Vitamin D wirkungslos bei einem Magnesiummangel?

Zahlreiche Menschen leiden an einem Vitamin D Mangel und nehmen für einen konstanten Vitamin-D-Spiegel im Körper passende Präparate ein. Was viele nicht wissen: Vitamin D kann nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn ausreichend Magnesium im Körper vorhanden ist. In einem Review, der im „The Journal of the American Osteopathic Association“ veröffentlicht wurde, wird dieser Zusammenhang nun bestätigt. Vitamin D kann von unserem Körper nur verstoffwechselt werden, wenn ausreichend Magnesium zur Verfügung steht.

Deutschland, Österreich, Schweiz – Länder mit hohem Vitamin D Mangel?

Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören Experten zufolge zu den Ländern mit einem hohen Mangel an Vitamin D3.¹ Leider wird diese Mangelerscheinung oft nur sehr einseitig betrachtet, denn häufig kommt ein unerkannter Mangel an Calcium, Bor oder Magnesium hinzu. Präventiv-Mediziner Dr. Bernd-Michael Löffler beschreibt in seinem Buch „Sie leiden an einer stillen Entzündung?!“ das eine isolierte Betrachtung von Mangelerscheinungen von Vitamin D, Magnesium oder Calcium schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann: darunter chronische Entzündungen, Knochenentkalkung (Osteopenie, Osteoporose), Erhöhung der Insulin-Resistenz, Gewichtszunahme, Erhöhung des Diabetesrisiko etc.

Vitamin D – Aufgaben im menschlichen Organismus

Vitamin D, wird auch als Calciferol bezeichnet und übernimmt eine Reihe von wichtigen Aufgaben in unserem Körper:

  • normale Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor
  • normaler Calciumspiegel im Blut
  • Erhaltung normaler Knochen und Zähne
  • Erhaltung einer normalen Muskelfunktion
  • normale Funktion des Immunsystems
  • hat eine Funktion bei der Zellteilung ²

Ohne Magnesium besitzt Vitamin D kaum Wirkung

Im aktuellen Review des Journal of the American Osteopathic Association wird auf das Zusammenspiel zwischen Vitamin D und Magnesium hingewiesen. Liegt ein Mangel an Magnesium vor, kann Vitamin D zwar aufgenommen und gespeichert werden, verbleibt jedoch in seiner inaktiven Form im Körper. Die Autoren der Studie „Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function“³ Anne Marie Uwitonze und Mohammed S. Razzaque gehen davon aus, das zahlreiche Menschen zwar den körpereigenen Mangel an Vitamin D erkannt haben und Vitamin D Präparate einnehmen, jedoch die Verstoffwechslung nicht berücksichtigen. Solange ein Mangel an Magnesium im Körper besteht, kann Vitamin D nicht alle Wirkungen im Körper entfalten. Vitamin D kann Mohammed S. Razzaque zufolge zwar ohne Magnesium zur Beschleunigung der Calcium- und Phosphorresorption aus dem Darm führen, jedoch birgt dies ohne Magnesium das Risiko, dass sich Mineralien in den Blutgefäßen ablagern, was zu einer Verkalkung der Arterien führen kann. Bei einer guten Magnesiumversorgung tritt das Problem nicht auf. Bei einem Magnesiummangel erzielen selbst hohe Vitamin-D-Dosen kaum eine nennenswerte Steigerung des Vitamin D Spiegels im Körper. Bei einer guten Versorgung mit Magnesium hingegen kann schon eine gemäßigte Zufuhr an Vitamin D den Vitamin D Spiegel deutlich anheben.

Zusammenspiel von Vitamin D und Magnesium im Körper

Magnesium nimmt gleich in mehreren Teilbereichen einen Einfluss auf den Stoffwechsel von Vitamin D. Magnesium trägt zur Aktivierung von Vitamin D bei. Nur wenn ausreichend Magnesium im Körper vorhanden ist, können die Enzyme arbeiten, die an der Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form beteiligt sind. Für die Verteilung von Vitamin D in unserem Körper sin Transportmoleküle notwendig, die inaktiv bleiben, wenn nicht ausreichend Magnesium vorhanden ist. Darüber hinaus ist das Parathormon ein Hormon, das von den Nebenschilddrüsen produziert wird und stark vom Magnesium abhängig ist. Das Hormon dient aber auch der Regulierung des Vitamin-D-Stoffwechsels. Die Verstoffwechslung von Vitamin D ist folglich eng an den Magnesium-Spiegel im Körper geknüpft.

Professor Razzaque geht davon aus, dass ein ausgeglichener Magnesiumspiegel Osteoporose lindern kann. Er nimmt außerdem an, dass der weit verbreitete Magnesiummangel ein Grund ist, warum es in der Vergangenheit immer wieder zu Studien gekommen ist, in denen Vitamin D keine Auswirkungen zeigte. Wäre bei den Studienteilnehmern auch eine Magnesiumeinnahme berücksichtigt worden, hätten seiner Meinung nach andere Ergebnisse erzielt werden können.⁴

 

Quellen/Literatur:

[1] Dr. Bernd - Michael Löffler „Sie leiden an einer stillen Entzündung?!“ http://www.imm.institute/ImM/Verlag.html

[2] (Health Claims) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA),    https://www.gesundheitsmanufaktur.de/information/gesundheitsblog/gesundheitsbezogene-angaben-ueber-lebensmittel-und-nahrungsergaenzungen

[3] "Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function", The Journal of the American Osteopathic Association, 2018, http://jaoa.org/article.aspx?articleid=2673882

[4] Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function", The Journal of the American Osteopathic Association, 2018, http://jaoa.org/article.aspx?articleid=2673882

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