Arthrose – endlich schmerzfrei mit Naturstoffen

Bei jeder Bewegung Schmerzen in Knie, Hüfte, Schulter oder anderen Gelenken – so kann sich die Arthrose – eine degenerative Gelenkerkrankung zeigen. Verursacht werden die Beschwerden vom abgenutzten Gelenkknorpel mit der Folge, dass diese knochenüberziehende Schutzschicht fehlt und Knochen auf Knochen reibt. Nicht nur Schmerzen sondern auch Entzündungen mit Schwellungen und Bewegungseinschränkungen können die Folge sein. Obgleich das Alter der „Feind“ des gesunden Gelenks ist, können sich solche Abnutzungserscheinungen auch im jüngeren Lebensalter (z. B. durch Sportunfälle oder bestehendes Übergewicht bedingt) schon zeigen. Zunächst ist der Krankheitsverlauf meist unauffällig, im späteren Stadium aber häufig von massiven Beschwerden begleitet, welche die Bewegungsfreiheit im Alltag drastisch einschränken können.

„Da kann man nichts machen“

Viele Betroffene wenden sich in solchen Situationen an Therapeuten, die häufig eine symptomatische Behandlung mit Schmerzmitteln verordnen. Diese können eine Vielzahl von Nebenwirkungen mit sich bringen und den Körper zusätzlich belasten. In manchen Fällen wird auch zum Gelenkersatz geraten, da der Knorpel nahezu ganz abgenutzt ist. In der Naturheilkunde setzt man hier auf gut verträgliche Pflanzenstoffe, die der Abnutzung des Knorpels entgegen wirken können. Hier ist vor allem der Knorpelstoff Glucosamin(hydrochlorid) zu nennen. Glucosamin regt die Knorpelzellen zur Produktion von Kollagen und anderen Knorpelsubstanzen an und fördert damit die Elastizität und die Spannkraft des Knorpels. Die Substanz, die auch pflanzlicher Herkunft (vegan) sein kann, wirkt auch schmerzstillend. Wichtig ist hier die gleichzeitige Aufnahme des Spurenelementes Mangan, denn ohne diesen Mikronährstoff kann Glucosaminhydrochlorid nicht eingebaut werden. Ein weiterer Knorpelstoff - Chondroitinsulfat - wirkt als "Flüssigkeitsmagnet" und sorgt dafür, dass genügend Wasser in den Knorpel eingelagert wird und dieser damit seine schwammartigen Stoßdämpfereigenschaften nicht verliert. Durch das Einschwemmen von Flüssigkeit in das Knorpelgewebe werden zudem wichtige Biostoffe für den Knorpel mitangezogen und damit dessen Nährstoffversorgung verbessert. Darüberhinaus bekämpft Chondroitinsulfat Enzyme, welche die Zufuhr von Nährstoffen blockieren und den Knorpel damit "aushungern" . Beide Substanzen zusammen bilden ein gutes Team, welches dem Gelenkverschleiß entgegenwirkt, Schmerzen lindern und die Entzündungsbereitschaft arthrotischer Gelenke mindern kann. Eine ganze Reihe von Untersuchungen, die in den USA, Südostasien und Europa durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die beiden Knorpelstoffe Schmerzen und Beschwerden wirkungsvoll hemmen und die Gelenkfunktion verbessern können, bei guter bis sehr guter Verträglichkeit. Allerdings. Ist eine hohe Dosierung der beiden Knorpelstoffe (Glucosaminhydrochlrorid: mindestens 1500 mg/Tag, Chondroitinsulfat: 1200 mg/Tag) für die genannten Wirkungen erforderlich. Auch die Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Knorpels. Zusammen mit den genannten Knorpelstoffen ist die Hyaluronsäure für das Abfedern von Stößen und Druckbelastungen im Gelenk mitverantwortlich. Sinnvoll ist daher die Kombination aus Glucosaminhydrochlorid, Mangan, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure.

Schmerzen natürlich bekämpfen

Der Leidensdruck vieler Arthrose-Patienten ist groß - ohne Schmerzmittel kommen viele nicht mehr aus. In diesem Zusammenhang sind schwefelhaltiger Naturstoffe besonders interessant. Schwefel bzw. schwefelhaltige Bäder waren ja zu allen Zeiten
für ihre wohltuende, schmerzlindernde Wirkung bekannt. Häufig kann man im arthrotischen Gelenk ein Defizit an Schwefel feststellen. Trotz chemisch klingendem Namen zählt die schwefelhaltige Substanz Methylsulfonylmethan (MSM) zu den natürlich vorkommenden Stoffen, die man in Lebensmittel wie Himbeeren, Sauerkraut oder Tomaten ebenso wie in Getränken wie Tee, Bier oder Milch und damit auch im Körperblut nachweisen kann. Interessanterweise ist dieser Naturstoff in der Lage die Schmerzweiterleitung via Rückenmark zum Gehirn zu unterbinden. Außerdem wirkt MSM abschwellend auf Gelenkergüsse, entzündungshemmend und muskelentspannend. MSM hat sich mittlerweile, bei guter Verträglichkeit, bei diversen Schmerzzuständen (Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Verletzungen, Sehnenscheidenentzündung u. a.) bestens bewährt. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Erfahrungen des Arztes und Leiters der Portland-Klinik, USA, Professor Dr. Stanley W. Jacob, der auch ein Buch über die Wirksamkeit des MSM bei Schmerzzuständen aller Art publiziert hat : "Tausenden von Menschen, jung und alt, mit verschiedenen chronischen Schmerzzuständen, die oft mit letzter Hoffnung, nach vielen vergeblichen medizinischen Behandlungsregimen zu uns in die Portland Klinik kamen, konnte mit MSM geholfen werden". Bewährt haben sich in der Praxis 500 – 600 mg/Tag. MSM sollte allerdings optimalerweise in Kombination mit den bereits erwähnten Knorpelstoffen verabfolgt werden.

Entzündungen –Brennnessel- und Hagebuttenextrakt hilfreich

Die Brennessel ist eine Heilpflanze mit langer Tradition in der Volksheilkunde. Sie wurde vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und nierenspülendenWirkung geschätzt. Inzwischen sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Ruderalpflanze analytisch erfasst. Das Kraut zeichnet sich vor allem durch einen hohen Gehalt an siliziumhaltiger Kieselsäure aus, die vor allem das Bindegewebe unterstützt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Brennnesselextrakt entzündungshemmend wirkt und Enzyme ausbremst, die den Knorpelabbau weiter vorantreiben können. Die Anwendung des Pflanzenextraktes hilft zudem Schmerzmittel einzusparen. Auch der Hagebuttenextrakt ist, in Zusammenhang mit Gelenkentzündungen, in den vergangenen Jahren mehrfach wissenschaftlich geprüft worden. Die bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe der Früchte wirken entzündungshemmend und unterstützen durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C die Kollagensynthese. Davon kann auch das Gelenk profitieren. Ratsam ist die kombinierte Anwendung aller erwähntengelenkschützenden Stoffe und Pflanzenextrakte denn diese ergänzen sich gegenseitig und wir wirken am besten im „Team“ (Kombinationspräparate). Und vergessen Sie die regelmäßige Bewegung nicht. Sie ist für die Gesunderhaltung unserer Gelenke unerlässlich!

Ein toller Artikel von: Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll
Besten Dank!

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden.
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