hefe kaum einen Unterschied. Es ist schwer zu übersetzen, was Jugend zwischen Hefe und Menschen bedeutet, aber alle diese Studien weisen auf den gleichen Trend hin: Um ein langes und gesundes Leben zu führen, macht eine gesunde Ernährung von klein auf den Unterschied.“ 
 ⁷&amp;nbsp;Dorottya Horkai,Hanane Hadj-Moussa,Alex J. Whale,Jonathan Houseley: &quot;Dietary change without caloric restriction maintains a youthful profile in ageing yeast&quot;,&amp;nbsp; 2023  https://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.3002245   
 Effektive Kohlenhydratzufuhr durch Galactose während des Trainings? 
 Für Ausdauersportler ist die Zufuhr von Kohlenhydraten während des Trainings von großer Bedeutung, weil Kohlenhydrate eine wichtige Energiequelle darstellen, die dazu beitragen kann, die Leistungsfähigkeit zu steigern und die Blutzuckerwerte stabil zu halten. Doch was passiert, wenn wir sowohl Galaktose als auch Glukose während des Trainings aufnehmen?  Eine neue Studie untersuchte genau das. Galaktose und Glukose sind zwei Arten von Kohlenhydraten, die unser Körper für Energie nutzen kann.⁸&amp;nbsp;Die Forscher fanden heraus, dass die gleichzeitige Einnahme von Glukose und Galaktose&amp;nbsp;die Oxidation der aufgenommenen Galaktose während des Trainings nicht verstärkte. Die kombinierte Einnahme von Galaktose und Glukose wurde während des Trainings in ähnlichem Maße oxidiert wie die isoenergetische Einnahme von Glukose allein. Galaktose-Glukose-Mischungen sind eine brauchbare exogene Kohlenhydrat-Energiequelle für die Einnahme während des Trainings.&amp;nbsp; 
 Was bedeutet das für Ausdauersportler? Es zeigt, dass Galaktose-Glukose-Mischungen eine sinnvolle Option für die Kohlenhydratzufuhr während des Trainings sein können. Sie bieten eine verträgliche und effektive Energiequelle, die die Leistung unterstützt und gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen minimiert.  Diese Erkenntnisse verdeutlichen den Einfluss einer ausgewogenen Kohlenhydratzufuhr während des Trainings und wie verschiedene Kohlenhydratquellen darunter im  SüßeMix Sport Training &amp;nbsp;mit Isomaltulose, Trehalose, D-Ribose, D-Tagatose, D-Galactose oder&amp;nbsp; SüßeMix Sport Wettkampf  mit Isomaltulose, Trehalose, D-Ribose, Galactose zusammenwirken können, um die Leistungsfähigkeit zu steigern. 
 ⁸&amp;nbsp;Vgl. journal of applied physiology: &quot;Oxidation of independent and combined ingested galactose and glucose during exercise&quot;,&amp;nbsp;2022 https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/japplphysiol.00105.2022   
  Welche Publikationen zu Galactose gibt es im Zusammenhang mit Diabetes, Demenz und anderen Erkrankungen?  
 Erkenntnisse aus der Neurobiochemie u. a. von Dr. Kurt Mosetter zeigen, dass zahlreiche scheinbar unterschiedliche Erkrankungen gemeinsame Ursachen haben. Dabei spielen der Insulinstoffwechsel und die Insulinresistenz eine tragende Rolle für das Verständnis von Frühveränderungen in ganz verschiedenen Organen.&amp;nbsp;Galactose kann vom Körper insulin-unabhängig aufgenommen werden. Sie kann den zellulären Versorgungsengpass und die Insulinresistenz über einen Umgehungsweg nutzen und fördert so Aufmerksamkeitsprozesse und Kognitionsleistungen. Der Zucker gelangt in die Zellen und wird in Glucose umgewandelt. Dadurch wird sowohl die Energiebilanz ausgeglichen aber auch der Baustoffwechsel der Zellen aufrechterhalten oder repariert.⁹    
  Ein interessantes Interview mit Dr. med. Kurt Mosetter zu Galactose finden Sie auch in folgendem Video.  
    
 &amp;nbsp; 
 Der renommierte Biochemiker Prof. Dr. Werner Reutter untersuchte die Effekte von Galaktose bei Demenz und setzte sich für weitere klinische Studien ein.¹⁰ In Zusammenarbeit mit Pharmakologen der Universität Zagreb belegte er, dass Tiere, deren Insulinrezeptoren im Gehirn chemisch blockiert sind und die über Trinkwasser Galaktose erhielten, ihr Erinnerungsvermögen nicht verloren.&amp;nbsp;Vergleichstiere ohne Galactosezufuhr hingegen fanden den Weg zu ihrem Futternapf nicht mehr. Übertragen auf den Menschen geht Reutter davon aus, dass bereits dreimal täglich einen Teelöffel des Zuckers in Tee, Wasser oder Kaffee ausreichen.   „Ich sah selbst eine ganze Reihe von Patienten, die es nehmen. Orientierung, Erinnerung und die soziale Kommunikation verbessern sich deutlich. Kein derzeit zugelassenes Medikament kann da mithalten.“  so Prof. Dr. Reutter.&amp;nbsp;  Wie bereits erwähnt wird Galactose als Insulinrezeptor unabhängig von Nervenzellen aufgenommen und könnte somit eine ernährungsmedizinische Möglichkeit sein, kognitive Leistungen durch Ausgleich des Energiebedarfs unter diesen Mangelbedingungen zu normalisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Publikation von Prof. Dr. Dr. Christoph C. Geilen und Prof. Dr. Werner Reutter.¹¹ 
  Kann Galactose bei Unverträglichkeit gegenüber Lactose und Fructose genutzt werden?  
 Der natürliche Zucker gilt als wertvoller Baustein in unserem Organismus und in unserer Nahrung. Galactose bildet zusammen mit Glucose den Milchzucker Lactose, der uns bereits als Säugling durch Muttermilch zugeführt wird und auch in Milch von Ziegen, Kühen und Schafen zu finden ist. Menschen ohne Lactoseintoleranz sind auch im Erwachsenenalter in der Lage, Bausteine aus Galactose und Glucose zu verdauen.&amp;nbsp;Galactose ist auch eine gute Wahl für Menschen, die unter einer Lactose -, Fruktoseintoleranz oder Zöliakie leiden. Galactose liegt als freier Einzelzucker vor und kann vom menschlichen Organismus ohne vorherige Verdauung direkt aufgenommen werden.&amp;nbsp;Für Personen mit Lactoseintoleranz, die aufgrund mangelnde Lactase Enzyme Probleme haben, Galactose aus Milchzucker zu verwerten, stellt es eine gut verwertbare Quelle dar.&amp;nbsp;Da Galactose über vergleichbare Transportwege wie Glucose in den Körper aufgenommen wird, zeichnet der Zucker sich durch eine ähnliche Verträglichkeit wie herkömmlicher Traubenzucker aus. 
  Wie wirkt Galactose auf unsere Zähne?  
 Galactose fördert darüber hinaus unsere Zahngesundheit, da es die Bildung von Plaque auf den Zähnen verringern kann. Es blockiert Rezeptoren auf der Zahnoberfläche und verringert dadurch die Anheftung von Bakterien, die Kariesbildung begünstigen.¹³&amp;nbsp;Forscher haben dazu in einer Studie belegen können, dass Galactose die Bildung von Biofilm durch kariesauslösende Bakterien (Streptococcus mutans) reduzieren kann, während Zucker das Wachstum von harmlosen Bakterien in der Mundflora fördert. Die Ergebnisse zeigten, dass bereits geringe Konzentrationen von Galactose eine Anti-Karieswirkung haben, die so vielversprechend ist, dass eine Verarbeitung von Galactose in zukünftigen Zahnpflegeprodukten denkbar ist.¹²    
  Fazit zu D-Galactose  
 
  Galactose übernimmt wichtige Funktionen bei zahlreichen biologischen Vorgängen, einschließlich der Energiebereitstellung für die Zellen.  
  Der natürliche Einfachzucker dient als Baustein für bestimmte Kohlenhydrate und Glykoproteinen, die an der Übertragung von Signalen sowie an der Regulierung von Zellwachstum und -differenzierung beteiligt sind.  
  Die smarte Zuckervariante fördert als Energiequelle für das Gehirn die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung.  
  Aufgrund seiner insulinunabhängigen Verstoffwechslung ist der Einfachzucker unter anderem für die Ernährung im Rahmen von Diabetes interessant.  
  Als smarter Zucker bietet Galactose diversen Studien zufolge die Option, eine Reihe von Gesundheitsproblemen wie Übergewicht, Diabetes oder Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten positiv zu beeinflussen.  
  Darüber hinaus ist der Galactose-Konsum mit einer höheren endogenen Fettmobilisierung und Fettverbrennung während der Aufnahme der Nahrung assoziiert.  
  Ein weiterer Pluspunkt ist die Anti-Karies-Wirkung von Galactose und die damit einhergehende Entfernung von Zahnplaque sowie die Schutzeffekte für die Zähne.    
 
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  Quellen:  
 ¹ Vgl. Klinik St. Georg: &quot;Galaktose&quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp;https://www.klinik-st-georg.de/galaktose/ ² Vgl. NEM E.V: Galactose, h t tps://nem-ev.de/nutrition-press-ausgabe-18/, Seite 30-37 ³ Vgl. Martin Roser, Djuro Josic, Maria Kontou, Kurt Mosetter, Peter Maurer, Werner Reutter: “Metabolism of galactose in the brain and liver of rats and its conversion into glutamate and other amino acids&quot;, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19089315/, 2009 ⁴&amp;nbsp;Vgl. Céline Aguer, Daniela Gambarotta, Ryan J Mailloux, Cynthia Moffat, Robert Dent, Ruth McPherson, Mary-Ellen Harper: &quot;Galactose enhances oxidative metabolism and reveals mitochondrial dysfunction in human primary muscle cells&quot;, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22194845/, 2011  ⁵&amp;nbsp; Vgl. Kosterlitz, H.; Wedler, H. W. (1933): Untersuchungen über die Verwertung der Galaktose in physiologischen und pathologischen Zuständen. Z. Ges. Exp. Med. 87 (1): 397–404 ⁶ Vgl. Mahmoud A Mohammad, Agneta L Sunehag, Luisa A Rodriguez, and Morey W Haymond &quot;Galactose promotes fat mobilization in obese lactating and nonlactating women&quot; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21123462/, 2011 ⁷&amp;nbsp;Dorottya Horkai,Hanane Hadj-Moussa,Alex J. Whale,Jonathan Houseley: &quot;Dietary change without caloric restriction maintains a youthful profile in ageing yeast&quot;, https://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.3002245, 2023  ⁸&amp;nbsp; Vgl. Mosetter, Reuter: Insulin und Insulinresistenz im Gehirn, Schweiz. Zschr. GanzheitsMedizin 2007;19(3):138–141. © Verlag für GanzheitsMedizin, Basel. www.ganzheitsmedizin.ch    ⁹&amp;nbsp; Vgl. Vgl. Freie Universität Berlin - Tagesspiegel: &quot;Demenz-Forschung: Bittere Diagnose, süße Therapie?&quot;, 2016  ¹⁰&amp;nbsp; Vgl. Psychiatrie und Neurologie: &quot;Galaktose als einzige Energiequelle im Gehirn Hirnfunktion: Galaktose und die Konsequenzen für die Kognition&quot;, 2017  ¹ ¹ &amp;nbsp; Vgl. Lembke, A.; Pause, B. (1989): Uber die kariostatische Wirksamkeit von D(+)-Galaktose. Z Stomatol 86 (4): 179–189.  ¹²&amp;nbsp; Vgl. Sciencedirect: &quot;use of d-galactose to regulate biofilm growth of oral streptococci&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/, 2020 
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  Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel wurde von uns ausschließlich zur Information verfasst und gibt Hinweise zu unterstützenden Maßnahmen, wie sie aktuell in der Medizin diskutiert werden. In jedem Fall sollten alle Maßnahmen mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten abgesprochen werden. Ein guter Allgemein- und Ernährungsstatus kann dem Organismus helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder diese zu überwinden. Alle zu den Stoffen getroffenen Aussagen beschreiben Eigenschaften und physiologische Wirkungen, die bei Konsumenten natürlicherweise unterschiedlich ausfallen können und stellen keine Heil- oder Gesundheitsversprechen dar. 
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