Süchtig nach Zucker - Wo sich der suchtmachende Zucker überall versteckt

Suchtfaktor Zucker
Dass ein zu hoher Zuckerkonsum weitreichende Folgen für den Stoffwechsel hat, ist schon länger bekannt. Doch neueste Untersuchungen zeigen, dass Zucker regelrecht süchtig machen kann. Denn er spricht dieselben Regionen im Gehirn an wie Drogen. Und genau deshalb fällt es auch so schwer, auf das "süße Gift" zu verzichten.

Warnsignale der Zuckersucht: Häufige Lust auf Süßes, Naschen zwischendurch, immer wieder Lust auf Fruchtsäžfte oder süße Getränke, eine überstarke Vorliebe für Brot, Nudeln und Pasta oder Pizza sowie ein hoher Obstkonsum abends sollten Sie bereits hellhörig machen. Insbesondere dann, wenn Sie sich nach einer entsprechenden Mahlzeit müde und weniger konzentrationsfähig fühlen.

Weitere Hinweise können sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • Druck oder Spannungsgefühle im Bauch
  • Schlechtes Ein- und Durchschlafen
  • Unruhezustände, Spannungen oder erhöhte Nervosität einige Stunden nach der letzten Mahlzeit
  • Besondere Lust auf Milch, Kuhmilchprodukte, Brot und fruktosehaltige Getränke

 

Wo sich Zucker überall versteckt
Den Zuckergehalt eines Lebensmittels zu erkennen, ist meist schwierig. Denn Zucker versteckt sich nicht nur in Süßigkeiten oder süßen Getränken. Zucker sorgt für Geschmack und versteckt sich in Fertiglebensmitteln und verarbeiteten Lebensmitteln - und das in erstaunlich hohen Mengen. Wer zu herzhaften Produkten greift, konsumiert trotzdem ziemlich viel Zucker.

Hätten Sie es gewusst?
Essiggurken: 12 g Zucker pro Glas
Heringssalat: 5 Stück Zucker in 200 g
Leberwurst: 3 Stück Zucker in 250 g Leberwurst
Fruchtgummis: 78 Stück Zucker in einer Tüte (300 g)
Ananas aus der Dose: 30 Würfel Zucker in einer kleinen Dose (570g)
Apfelsaft: 40 Würfelzucker in einem Liter
Ketchup: 68 Gramm Zucker pro 300 Gramm
Fruchtjoghurt: 6 Stück Zucker in einem 150g-Becher
Fertiglebensmittel: Je weiter vorn der Zucker in der Zutatenliste steht, desto mehr ist enthalten.

Der Weg aus der Zuckersucht
Zwölf Wochen dauert es, bis sich Ihr Körper von der Zuckersucht befreit hat und gut ohne süße Verführer auskommt. Im Buch "Zucker - der heimliche Killer" lernen Sie, Ihre ganz persönlichen Zuckerfallen auf zudecken, gesunde Alternativen zu finden und durch regelmäßige sanfte Bewegung die Zuckerspeicher zu leeren.

Zuckerfallen aufdecken
Um sich bewusst zu werden, wie viel Zucker Sie Ihrem Körper tagtäglich zumuten, müssen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme machen. In welchen Situationen greifen Sie zu Schokolade & Co.? Auch wenn Sie gar nicht viel Süßes essen, kann Ihr Körper süchtig nach Zucker sein. Schließlich steckt der auch in vielen herzhaften Nahrungsmitteln.

Sich realistische Ziele setzen
Sich vorzunehmen, einfach von heute auf morgen auf Zucker zu verzichten, bringt gar nichts. Denn erstens steckt das süße "Gift" in viel zu vielen Lebensmitteln und zweitens bringen rigide Verbote nur Frust. Versuchen Sie lieber, Schritt für Schritt mehr gesunde Lebensmittel in Ihre Ernährung einzubauen.

Auf gesunde Zucker wechseln
Gesunde Zucker helfen, gestörte Stoffwechselprozesse wieder auszubalancieren und das Essverhalten zu normalisieren. In der Küche sollten Sie zudem zu Mehlen von Getreidearten greifen, deren Zucker im Magen nur langsam aufgeschlüsselt wird, wie zum Beispiel Urkorn- oder Emmemehl. Im Rezeptteil finden Sie zahlreiche Rezepte dazu.

Neue Lebensmittel kennenlernen
Wenn Sie bisher vor allem auf den schnellen Satt- und Geschmackseffekt von Kohlenhydraten gesetzt haben, sollten Sie sich jetzt eines Besseren belehren lassen. Denn im Gegensatz zu den Zuckern lassen Eiweiß und Fett den Blutzucker- und Insulinspiegel nicht sprungartig nach oben schnellen. Sie sorgen dadurch für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und versorgen den Körper noch dazu mit lebenswichtigen Stoffen wie essenziellen Fett- und Aminosäuren. Gemüse und Früchte liefern dazu reichlich Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.

Zum richtigen Obst greifen
Frisches Obst ist gesund, aber es enthält auch reichlich ungesunde Fruktose (Fruchtzucker). Daher sollten Sie nach 14 Uhr keine Früchte mehr essen. Bis dahin sind bis zu 180 Gramm Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren) erlaubt.

Quelle: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH 

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