Diabetes im Gehirn: Hoffnungsschimmer für Alzheimerpatienten aus der Kokosnuss

Alzheimer gehört zweifelsohne zu den Diagnosen, die auch in Zeiten modernster Medizin die Menschen in Furcht versetzt. Der Gedanke, nahestehende Menschen oder gar einfachste Handlungsabläufe zu vergessen und zunehmend die Kontrolle über seinen eigenen Geist und das, was die eigene Persönlichkeit ausmacht, zu verlieren, ist wohl für jeden unerträglich. Zumal das Schicksal Alzheimer-Krankheit trotz intensiver medizinischer Bemühungen immer noch unweigerlich und endgültig ist.

Jüngste Erkenntnisse aus der Alzheimerforschung werfen allerdings ein völlig neues Licht auf die Krankheitsabläufe im Gehirn von Alzheimerpatienten und sorgen für neue Hoffnungsschimmer. Ähnlich wie bei zahlreichen anderen Zivilisationskrankheiten soll auch hier das Schlüsselwort „Insulinresistenz“ heißen. Glukose ist der wichtigste Energieträger für das Gehirn. Doch genau diese gelangt bei Alzheimerpatienten infolge von Insulinmangel und -resistenz nur noch spärlich in die grauen Zellen. Die Folgen sind leicht zu erahnen: Keine Energie heißt fehlende Aktivität und mit der Zeit bedeutet das den Untergang der Zellen. Eine Arbeitsgruppe der Brown University prägte infolge dieser Beobachtung den Begriff „Typ-3-Diabetes“, um dem diabetes-ähnlichen Zustand im Gehirn der Alzheimerpatienten Ausdruck zu verleihen.

Wenn Alzheimerpatienten an einem „diabetischen Gehirn“ leiden, könnte ähnlich wie bei Diabetikern eine Umstellung der Ernährung die Lösung sein? Obwohl Gehirnzellen ihre Energie bevorzugt aus Glukose beziehen, sind diese auch in der Lage andere Energieträger zu nutzen. Besonders Ketonkörper, die nach hepatischer Umwandlung aus Fettsäuren der Fettreserven entstehen, sicherten schon in Hungerzeiten die Energieversorgung der grauen Zellen. Aus diesem Wissen entwickelt sich nun die Idee, die Therapie von Alzheimerpatienten durch eine strenge ketogene Diät zu unterstützen. Ausgewählte Fette und Eiweiße sollen das Gehirn mit insulinunabhängigen Energieträgern beliefern und dessen Versorgung weiterhin aufrechterhalten. Neben einer stark reduzierten Kohlenhydratmenge bilden MCT-Fette, die vor allem in nativem Kokosöl enthalten sind, den Schwerpunkt der ketogenen Diät. Die speziellen Fette mit einem vergleichsweise hohen Gehalt an mittelkettigen Fettsäuren gelangen vom Darm direkt in die Leber und werden hier zu Ketonkörpern umgewandelt. Diese passieren die Blut-Hirn-Schranke und versorgen die insulinresistenten Gehirnzellen weiterhin mit Energie.

Verschiedene Fallberichte und kleinere Studien aus den USA attestieren der MCT-betonten, ketogenen Diät bereits gute Erfolge und geben Hoffnung auf effektive Therapieansätze in der Zukunft. Bereits nach wenigen Tagen und Wochen täglicher Kokosöl-Gaben sind bei zahlreichen Patienten deutliche Besserungen besonders bei der Gedächtnisleistung und den kognitiven Fähigkeiten zu sehen. Optimistische Stimmen erhoffen sich nun sogar, durch einen frühzeitigen Beginn der Ernährungstherapie den Krankheitsverlauf bei Risikopatienten gänzlich stoppen zu können.

Mit freundlicher Erlaubnis übernommen aus dem FET-Mitgliedernewsletter Februar 2014 > Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.  www.fet-ev.eu 

Wer sich ausführlicher mit dem neuen diätetischen Ansatz bei Alzheimer und dem richtigen Einsatz von Kokosöl bzw. MCT-Fetten beschäftigen möchte, empfehlen wir das Buch „Stopp Alzheimer“ des amerikanischen Ernährungswissenschaftlers und Naturheilkundlers Dr. Bruce Fife:

Stopp Alzheimer! - Alzheimer kann wirksam vorgebeugt werden. Alzheimer kann behandelt werden.

Stopp Alzheimer! Das Praxisbuch - Alzheimer kann wirksam vorgebeugt werden. Alzheimer kann behandelt

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Demenz-Prävention: Praxis-Ratgeber Demenz-Prävention: Praxis-Ratgeber
Inhalt 1 Stück
7,90 € *
Galaktose - Galactose - Schleimzucker, hochreines D-Galactose-Pulver Galaktose - Galactose - Schleimzucker,...
Inhalt 0.25 Kilogramm (15,96 € * / 0.1 Kilogramm)
39,90 € *